Gut gekleidet in die Oper g

Gut gekleidet in die Oper

Verona, 28°C und Regen. Wir sitzen zu fünft im VW-Bus und warten darauf, dass der Regen aufhört damit wir in die Freiluft-Oper in der Arena di Verona gehen können. (Ja, auch Outdoorler sind an Kultur interessiert). Die Scheiben im Bus beschlagen. Mir ist heiß. Mein Hemd wird allmählich feucht. Da hilft nur noch eins: raus! Mein erster Gedanke ist, mich mit freiem Oberkörper in den warmen Regen zu stellen. Mein zweiter Gedanke: ich könnte doch mal meine Gore-Tex Active Shell Jacke auf ganz andere Art und Weise testen. Ob die bei diesen Bedingungen auch noch funktioniert? Ich bin skeptisch, ob das Mountain Equipment Firefox Jacket (für 329,95 Euro) auch bei dieser Hitze noch gut Wasserdampf durchlässt. Immerhin braucht man ein gewisses Temperaturgefälle von innen nach außen. Also raus aus dem Bus und rein in die Jacke. Ohne Hemd versteht sich. Schließlich will ich auch mal den “next to skin” Tragekomfort des 3-Lagen Laminates testen. Und tatsächlich! Es trägt sich äußerst angenehm. Jetzt noch die Unterarm-Reißverschlüsse und die netzgefütterten Taschen auf. mehr geht nicht. Allmählich trocknet meine Haut. Hey, meine Haut trocknet! Bei 28°C Außentemperatur geht tatsächlich ordentlich Schweiß durch die Membran. Natürlich weiß ich, dass der Wasserdampfdurchlass bei Active Shell extrem hoch ist. Ich hatte ja einen Grund mir die Jacke zuzulegen. Aber jetzt werden meine Erwartungen doch tatsächlich übertroffen. Das hätte ich nicht erwartet. Mein Oberkörper ist jetzt so trocken, dass ich mein weißes Hemd (man will in der Oper einen guten Eindruck machen) wieder anziehen kann. So langsam lässt der Regen nach, der Veranstaltung stehtt wohl nichts mehr im Wege. Das ist auch gut so, bei Dauerregen bräuchten wir viel Geduld. Bevor man das Geld zurück bekommt, können schon mal ein paar Stunden vergehen.
Das Firefox Jacket zusammengepackt

Kleines Packmaß – die Jacke passt ohne Probleme auch in den Tagesrucksack

Eigentlich könnte ich die Jacke jetzt wieder einpacken. Bei dem kleinen Packmaß passt sie sogar in die Handtasche meiner Frau. Aber der Himmel ist immer noch leicht bedeckt und meine Frau ist der Ansicht, dass ich meine Klamotten gefälligst selbst tragen sollte. So sind sie, die Frauen 🙂 Auf dem Weg zur Arena säumen Regenschirm und -Cape Verkäufer die Straßen. Mit mir können die heute kein Geschäft machen. Hoch erhobenen Hauptes gehe ich an ihnen vorbei. Ich gebe ja zu, dass ein Regenschirm heute auch eine gute Alternative wäre, aber man hat ja auch seinen Stolz, oder? Trotzdem wird der Umsatz für ein warmes Essen und mehr reichen, die Touristen stehen Schlange und sind dankbar, überhaupt einen Regenschutz zu haben. Dabei lockert der Himmel weiter auf. Als wir Sitzplätze auf den Steintreppen in der Arena gefunden haben, packe ich erstmal das Sandwich aus, das ich auf dem Weg noch ergattert habe. Bei gutem Wetter finden sich viele Opernbesucher schon früher ein und machen Picknick. Während der Vorstellung ist es jedoch Mucksmäuschenstill. Die Akustik in der Spielstätte ist so gut, dass man ein Husten überall hören kann. Deshalb beeile ich mich ein bisschen, die Alufolie vom Sandwich zu entfernen um gleich nicht unangenehm aufzufallen.
Kleines Packmaß, geringes Gewicht - so stelle ich mir eine Jacke vor.

Kleines Packmaß, geringes Gewicht – so stelle ich mir eine Jacke vor.

