Moin Outdoorfreunde, ich habe heute schon wieder eine ganze Menge dazu gelernt und mich über unsere wasserabweisenden als auch wasserdichten Produkte von Fjällräven schlau gemacht. Wo? Bei unserem zertifizierten Waxmaster höchstpersönlich 🙂 3 Waxmaster – eine Mission Unsere drei Waxmaster Bernhard (Bremen), Andreas (Münster) und Alex (unterwegs.biz) haben sich Anfang dieses Jahres speziell für die optimale Pflege der beliebten Fjällräven Produkte schulen lassen. Die Schulung fand an einem Wochenende im schönen Schweden statt, der Heimat des Unternehmens Fjlällräven. Während dieser Zeit lernten sie die optimale Technik des Nachwachsens kennen und erhielten eine persönliche Einweisung darin, wie die Langlebigkeit durch die richtige Pflege dieser Produkte schnell und einfach verlängert werden kann. Ein zusätzlich mit Wachs imprägniertes Kleidungsstück aus G-1000® bietet nämlich nicht nur zuverlässigen Schutz vor Wind und Wetter, sondern erhält euch noch dazu deutlich länger eure Freude an diesen Kleidungsstücken. Warum das Ganze? Es ist wichtig die Imprägnierung dieser Produkte regelmäßig aufzufrischen. Vor allem an den Stellen, die besonders von dem unbeständigen Wetter beansprucht werden. Hierzu gehört insbesondere der vordere Bereich bei Jacken sowie die Schulterpartie und komplette untere Beinbereich bei Hosen. Aber auch das Gesäß sollte bei der Auffrischung der Imprägnierung keinesfalls vernachlässigt werden. Gerade bei längeren Touren, beim Jagen oder auch auf dem Drahtesel, ist es von großem Vorteil, wenn die entsprechenden Stellen ausreichenden Schutz vor Nässe bieten. Nicht wasserdicht, aber schnell trocknend Zwar sind die Hosen und Jacken mit G-1000® von Fjällräven ohne Membrane nicht wasserdicht, aber sie sind atmungsaktiv, wasserabweisend und schmutzabweisend. Das Beste: Sie sind extrem schnell wieder trocken: Während eine Jeans mehrere Stunden zum Trocknen benötigt, um am Körper (unser Körper ist einfach der beste natürliche Trockner) wieder trocken zu werden (Baumwolle kann nämlich ein Mehrfaches ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen), ist ein G-1000® Kleidungsstück bereits nach nur 30 Minuten während des Tragens wieder für seinen nächsten Einsatz bereit.   Genau diese Eigenschaft hat Alex von G-1000 ® überzeugt Dass das G-1000® Material so pflegeleicht und schnell trocknend ist, hat Alex allerdings nicht alleine überzeugt und dazu geführt, dass er unter anderem die folgenden Hosen in seinem Schrank hat 🙂 Fjällräven Barents Hose Fjällräven Island Hose

Fjällräven Reivo Trousers

Nach dem ich Alex darauf ansprach, was ihm außerdem an diesen Kleidungsstücken gefalle, meinte er, er liebe vor allem den Tragekomfort, den ihm diese Kleidung bietet. Als besonders angenehm empfinde er übrigens die Fjällräven Abisko Trousers (ihr seht sie auf dem Artikelfoto). Ihn überzeuge an dieser Hose der tolle Tragekomfort durch den Mix aus dem leichten und dehnbaren Material (98 % Polyamid, 2% Elasthan) sowie den G-1000® verstärkten Bereichen (Verstärkungen am Gesäß, an den Knien und an den Beinabschlüssen). Das sei auch der Grund, weshalb er diese Hose auch gerne beim Fahrradfahren oder in seiner Freizeit trägt. “Bei meinen Freizeitaktivitäten, wie Radeln und Jagen, lege ich vor allem großen Wert auf robuste und funktionale Bekleidung” (Alex von Unterwegs) Alex gefällt an den G-1000® Produkten außerdem sehr gut, dass sie beliebig gewachst werden können und dass er die Kleidungsstücke seinen Bedürfnissen beliebig anpassen kann. So lässt er das Wachs zum Beispiel im Rückenbereich weg, wenn er weiß, dass er längere Zeit einen Rucksack auf seinem Rücken tragen wird. Der Effekt: An den Stellen, an denen kein Wachs aufgetragen wird, sind die Kleidungsstücke deutlich atmungsaktiver. Exponierte Stellen, wie die vordere Beinpartie, das Gesäß sowie der Schulterbereich sollten jedoch immer entsprechend behandelt werden. Wachs – Service bei Unterwegs Für all die, die sich selbst nicht so recht daran trauen, ihre Kleidung selber zu wachsen, besteht bei uns seit Anfang dieses Jahres die Möglichkeit, die Kleidungsstücke in unsere Stores (Bremen und Münster) zu bringen oder sie auf eigene Rechnung zu unserem Wax-Master, Alex von unterwegs.biz, nach Wilhelmshaven zu schicken. Ihr könnt selbst bestimmen, wo und wie stark er die Imprägnierung dan den gewünschten Stellen eurer Kleidung wieder auffrischen soll. Nähere Informationen über diesen Service findet ihr außerdem hier: http://www.unterwegs.biz/wachs-service-498656.html Solltet ihr jedoch auf dieses Service-Angebot verzichten und es lieber selbst ausprobieren wollen, dann beachtet bitte die fünf folgenden Tipps. Persönliche Tipps unseres Wax-Masters Alex
  1. Grönlandwachs auf das Kleidungsstück auftragen oder drauf reiben
  2. Weniger ist mehr – mit einer dünnen Schicht lässt sich leichter arbeiten
  3. Wachs an den gewünschten Stellen einarbeiten
  4. Auf besonders exponierte Stellen, wie die Schultern oder auch die Vorderseite der Beine eine Extraschicht Wachs auftragen
  5. Aufgetragenes Wachs auf dem Kleidungsstück erwärmen – über einen Föhn oder ein Bügeleisen (das Wachs schmilzt bei einer Temperatur von ca. 55 °C)
Und zum Abschluss ein kurzes Video, in dem alles noch einmal etwas anschaulicher wird 🙂                     Habt ihr bereits eigene Erfahrungen mit diesen Produkten sammeln können? Dann hinterlasst uns gern eure persönliche Meinung – hier oder bei facebook. Viele Grüße und euch noch einen schönen, sonnigen Tag. Eure Dori von Unterwegs

Hallo zusammen,

 

sicherlich seid auch ihr schon über die unterschiedlichen "Shell"-modelle gestolpert und habt euch gefragt, wo genau der Unterschied liegt?

