Er ist tatsächlich da, der Winter! Da ich schon lange auf der Suche nach einer schicken Daunenjacke war, gab es nun gleich noch einen Grund mehr für mich, meine Auswahl möglichst schnell zu treffen. Auf welche Jacke meine Wahl gefallen ist, erfahrt ihr in dem folgenden Blogbeitrag.   3..2…1..Meins Zwar ist die Auswahl an Daunenjacken groß, doch habe ich mich lange schwer damit getan, eine passende Jacke zu finden, die mir auf Anhieb gefielt. Nun bin ich endlich fündig geworden und bereue diese Investition keineswegs! Meine Anforderungen an eine Daunenjacke waren die folgenden:
  • mit Kapuze und hoch geschnittenem Kragen
  • mehrfach verstellbare Kapuze (im Idealfall mit einer Hand)
  • winddicht
  • wasserdicht, wasserabweisend oder mit meiner Regenjacke kombinierbar, ohne dabei großartig aufzutragen
  • atmungsaktiv
  • gutes Verhältnis von Daunen zu Federn
  • hervorragende Wärmeleistung (hohe Bauschkraft/hoher cuin-Wert)
  • figurbetonender Schnitt
  • Innentasche für Kleinkram
Kurzum… ich wollte mich auf Anhieb darin wohlfühlen. Meine letzte Daunenjacke hatte ich mit 12. Sicher erinnert ihr euch noch an die Zeit, in der diese mega großen und mega wuchtigen Daunenjacken der Renner waren, oder? Auch meine damalige Jacke war mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Nummern zu groß. Ich sagte immer “mein Oberbett” dazu :b Jetzt suchte ich jedoch nach dem absoluten Gegenteil. Sicher sollte meine neue Jacke ebenso kuschelig wie mein altes “Oberbett” sein, dabei jedoch so wenig wie möglich auftragen. Nach langer Suche stieß mich schließlich ein Angebot aus unserem Bergans Newsletter auf die Sauda Down Lady Jacket. “Probieren kann ja nicht schaden”, dachte ich mir und schlüpfte einfach mal hinein.  
Einfach zum Hineinkuscheln!

Einfach zum Hineinkuscheln!

So viele praktische Details… Wenn ihr mich fragt, ist die Daunenjacke von Bergans wirklich sehr durchdacht! Ausgestattet mit einer mehrfach verstellbaren Kapuze, einem mit Mikrofaser gefüttertem Kragen, einer weichen Zippergarade und einem top Verhältnis von Gänsedaunen zu -federn und einer top Bauschkraft (cuin-Wert), überzeugte mich gleich der besondere Tragekomfort. “Cuin” steht übrigens für “cubic inches per ounze”. Also der Faktor, um den sich die Daune ausdehnt. Je größer dieser Wert ist, desto besser ist die Wärmeleistung. Die Sauda Down Lady Jacket von Bergans gehört mit dem Verhältnis 95/5 und einem cuin-Wert von 750 zu den sehr hochwertigen Jacken ihrer Art.  
Mit kuscheliger Mikrofaserpatte

Mit kuscheliger Mikrofaserpatte

Rundum kuschelig Wie ich es von meiner neuen Jacke erwartet hatte, besitzt sie außerdem einen hoch geschnittenen Kragen. Dank einer weichen Mikrofaserpatte kann ich mich so richtig darin einkuscheln, wenn es draußen ungemütlich wird. Überhaupt der gesamte Schnitt hat mich bereits beim ersten Hineinschlüpfen voll und ganz überzeugt.            
Länger geschnittene Rückenpartie

Länger geschnittene Rückenpartie

Sie könnte vielleicht noch einen kleinen Tick länger sein, aber ich kann ja auch nicht immer die eierlegende Wollmilchsau haben, oder? :b Außerdem besitzt sie bereits eine länger geschnittene Rückenpartie, die die empfindlichen Bereiche gut bedeckt.              
Mit Skipasstasche