Die Jacke kommt jetzt in den Rucksack. Im Tausch mit dem Sandwich wird er nur leichter. Don Giovanni beginnt. Wir sitzen ziemlich weit hinten und sind froh, wenigstens ein kleines Fernglas dabei zu haben. Ansonsten hätten wir gar keine Chance etwas zu sehen. Die Atmosphäre ist wirklich einmalig! Wir sitzen unter freiem Himmel. Langsam aber sicher wird es dunkel und auf der Bühne läuft die Vorstellung. Die Oper ist allerdings nicht  ganz nach meinem Geschmack und erscheint mir sehr lang. Die Vorstellung zieht sich und zieht sich und nimmt gar kein Ende. Eigentlich geht es ja hier nicht um die Oper sondern um die Jacke und die gefällt mir immer besser. Ach so, habe ich schon erwähnt, dass ich das Firefox Jacket auch zum Wandern und Rad fahren trage? Dafür habe ich sie mir ja eigentlich auch zugelegt. Und hier leistet sie mir verdammt gute Dienste. Das einzige, was mich ein bisschen ärgert ist, dass ich nicht noch ein gewartet habe, um die neue Farbe zu kaufen; Das limegreen gefällt mir außerordentlich gut. Wie ihr seht, kann ich die Jacke nur empfehlen.  
Wüste - Iran

Wüste – Iran

Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um einen Gastbeitrag von Annika (26) und ihrer spannenden Radreise um die Welt. Gemeinsam mit ihrem Partner Roberto (29) machte sie sich bereits 2011 auf den Weg. Vollgepackt, ohne viel Erfahrung, auf wenig Luxus vorbereitet und hoch motiviert erradeln sie seitdem die Welt. Warum die beiden diese Entscheidung nicht bereut haben und was sie auf ihrer Reise so alles erleben, erfahrt ihr in dem folgenden Blogbeitrag. Viel Spaß beim Lesen!       Text / Fotos: Annika Wachter – zurzeit unterwegs mit dem Rad um die Welt   Die Welt per Rad Der Schweiß tropft mir von der Nase, das Haar klebt unter dem Helm und meine Schuhe wie Unterschenkel sind von einer dicken gelbbraunen Staubschicht bedeckt. Ich trinke einen weiteren Schluck kaltes Wassers als sich zwei blonde Frauen in meine Richtung bewegen. „Euch habe ich gesehen!“, platzt die kleinere Frau hervor. Sie duftet nach Parfüm und ihre kunstvoll lackierten Zehennägel passen farblich zu ihren Ohrringen. Die beiden Frauen ziehen je einen kleinen Koffer hinter sich her. Ich schäme mich für einen Moment wegen meiner dreckigen Fingernägel und schaue dann nervös zu meinem Partner Roberto, dessen schwarzer Bart vom Staub beige gefärbt wirkt. „Ward das nicht ihr beiden da hinten in den Bergen?“, hakt die größere Frau nach und deutet auf die Straße hinter uns. „Wir sind an euch vorbei gefahren!“ Ich nicke und werfe einen Blick zu dem Kleinbus aus dem nun noch mehr Touristen mit Koffern und Rucksäcken steigen. Viel Verkehr hatte es heute nicht gegeben, aber der eine oder andere Kleinbus war schon dabei. „Wir sind gestern von Oudomxay über den ersten Berg gefahren und haben heute den zweiten in Angriff genommen“, bestätige ich sie und wische mir mit dem Handrücken eine Mischung aus Schweiß und Staub von der Stirn. Die Steigungen am Morgen waren anstrengend und dies war das erste Dorf mit Läden, Restaurants und sogar Obst. „Wir hatten Glück, dass es so bewölkt war.“ Die kleine Frau, die sich als Karen vorstellt, wirft einen flüchtigen Blick auf meine Oberschenkel. „Da oben hätte ich nicht mit euch tauschen wollen“, kichert sie. Mit einer Mischung aus Bewunderung und Mitleid begutachtet sie nun die vollgepackten Räder.   Warum gerade per Rad um die Welt? Karen und ihre Reisegruppe haben in eineinhalb Stunden eine Strecke hinter sich gebracht, für die wir eineinhalb Tage gebraucht haben. Asphalt hatte es nur vereinzelt gegeben und die Anstiege waren steil. Selbst bergab kamen wir auf der holprigen Straße kaum voran. Es war eine Tortur, doch ich war heilfroh, sie auf mich genommen zu haben. Vor Beginn unserer Reise haben Roberto und ich uns überlegt, wie wir uns günstig und langsam – wenn auch nicht zu langsam – fortbewegen können. Pferde sind teuer in der Anschaffung und brauchen neben Schmied und Tierarzt auch besonderes Futter. Kajaks würden uns auf Wasserwege beschränken und Grenzüberquerungen könnten in beiden Fällen zu einem Problem werden. Zu Fuß wären wir zu langsam, per Anhalter und per Bus zu schnell und ein eigenes Gefährt mit Motor konnten wir uns weder in der Anschaffung noch im Unterhalt leisten. Für die Räder entschieden wir uns spontan und haben es seither nie bereut.   Wenig Luxus, aber viel Flexibilität Wir haben beschränktes Gepäck und müssen mit wenig Luxus auskommen, konnten aber dennoch mehr auf den Rädern verstauen, als in einen Trekkingrucksack gepasst hätte. Wir brauchen keine speziellen Kenntnisse, denn Rad fahren konnten wir schon vorher und Kleinigkeiten selbst zu reparieren lernten wir unterwegs. Wir sind weder durch einen Helm mit Plexiglasscheibe noch durch ein Fenster von der Außenwelt abgeschirmt und können selbstständig entscheiden, wann und wo wir Pause machen oder übernachten möchten. Im Gegensatz zu Wanderern können wir unsere Räder bergab rollen lassen und auch mal ein paar Kilos an extra Gepäck mitnehmen, ohne dass sich uns der Rücken gekrümmt hätte. Wir kommen flott genug voran, um auch Wüsten durchqueren zu können, aber langsam genug, um die Landschaft um uns herum wirklich spüren zu können. Die Fernradler sind eine Kultur für sich. Sportfreaks, Hippies, Minimalisten, Familien und Alteingesessene respektieren einander. Routen werden ausgetauscht, Ersatzteile verschenkt und man erkundigt sich nach dem Wohl radelnder Freunde. Jeder scheint von jedem zumindest schon einmal gehört zu haben.  
Familie - Türkei

