Central Otago
9. Pinguin

Herrlich, die Pinguine am Strand zu beobachten

Wir haben hier in Neuseeland schon viele komische Vögel getroffen, doch die Begegnungen in Oamaru, einer Stadt an der Ostküste toppt alles: Auf dem kleinen Campingplatz am Hafen wohnten wir doch tatsächlich mit Pinguinen zusammen. Diese tollpatschigen Gefährten, die ich ehrlich gesagt nicht in Neuseeland erwartet hatte, schwimmen den ganzen Tag im Meer umher und kommen im Schutz der Dämmerung an Land um geschützt in kleinen Höhlen oder (wie in diesem Falle) unter den Wohnwagen und Hütten zu übernachten. Kolonien verschiedener Arten befinden sich hier an der südlichen Ostküste, zum Beispiel „Little Blue Penguins“ wie hier in Oamaru oder die Yellow-Eye Pinguine. Diese seltene Art ist nur in Neuseeland zu finden und man muss wirklich Glück haben, diese scheuen Tiere zu erspähen
9. Steampunk

Eine der vielen Galerien im Zentrum von Oamaru: Das Steampunk HQ

      Oamaru an sich ist im viktorianischen Stiel erbaut und bekannt für den sogenannten „Steam Punk“. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein Abstecher von unserer Küstenrute führt mich ins Herz Neuseelands. Central Otago, das Land der Merinoschafe, Kilometer langen und geraden Straßen, den Southern Alps und riesigen Seen. Lake Tekapo zum Beispiel ist bekannt für seinen perfekten Sternenhimmel. Nach einer kleinen Wanderung vom Ort hinauf auf den Mt John hat man eine grandiose Aussicht über die fast steppen-artige Gegend und kann die Sternwarte besuchen. Ich habe gerade eine Neumond-Nacht erwischt, und der Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre ist wirklich beeindruckend. Selten kann man hier sogar Southern Lights – quasi das Gegenteil vom Nordlicht – beobachten.
9. Kirche

Die meist fotografierte Kirche im Lande

    Ein weiteres Wahrzeichen der Gegend ist die Kirche am Seeufer, Church of the Good Shepherd (Kirche des guten Hirten) die 1935 fertiggestellt wurde und durch ihre Lage mit Blick auf den See und die Berge noch heute von großer Bedeutung für die Einwohner ist.          
9. Tekapo

Lake Pukaki – wie gemalt…

Lake Pukaki, von den großen Gletschern gespeist, ist bekannt für seine leuchtend blaue Farbe. Am Ende des Sees kann man schon vom Weitem die Gipfel des Mt Cook, des höchsten Berges Neuseelands sehen. Der kleine verschneite Ort gleichen Namens ist jetzt im Winter wirklich ruhig und bei meinem Glück mit dem Wetter kann ich die Sicht auf Mt Cook ganz alleine genießen. Ein Aufstieg auf den besagten Berg würde selbst von hier noch 6 Tage dauern. Sir Edmund Hillary, wohl einer der bekanntesten Neuseeländer, trainierte hier für seinen aufstieg zum Mt Everest. Für mich persönlich war es genug, entlang der Seen zum Gletscher zu wandern.
9. MtCook

Blick auf den Mount Cook

  Southland Wieder zurück an der Küste ging es weiter Richtung Süden. Ein kleiner Stop bei den bekannten Moeraki Boulders machte uns wieder einmal bewusst, welch großen Einfluss die Elemente auf die Landschaft Neuseelands haben. Diese Felsen wurden vom Meer ausgewaschen und Kugelrund geformt. Endlich erreichen wir Dunedin, meiner Meinung nach die bisher schönste Stadt Neuseelands. Heimat von Neuseelands größter Universität, einer großen Schokoladenfabrik und der offiziell steilste Straße der Welt. Wir versuchen gar nicht erst, mit dem Auto die Baldwin Street (Steigung von knapp 35 %) hinauf zu fahren, es reicht, den in Treppenstufen angelegten Bürgersteig hinauf zu klettern.
9. Küste

Die Südküste ist wirklich wunderschön.

Zu sehen gibt’s hier um Dunedin definitiv genug. An den großen Stränden und Klippen außerhalb der Stadt kann man den seltenen Royal Albatos erspähen, faule Seelöwen und natürlich wieder Robben und Pinguine beobachten. Die ganze Gegend ist sehr beeinflusst vom Wetter. Zum Schutz der Weiden angepflanzte Baumreihen stehen zum Teil waagerecht, was uns zeigte, wie stark der Wind hier sein kann. Am Abend bekamen wir tatsächlich selber diese Gewalt zu spüren. Ich habe noch nie so ein starkes Gewitter erlebt und der Wind brachte unseren Van fast zum umkippen, zumindest fühlte es sich so an.    
9. Bluff

Slope Point: Wer noch südlicher will, muss schwimmen!