Mit Skipasstasche

Braucht man das denn alles? Zugegeben, es gibt viele Dinge, die man nicht braucht. Aber es gibt auch umso mehr Ausstattung, die man erst einmal zu schätzen weiß, wenn man sie hat. So war es auch bei meiner neuen Jacke. Diese ist mit einigen praktischen Details ausgestattet. Sowohl innen als auch außen. Besonders praktisch finde ich vor allem die Skipasstasche mit Reißverschluss am linken Arm. Ok, in Wilhelmshaven fällt nun wirklich nicht genug Schnee, um hier Ski zu fahren und Pisten gibt es hier auch keine, aber EC Karten hat jeder und genau dafür finde ich diese Tasche perfekt geeignet und positioniert! Bereits am ersten Tag merkte ich, wie praktisch so eine kleine Tasche am Unterarm doch sein kann. Da ich meine EC Karte ungern in meine normalen Jackentaschen packe (weil ich zu oft hinein greife und Angst habe, ich könne die Karte dabei verlieren), kam mir diese kleine Tasche beim letzten Einkauf sehr gelegen 🙂 Zwar besitzt die Sauda Down Jacket auch eine Innentasche, doch diese geht mir persönlich zu tief in die Jacke hinein, um dort so eine kleine Karte reinzulegen.  
Problemlos komprimierbar

Problemlos komprimierbar

Immer mit dabei… Aber auch diese Tasche macht absolut Sinn! Sollte mir die Jacke doch mal zu warm werden oder sollte ich mit ihr auf Reisen gehen wollen, dann kann ich sie jederzeit bequem darin verstauen. Als ich mir diese Tasche genauer ansah, wollte ich das ehrlich gesagt erst gar nicht glauben. Also machte ich mal den Test.. und siehe da… die Jacke passt tatsächlich in ihre eigene Tasche, die sogar noch einen praktischen Aufhänger für unterwegs hat. Ach ja,  mit ein bisschen Übung siehts übrigens besser aus als bei mir 😉     Solltet auch ihr eine Daunenjacke besitzen oder anschaffen wollen, die sich bequem in sich selbst verstauen lässt, dann holt sie aber bitte gleich wieder raus, sobald ihr zu Hause seid. Im Schrank sollte sie niemals so komprimiert liegen, da Daunen sich entfalten müssen, um ihr Wärmerückhaltevermögen voll ausschöpfen zu können. Das gilt übrigens auch für Schlafsäcke und andere Daunenprodukte.    
Mit angenähten Stulpen mit Daumenloch

Mit angenähten Stulpen mit Daumenloch

Keine Chance für Kältebrücken… Was ich an dieser Jacke ebenfalls nicht missen möchte sind die eingenähten, elastischen Stulpen mit Daumenloch. Diese schließen sich perfekt um mein Handgelenk und lassen Kältebrücken somit keine Chance! Da ich meine Stulpen gerne mal verlege oder von einer Jacke in die andere packe, hab ich mich schon so manches Mal darüber geärgert, dass ich sie nicht bei mir habe, wenn ich diese gut gebrauchen könnte. Bei der Bergans Jacke sind sie jedoch fest mit den Ärmelbündchen vernäht und immer mit dabei.       Immer frisch unterwegs… Grundsätzlich ist eine Daunenjacke nicht die beste Wahl für schweißtreibende Aktivitäten. Die Daunen können dabei schnell mal verklumpen. Bergans hat diese Jacke allerdings mit Unterarmreißverschlüssen ausgestattet. Mir war zuvor gar nicht bewusst, dass Unterarmreißverschlüsse so praktisch sein können. Erst als ich die Sauda Down Jacket auf dem Rad testete, merkte ich, wie angenehm es ist, wenn man sich zwischendurch etwas Luft verschaffen kann. Meine Kollegin Marthe hatte mir zwar bereits erzählt, dass Unterarmreißverschlüsse eine wahre Wohltat auf dem Rad seien, aber nun kann ich diese Aussage nur bestätigen! Vor allem dann, wenn man gerade erst vom Rad gestiegen und in die warmen Geschäfte hinein gegangen ist, ist so ein Unterarmreißverschluss nicht nur für Outdoorsportler eine tolle Erfindung!    
Mein Lieblingswinterduo

