bluesign_outdoorDas “bluesign® product” Label ist immer häufiger an den Produkten unserer Hersteller zu finden. Ich möchte deshalb hier versuchen, dem bluesign® System etwas auf den Grund zu gehen und euch näher zu bringen, was damit gemeint ist.

 

Das bluesign® System

Das bluesign® System kümmert sich um die nachhaltige Produktion von Textilien unter Berücksichtigung von
  • Ressourcenproduktivität
  • Immissionsschutz
  • Gewässerschutz
  • Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz
  • Verbraucherschutz
Ziel des bluesign© System ist die Verfolgung dieser fünf Prinzipien auf allen Ebenen entlang der gesamten textilen Herstellungskette. Das heißt für uns Verbraucher nicht nur ein möglichst unbelastetes Produkt zu kaufen, sondern gleichzeitig zu wissen, dass es möglichst umweltschonend und unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit hergestellt ist. Das bluesign® System setzt also an der Wurzel an und sorgt dafür, dass schon die einzelnen Komponenten die Kriterien des Systems erfüllen (Input Stream Management).  

Die Werkzeugkiste des bluesign® Systems

bluetool (bluesign technologies, internes Bewertungstool)
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bluesign® bluetool

Mit Hilfe eines Filters können Chemielieferanten feststellen, ob die von ihnen angebotenen Produkte die Anforderungen des Systems erfüllen. Entsprechen die Materialien den Kriterien des bluesign® system, werden sie als “bluesign® approved” klassifiziert und wandern in den         bluefinder (Datenbank für den Hersteller)
bluesign blue-finder

bluesign® bluefinder

Diese Suchmaschine enthält die chemischen Produkte, die “bluesign® approved”  sind. Sie bietet den Herstellern textiler Produkte sowie Accessoires eine Datenbank, in der die zugelassenen Stoffe aufgeführt sind. Die Suchmaschine wird immer auf dem aktuellen Stand gehalten und hält auch die textilbezogenen EHS (Environment, Health & Safety)-Informationen bereit. Entsprechen die textilen Stoffe und Accessoires den Kriterien des bluesign® Systems, werden sie als “bluesign® approved“ zertifiziert und gehen in den     blueguide (Datenbank für den Markenhersteller)
bluesign blueguide