Kulturen hautnah erleben

Mit allen Sinnen… Mit dem Fahrrad treffen wir Menschen auf dem Weg und schließen Freundschaften. Wir essen landestypisches und günstiges Essen. Wir genießen die Landschaft hautnah. Wir entdecken Dörfer, die uns bei einer Bus-, Zug- oder Flugzeugreise verborgen geblieben wären. Mit der Zeit haben wir eine weitere große Lektion gelernt, die wir beide in unserem Alltagsleben zu Hause vergessen haben: Wir essen, wenn wir wirklich hungrig sind und schlafen, wenn wir wirklich müde sind. Viele Sehenswürdigkeiten bleiben uns mit dem Rad verborgen, denn wir halten uns meist an eine grobe Route und verpassen viele Nationalparks, Ruinen und Tempel die an anderen Straßen liegen.  
Erleben, was anderen verborgen bleibt

Erleben, was anderen verborgen bleibt

Stattdessen erleben wir, was vielen Reisenden verborgen bleibt: die echte Kultur vor Ort. Wir riechen Salz, Tiere und Früchte. Wir hören Kinder, das Meer und traditionelle Musik. Wir sehen kleine Dörfer, Einheimische und ruhige Landstriche. Wir fühlen den Wind, die Hitze und Kälte. Wir schmecken das typische Essen. An Busfahrpläne oder ein Schienennetz müssen wir uns nicht halten. Wir können bei Zeitdruck fest in die Pedalen treten und weit über 100 Kilometer an einem Tag schaffen. Oft radeln wir nur 70 Kilometer oder sogar weniger, quatschen auf dem Wochenmarkt eines Dorfes stundenlang mit neuen Freunden und lernen mehr von der Kultur.     Auf alles gefasst sein… Natürlich hat das Radeln auch seine Schattenseiten. Wir sind den Launen der Natur ausgeliefert und müssen schlechte Vorbereitung mitunter teuer bezahlen. In Kirgisistan haben wir uns ohne Winterjacke und Handschuhe auf einen verschneiten Bergpass von über 3000 Meter Höhe gewagt und haben bei der Abfahrt im Fahrtwind fürchterlich gefroren. In Ungarn hatten wir fast täglich mit platten Reifen zu kämpfen, die sich im strömenden Regen kaum flicken ließen. Von der chinesischen Mauer haben wir nie einen Teil gesehen, obwohl wir uns fast drei Monate lang in China aufhielten. Die Radroute führte einfach nicht daran vorbei und in diesem großen Land hätte ein Umweg mehrere Wochen gedauert. Besonders in Ländern mit kurzen Touristenvisa verbringen wir oft viel Zeit mit Papierkram, Visabeschaffungen und Reparaturen. Statt gemütlich durch die Altstadt zu schlendern oder einen Tee mit einer neugierigen Bauernfamilie zu trinken, müssen wir Kilometer reißen. Drängt die Zeit stark, so halten wir wider Willen die Augen nach einem Anhalter oder Bus offen.    
Baumwollernte - Usbekistan