Mein Lieblingswinterduo

Das perfekte Duo… Wie es für die meisten Daunenjacken typisch ist, ist auch die Sauda Down Jacket winddicht aber nicht wasserdicht. Das heißt, die Daunen würden darin verklumpen, sollte ich damit in einen ausgiebigen Regenschauer geraten. Aber gut, wenn ich diese Jacke benötige, dann ist es auch wirklich so kalt, dass der Schnee gesiegt hat. Zwar ist sie mit einer wasserdichten Außenhülle ausgestattet, aber die Nähte sind nicht versiegelt. Daher kombiniere ich sie an ungemütlichen, nass-kalten Tagen gerne mit meiner Helium Jacket von Bergans. Diese ist absolut wasserdicht und so dünn, dass sie die Sauda Down Jacket optimal ergänzt, ohne großartig dabei aufzutragen.    
Immer auf Herstellerinfos achten!

Immer auf Herstellerinfos achten!

Und wie sieht es mit der Pflege aus? Zwar haben auch Daunenjacken mal einen Waschgang verdient, aber hier gilt: “Weniger ist mehr”. Solltet ihr eure Jacke waschen wollen, um Salze und Schmutz zu entfernen, dann verwendet bitte weder Waschpulver, noch Weichspüler. Ihr könnt eure Jacken sowohl per Hand als auch in der Maschine waschen. Solltet ihr unsicher sein, welche Temperatur und welchen Schleudergang die Sachen am besten vertragen, dann beachtet bitte die entsprechenden Herstellerangaben. Allgemein gilt aber die folgende Prozedur:
  1. Reißverschlüsse schließen
  2. Fein-/Wollwaschprogramm wählen (kein Seidenprogramm!)
  3. Rückfettendes Daunenwaschmittel benutzen (keinesfalls Weichspüler!)
  4. Spülvorgang aktivieren, um Waschmittelreste aus dem Material zu entfernen (nur bei Bedarf)
  5. Leicht schleudern
Danach ab in den Trockner, nicht zu heiß und nicht zu lange. Am besten legt ihr noch ein paar Tennisbälle mit hinein. Wie gesagt neigen Daunen gerne mal dazu zu verklumpen. Anschließend schüttelt ihr eure Jacke nochmal kräftig durch und schon ist sie wieder bereit für ihren nächsten Einsatz.   Mein Fazit…  Lange habe ich mit dem Kauf einer Daunenjacke gewartet. Das Warten hat sich gelohnt! Es geht wirklich nichts über Daune! 🙂

Ursprünglich war die S'well lediglich als Weihnachtsgeschenk für meinen Mann gedacht, doch auch meinen Schwager und mich hat diese Thermoskanne gleich überzeugt. Denn, mal abgesehen von ihrem auffälligen Design, hält die S'well, was sie verspricht. Bis zu 12 Stunden lang bleiben heiße Getränke auch wirklich heiß und kalte Getränke bewahren darin sogar bis zu 24 Stunden lang ihre Temperatur. Das ist für Sebastian besonders wichtig, da es für ihn als Schiffsingenieur im Maschinenraum schon einmal ganz schön heiß hergehen kann.