bluesign® blueguide

Im blueguide werden die bluesign® approved Komponenten aufgelistet und Informationen über die Hersteller sowie über Umweltverträglichkeit, Arbeits- und Gesundheitsschutz bereitgestellt. So findet der Markenhersteller schnell Informationen und Materialien, die für seine Produkte passend sind.         bluesign® screening Bevor ein Textil- oder Accessoireshersteller sich zum Systempartner qualifizieren und zertifizierte Produkte anbieten kann, durchläuft er ein sogenanntes Screening. Aus diesem umfangreichen Prozess, in welchem die fünf Prinzipien Ressourcenproduktivität, Immissionsschutz, Arbeitssicherheit, Gewässerschutz und Verbraucherschutz betrachtet werden, resultiert ein Maßnahmenkatalog, welcher vom Hersteller implementiert werden muss. Nach erfolgreicher Umsetzung können seine Produkte zertifiziert werden. Ein erneutes Screening erfolgt alle 3 Jahre.   bluesign® system partner Systempartner sind Lieferanten, die bluesign® zertifizierte Produkte anbieten (Chemische Industrie, Textil- und Accessoireshersteller) sowie Marken oder Händler.   Die verschiedenen Labels der Systempartner noch mal zusammengefasst Das Endprodukt der Chemielieferanten ist bluesign® approved und erscheint im bluefinder. Das Endprodukt der Textil- und Accessoireshersteller, die Materialien aus dem bluefinder verarbeiten, ist bluesign® approved und erscheint im blueguide. Marken und Händler, die Materialien aus dem blueguide verarbeiten und dessen Produkt den Kriterien des bluesign® Systems entsprechen, werden mit dem Label bluesign® approved product ausgezeichnet. Wenn eine Marke nicht als Systempartner zertifiziert ist, kann sie trotzdem bluesign®approved Komponenten verarbeiten. Diese Produkte sind dann nicht als bluesign® approved product deklariert.   Soziale Verantwortung bluesign® Systempartner verpflichten sich, die Grundsätze des UN Global Compact einzuhalten. “Corporate Social Responsibility” (CSR) ist nicht Teil des Zertifizierungsprozesses, jedoch werden bereits existierende andere Labels, wie zum Beispiel die Fair Wear Foundation (siehe mein Beitrag im Elchblog ), mit berücksichtigt.   Ich hoffe, dass ihr jetzt einen kleinen Überblick habt, was bluesign technologies macht und was das Label an euren Produkten bedeutet. Wer mehr erfahren möchte, der kann sich auf der Bluesign Website näher informieren. Tagsüber unter Wasser, abends an der Küste. Auf diese Weise wollten zwei mutige Bremer Mädels knappe 300 Kilometer in gerade einmal drei Wochen hinter sich lassen. Eine Herausforderung, die den beiden sportlichen Taucherinnen alles abverlangte. Von technischen Ausfällen über hohe Wellen bis hin zu einem Erdbeben haben die beiden so ziemlich alles erlebt. In dem folgenden Beitrag erfahrt ihr mehr über die beiden Mädels und ihre Abenteuer unter Wasser.   Zwei Bremer Mädels….eine Leidenschaft Die meisten Menschen, die sich eine Auszeit vom Alltag und normalem Luxus nehmen wollen, unternehmen eine Wandertour, fahren mit dem Fahrrad durch die Wildnis oder ähnliches. Wenn man sich in Trekkingschuhen oder auf Rädern mehrere Tage hintereinander fortbewegen kann, wieso sollte das nicht auch schnorchelnd funktionieren?! Sowohl Maria als auch Saskia zieht es immer wieder unter Wasser. Wasser ist ihr Element und das Tauchen ihre gemeinsame Leidenschaft.  
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© Maria Steier und Saskia Hinz

      Wer steckt hinter solch einer verrückten Idee? Maria (24), die gelernte Ergotherapeutin, arbeitet derzeit als Dozentin an einer Berufsfachschule für Ergotherapie und Saskia (25), Studentin des Bereiches Meeresbiologie, umschnorchelten knapp drei Wochen lang die Westküste Kretas. Trotz einigen technischen sowie wetterbedingten Komplikationen schafften es die beiden, in 16 Tagen von Maleme im Norden der Insel bis in den Südwesten nach Agia Galini zu gelangen.      
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© Maria Steier und Saskia Hinz

  Genaue Planung ist alles! Die Idee, die gesamte Westküste Kretas zu umschnorcheln, kam ihnen bereits im November des vergangenen Jahres. Was mit einer verrückten Idee an einem gelangweilten Abend begann, entwickelte sich schnell zu einem genialen Projekt, bei dem schließlich jedes Detail genau durchdacht wurde. Flüge wurden gebucht, Equipment besorgt, die Strecke festgelegt, Sicherheitsmaßnahmen getroffen und Medien informiert. Der konkrete Plan lautete: “Wir schnorcheln so viele Kilometer, wie wir in dieser Zeit schaffen, entlang der kretischen Küste und transportieren alles, was wir brauchen, in einem Schlauchboot, das wir hinter uns herziehen.”    
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© Maria Steier und Saskia Hinz

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© Maria Steier und Saskia Hinz

Der Beginn eines großen Abenteuers Am 10.10.2013 ging es dann endlich los! Noch im Flieger konnten sie es kaum fassen, dass sie diese Reise tatsächlich antraten und sich den Herausforderungen der Natur stellen wollten. Bereits am ersten Tag erlebten die beiden eine ganze Menge. Ausgestattet mit ihrem Schlauchboot, “Hängebauchschweinchen”, dem entsprechenden Tauchequipment, einem Sturmkocher und faltbaren Tassen von Sea to Summit, genossen Maria und Saskia ihren ersten Abend und den fantastischen Ausblick an einem Kiesstrand mit heißem Pfefferminztee. “Das war genau das Richtige bei den herbstlichen Temperaturen im Meer”    
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© Maria Steier und Saskia Hinz