Baumwollernte – Usbekistan

Was wir dafür jedoch erleben, macht alles wieder mehr als wett. Immer wieder werden wir von freundlichen Bauern, neugierigen Abiturienten und Studenten sowie Marktfrauen angesprochen. Oft beginnen auch wir das Gespräch, indem wir die Einwohner um Hilfe bitten. Wir sind gezwungen, immer wieder anzuhalten, um nach dem Weg, Wasser oder einem Zeltplatz zu fragen. Oft halten wir in kleinen Dörfern, durch die Touristen wie Karen sonst nur mit dem Bus rauschen. Sie konnte nichts tun, als ihre Nase gegen die Fensterscheibe zu pressen und den Kindern zuzuwinken. Wir hingegen erleben das Land um uns herum mit all unseren Sinnen.     Wir machen nur noch 30 Kilometer an diesem Tag. Karen und ihre Freunde schlendern wohl schon längst durch die Altstadt von Luang Prabang, trinken frische Kokosnuss und planen ihre Ausflüge für die kommenden Tage, als wir gerade unser halbfertig aufgestelltes Zelt wieder einpacken. Chang Sock, der Bürgermeister des kleinen Dorfs, will uns kennen lernen und lädt uns zum Übernachten zu sich nach Hause ein. Wir essen gemeinsam Klebreis, duschen uns mit der Schöpfkelle den Schweiß von der Haut, lernen ein paar neue Worte auf Laotisch und zeigen unserem Gastgeber Fotos von zu Hause und unseren Familien. Um nichts in der Welt würde ich die Matratze auf dem Fußboden des Wohnzimmers mit einem Zimmer in Luang Prabang tauschen.   Seid ihr neugierig geworden und wollt mehr über Annika und ihre außergewöhnliche Reise erfahren? Hier findet ihr ihren Blog: http://www.tastingtravels.com/ Mitmachen und eine von 2 Mountainbike-Touren  für 2 Personen gewinnen Endlich! Der Sommer hat uns erreicht und mit ihm die wunderschönen, grünen Landschaften, Felder und Wiesen. Da genau jetzt der ideale Zeitpunkt für Ausflüge ins Grüne ist, verlosen wir gemeinsam mit der Bergschule Osnabrück gleich zwei Mountainbike-Touren für jeweils zwei Personen im Gesamtwert von 140 Euro. Um eine der beiden Touren zu gewinnen, beantwortet einfach die Fragen in unserem Kontaktformular und mit etwas Glück seid ihr dabei! Einsendeschluss: 09.07.2013    
Mitmachen und Mountainbike-Tour gewinnen!

Mitmachen und Mountainbike-Tour gewinnen!

Das erwartet euch Innerhalb von viereinhalb Stunden dürft Ihr die herrliche Landschaft Osnabrücks genießen. In dieser Zeit werdet Ihr, zusammen mit eurem Bergführer, insgesamt 45 Kilometer und 500 Höhenmeter hinter Euch lassen und einfach mal den Alltag vergessen können. Es erwarten Euch faszinierende Ausblicke und pures Naturvergnügen.       Anmeldung spätestens fünf Tage zuvor Die Anreise erfolgt auf eigene Kosten und mit dem eigenen Mountainbike. Die Gewinner haben die Möglichkeit, ihren persönlichen Wunschtermin bis zu fünf Tage vor Beginn der Tour bei der Bergschule Osnabrück anzumelden.   Nähere Informationen über die Bergschule Osnabrück und ihre Angebote erfahrt ihr übrigens hier: www.bergschule-osnabrueck.de   Wir freuen uns auf eure Einsendungen und drücken euch fest die Daumen! Euer Unterwegs Team   Hier geht es direkt zum Kontaktformular  

Nachdem ich den x-ten kalten Kaffee meines Mannes in den Ausguss geschüttet hatte, suchte ich nach einem Thermobecher, der wirklich hält, was er verspricht. Warum ich den Primus Commuter Mug wärmstens empfehlen kann, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.
 