Stylisches Design, tolle Qualität
Die Kult-Isolierflasche aus Amerika ist nun auch bei uns erhältlich, sowohl online als auch in unseren bundesweiten Unterwegs Filialen. Und zwar in vielen verschiedenen trendigen Farben,  metallisch glänzend oder matt und edel. Sie ist allerdings nicht nur schön anzusehen. Diese Thermoskanne besteht zu 100 % aus lebensmittelechtem 18/8 Edelstahl und ist ein absolut praktischer Begleiter für unterwegs. Es gibt hier keine Innenbeschichtung aus Kunststoff, somit ist sie absolut geschmacksneutral. Dieser Punkt war mir besonders wichtig für meinen Mann, denn, wenn es im Maschinenraum mal wieder zu heiß ist (teilweise bis zu 60 Grad), ist ein kaltes Getränk genau das Richtige! Sei es Saft oder erfrischendes Wasser. Und in der Mittagspause ist Kaffee natürlich ein Muss! Wäre doch blöd, wenn die Kanne dann nach Saft schmecken würde, oder? Wenn's richtig kalt sein darf, dann passen übrigens auch kleine Eiswürfel oder Eisstäbe problemlos durch die Öffnung. Die S'well ist somit optimal für jeden Geschmack! Nur für kohlensäurehaltige Getränke ist sie nicht geeignet.

Die S'well im Einsatz
Da ich täglich nur vier Stunden im Büro zu finden bin, hab ich mich bewusst für die 500 ml Variante entschieden. Ich benutze die Kanne hauptsächlich für gekochtes Wasser für meinen Apfelsaft. Somit ist dieses Volumen für mich vollkommen ausreichend. Bevor ich die Thermosflasche auf die Probe stellen konnte, musste ich sie zunächst einmal gründlich reinigen. Leider ist sie nicht spülmaschinengeeignet. Daher nahm ich einfach reichlich Seifenwasser und ließ sie im Anschluss an ihr erstes Bad kopfüber in Ruhe trocknen. Am nächsten Morgen war es dann soweit. Die S'well landete in meiner Tasche und schließlich auf meinem Schreibtisch. Während meine alte Thermoskanne reichlich Platz in meinen Taschen einnahm, fällt die S'well mit ihrem schlanken, nach oben hin schmaler werdenden Design und einem Eigengewicht von 306 Gramm kaum ins Gewicht und nimmt dabei gerade einmal so viel Platz weg wie eine 500 ml PET Flasche. Dadurch ist sie übrigens auch für gängige Getränkehalterungen auf dem Rad bestens geeignet und somit sehr flexibel im Einsatz. Auch unser Sohnemann konnte schon von ihr profitieren, da sie selbst in der vollen Wickeltasche noch ein Plätzchen gefunden hat.

Absolut dicht!
Ein weiterer Pluspunkt ist übrigens der Schraubverschluss mit Silikon-Dichtung. Diese hält die Flasche absolut dicht und macht sie somit auslaufsicher. Ich erinnere mich nur zu gern an meine Schulzeit und an meine armen Schulbücher, die öfter mal darunter litten, dass meine alten Thermoskannen nicht das hielten, was sie versprachen. Mit der S'well sind mir solche Erlebnisse bisher erspart geblieben. Ich habe sie auch schon kopfüber in meine Tasche gestellt und siehe da.... es war auch nach einigen Stunden später noch alles trocken 🙂

Für einen guten Zweck...
Die S'well ist nicht nur eine gute Investition für unterwegs oder fürs Büro. Auch die internationale WaterAid-Initiative profitiert von dem Verkauf dieser Flaschen. Getreu dem Motto "Your S'well is designed to look great and to do good" gehen 10 % des Gewinns direkt weiter zu WaterAid, einer Initiative, die zahlreiche Wasserprojekte in der Dritten Welt unterstützt.

 

Mein Fazit
Zwar gibt es die S'well auch mit einem deutlich größeren Volumen (750 und 1000 ml), doch finde ich die 500 ml Variante für meinen Einsatzzweck völlig ausreichend und komme mit diesem Volumen bestens über den Tag. Sie ist meiner Meinung nach die perfekte Wahl für's Büro und unterwegs. Eine schöne, schlanke und robuste Kanne, die hält, was ihre Artikelbeschreibung verspricht und noch dazu überall ein absoluter Hingucker ist! Da der Verschluss selbst für Kinder leicht zu bedienen ist, ist sie auch eine optimale Wahl für den Kindergarten oder die Schule. Ich denke wir werden lange Freude daran haben. Bei unserem Chef ist sie jedenfalls schon seit Monaten im täglichen Dauereinsatz und er ist nach wie vor davon begeistert. Er wollte sich nicht einmal für meine Testzwecke davon trennen 🙂