Es kommt immer anders als man denkt… Trotz genauer Planung, gab es für die beiden Mädels immer wieder eine neue Überraschung und eine Strapaze folgte nach der anderen. Es dauerte nicht lange und schon verflog das anfängliche Strandurlaub-Feeling und die Tortur nahm ihren Lauf. Sowohl Saskia als auch Maria merkten von Tag zu Tag, was sie tagsüber leisteten. Dabei wurden Sieein immer besseres Team. “Man merkt jeden Knochen, der nachts zu lange auf Steinen lag, wir merken alle Stellen, die dauerhaft belastet werden, haben Blasen an den Füßen usw. Doch wir werden nach und nach auch immer eingespielter und die Handgriffe sitzen.”

Und auch das Wetter machte Ihnen zwischenzeitlich sehr zu schaffen. Unter anderem zwang sie ein Sturm dazu eine unfreiwillige Pause von zwei Tagen einzulegen. Als die Fähren wieder fuhren, gelang es ihnen jedoch die verlorene Strecke mit einem richtigen Schiff wieder aufzuholen und das Snorkeladventure in Chora Sfakion fortzusetzen.

 

“Ganze zwei Tage saßen wir aufgrund von Sturm komplett auf dem Troc

kenen, 2 weitere sind wir zwar ins Wasser gestiegen, kamen aber so gut von der Stelle, wie man sich das bei 30 km/h Gegenwind vorstellen kann.”

 
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© Maria Steier und Saskia Hinz

Die reinste Tortur Als sie die Strecke planten, hatten sie die Sorge, keine 15 km am Tag zurücklegen zu können. Das klappte jedoch auf Anhieb überraschend gut! Auch wenn sie danach halbtot aus dem Wasser stiegen. Verletzungen durch die Steinstrände, an denen sie teilweise durch die Wellen hinausgeschleudert wurden und starker Sonnenbrand (zumindest bei Maria) erschwerten den beiden Mädels die Tour erheblich. Auch die Stellen an den Füßen, an denen jeden Tag der Flossenrand stundenlang riebt und drückte, verursachte Dauerschmerzen. Das größere Problem waren tatsächlich die eigentlichen Tagesetappen. Sie waren eindeutig länger als geplant, bedingt durch die vielen aneinandergereihten Einbuchtungen, die sich im Vorfeld unmöglich aus den Karten entnehmen ließen. Die langen Steilküsten gönnten ihnen keine Pause. Und auch die eiskalten und teilweise schlaflosen Nächte machten ihnen zwischenzeitlich sehr zu schaffen. Doch nicht nur ihre Füße und Knochen litten unter diesen Extrembedigungen. Allein der Weg ins Wasser war aufgrund hoher Wellen und großer Steine noch schwieriger als gedacht. Irgendwann kam es wie es kommen musste: Saskias Flosse zerbrach. Dank Maria konnte die beiden jedoch auch dieser Zwischenfall nicht aufhalten. Sie wickelte Panzertape um die Flosse und weiter gings! “Da sieht man das Ziel und denkt: “Gott sei Dank, gleich sind wir da” und dann benötigt man noch 1,5 Stunden zum rettenden Land… Die Entfernungen waren vom Meer aus echt total schwierig einzuschätzen. Wir trotzten dem Wind und gingen immer wieder trotzdem ins Wasser. Auch wenn wir eine schlaflose Nacht hatten, denn es war saukalt!“

Als die Halbzeit erreicht war, zogen wir eine kleine Bilanz darüber, was wir in den vergangenen Tagen geschafft hatten: Nach 9 Tagen, 103 geschnorchelten Kilometern, 54 Stunden im 23°C kalten Wasser, 1001 Knoten in den Haaren und nur noch 3 funktionierenden Flossen waren 2 Mädels ziemlich fertig aber trotzdem motiviert, weiter zu machen.”