 

Mir ging es genauso. Ich musste auch erst einmal etwas recherchieren, bevor ich mir zugetraut habe, diesen Beitrag anzugehen. Ich musste quasi selbst erst einmal bei 0 anfangen, denn es hört ja nicht bei diesen beiden Begriffen aus. Mit ihnen einher gehen außerdem Laminate, Membrane, Atmungsaktivität und Wassersäule.

 

Ich möchte euch aber nicht weiter auf die Folter spannen. Fangen wir am besten an mit einer kurzen Gegenüberstellung der wichtigsten Eigenschaften von Hardshell- und Softshell-Jacken.

 

 

Hardshell Softshell
  • wasserdicht
  • atmungsaktiv
  • winddicht
  • wasserabweisend
  • atmungsaktiv
  • winddicht
  • robust
  • robust
  • langlebig
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • knickresistent
  • elastisch

 

Besonders bei körperlich anstrengenden Outdoor-Aktivitäten bietet sich eine Softshelljacke an. Sie schützt den Körper effektiv vor Wettereinflüssen und bewahrt ihn zum Beispiel vor dem Auskühlen durch den Wind. Gerne wird eine leichte Softshell aber auch als Ergänzung zur Regenjacke eingesetzt.

 

Worauf solltet ihr achten?

Grundsätzlich gibt es nicht DIE Jacke, die ich euch empfehlen kann. Bei der Qual der Wahl stellen sich zunächst einmal die folgenden Fragen:

 

  • Für welche Situation benötigt ihr die Jacke?
  • Inwiefern wird eure Jacke beansprucht?
  • Genügt euch eine Jacke, die atmungsaktiv ist?
  • Oder wollt ihr ein Allroundtalent, das atmungsaktiv, wind- und wasserdicht ist und noch dazu sehr robust und abriebfest?
  • Wollt ihr so lange wie möglich etwas davon haben?

Klar, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis steht sicherlich für jeden von uns an erster Stelle, aber dennoch... überlegt euch genau, weshalb ihr eine dieser ...Shelljacken benötigt.

 

Das optimale Zwiebel-Outfit

Bei einem solch unbeständigen Wetter, wie es derzeit wieder der Fall ist, bietet sich auf jeden Fall das bewährte "Zwiebelprinzip" an:

 

  1. Schicht (auf der Haut)
    • Funktionsunterwäsche hält den Körper trocken und warm
    • Feuchtigkeit sollte nicht aufgesogen und gespeichert werden
    • Wäsche sollte auch im feuchten Zustand wärmen (Beispiel: Merinowolle)
    • Feuchtigkeit sollte möglichst in die nächste Schicht geleitet werden
  2. Schicht (Isolation)
    • kann bei gutem Wetter auch Außenschicht sein
    • isoliert die Wärme
    • leitet Körperfeuchtigkeit weiter (zum Beispiel Fleece)
  3. Schicht (Wetterschutz)
    • sollte atmungsaktiv sein
    • winddicht oder stark windabweisend
    • wasserdicht oder stark wasserabweisend
    • Als Beispiel seien hier Produkte mit Laminaten von Gore-Tex genannt

 

Für die dritte Schicht werden insbesondere Polyamide oder auch Polyester verwendet. Während Polyamide bekannt dafür sind sehr UV-empfindlich und in der Regel abriebfester als Polyester zu sein, sind Polyester wiederum deutlich UV-beständiger als es bei Polyamiden der Fall ist. Es gibt aber auch hierbei Ausnahmen. Sofern Polyamide entsprechend behandelt werden, können diese ebenfalls den aggressiven Strahlen der Sonne trotzen. Jedenfalls sind Polyamide sehr gut geeignet für längere Touren mit schweren Rucksäcken.

 

Warum das Zwiebelprinzip?

Ein optimales Zwiebeloutfit schützt euch vor Wind und Wetter, reguliert euren Wärmehaushalt, bereitet euch kein unangenehmes, einengendes Gefühl und bietet euch eine gute Atmungsaktivität. Damit ist gemeint, dass im Idealfall, Schweiß in reinster Form (Wasserdampf) durch eure Kleidung nach außen dringen kann und dass ihr somit nicht das Gefühl habt, unter eurer Kleidung klatschnass zu sein.

 

Membrane und mehrlagige Laminate

Sollten Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit entscheidende Argumente für den Kauf einer neuen Jacke für euch sein, dann erkundigt euch auf jeden Fall mal nach Jacken mit integrierten Membranen. Diese haben nämlich die pfiffige Eigenschaft, dass sie Flüssigkeiten und Gase voneinander trennen. Hierfür ist jedoch ein Temperaturgefälle nötig. In den Tropen würdet ihr zum Beispiel nichts von dieser tollen Eigenschaft merken. Damit die Atmungsaktivität zum Tragen kommen kann, ist also ein Temperaturgefälle nötig. Das heißt, es muss in eurer Jacke deutlich wärmer sein als es draußen der Fall ist. Erst dann gelangt Schweiß in Form von Wasserdampf durch die gitterartige Struktur der Membrane hindurch. Da die Struktur der Membrane so fein ist, gelangt lediglich der Wasserdampf durch sie hindurch, nicht jedoch Regenwasser. 🙂

 

Allein über dieses Thema könnte man einen eigenen Beitrag schreiben. Daher hier die Zusammenfassung der unterschiedlichen Laminate:

 

2-lagig:

  • Außenstoff mit Membran verklebt
  • rucksacktauglich für Tagesrucksäcke
  • innen Netzfutter

 

2,5-lagig:

  • Außenstoff mit Membran verklebt
  • zusätzliche Versiegelung
  • wandertauglich

 

3-lagig:

  • Außenstoff mit Membrane in dem Netzfutter verklebt
  • in der Regel recht steif (es gibt aber auch sehr weiche und geschmeidige Materialien)
  • sehr robust und abriebfest
  • genau richtig für anspruchvolle Abenteuer
  • geeignet für den Alpinbereich

 

 

Outdoor Award 2012 für Corkshell:

An letzter Stelle sei hier noch die neueste Entdeckung von dem Hersteller Schöller genannt: Corkshell.