„Far North“ – und das so weit im Süden Nun sind wir schon einige Zeit hier und haben uns ein bisschen eingewöhnt. Unser Weg führte in den ersten Wochen ganz hinauf in den Norden zum Cape Reinga, einem Leuchtturm hoch über der Passage, an der Pazifik und Tasmanische See zusammentreffen. Leider war das Cape an diesem Tag in dichten Nebel gehüllt und wir mussten mit der tollen Aussicht bis zum nächsten Tag warten. Von unserem Campingplatz aus konnten wir dann bei besserem Wetter in 2-3 Stunden zu besagtem Leuchtturm wandern. Entlang der Steilküste, über einen Bergrücken, hinab zu einer kleinen Bucht, in der das Bad im Meer eine willkommene Erfrischung bot, hinauf zum Cape.
Neuseeland-CapeNebel

So sahen wir leider nicht viel von der “tollen Aussicht”

Neuseeland-Cape

Cape Reinga bei Sonnenlicht

    Auf der Weiterfahrt Richtung Süden hielten wir am legendären 90 Miles Beach, der in jedem Reiseführer als Höhepunkt des Nordlandes beschrieben ist. Dieser kilometerlange Strand ist für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben und darf von Allrad-Fahrzeugen befahren werden. Optisch hat er leider nicht viel zu bieten und da eine Fahrt in unserem Auto und bei aufkommender Flut nicht in Frage kam, entschieden wir uns für den deutlich sichereren Weg auf „befestigten“ Straßen – Abenteuer genug. Der Linksverkehr kostete uns auf den ersten Kilometern so einige Nerven und die zum Teil sehr engen, kurvigen und steilen Schotterstraßen entlang der Küste forderten das Auto und uns bereits in den ersten Tagen viel ab. Mittlerweile haben wir uns aber auch daran gewöhnt.  
Neuseeland-Beach

Mit unserem Auto haben wir uns nur ein Stück weit auf den 90 Miles Beach getraut

Es wäre zu viel, von jeder schönen Ecke des Nordens zu berichten, aber einige Orte sind uns als besonders schön aufgefallen. Da wäre zum Beispiel ein kilometerlanger Surfstrand (Paihia Beach), über eine ausgefahrene Schotterstraße zu erreichen und kaum ausgeschildert. Oder die Kauri Wälder im Westen: einst über die ganze Insel verbreitet, sind heute (leider aufgrund des Menschen) nur noch wenige alte Baumriesen zu finden. Wir haben diese zum Teil 50 Meter hohen und 1200 Jahre alten Bäume sehr bewundert. Wenn man bedenkt, dass Neuseeland erst seit knapp 900 Jahren besiedelt ist (und seit der Entdeckung des Europäers James Cook erst 300 Jahren vergangen sind), wird einem die Lebensdauer dieser Pflanzen erst ganz bewusst. Unbedingt einen Halt wert waren auch die riesigen Sanddünen an der Zufahrtsstraße zum Cape Reinga. Das Gefühl, mitten in der Wüste zu stehen, mit Blick aufs Meer. Neuseeland zeigte wieder einmal seine Vielseitigkeit. Zugegeben hätten wir uns für die Region Northland mehr Zeit nehmen können, aber wir steckten noch zu sehr im Alltag. Zu sehr war noch der Gedanke verankert, in kurzer Zeit viel zu sehen, da die Zeit ja begrenzt ist. Mittlerweile sind wir entspannter, sind angekommen, nehmen uns die Zeit für Stopps an fast jeder schönen Straßenecke und genießen unsere Freiheit.
Neuseeland_Sonnenuntergang