Snorkeladventure

© Maria Steier und Saskia Hinz

Schleppen statt Schnorcheln Das Snorkeladventure war nicht nur eine große Belastung für die beiden Bremer Mädels. Auch ihr Boot hatte mit den Extrembedingungen ordentlich zu kämpfen. Zu der langen Zeit und der vielen Bewegung im Wasser jeden Tag kam außerdem auch über Wasser noch ungeahnte Schwerstarbeit hinzu: Die wenigsten Strände waren angenehme Sandstrände, wo sich das Boot locker und leicht herausziehen ließ. Im Gegenteil! Nicht selten wurden die beiden samt Boot mit voller Wucht auf groben Steinen nach draußen gespült und mussten zudem Tag für Tag abends ihre 60 Kilo Equipment die Felsen hoch tragen und morgens wieder runter. Ließ es ein Küstenabschnitt gar nicht zu, ins Wasser zu gehen   , blieb ihnen nichts anderes übrig als ihre Ausrüstung auch mal eben zehn Minuten durch die Mittagssonne Kretas zu schleppen.   Die gute alte Technik… Auch diverse technische Ausfälle waren Teil ihres Trips. Bereits am zweiten Tag ließ sie die Technik im Stich. Sowohl das Internet als auch der Strom wollten einfach nicht so wie sie. So machten sie sich mit Sack und Pack auf durch Kalimbari und suchten nach professioneller Hilfe.  
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© Maria Steier und Saskia Hinz

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© Maria Steier und Saskia Hinz

Augenblicke, die sie nie mehr vergessen werden… Doch so groß die Strapazen und so schmerzhaft ihre Wunden waren, beide sind sich einig: Es hat sich gelohnt! Wunderschöne Sandstrände, traumhafte Sonnenuntergänge und einsame Buchten übertrafen all ihre Vorstellungen. Alleine in solchen Momenten konnten sie es kaum fassen, in welchem Abenteuer sie sich gerade befanden.    
© Maria Steier und Saskia Hinz

© Maria Steier und Saskia Hinz

“Genervt vom Wind und entmutigt durch die äußeren Umstände, erreichten wir am 12. Tag Plakias, von wo an sich das Blatt wieder wendete: Das Wetter besserte sich, die Wellen schrumpften und der beste Unterwasserteil der Tour wartete darauf, von uns erkundet zu werden. Von teilweise trübem Wasser und karger, dunkelblauer Felslandschaft wandelte sich die Welt unter uns zu 90 Grad abfallenden Steilwänden, umgeben von bunten Fischen, Rochen, Schildkröten, Sepien, Muränen, Oktopoden und der ein oder anderen Angel. Und das alles bei stillem Wasser mit 25 Metern Sicht. Es fühlte sich an, als wollte Kreta uns nochmal für die Anstrengung, die Krämpfe, die kalten Nächte auf Steinen, die vielen Schlücke Salzwasser, die schmerzenden Fußsehnen, das Geschleppe des 60 kg schweren Equipments und die ab und zu aufgetretenen Tiefpunkte entschädigen und sagen: „Hier, das habt ihr euch verdient!“. Schnorchlerischer Höhepunkt waren für uns definitiv die Steilwände zwischen Triopetra und Agios Pavlos.”     Ihr Fazit:

“Vor unserer Tour bekamen wir viel Zuspruch allerdings auch viel Pessimismus zu spüren. Viele Leute warnten uns vor Unterkühlung, Abtreiben, Überanstrengung und unvorhersehbaren Gefahren. Beim nächsten Mal würden wir sicher ein paar Sachen anders planen wie beispielsweise die Streckenaufteilung und die Jahreszeit und wir würden nie wieder auf Isomatten verzichten. Insgesamt ist unsere ganze Idee allerdings gut aufgegangen und trotz kleiner Rückschläge blieben ernsthafte Probleme aus. Alles in allem schafften wir in dieser Zeit 193 km im Wasser und kamen an Buchten und Riffen vorbei, die normalerweise nur per Privatboot zugänglich sind. Neben der sportlichen Aktivität selbst trafen wir tolle Menschen, viel Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft und erlebten ein Abenteuer, das zuvor noch niemand wagte. Zumindest fällt uns niemand ein. Vielleicht treten wir irgendwann nochmal zu einem Snorkeladventure an…”