Hierbei handelt es sich um die wärmste Softshell-Variante (50 Prozent höhere Wärmedämmung im Gegensatz zu bisherigen Softshell-Produkten), die es auf dem Markt gibt. Der Schweizer Gewebe- und Technologie-Spezialist Schoeller Textil AG überzeugte die internationale Expertenjury in der vergangenen Woche auf der OutDoor 2012 in Friedrichshaven mit seiner neuen Technologie und gewann mit dieser in der Kategorie "Material Innovationen" einen der begehrten OutDoor Industry Awards 2012. Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel und bietet dem Handel wie auch Konsumenten eine Hilfestellung bezüglich Funktion, Innovation, Langlebigkeit, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Produkten.

 

Mit der neuen Technologie ist es Schöller gelungen, erstmals Eigenschaften des Naturprodukts Kork mit denen von hochwertigen Funktionstextilien zu kombinieren. Corkshell™ bietet somit nicht nur eine höhere Wärmedämmung, sondern noch dazu eine sehr hohe Atmungsaktivität. Corkshell™ ist zudem bluesign® zertifiziert und entspricht somit einem der weltweit strengsten Textilstandards.

 

Ach ja, wie ihr seht, gibt es schon eine ganze Menge Informationen über die Shells.

Meine erste Wahl: Haglöfs Boa Q Hood

 

Nach meiner Recherche hab ich mich wieder in unser Lager begeben, um euch nun meine beiden persönlichen Favoriten vorstellen zu können:

 

Leider hatten wir die Jacke von Bergans heute noch nicht in meiner Größe in unserem Lager. Daher kann ich euch hiervon auch kein persönliches Foto präsentieren. Allerdings hatte ich ein Modell in der Hand, das eine Nummer zu groß für mich war. Daher kann ich euch über diese Jacke zumindest meinen persönlichen Eindruck schriftlich mitteilen 🙂

 

Beide Jacken gefallen mir sehr gut. Allerdings sind auch beide Jacken sehr unterschiedlich beschaffen. Zum Beispiel ist die Boa Q Hood insgesamt sehr elastisch, hat elastische Ärmelbündchen und einen elastischen Gummisaum an der Hüfte. Sie ist sehr leicht, winddicht und wasserabweisend.

 

An der Gaustatoppen Lady Jacket von Bergans gefallen mir vor allem der etwas längere Schnitt sowie das schicke Muster im Inneren dieser Jacke. Außerdem hat sie einen gummierten und somit knick resistenten Reißverschluss sowie Unteramreißverschlüsse und einen weichen Kinnschutz. Obwohl diese Jacke gerade mal 470g auf die Waage bringt, wirkt sie deutlich robuster und fester als meine Wahl von Haglöfs. Ich finde die Jacke von Bergans wirklich sehr gelungen und extrem schick, aber für meine Zwecke im Alltag auf dem Fahrrad eignet sich dann doch eher die Softshell von Haglöfs. Für den Alpinbereich ist sie jedoch bestens geeignet.

 

Die Softshelljacke von Haglöfs ist meiner Meinung nach genau die richtige Jacke für die Sommer- als auch Übergangszeit. Noch dazu stehe ich total auf Daumenschlaufen und auch diese habe ich an dieser Jacke entdecken können. Sie sind allerdings sehr gut versteckt und ich habe sie daher auch erst auf den zweiten Blick entdeckt.

 

An letzter Stelle möchte ich euch noch meinen farblichen, wasserdichten Favoriten vorstellen:

 

Die Jacke von The North Face erfüllt an sich alles, was eine wetterfeste Jacke meiner Meinung nach erfüllen sollte. Mit einer Wassersäule von 25.000mm und einem Wasserdampfdurchlass (MVTR-Wert) von 10.000 g/m²/24h entspricht sie eigentlich genau meinen Wünschen. Noch dazu gibt es diese Jacke in meiner Lieblingsfarbe.

 

Allerdings sind auch hier einige Unterschiede zu den beiden obigen Leichtgewichten zu nennen: Die Jacke von The Nort Face ist deutlich steifer (hätte ich vorher nie drauf geachtet, wäre ich jetzt nicht informiert :b). Sie ist gerade geschnitten und hat beliebig einstellbare Klettverschlüsse an den Ärmeln. Darüber hinaus wird der Reißverschluss durch eine Abdeckleiste geschützt. Auch diese könnt ihr mit einem Klettverschluss verschließen. Im Inneren befindet sich ein leichtes Netzfutter. Außerdem hat diese Jacke eine angeschnittene, abnehmbare Kapuze, die schnell und einfach versteckt werden kann.

 

Mir persönlich gefällt der Schnitt der beiden anderen Jacken deutlich besser. Ich trage Jacken eben am liebsten tailliert. Mein Favorit bleibt daher auf jeden Fall das Leichtgewicht von Haglöfs. Sie ist kaum spürbar und sieht noch dazu schick aus. Sie ist zwar nur wasserabweisend und nicht wasserdicht, aber dafür habe ich ja meinen Tatonka Suva 2-in1 Coat, von dem ich bereits in dem Beitrag "Hinter den Kulissen von Unterwegs" geschwärmt habe. Somit ist die leichte Boa Softshelljacke also eine ideale Ergänzung für mein persönliches Zwiebel-Outfit 🙂

 

Ich denke, das war erst einmal wieder genug Text für eure Augen :b

 

Bis zum nächsten Mal

 