Kalter Kaffee macht schön

Leider trifft diese Aussage genauso wenig zu wie die, dass der alte Thermobecher von Sebastian seinen Kaffee lange Zeit warm hält. Das Gegenteil ist der Fall. Obwohl der Kaffee kochend heiß aus unserem Kaffeeautomaten kommt, verlor er bereits nach dem Eingießen und einem Schuss Milch schon ordentlich an Temperatur. Nur etwa eine halbe Stunde später war er jedes Mal so kalt, dass Sebastian ihn stehen ließ oder nur notgedrungen austrank, weil nicht schon wieder eine Tasse im Ausguss landen sollte. Daher suchte ich nach einem neuen Thermobecher für Sebastian.
 

Was ich von einem hochwertigen Thermobecher erwarte

  • standsicher
  • auslaufsicher
  • hochwertig verarbeitet (als Schiffsingenieur ist Edelstahl für Sebastian ein Muss!)
  • exzellente Isolationseigenschaften
  • griffiges Material
  • Deckel mit einhändig bedienbarem Klick-Verschluss
  • einfach zu reinigen

 

Alter Thermobecher: höchste Zeit für einen neuen!

Kaffee morgens, mittags, abends und zwischendurch

 

Ich muss gestehen, dass ich nicht viele Menschen kenne, die so viel Kaffee verzehren, wie Sebastian und sein bester Freund. Gleich nach dem Aufstehen gehört das Geräusch unserer Kaffeemaschine ebenso zu unserem Alltag wie die morgendliche Stupsnase unseres Hundes. Ohne seinen Kaffee kriege ich Sebastian nie aus dem Haus. Er muss mit! Da gibt es keine Ausnahmen! Es ist ihm jedoch nicht wichtig, den Kaffee in Ruhe zu Hause zu trinken. Am liebsten zapft er sich seinen Kaffee aus unserem Automaten und steigt damit ins Auto. Wenn er wieder zu Hause ankommt, ist der Gang zur Kaffeemaschine auch schon Routine. Ein Kaffee in der Werkstatt, einer für die Gartenarbeit, einer mit den Nachbarn auf dem Hof und zu guter Letzt noch einer für den gemütlichen Ausklang des Abends.
 

Endlich Schluss mit kaltem Kaffee

Ich war schon erstaunt, wie schnell und einfach ich ein Lächeln in das Gesicht meines Mannes zaubern konnte. Noch bevor er seinen ersten Kaffee in den neuen Becher genoss, war er bereits von dem Design, der hochwertigen Verarbeitung und der griffigen Oberfläche des Primus Commuter Mug(für 22,95 Euro) begeistert. Plötzlich konnte er es kaum erwarten, den Becher auf die Probe zu stellen. Ich war gerade einmal zur Tür hereingekommen, da hörte ich auch schon, wie der Kaffeeautomat fleißig zu Gange war. 😉
 

Vorsicht heiß!

Damit hatte Sebastian nun wirklich nicht gerechnet. Etwa eine Viertelstunde nach dem Eingießen war der Kaffee noch so heiß, dass er sich gleich auf Anhieb den Mund verbrannte. Zwar hörte ich schon von Kollegen, dass der Becher super isolieren würde und bereitete Sebastian auch darauf vor, aber das brachte ihn nicht davon ab, einen großen Schluck von seinem Kaffee zu nehmen.
 

Der Primus im Test

Während der Kaffee in seinem alten Thermobecher schon nach kurzer Zeit lediglich noch lauwarm war, bleibt er in dem Modell von Primus locker eine Stunde heiß und vier Stunden warm. Primus ist dafür bekannt, hochwertige Outdoorprodukte für den extremen Outdoor Einsatz herzustellen. Auch bei diesem Edelstahl Thermobecher ist dies sofort an der Verarbeitung und dem verwendeten Material zu erkennen. Bei der Entwicklung dieses Thermobechers wurden Qualität und Funktionalität offensichtlich ganz groß geschrieben! Das pulverbeschichtete Edelstahlgehäuse, die doppelwandige Konstruktion, die Silikondichtung und der einhändig bedienbare Verschluss haben meinen Mann voll und ganz überzeugt.
 