Wohin es sie als nächstes treibt… So langsam haben Maria und Saskia begriffen, dass ihr Snorkeladventure vorbei ist und sie nun wieder zurück in ihr normales Leben zurückfinden müssen – zumindest vorerst. Außerdem waren sie schon kurz nach ihrer Rückkehr fleißig dabei ihr Filmmaterial auszuwerten, um daraus einen Film entstehen zu lassen. Saskia fliegt im Dezember als Tauchlehrerin auf die Malediven und wird voraussichtlich ein halbes Jahr mit einem Katamaran in der Karibik rumschippern. Eines ist sicher: Ihre Outdoorsport-Herzen schreien bereits jetzt nach dem nächsten Abenteuer. Mal sehen was noch so passiert…     Auf unterwasser.de und facebook berichteten Maria und Saskia übrigens fast täglich fleißig von ihren Abenteuern unter dem Meer entlang der Westküste Kretas. Hier und auf Ihrer Website findet ihr auch noch viele weitere tolle Bilder von Ihrer Tour!   Sicher kennt ihr das auch nur allzu gut: euer Lieblingskleidungsstück ist plötzlich kaputt. Es hat einen Riss, ein Loch oder eine geöffnete Naht. Oder nehmen wir mal eure geliebten Wanderschuhe. Sie gingen mit euch, wortwörtlich, durch dick und dünn und irgendwann kommt der Tag, an dem sie ein schlechtes Sohlenprofil aufweisen. Aber gleich wegschmeißen? Auf keinen Fall! In dem folgenden Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps an die Hand geben, wie ihr länger Freude an eurer Ausrüstung habt und dadurch gleichzeitig euren ökologischen Fußabdruck positiv gestalten könnt. Reparatur leicht gemacht
Reparieren ist oft ganz einfach

Reparieren

Die “Flickschusterei” hat zwar einen schlechten Ruf, doch wenn man das Wort auseinander nimmt, dann macht es durchaus Sinn. Für kleinere Risse und Löcher bei Jacken, Zelten, Liegematten etc. findet ihr in unserem Shop Reparaturmaterial, mit dem der Schaden leicht selbst zu beheben ist. Und selbst bei Brandlöchern durch Funkenflug oder auch dem ein oder anderen Riss vom Stacheldrahtzaun, kann euch eine Änderungsschneiderei vor Ort sicher weiter helfen. Bestenfalls habt ihr sogar jemanden in eurem Bekanntenkreis, der mit der Nähmaschine umgehen kann. Und für schwierigere Fälle haben außerdem viele unserer Hersteller einen Reparaturservice. In diesem Fall, könnt ihr jederzeit gerne in unseren Filialen vorbeischauen und meine Kollegen auf die entsprechenden Möglichkeiten ansprechen. Und was das Thema Wanderschuhe betrifft, die meisten von ihnen lassen sich jederzeit neu besohlen. Bei hochwertigen Schuhen lohnt sich diese Investition auf jeden Fall. Außerdem hat es den entscheidenden Vorteil, dass ihr eure Lieblingsschuhe bereits eingelaufen habt. Denn eine Neubesohlung ist billiger als ein neuer Schuh und du weißt genau, dass der Schuh passt.
Wiederverwenden - jemand anders wird sich freuen