Eure Dori von Unterwegs

Moin Outdoor-Freunde, ich weiß ja nicht, wie das Wetter in den letzten Tagen bei euch aussah, aber hier an der Küste ist der Sommer noch nicht wirklich eingetroffen. Zwar gab es zwischenzeitlich schon einmal den ein oder anderen Lichtblick und nur wenige Gelegenheiten im T-Shirt draußen zu sein und gemütlich mit den Nachbarn zu grillen, aber das war es auch erst einmal wieder. Aufgrund dieses typisch nordischen unbeständigen Wetters, ist hier das bekannte „Zwiebelprinzip” angesagt. Daher kombiniere ich beispielsweise gerne ein sommerliches Top mit einer gemütlichen Strickjacke. Da ich hier in der letzten Zeit schon einiges über die unterschiedlichen Materialien unserer Produkte aufgeschnappt habe, bin ich auch irgendwann über „Merinowolle“ gestolpert. Mir persönlich war diese tolle Wolle bislang noch nicht bekannt. Als ich meiner Oma davon erzählte, wusste sie als gelernte Näherin natürlich sofort Bescheid und meinte, ich sollte mir unbedingt ein oder zwei Teile aus Merinowolle zulegen. So weit, so gut… Bevor ich dem Rat meiner weisen Oma folgte, machte ich mich allerdings erst einmal schlau. Immerhin hat Qualität auch ihren Preis. Gerade Merinowolle ist sehr hochwertig und daher auch nicht gerade ein Schnäppchen für mich als Studentin…   Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
  1. Ein Großteil der Wolle stammt von den gleichnamigen Schafen aus Neuseeland.
  2. Der wesentliche Unterschied zu normaler Wolle liegt in der Feinheit der Merinofaser (nur bis zu 16,5µ dick).
  3. Die Merinofaser ist als feinste Wolle bekannt und ihre edle Struktur wirkt sehr hochwertig.
  4. Bei Merinoprodukten ist kein Bügeln erforderlich.
  5. Merinowolle erzeugt ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut.
  6. Da Merinowolle atmungsaktiv und leicht ist, eignet sich dieses Produkt sehr gut als Baselayer.
  7. Merinowolle wärmt den Körper auch noch im feuchten Zustand, was diese Faser für Funktionsbekleidung geradezu prädestiniert.
  8. Die Wolle der Merinoschafe bietet einen natürlichen Lichtschutzfaktor (UPF 25-50+).
  9. Merinowolle ist auch nach mehrtägigem Tragen geruchsneutral – ohne Zusätze von Silber und Einbringung von Chemie.
  10. Die Merinofasern sind robust und strapazierfähig.
  11. Nervige elektrostatische Aufladungen kommen beim Tragen von Merinowolle nicht zustande.
  12. Kleidungsstücke aus Merinowolle sind waschmaschinengeeignet (Easy Care)
  13. Selbstreinigende Wirkung durch die natürlichen Fette in den Fasern.
  14. Merinowolle ist voll recyclebar, da es ein vollwertiges Naturprodukt ist.
  15. Durch die Webetechnik ergibt sich eine natürliche Stretcheigenschaft, daher ist das Einbringen von Kunstfasern überflüssig.
  Das Paradebeispiel…Icebreaker Ein besonders bekannter Hersteller von funktionalen Produkten aus Merinowolle (siehe Video links) ist der neuseeländische Merino-Spezialist Icebreaker. Dieser ist mittlerweile mit über 2000 Vertriebsstellen weltweit vertreten. Solltet ihr noch mehr über die Herkunft und die Verarbeitung der Wolle von der Firma Icebreaker erfahren wollen, ist eine Rückverfolgung vom Produkt bis hin zur Farm über  einen Baacode möglich. Dort findet ihr auch interessante Videos über die einzelnen Produktionsstätten. Ich hab mich aber wie gesagt selbst darüber schlau gemacht und möchte euch meine Zusammenfassung nicht vorenthalten 🙂 Los gehts… 5 Normen, die erfüllt werden müssen:
  1. In Verträgen zwischen Icebreaker und seinen Schafzüchtern ist das Mulesing ausdrücklich verboten.
  2. Die Tiere dürfen nicht durstig oder hungrig sein.
  3. Den Tieren müssen angemessener Schutz und Komfort bereitgestellt werden.
  4. Verhütung bzw. schnelle Diagnose und Behandlung von Verletzungen, Erkrankungen und Parasitenbefall muss gewährleistet sein.
  5. Die Möglichkeit, normale Verhaltensmuster an den Tag zu legen, muss gegeben sein.
  Icebreaker setzt auf Nachhaltigkeit und vermeidet Massentierhaltung Nicht nur, dass Icebreaker lange Zeit nach entsprechenden Farmen gesucht hat, die ihren Ansprüchen an eine tierfreundliche Zucht gerecht werden, sie widmen sich auch intensiv dem Thema Nachhaltigkeit. Aus diesem Grunde legt Icebreaker nicht nur besonderen Wert darauf, dass die Schafe auf den Farmen frei leben und durch die Berge umher streifen und auf dem Weideland grasen dürfen, sondern auch darauf, dass der gesamte Produktionsprozess möglichst umweltfreundlich und genau durchdacht erfolgt. Beispielsweise verwendet Icebreaker das während der Produktion entstandene Abwasser für seine eigene Aufbereitungsanlage weiter. Gleichzeitig erfolgt die Extraktion des aus der Wolle gewonnenen Lanolinöls als Rohstoff für die Kosmetikindustrie. Von diesem Öl kommt während des Waschens und des Pressens der Wolle eine ganze Menge zustande. Ebenso wie die systematische Verwertung von Rohstoffen ist auch die soziale Verantwortung für Icebreaker ein entscheidender Faktor für die Wahl der entsprechenden Produktionsstätten. Darüber hinaus unterliegt auch die Faser selbst strengster Qualitätskontrollen. Sie wird nicht nur ordentlich durchgewaschen, gepresst und getrocknet, sondern auch wieder und wieder gekämmt. Anschließend erfolgt eine weitere Qualitätskontrolle der einzelnen Bündel. Jene, die nicht der Norm entsprechen, werden direkt aussortiert. Noch mehr über Icebreaker und seine Unternehmensphilosophie erfahrt ihr außerdem unter dem folgenden Link: http://de.icebreaker.com/About-Icebreaker/how-we-began,de,pg.html   Mein Tipp: Nach meiner ausführlichen Recherche rund um Merinowolle, habe ich mich schließlich in unser Lager begeben und mir ein paar Teile herausgepickt, die mich auf Anhieb sehr ansprachen: Da Merinoprodukte sehr leicht und atmungsaktiv sind und eine natürliche Stretcheigenschaft haben, empfinde ich das Tragegefühl wirklich als sehr angenehm. Es gibt von Icebreaker unterschiedliche Dicken, die in Grammwerten angegeben werden. So ist die mittlere Stärke beispielsweise sehr  angenehm weich und immer noch so leicht, dass diese auf der Haut kaum wahrzunehmen ist. Superfine 150 oder auch 200 ist sehr atmungsaktiv und bietet über das ganze Jahr hinweg eine gute Ausgewogenheit zwischen Isolation an kühlen und einem erfrischenden Gefühl an warmen Tagen. Daher habe ich mir gleich zwei Tops dieser Qualität zugelegt und ich hab diese Entscheidung bisher auch ganz und gar nicht bereut 🙂 Ob ihr mir das jetzt glaubt oder nicht… Ich trage diese Jacke seit etwa zwei Monaten fast täglich. Sie ist von innen aufgeraut und  daher sehr kuschelig. Mittlerweile ist sie eines meiner liebsten Stücke in meinem Kleiderschrank. Doch auch die beiden leichten Tops möchte ich nicht missen. Sie sind sehr leicht auf der Haut und passen sich meiner Meinung nach auch sehr gut dem Körper an. Das Top in der Farbe gulf kombiniere ich auch äußerst gern mit meiner neuen blauen Eroberung – das optimale Zwiebeloutfit 😉       Die richtige Pflege Auch nach mehrmaligem Waschen in unserer Waschmaschine haben weder die Jacke noch die Tops ihre Leuchtkraft verloren. Noch dazu habe ich noch keine Knötchenbildung (Pilling) an meinen Merino-Eroberungen wahrnehmen können. Allerdings solltet ihr schon auf das ein oder andere Detail beim Waschen von Merinowolle achten. Das Waschen selbst ist kein Problem, aber die Wassertemperatur sollte 30° C nicht überschreiten. Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Kleidungsstücke einfach schnell per Hand wascht. Das ist der schonendste Weg, die Fasern optimal in Schuss zu halten:
  1. Handwarmes Wasser in eine Wanne einfüllen.
  2. Gutes Wollwaschmittel genau nach Dosierung zugeben.
  3. Das Kleidungsstück aus Merinowolle reinlegen und mit den Händen vorsichtig drücken und so schnell waschen.
  4. Das Kleidungsstück aus dem Wasser mit dem Waschmittel nehmen und mit Wasser derselben Temperatur mehrmals ausspülen.
  5. Das so gewaschene und ausgedrückte Kleidungsstück in der richtigen Form liegend auf einem Frottiertuch trocknen lassen.
Das Beste kommt zum Schluss – Kein Bügeln erforderlich Eine weiteres Kaufargument war für mich die Tatsache, dass Merinoprodukte nicht gebügelt werden müssen. Knitterfalten hängen sich tatsächlich über Nacht von alleine aus 🙂 Solltet ihr doch ein paar Falten entdecken, könnt ihr die Kleidung auch problemlos auf einen Bügel in die feuchte Nachtluft hängen oder in eurem Badezimmer die heiße Dusche aufdrehen und die Merinokleidung in das feucht gewordene Badezimmer über Nacht hängen lassen. Solltet ihr eure Kleidungsstücke dennoch bügeln wollen, dann bitte in der Einstellung “Wolle” mit einem feuchten Tuch dazwischen. So, das war es auch erst einmal wieder von meiner Seite 🙂 Eure Dori von Unterwegs        