Auch gefällt ihm das Mundstück des Bechers sehr gut. Er meint, er trinke sehr gerne daraus, weil das Mundstück an seinem Mund perfekt abschließe. Noch dazu ist der Becher von Primus standsicher, auslaufsicher und passt in viele der gängigen Getränkehalter.
 

Schnell und einfach bereit für den nächsten Einsatz

Und auch die Reinigung ist im Nu geschehen! Hierfür schraubt ihr einfach den Deckel ab und dreht diesen auf den Kopf. Im Inneren des Deckels seht ihr, wie ihr ihn auseinander nehmen könnt. (siehe Foto). Nach dem Reinigen und Trocknen und legt ihr die beiden Einzelteile wieder nacheinander in den Deckel und dreht das untere Teil, bis es "Klick" macht. Fertig!
 

Aller guten Dinge sind drei

Dass Sebastian der Becher sehr gut gefällt, war nicht zu übersehen. Da er ihn wie gesagt überall hin mit nimmt, bat er mich darum noch einen weiteren zu besorgen. Mittlerweile hat er drei von diesen Bechern - einen für die Werkstatt, einen für das Auto und einen, den er auf seiner nächsten Seereise mitnehmen möchte. Und auch ich habe mir nun einen dieser Becher gegönnt! Obwohl ich eher Milch mit Kaffee trinke als Kaffee mit Milch, behält der Kaffee seine Temperatur und ist immer so, wie ich ihn gerne trinke.
 

Sebastian hat sich bereits oft den Mund verbrannt und stellt den Becher in letzter Zeit immer mit geöffnetem Ventil in den Getränkehalter unseres Autos. Er möchte den Kaffee schließlich trinken und nicht spazieren fahren. 🙂
 

Unser Tipp

Wenn ihr diesen Thermobecher für eine längere Autofahrt benötigt und ihn auf diese vorbereiten wollt, dann füllt vor dem Eingießen des Kaffees heißes Wasser in den Becher. So bleibt der Kaffee sogar noch länger warm. Aber Vorsicht! Danach solltet ihr wirklich nicht zu gierig nach dem ersten Schluck Kaffee sein. 😉

Kaffe morgens – Kaffee mittags – Kaffee abends und zwischendurch…

Doppelwandige Konstruktion

Der tägliche Start in den Tag

Mundstück vom Primus Kaffeebecher

Im Nu wieder sauber!

Immer mit dabei - sein neuer Primus Becher

Endlich wieder paddeln! Es wurde auch Zeit! Da mein Freund und ich es dieses Jahr noch nicht geschafft haben, unsere Kajaks zu Wasser zu lassen, haben wir uns wenigstens einen Teil des Pfingstwochenendes freigeschaufelt – Pfingstsonntag und -montag. Für Sonntag war sogar gutes Wetter vorhergesagt! Montag sollte es im Laufe des Tages jedoch wieder schlechter werden. Das wollten wir dann aber auf uns zukommen lassen. Und wenn es nur ein Tag ist, Hauptsache, wieder aufs Wasser! Zunächst möchte ich euch aber kurz mein Kajak vorstellen, denn es ist ein ganz besonderes Boot… 🙂 !   Mein Kajak und ich
Mein Kajak und ich

Mein Kajak und ich

Als langjährige begeisterte Paddlerin, hatte ich natürlich auch den Wunsch, irgendwann ein eigenes Boot zu besitzen. Letztes Jahr habe ich mir diesen Wunsch endlich erfüllt und bin nun stolze Kajakbesitzerin! Ich konnte ein gebrauchtes, aber gut erhaltenes Boot erstehen. Und zwar bei Unterwegs! Da war ich noch Kundin und habe im Laden in Wilhelmshaven einfach mal gefragt, denn ich wusste durch meinen Freund, dass Unterwegs in seinen Anfangsjahren auch Boote verliehen hat. Ich hatte Glück! Unterwegs verleiht (und verkauft) zwar keine Boote mehr, aber aus dieser Zeit gab es noch ein Einer-Kajak. Ich habe es mir angeschaut und mich sofort verliebt 😉 . Meine “Tupperschüssel” ist für ihr Alter und ihren häufigen Gebrauch noch komplett funktionstüchtig! Nun sollte es also mit meinem geliebten Boot endlich wieder aufs Wasser gehen!  
Wasserwanderkarte Mittlere Hunte