Wiederverwenden – jemand anders wird sich freuen

Reuse – Wieder- oder Weiterverwenden

“Es passt mir nicht mehr” – die bösen Kalorien haben das Kleidungsstück über Nacht enger genäht! Sicher kennen einige von euch auch diese Situation nur allzu gut! Auch wenn es euch noch so schwer fällt, euer Lieblingskleidungsstück nicht mehr tragen zu können… Hört euch erst einmal um, ob das gute Stück noch einem Freund oder einem Bekannten gute Dienste leisten könnte. Es wäre zu schade, es gleich in die Tonne zu hauen. “Es gefällt mir nicht mehr” – jeder Geschmack ändert sich im Laufe der Zeit. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern. Doch irgendwann könnt ihr eine bestimmte Farbe oder ein gewisses Muster einfach nicht mehr sehen. Glaubt mir, ich kann ein Lied davon singen manches ist zwar unverwüstlich, aber einfach out. Auch hier gilt wieder: Nicht sofort weg damit, sondern erst einmal umhören, ob sich nicht doch noch jemand über das gute Stück freuen könnte. Und wenn es nur für die Gartenarbeit gut ist 🙂 “Es funktioniert nicht mehr” – jedenfalls nicht mehr so, wie ihr euch das vorstellt. Sei es eure Alpinjacke, die in die Jahre gekommen und verschlissen ist oder auch ein Messer, dass seine Schärfe verloren hat. Solltet ihr ein absoluter Outdoorfan sein und eine neue und weitaus funktionellere Jacke mit einem noch robusteren Material eure Wahl sein, dann heißt das nicht gleich, dass eure Freunde oder Bekannten damit nichts anfangen können. Ganz im Gegenteil! Vielleicht ist eure Jacke nicht mehr robust genug für einen langen Trekkingeinsatz, aber für einen Hundespaziergang reicht es sicher allemal! Und zur Not sucht ihr euch einfach einen Secondhand-Laden um die Ecke. Für viele Bekleidungs- oder Ausrüstungsteile gibt es jemanden, der es noch gebrauchen kann. Hör dich um und gib es weiter.
recyceln - Rohstoffe wieder verwerten

recyceln – Rohstoffe wieder verwerten

Recycle

Man sieht es der Ausrüstung vielleicht nicht an, doch besteht heutzutage immer mehr aus recyceltem Material. Und der Trend nimmt zu. Das Recycling einer Funktionsjacke ist jedoch gar nicht so einfach, wie das einer PET Flasche. Im Gegensatz zu der Flasche, bestehen die einzelnen Elemente von Funktionsbekleidung (Reißverschlüsse, Verstärkungen, Futterstoff, Füllung) oftmals aus verschiedenen Stoffen. Für ein echtes Recycling muss man die verschiedenen Materialien wieder voneinander trennen. Es gab schon früh Initiativen von Herstellern, die den Gedanken des Recyclings aufgegriffen haben. Diese Initiativen scheiterten aber leider an der mangelnden Resonanz der Kunden. Es gab kaum jemanden, der seine alte Jacke zurückbrachte, um sie dem Recycling zuzuführen. Vielleicht waren die Hersteller auch einfach ihrer Zeit voraus? Solltet ihr eine alte Jacke haben, die ihr nicht mehr benötigt oder eine Ausrüstung besitzen, die einfach nicht mehr das hält, was sie mal versprach, dann wendet euch ruhig an den jeweiligen Hersteller und fragt nach, wie ihr die Sachen am besten und einfachsten recyceln könnt. Einige Firmen haben dafür Programme, die anderen müssen sich dann etwas überlegen, sofern die Nachfrage größer wird. Einer unserer Hersteller, Patagonia, ist in diesem Thema schon einmal ganz weit vorne. Mit seiner Patagonia Common Threads Initiative” zeigt das Unternehmen, dass es durchaus möglich ist, solch ein Konzept erfolgreich in die Tat umzusetzen. Wir verkaufen Qualitätsausrüstung, da wir davon überzeugt sind, dass es für alle Seiten umso nachhaltiger ist, je länger ein Produkt hält. Für die Lebensdauer ist allerdings noch ein entscheidender Aspekt von großer Bedeutung: Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer eurer Sachen. Wartet also nicht so lange, bis gar nichts mehr geht. Weitere Pflegetipps findet ihr außerdem auf unserer Homepage und hier auf unserem Elchblog. Wie sieht es bei euch aus: habt ihr eure Ausrüstung schon mal repariert, wiederverwendet, recycled? Habt ihr noch gute Ideen für uns oder andere? Über Kommentare freuen wir uns immer sehr. Rucksack packen und los. Einfach mal raus sein, für eine Zeit. Seien wir ehrlich, das wollen wir doch alle. Zumindest im übertragenen Sinne. Wer einmal vom Fernweh infiziert ist, der bleibt es sein Leben lang. Ich für meinen Teil habe es mit in die Wiege gelegt bekommen. Meine Eltern sind seit jeher mit mir in der Weltgeschichte unterwegs gewesen. So habe ich nach der Schule meine Sachen geschnappt und habe mir ein Jahr als Au-Pair in Norwegen gegönnt. Wieder zurück in Deutschland habe ich meine Ausbildung bei Unterwegs begonnen – wo sonst, denn der Name ist Programm ;-). Menschen für das Draußensein ausstatten und meine Erfahrungen weitergeben ist das, womit ich mein Geld verdienen will. Täglich berate ich Kunden, die in den Urlaub fahren, eine Weltreise planen oder gerade wieder gelandet sind. Da wuchs erneut das Fernweh in mir. Ich muss mal wieder raus. Für länger als den Jahresurlaub meine ich. Zum Glück ist mein Freund Tobi genauso ein Weltenbummler wie ich und so stand recht schnell fest, dass wir die nächste Reise zusammen wagen.
Dieses Bild macht Lust auf Mehr! Neuseelands Landschaft ist vielseitig