Vom 12. bis 15. Juli war es wieder so weit: die OutDoor 2012 in Friedrichshafen hatte ihre Tore geöffnet. Aber was heißt hier eigentlich “wieder”? Ich war das erste Mal dabei und war schon ganz gespannt, was die Outdoor Fachmesse für Entwickler und Händler zu bieten hat. Für die Messe habe ich mit drei meiner Kollegen auch gerne die Fahrt quer durch Deutschland auf mich genommen. Die verlief glücklicherweise auch ohne Stau, so dass wir um 19.30 Uhr auch mit dem Aufbau der Zelte fertig waren. Einige von uns Unterwegslern reisen mittlerweile etwas komfortabler:

Die Zeltunterkünfte sahen im Vergleich so unspektakulär aus, dass ich sie gar nicht mehr fotografiert habe.
 

Die OutDoor ist DIE Fachmesse der Outdoorbranche und auch in diesem Jahr ist die Zahl der Aussteller wieder gewachsen. Insgesamt 907 Unternehmen aus 39 Nationen haben sich in Friedrichshafen präsentiert. Nach drei Tagen vollgepackt mit Terminen mit den Herstellern kristallisiert sich heraus, dass es gar nicht so viel Neues gibt: keine bahnbrechenden neuen Technologien, die die gesamte Branche revolutionieren, wie es wasserdichte Beschichtungen und winddichte Softshells getan haben. Stattdessen haben es sich die Hersteller zur Aufgabe gemacht, ihre Produkte und Technologien zu perfektionieren. So rüsten einige ihre Textilien zusätzlich noch mit einem Insekten- und UV-Schutz aus. Außerdem widmen sich viele Hersteller dem Thema "hohe Funktion bei minimalem Gewicht". Trailrunning und schnelle Bergsportarten verlangen leichte und klein verpackbare Ausrüstung mit hoher Funktionalität. Dabei achten viele Hersteller mittlerweile darauf, recyclebare und naturbelassene Materialien zu verwenden. Erfreulich ist auch, dass immer mehr Firmen den Fokus nicht nur allein auf das Produkt legen sondern auf den gesamten Herstellungsprozess. Transparenz, Nachhaltigkeit und Verantwortung sind dabei die Aspekte, die immer wichtiger werden. Vaude mit der Green Shape Kollektion, Meindl mit der Identity Serie oder Mountain Equipment mit dem Down Kodex bei Daunenprodukten sind nur drei Beispiele, wie Firmen die Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung innovativ im Unternehmen aufgreifen können.
 

Natürlich war es nicht möglich, sich alle 907 Hersteller anzuschauen. Unser Tagesablauf war durchgeplant, morgens um 9 Uhr der erste und abends um 16 oder 17 Uhr der letzte Termin. Die Hersteller haben uns ihre Highlights der Sommersaison 2013 vorgestellt, von Projekten berichtet und natürlich wurde auch über die bisherige und zukünftige Zusammenarbeit gesprochen. Alles ganz schön spannend für jemanden, der das erste Mal dabei ist. Zuhören, Notizen machen, Fotos schießen, Smalltalk betreiben, Messestände suchen... mir haben nicht nur die Füße sondern auch der Kopf gequalmt.
 

Mein persönlichen Messe-Highlights habe ich gleich am Donnerstag entdeckt:
 

Bei diesem Regenmantel hat 66° North wirklich alles getan, damit man bei schlechtem Wetter gut gesehen wird und der Kinderschlafsack sieht einfach knuffig aus.
 

Generell kann ich sagen, dass es im kommenden Sommer recht bunt zugehen wird. Besonders die skandinavischen Hersteller wie zum Beispiel Haglöfs, Klättermusen oder Norona haben sich für kräftig leuchtende Farben entschieden. Hier ein Beispiel von Klättermusen:

Am Ende des Tages nach viel Input waren wir froh, dass wir uns um nichts mehr kümmern mussten, denn Vaude hatte zum Grillen & Chillen am Bodensee eingeladen. In lockerer Atmosphäre ein bisschen schnacken und den Tag ausklingen lassen.

Abends im Zelt habe ich gerade noch Zeit zu denken: Mist, hätte ich bloß die Eyeshades von Eagle Creek mitgenommen. Die Beleuchtung des Parkplatzes ist super für Leute, die nachts mal zur Toilette müssen, aber im Zelt ist es fast taghell. Das beste Mittel: tagsüber so viel Input und Termine, dass man einfach überall und bei jedem Licht schlafen kann!
 