Wasserwanderkarte Mittlere Hunte

Unser Fluss: die Mittlere Hunte Wir wollten eine relativ kurze Anfahrtszeit haben und da wir in Wilhelmshaven wohnen, haben wir uns für unser zweitägiges Paddelvergnügen die Mittlere Hunte ausgesucht. Das sind nur circa 1,5 angenehme Stunden Autofahrt. Losgehen sollte die Tour in Barnstorf und enden in Wildeshausen. Diese Strecke von insgesamt 25,2 km ist perfekt für ein entspanntes Paddeln, wie wir es vorhatten.  Am Sonntag wollten wir erst einmal bis Goldenstedt paddeln (10,1 km). Am nächsten Tag sollte es dann weitergehen.   Die Vorbereitung Samstag Abend haben wir noch die Boote klargemacht, auf unseren Bus gehievt und alles gepackt. So konnten wir am Sonntag Morgen gleich losfahren und waren am späten Vormittag in Barnstorf. Unseren Bus haben wir an der Einsatzstelle geparkt. Unser Plan war es zurück zu paddeln und mit dem Auto zum Startpunkt des nächsten Tages zu fahren. Klar hätten wir auch unser Zelt mitnehmen können, aber da wir unseren Bus gerade erst neu haben, wollen wir zur Zeit so oft wie möglich darin schlafen, weil es so toll ist 🙂 !       Das muss mit
Bepacken der Kajaks

Bepacken der Kajaks

Da wir es kaum noch erwarten konnten, ins Boot zu steigen, holten wir die Boote schnell vom Auto und bepackten sie mit den wichtigsten Dingen. Aber was sind die wichtigsten Dinge, die ihr für eine solche Paddeltour dabei haben solltet? Ich habe euch im Folgenden eine Liste mit den wichtigsten Utensilien zusammengestellt.
  • Wechselklamotten (vorm Kentern seid ihr nie  sicher!)
  • Wertsachen
  • Kartenmaterial
  • Proviant 🙂
Alles natürlich verpackt in wasserdichten Beuteln, beziehungsweise Tonnen und Boxen! Auf unserer Internetseite findet ihr praktische wasserdichte Behälter, Paddelsäcke, Dokumentenbeutel und Kartentaschen – also all das, was ihr für eine Paddeltour benötigt!      
Es fängt schon schön an!

Es fängt schon schön an!

  Los geht’s! Nun ging es endlich los! Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder im Boot zu sitzen und loszupaddeln! Das Wetter war perfekt: Sonnenschein, warm und windstill. Vorbei ging es an Feldern, Wiesen, Wäldern und netten Spaziergängern, die uns eine schöne Fahrt wünschten 🙂 . Wir trafen auch andere Paddler und stellten fest, dass die Hunte ein beliebtes Ziel für Paddeltouren – vor allem für Tagesausflüge – ist. Und das zu Recht! Gute Erreichbarkeit, viele Ein- und Ausstiegsstellen, schöne Landschaft und genügend Campingplätze entlang der gesamten Strecke. Wer kein eigenes Boot hat, kann sich bei den zahlreichen Kanuvermietern Boote ausleihen, man wird sogar an den Orten seiner Wahl wieder abgeholt!  
Landschaft zum Genießen

Landschaft zum Genießen

  Besonderheit der Hunte Unterbrochen wird unsere Paddeltour von einigen Wehranlagen, an denen man umtragen muss.
Wehranlage