Dieses Bild macht Lust auf Mehr! Neuseelands Landschaft ist vielseitig

Hinaus in die Welt. Das Problem sind immer nur die Reisekosten. Zudem muss man ja auch auf Tour von irgendwas leben. Immer nur Grünzeug vom Wegesrand ist auch nicht das Wahre. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen? Die Antwort lautet Work & Travel. Ausgedehnte „Working Holiday“ Programme gibt es in den Klischeeländern (Kanada, Neuseeland, Australien) ohne Probleme und als Fan der skandinavischen Länder reizte mich von denen zur Auswahl stehenden Ländern Neuseeland am meisten.  
Alles ist gepackt, es kann losgehen

Alles ist gepackt, es kann losgehen

Das Visum gilt für bis zu 12 Monate, in denen man sich mit kleinen Jobs das Geld zum Reisen verdient. Als Job kommt alles Mögliche in Frage: Auf Farmen aushelfen, Kiwis ernten, Kellnern, Hotelbetten aufschütteln, Regale im Supermarkt einräumen… die Palette ist da ziemlich umfangreich. Zum Glück bin ich mit meinem Chef, dem Inhaber der Unterwegs-Gruppe, auf einen verständnisvollen Ansprechpartner gestoßen und so konnte der Flug bald gebucht werden.

Wir fliegen also nach Neuseeland und werden uns – nach ein paar Tagen Erholung und Urlaub – einen Job suchen. Was wir eigentlich vorhaben?? Das wissen wir nicht. Im Idealfall arbeiten wir dann immer so 3-4 Wochen an einem Ort und reisen dann weiter. So bekommt man das ganze Land zu sehen. Um vor Ort mobil zu sein, wollen wir uns ein gebrauchtes Auto kaufen. Der Markt an Backpacker-Fahrzeugen soll der Nachfrage entsprechend riesig sein. Alles Weitere bleibt bewusst ungeplant.

 Seit wir im August den Flug gebucht haben, vergeht die Zeit auch genauso – wie im Flug. Die Vorbereitungen laufen in vollem Gange. Reisepass und Visum beantragen, Krankenversicherung abschließen, Handyverträge für die Zeit im Ausland auf Eis legen, Kreditkarte besorgen, bei Unterwegs shoppen (bewusst in der Reihenfolge), impfen lassen… und das alles neben dem „normalen“ Alltag.

Meine Packliste

Meine Packliste

Jetzt sind es nur noch knapp zwei Wochen bis zur Abreise und so langsam wird es stressig. Rucksäcke Probe packen, Arbeiten abschließen, was nicht mitkommt in Umzugskartons ins Elternhaus verfrachten und nebenbei die Abschiedsparty planen. Der Aufregungs-Pegel steigt. Was nicht zuletzt an meinen verzweifelten Packversuchen liegt. In diesem Punkt bediene ich voll das weibliche Klischee. Wie soll ich Klamotten für 1 Jahr in meinen 60 Liter Trekking-Rucksack bekommen?? Nach zugegeben einigen Anläufen ist nun alles verstaut.   Neuseeland wir kommen.