Am nächsten Tag überqueren wir auf dem Weg von einem Termin zum nächsten auch einmal das Außengelände. Dort ist eindeutig ein Trend sehr präsent: Slacklinen! Überall sind die Lines aufgespannt und coole Jungs und Mädels führen ihre akrobatischen Kunststücke vor. Toll, was es da zu sehen gibt!

Schöffel startet mit einer groß angelegten Imagekampagne inklusive Fernsehwerbung, der Slogan "Ich bin raus" hat sicherlich einen hohen Wiedererkennungswert. Der Hersteller möchte etwas jünger und noch mehr "Outdoor" daherkommen. Ob das gelingt, werden die Kunden entscheiden.
 

Die kleinen Outdoorfans dürfen natürlich auch nicht zu kurz kommen (auch wenn sie selber noch kurz sind), so haben wir uns unter anderen Herstellern auch bei Elkline und Finkid die Neuheiten des nächsten Sommers zeigen lassen.
 
Aber auch neue Firmen bekommen eine Chance. Sherpa Adventure Gear, die seit sieben Jahren ihren Teil zur Outdoor Bekleidung beitragen, haben wir uns angeschaut. Outdoor Bekleidung inspiriert von jenen Menschen, die im Himalaya den Bergsteigern treue Begleiter sind. Die Produkte werden von Bergsportathleten getestet und so immer weiter perfektioniert. Daniel und Christoph haben zwei Jacken etwas genauer unter die Lupe genommen.

Auch an diesem Messetag wurden wir mit vielen leckeren Kleinigkeiten an den Messestände verwöhnt. Leider haben wir den Leberkäse bei Tatonka verpasst. Daher haben wir uns dann entschlossen, abends zu grillen. Kaum hatten wir es uns gemütlich gemacht und die Grills angeworfen, fing es an zu regnen, aber so richtig. Zusammengerückt, Tarp gespannt, Regenschirm besorgt und dem Grillvergnügen stand nichts mehr im Wege.

Regelmäßiges Wasserabführen hat dafür gesorgt, dass die Pfütze auf dem Tarp nicht zu riesig wird. Super war, dass wir das Regenwasser gleich zum Vorspülen des Geschirrs nutzen konnten. Ich habe mir ein bisschen Sorgen über die Wasserdichtigkeit meines Zelts gemacht. Mit guten 12 Jahren ist es ja nun doch schon in die Jahre gekommen. Zum Glück hat der Regen irgendwann nachts aufgehört. Die nächste große Anschaffung wird ein schönes, leichtes Trekkingzelt werden, da werde ich mich aber im Detail noch von unserer Hardwaren-Expertin Jessica beraten lassen.
 

Nach einer wieder mal kurzen Nacht gab es am Samstag noch viele weitere tolle Termine. Bei einigen Schuhherstellern steht das Thema Barfuß-Schuhe und natürliches Laufen derzeit hoch im Kurs. Auch da gibt es die verschiedensten Ansätze. Solerunner zum Beispiel ist ein Vertreter der Minimal Footwear Philosophie. Der Schuh als Schutz vor widrigen Bodenverhältnissen ohne jegliche unterstützende Funktion. Merrell bietet ebenfalls Schuhe ganz ohne stützende Funktion an, allerdings gibt es von dem Hersteller auch Schuhe mit einer geringen Sprengung sozusagen als vorgelagerte Modelle auf dem Weg zum Barfußschuh. Denn das Barfußlaufen will trainiert sein. Teva vertritt die Meinung, dass Barfußlaufen sicher gesund ist, und dass Naturvölker heute und die Menschheit vor langer Zeit sicherlich auch Barfußläufer sind. Allerdings haben sich die Bedingungen mittlerweile geändert. Wir laufen nicht mehr über Feld und Wiesen sondern die meiste Zeit über geteerte oder auf andere Art befestigte Straßen und Wege. Daher hat Teva einen Schuh mit einer geringen Sprengung entwickelt, der auf der einen Seite die natürlichen Bewegungsabläufe unterstützt, aber auch den Bedingungen des heutigen Berufs- und Freizeitalltags gerecht wird. Wir möchten und können gar nicht entscheiden, welche Philosophie die richtige ist. Jede hat gute Argumente. Im Endeffekt müsst ihr entscheiden!

Am Ende des Tages gab es dann noch die berühmt berüchtigte Outdoor Party als besonderes Schmankerl. Von Polartec gesponsert wurde viel Programm geboten. Zwei Bands auf zwei Bühnen und eine Partyzone mit Housemusic, Bullriding, gute Stimmung und ausgelassenes Feiern, es war für jeden Partytyp etwas dabei.
 

Es gab natürlich auch ein vielseitiges Rahmenprogramm mit interessanten Vorträgen und Diskussionsforen. Diese hätten allerdings unseren Zeitrahmen gesprengt. Wer sich informieren möchte, zum Beispiel auch über denn Outdoor Industry Award, findet auf der Seite der OutDoor ausführliche Infos und Bilder. Einfach mal hier vorbeischauen.
 

Ein Fotoalbum mit Schnappschüssen von der OutDoor 2012 haben wir für euch auf unserer Facebook-Seite hochgeladen.