Wehranlage

Diese Paddelpausen machten wir uns gleich zu Nutze und lasen uns die Info-Tafeln durch, die an jedem Wehr aufgestellt waren. Sie gehören zum Wasserwander-Lehrpfad, der vom Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest erstellt wurde und den Besuchern der Hunte die vielseitige Tier- und Pflanzenwelt sowie die Bedeutung dieses Flusses für Mensch und Natur sehr gut nahebringt. Hierbei erfuhren wir, dass die Wehre aus ökologischer Sicht von großem Nachteil sind, da sie für wandernde Fische und andere Wasserlebewesen nicht passierbar sind. Aus diesem Grund sind wandernde Fischarten wie Lachs und Forelle in ihrem Bestand stark zurückgegangen. Im Zuge der EG-Wasserrahmenrichtlinie sollen alle Gewässer in Deutschland in einen „guten ökologischen Zustand“ überführt werden. Daher ist man zur Zeit dabei, sämtliche Wehranlagen der Hunte in so genannte Sohlgleiten umzubauen. Ein tolles Projekt! An unserem nächsten Wehr war dieser Umbau bereits fertig gestellt. Nicht nur Fische, auch Paddler können diese Stelle nun ohne Umstände passieren. Die Sohlgleiten werden daher auch Fisch-Kanu-Pässe genannt. Diese Pässe zu durchqueren macht besonders viel Spaß und ich fand es auch ein wenig aufregend 🙂 , da das Wasser hier schneller fließt und man ein ganz kleines bisschen “Wildwasser-Feeling” bekommt! Es ist ungefährlich, allerdings solltet ihr darauf achten, in der Mitte zu bleiben. Dies ist mir am Anfang nicht ganz gelungen, aber ich habe meine erste Sohlgleite dennoch ohne Schaden überstanden :-). [nggallery id=10]   Der erste Paddeltag endete so entspannt wie er begann An einer Wehranlage kamen wir mit dem Besitzer eines Kanuverleihs ins Gespräch, der dort gerade eine Gruppe mit Kanus zu Wasser gelassen hatte. Da er nachmittags eine andere Gruppe in Goldenstedt, unserem Ziel, abholen und nach Barnstorf zurückbringen wollte, bot er uns an, einen von uns zu unserem Auto mitzunehmen. Das war supernett und wir mussten dieses Angebot einfach annehmen! Somit konnten wir noch einen gemütlichen Paddelnachmittag genießen und mussten uns keine Gedanken mehr über den Rückweg machen. Mein Freund fuhr dann am vereinbarten Treffpunkt mit dem netten Kanuvermieter mit. Sein Name ist übrigens Jörg Ölmann und er hat seinen Verleih in Barnstorf, in der Nähe unserer Einstiegsstelle. Der nette Jörg hat nette Kanus und nette Preise, finde ich…und natürlich einen tollen Bring- und Holservice 🙂 !  Schaut euch mal auf seiner Internetseite um!  Während mein Freund unterwegs war, blieb ich bei den Booten und stellte fest, dass mein geliebtes Kajak sich auch hervorragend als Plätzchen für ein kleines Nickerchen eignet 🙂 . Nur kurze Zeit später war mein Freund mit unserem Bus schon zurück und wir konnten das Abendprogramm starten. Dazu gehörte Grillen, ein Waldspaziergang und Genießen des lauen Frühlingsabends – umschwirrt von Fledermäusen. Ein schöner Abschluss eines schönen Tages!   Der zweite Tag Leider hatten wir am zweiten Tag nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter – es regnete. Daher verlegten wir das Frühstück spontan in unseren Bus. Sehr gemütlich! Aber fürs Paddeln eher nicht so schön. Dennoch beschlossen wir wie geplant loszupaddeln, zumal der Regen weniger wurde. Wir bildeten uns sogar ein, einen Stück blauen Himmel gesehen zu haben 🙂 . Außerdem waren wir beide noch ganz wild aufs Paddeln und wollten einfach noch nicht damit aufhören 🙂 .  Also ging’s nochmal los in Richtung Wildeshausen. Auch hier genossen wir, wie tags zuvor, den Anblick der schönen Landschaft mit Wiesen, Feldern und Wald – einfach herrlich!

Schöner Abschluss

Dann das böse Erwachen! Es grummelte in der Ferne… Da wir verständlicherweise nicht so wild auf Gewitter waren, beschlossen wir umzukehren. Schade, aber immerhin waren wir noch mal auf dem Wasser. Und wir waren uns einig: Es war toll und wir kommen gerne wieder 🙂 !  

Die Hunte

….Falls ihr beim Lesen Lust auf die Hunte bekommen habt,  kann ich euch die Internetseite des Zweckverbandes Naturpark Wildeshauser Geest über die Hunte empfehlen. Hier findet ihr nicht nur alles Wichtige zum Thema Paddeln, sondern auch alles zum Thema Natur erleben.