Sonnenuntergang über den Inseln vor Coromandel-Town

Weihnachten unter Palmen und Silvester am Strand

Neuseeland-Pinnacles

“The Pinnacles” unser Must-Do der Coromandeln

Mitte Dezember fuhren wir hinüber zur wunderschönen Coromandel Halbinsel. Von der Straße auf Meereshöhe aus gesehen wirkt die bis zu 700 m hohe Bergkette wie ein unüberwindbares Gebirge. Während wir in ein langgezogenes Tal fuhren, in dem tolle Wanderungen zu finden sein sollten stolperten wir quasi durch Zufall (und durch die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Einheimischen) über unsere erste Arbeitsstelle. Wir halfen einem älteren Ehepaar in deren Gärtnerei und bekamen dafür Unterkunft und Verpflegung gestellt. Das ganze nennt sich Wwoofen (World-Wide Opportunities on Organic Farms) und ist nicht nur eine günstige Art des Reisens (bzw. günstige Beschaffung der Arbeitskräfte) sondern auch eine tolle Möglichkeit des kulturellen Austausches. Für unsere Gastgeber kamen wir wohl gerade recht des Weges, denn so konnten sie über die Feiertage verreisen, während wir fleißig Blumen gossen, uns um die Tiere kümmerten und unsererseits über Weihnachten ein tolles Quartier hatten. Von unserer Unterkunft aus konnten wir wunderschöne Tageswanderungen machen, unter anderem auf ´The Pinnacles`: Vulkanische Felsen die über dem Dschungel-artigen Waldgebiet aufragen und von denen man eine tolle 360° Aussicht über die Berge und Wälder hinweg bis zum Meer auf beiden Seiten der Halbinsel hat. Weihnachtsstimmung kam während der Feiertage allerdings wenig auf, denn während im Radio „Let it snow“ gespielt wurde, lief unsere Klimaanlage auf Hochtouren.

Neuseeland-Biwak

Den ersten Morgen des neuen Jahres am Strand zu verbringen, war schon etwas ganz besonderes

An Silvester waren wir wieder unterwegs und biwakierten an diesem Abend am „New Chums Beach“, der als einer der Top 20 Strände weltweit zählt. Unter einem perfekten Sternenhimmel und dem Rauschen der Wellen lauschend konnten wir perfekt ins neue Jahr hinein feiern. Ganz in der Nähe fanden wir auch die bekannte „Cathedral Cove“, ein über Jahrtausende vom Meereswasser ausgehöhlter Felstunnel von der Größe einer Kathedrale. Über eine 30-minütige Wanderung kamen wir an den Strand um uns dieses Phänomen anzusehen. Auch der „Hot Water Beach“ ist nur ein paar Kilometer entfernt. An diesem Sandstrand tritt bei Ebbe heißes Wasser aus und man kann in einem selbst ausgebuddelten Pool relaxen. Da wir aber am Vortag mit einem Einheimischen ins Gespräch kamen, der uns ein Foto zeigte, auf dem man vor lauter Menschen weder Strand, och Meer sehen konnte, beschlossen wir diese Attraktion auszulassen und fuhren stattdessen ein Stück weiter in die Berge. Hier konnten wir nicht nur schöne Wanderungen unternehmen, sondern auch unter tollen Wasserfällen baden und auf eigene Faust die Überbleibsel des Goldrausches (in Form von Mienen und langen Tunneln, die in den Fels gesprengt wurden) erkunden.
Neuseeland-Cathedral

Nach einer kurzen Wanderung erreicht man die Cathedral-Cove und kann sich im Meer abkühlen

Wieder einmal mussten wir also feststellen, dass all die touristischen Must Do´s und Must See´s zwar schön und spektakulär sind, dass es aber nur ein paar Kilometer nebenan noch viel schönere und interessantere Dinge zu sehen gibt. Zumindest wenn man sich von den Postkarten-Motiven losreißen kann und ein bisschen individueller das Land erkunden möchte. Im allgemeinen können wir aber sagen, dass wir bisher wunderbar erholt und zugleich tief beeindruckt von dieser wunderbaren Insel sind.