Hallo Outdoor-Freunde, ich weiß ja nicht, ob es euch bereits bekannt ist, aber diese kleine grüne Jungpflanze ist eine der wenigen ihrer Art, die es heutzutage noch gibt. Es handelt sich dabei um die wohl bekannteste und symbolträchtigste Alpenblume “Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale)”. Bereits im vergangenen Jahr setzte sich der Hersteller Vaude tatkräftig für das Überleben dieser berühmten Pflanze ein. Die Vision war es, dem Thema Nachhaltigkeit direkt am Verkaufspunkt ein Gesicht zu geben und die Händler mit den unterschiedlichsten Dekomaterialien und Give-Aways dabei zu unterstützen. Mitunter gehörten dazu auch kleine Tüten mit Edelweiß-Samen. Stefan vom Unterwegs Orange in Bremen erhielt diese Tüten ebenfalls. Allerdings legte er die Samentütchen nicht einfach nur an seiner Verkaufstheke für unsere Kunden aus, sondern hat auch einfach einige eingepflanzt, um zu schauen, was passiert… Zu Stefan Stefan ist 34 Jahre jung und gehört bereits seit über 10 Jahren zu unserem Team. Zunächst arbeitete er als studentische Aushilfe in unserem Store im Domshof in Bremen. Dort erhielt er schließlich eine feste Stelle und stieg dann vor etwa 2,5 Jahren zum Filialleiter unseres Stores “Orange” in Bremen auf. Obwohl es ihn eher nach Skandinavien als in die Alpen zieht, säte er einfach mal über hundert Samen fleißig in einige Töpfe ein und beobachtet diese seitdem sehr gespannt.     Stefan gibt auch wirklich alles für die kleinen Pflänzchen… Damit diese nicht versehentlich in der Sonne verbrennen, bastelte er sogar einen kleinen Sonnenschirm 😉                     Das Ergebnis Trotz über 100 eingesäter Samen, haben es nur wenige Pflänzchen geschafft. Zu Beginn entdeckte Stefan die kleinen Keimlinge in der Erde. Schon wenig später fanden sich immer mehr der kleinen, grünen Punkte in den Blumentöpfen. Es dauerte nicht lange, da waren auch schon die ersten kleinen Pflanzen zu erahnen. Nach etwa 6 Wochen kamen die Jungpflanzen immer mehr zum Vorschein und heute sind sie schon als richtige kleine Pflanze erkennbar.       Wie geht es nun weiter? Wir haben fünf Pflanzen, die dieses Jahr zwischen August und September in den Alpen eingepflanzt werden sollen. Dafür brauchen wir Eure Hilfe! Wer von Euch in der Zeit in die Alpen fährt und aus Bremen oder aus der Nähe kommt und Lust hat, uns zu unterstützen, kann eine Pflanze bei Stefan im Orange abholen (das Versenden wollen wir den Kleinen besser nicht zumuten). Natürlich würden wir uns über ein Beweisfoto sehr freuen 🙂 Die Schatzsuche 2013 Wir haben auch noch eine Geocaching-Aktion im Hinterkopf. Wenn der ein oder andere der fünf Freiwilligen ein GPS Gerät bei seiner Wanderung dabei hat, wäre es super, wenn wir die Koordinaten des Ortes bekommen, an dem ihr die Pflanze eingegraben habt. So können wir im nächsten Jahr eine Geocaching-Aktion: ein Geocache mit Fotobeweis einer dann blühenden Edelweiß-Pflanze! Für all diejenigen, denen Geocaching noch nichts sagt und die noch nicht selbst auf die moderne Art auf Schatzsuche gegangen sind: Geocaching ist quasi eine Hightech-Schatzsuche. Diese erfolgt über Koordinaten, die anhand eines GPS Signales gesucht werden können. Rettung für die Edelweiß-Pflänzchen Solltet ihr also demnächst zuuuuufällig einen Urlaub in den Alpen geplant haben und euch dafür interessieren, die kleinen Pflänzchen nach Hause zu bringen, dann meldet euch bei Stefan… per Mail: orange.hb(at)unterwegs.biz oder über facebook Gerne könnt ihr auch direkt auf Stefan zugehen und ihn in Bremen vor Ort (Unterwegs Orange, Carl-Ronning-Straße 2) auf die Pflänzchen ansprechen. Dort findet ihr sicherlich auch noch ein paar Samentütchen für Zuhause 🙂 Eure Dori von Unterwegs      

Moin allerseits! 🙂
 

Seit Anfang Mai arbeite ich als Praktikantin bei Unterwegs in der Zentrale und schon gleich am ersten Tag wurde ich von meinem Chef eines Besseren belehrt.
 

Aber lest selbst...
 

Ich war bisher immer der Annahme, Campingsessel seien alle viel zu groß und zu sperrig, um die mal eben überall verstauen und mit hinnehmen zu können. Klar, in mein Auto passt schon so einiges rein… Allerdings hab ich mir bereits öfter darüber Gedanken gemacht, einen solchen Sessel für unterwegs mitzunehmen, wenn ich mich mal wieder auf meinen Drahtesel geschwungen und mich auf zum Stadtpark oder zum Strand gemacht habe.
 

Die Firma Helinox hat offensichtlich eine Lösung für mein Problem gefunden. Sie hat mit dem Chair One einen Campingsessel mit einem sehr kompakten Packmaß von 35 x 10 x 12cm und einem geringen Packgewicht von 940g entwickelt. Ich kann mir bei so vielen Zahlen ehrlich gesagt immer nicht allzu viel vorstellen. Daher habe ich mir überlegt, euch ein paar Fotos dieses neuen Camping-Sessels zu präsentieren. Damit ihr ein genaueres Bild von dem abgebildeten Größenverhältnis bekommt, durfte mich Christoph, unser Geschäftsführer, tatkräftig bei diesem Beitrag unterstützen.
 

Zu Christoph: Am 27.03. dieses Jahres war es exakt 25 Jahre her, dass er Unterwegs zusammen mit seiner Frau Martina ins Leben gerufen hat. Den ersten Laden eröffnete Christoph als gebürtiger Wilhelmshavener in Wilhelmshaven zunächst in der Rheinstraße und schon wenig später in der Gökerstraße. Als die Nordseepassage in Wilhelmshaven eröffnete, wurde der Laden dorthin verlegt, jetzt mit einer Fläche von über 240 Quadratmetern. Bis heute ist Unterwegs hier vertreten. Außerdem hat sich seitdem viel getan: Mittlerweile erstreckt sich unser Unternehmen auf 10 Standorte mit insgesamt 13 Filialen und bietet euch alles rund um Trekking, Bergsport, Freizeit oder auch Radfahren.
 

Um wieder auf den Chair One zurückzukommen und euch ein genaues Bild von diesem Outdoorprodukt zu geben: Christoph ist 1,78 m groß und wie man sieht ist dieser Camping Stuhl nicht nur stabil, sondern auch noch extrem klein zusammenfaltbar (siehe Tasche auf dem Foto).
 

Und dreimal dürft ihr raten, wer ihn zusammenbauen durfte?... Und ja, ich hab's geschafft :b Obwohl der Stuhl aus gerade einmal drei Elementen besteht, musste ich mir diese doch zunächst einmal etwas genauer ansehen. Ich kann euch aber beruhigen. Es ist wirklich kinderleicht diesen Campingsessel zusammenzubauen; selbst für jemanden wie mich, der noch kein Zelt alleine aufgebaut hat :b Nur ein paar Handgriffe und schon steht das kleine Kraftpaket bereit für seinen ersten Einsatz.
 

Ich muss gestehen, ich war doch ein wenig neugierig, was dieser kleine praktische Helfer wohl kosten mag. Ein kurzer Blick auf unsere Internetseite und … tadaa… Der Campingstuhl ist nicht nur praktisch, sondern auch extrem stabil und trägt locker ein Gewicht bis zu 145 kg (maximale Belastung).
 

Das Beste daran: Er passt in jeden Tagesrucksack und noch dazu in jede Packtasche. Aber nicht nur das… Der Stuhl passt sogar in meine Handtasche. 🙂 Zugegeben, ich trage immer eine etwas größere Handtasche mit mir herum. Mein Mann nennt mich daher auch gerne mal Mary Poppins.
 

Solltet ihr also auch mal eine kleine Pause nach dem Ausritt auf eurem Drahtesel oder mit eurem Motorrad benötigen, kann ich euch dieses Produkt nur wärmstens ans Herz legen. Auch für Partys, Oldtimer Treffen etc. eignet sich dieser Sessel hervorragend.
 

Eure Dori von Unterwegs

Hallo zusammen, sicherlich sind euch als eingefleischte Outdoor-Fans Slacklines bereits bekannt. Mir persönlich war allein der Begriff “Slackline“ vollkommen neu. Meine Kollegin Svenja kennt sich allerdings schon sehr gut damit aus und daher habe ich mich bei ihr einfach mal über diesen modernen Seiltanz schlau gemacht.   Zu Svenja: Sie gehört bereits seit 2010 als fleißige Azubine zu unserem Team in Oldenburg. Nicht nur das Verkaufen bei Unterwegs bereitet ihr Spaß. Sie interessiert sich auch für jede Art von Outdoor-Sport und probiert in ihrer Freizeit einfach gerne alles mögliche aus. Vor allem ist sie viel mit dem Rucksack auf langen Trekking Touren unterwegs. Sie liebt jedoch auch den Mountainbikesport und geht leidenschaftlich gerne Klettern. Allerdings ist der Norden Deutschlands eher weniger für seine Berge bekannt. Daher ist es hier doch eher schwierig, alle Sportarten auszuüben, die Svenja interessieren. Ihren Kollegen in Oldenburg geht es offensichtlich ähnlich. Daher kam ihnen irgendwann die Idee, die Slackline auszuprobieren.     Ihre persönliche Meinung dazu: Nachdem Svenja ihre ersten Erfahrungen mit dieser neuen Sportart gesammelt hat, hat sie schnell festgestellt, dass Slacklinen nicht nur ein absoluter Trendsport ist, sondern dass dieser viel Konzentration, Gleichgewicht und Koordination erfordert und noch dazu eine Menge Spaß bringt! Es sei daher ein ideales Zusatztraining für Sportarten wie Snowboarden, Klettern, Kampfsport oder auch Reiten.       Svenja hat diese geniale Outdoor-Sportart außerdem überzeugt, da sie überall auszuüben ist: „Das Beste ist, dass die Slackline überall aufgebaut werden kann: Im Garten, auf Campingplätzen oder im Park, man braucht nur zwei feste Punkte, zwischen denen die Line gespannt wird und dann kann es losgehen.“       Das richtige Rüstzeug: Für den Anfang genügt eine geringe Höhe von vielleicht 50 cm über dem Boden, damit man nicht zu tief fällt 😉 . Empfehlenswert ist daher zum Beispiel das Anfängerset „Chill“ von Mountain Equipment: Das Band ist breiter als das der Profi-Sets und macht den Start dadurch deutlich einfacher. Durch die integrierten Ratschen ist die Line super einfach aufzubauen. Im Set ist auch ein Baumschutz enthalten, der auch wirklich benutzt werden sollte, um die Rinde der Bäume nicht zu verletzen. „Nach zugegeben einigen Versuchen habe ich es endlich geschafft, die ca. 15 Meter zu überwinden und ich fühle mich recht sicher auf dem schmalen Band.“ Also seid bloß nicht enttäuscht, wenn es nicht beim ersten Mal klappt…   Weiter geht’s…..der nächste Schwierigkeitsgrad: Die Line auf einer Höhe von ca. 1 ½ Metern. Laut Svenja ist diese Höhe aber wirklich nichts für blutige Anfänger, da es anfangs eine noch sehr wackelige Angelegenheit sei, die die ein oder andere Bauchlandung mit sich bringt 😉 Daher steigert die Höhe der Line bitte nur langsam.   Ganz hoch hinaus… Eine weitere Variante dieses Sports ist außerdem das so genannte „Highlinen“. Dabei wird die Slackline bis zu mehreren 100 Metern über dem Boden gespannt. Oft zwischen Felsspitzen, über Schluchten oder zwischen Hochhäusern. Für Adrenalinjunkies ein Traum, aber ohne Sicherung lebensgefährlich. Aber seht selbst….(siehe You Tube Video links) Auch gibt es noch das so genannte “Longlinen”. Erst am 31.05. dieses Jahres holte sich Lukas Irmler, ein Profi in Sachen Slacklinen, mit 310m den Weltrekord im Longlinen.  Für die, die mehr über seinen neuen Rekord erfahren wollen, folgt einfach diesem Link. http://www.slackline-tools.de/news/news-detailansicht/archive/2012/june/article/lukas-irmler-slackline-tools-holt-sich-mit-310m-den-weltrekord-im-longlinen-auf-strong-ii-p/?no_cache=1&cHash=c32e3ec5cd1f65e407586b4d59be9a1d   Faszinierend, wie vielseitig diese Sportart ist…. Aber Svenja und ihre Kollegen aus dem Unterwegs Store in Oldenburg bleiben wohl doch lieber auf dem Boden und üben sich dafür an kleineren Tricks, wie rückwärts laufen oder hinknien. Das gelingt ihnen mittlerweile sogar schon auf der wesentlich dünneren Slackline aus dem „Pro“ Set von Mountain Equipment.   Zum Abschluss noch zwei Videos von unserem Azubi-Outdoor-Wochenende im vergangenen Jahr. Darauf seht ihr Svenjas Kollegen aus Oldenburg bei seiner ersten Begegnung mit der Line 😉   http://www.youtube.com/watch?v=lvhub-7bmLU&feature=BFa&list=UUVUNTuSnLFTKatIpvvX75YA   http://www.youtube.com/watch?v=zIXSEvUPFl8&feature=BFa&list=UUVUNTuSnLFTKatIpvvX75YA   Neugierig geworden? Dann ab nach draußen und probiert es aus! Ich wünsch euch viel Spaß dabei 😉   Hier noch ein paar Tipps von Svenja:
  1. bequeme Kleidung
  2. weiche Schuhe oder am besten barfuß
  3. festen Punkt auf der anderen Seite fixieren, wenn man läuft
  4. mit mehreren Leuten Slacken, das bringt mehr Spaß
  5. nicht entmutigen lassen, denn aller Anfang ist schwer