Im Dezember waren wir am Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Jetzt sind wir am Slope Point, dem südlichsten Punkt des Hauptlandes. Südlicher von hier ist aber noch Neuseelands „dritte Insel“ Steward Island. 85 % Wald und nur eine Hand voll dauerhafte Einwohner. Tobi war so mutig, im winterlichen Wetter das Schiff zur Insel zu nehmen und ein Paar Tage in der Einöde auf einem der Tracks wandern zu gehen. Neuseeland hat insgesamt 8 dieser Great Walks: Ausgebaute Wanderwege durch ansonsten unerschlossenes Gebiet in den Nationalparks. Übernachten kann man in Hütten oder ausgewiesenen Campingplätzen. Manche dieser Hütten muss man in der Saison bis zu 5 Monate vorher buchen, doch im Moment hat man sie fast für sich alleine.   Knapp ein Monat bleibt uns nun noch, um das Fjordland und die Westküste der Südinsel zu erkunden, dann geht’s auch schon wieder in die Heimat.    
Ingo Fritzsche - Tipp - Unterwegs

Ingo Fritzsche

Am vergangenen Wochenende fand im Klimahaus Bremerhaven ein ausführlicher Vortrag über Insekten und deren Zubereitung von Ingo Fritzsche statt. Das Interessante an diesem Vortrag war, dass nur etwa 45 Minuten davon Theorie waren und der Rest der etwa 2,5-stündigen Veranstaltung darauf ausgerichtet war seinen Horizont in Puncto Ernährung zu erweitern. Herr Fritsche hat ein Kochbuch über das Zubereiten von Insekten geschrieben, was bereits in die dritte Auflage geht und somit so etwas wie einen Vorreiter dieser Ernährungsform in Deutschland darstellt.   9,6 Milliarden Menschen In Asien, Südamerika und Afrika gehören Insekten von jeher auf den Speiseplan. Es ist tatsächlich nicht abwegig, dass Insekten eine Lösung für das Ernährungsproblem der steigenden Weltbevölkerung darstellen könnten, die laut WHO im Jahre 2050 schon 9,6 Milliarden erreichen soll. Dass es dazu kommen wird, dass der durchschnittliche Bundesbürger, es seinen Vorfahren bis dahin gleichtun und wieder mehr auf Selbstversorgung setzen wird, Grillensaison - Ingo Fritzsche - Tipp Unterwegsist derzeit sicherlich noch Zukunftsmusik.  Allerdings könnte selbst in der kleinsten Wohnung ein Terrarium in der Küche oder im Wohnzimmer stehen. Anstelle der vergleichsweise aufwendig zu haltenden Kühe oder Hühner ist ein Terrarium mit Mehlwürmern, Heuschrecken, Schwarzkopfkäferlarven oder auch Heimchen, wesentlich leichter zu händeln. Auch Tierarztkosten bleiben im Gegensatz zur Vogel- oder Säugetierhaltung überschaubar.
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Für jeden was dabei!

  Kochendes Wasser Was allerdings passieren könnte – wie mir der Küchenchef des Klimahauses Bremerhaven (Zeljko Jovanikic) berichtete – wäre,  dass man beim Zubereiten der Insekten nicht schnell genug ist. Die Insekten müssen genauso wie Krabben und Hummer durch kochendes Wasser abgetötet werden. Nun kann man bei einem Hummer recht behutsam vorgehen, möchte man seinen Gästen aber 150 Heimchen zum Festessen reichen, sollte das Befördern in das kochende Wasser sehr schnell gehen. Entweichen einem jedoch einige der niedlichen Krabbeltierchen, so wird man sich nachts über deren recht lautes Surren aus den dunklen Ecken erfreuen können. Wohnt man in einer Mietwohnung, wären dann Kosten in Form eines Kammerjägers vorprogrammiert, da sich das Heimchen hinter dem Kühlschrank recht wohlfühlt und sich nicht ohne Weiteres einfangen lässt.
Schwarzkopfkäferlarven - Klimahaus - Bremerhaven

Schwarzkopfkäferlarven

Das Auge isst mit - Insekten - Kostprobe - Bremerhaven

Gut angerichtet- auch ein Augenschmaus

Wer ein Problem mit dem Besuch seiner Schwiegermutter hat – so versichert Ingo Frizsche in seinem Vortrag – kann dem Abhilfe schaffen, indem er zum Beispiel zum Spargel (anstelle der Sauce Hollondaise) Mehlwurmsoße reicht. Seine Schwiegermutter habe er seit diesem Festmahl nicht wiedergesehen…   Die Kostprobe Spätestens seitdem Rüdiger Nehberg uns gelehrt hat, womit man überleben kann, wissen wir, was alles essbar ist. Frittiert und mit entsprechenden Soßen zubereitet, schmecken die von uns probierten Insekten überraschend lecker.
Wurm au Chocolat

Wurm au Chocolate

Als störend werden manchmal die Beinchen empfunden, die zwischen den Zähnen hängen bleiben können.
Grillensaison - Ingo Fritzsche - Tipp Unterwegs

Nach der dritten Portion waren wir satt!

Oft wird man gefragt:”Wie schmeckt das denn?” Den Vergleich mit  Huhn oder Rind finde ich nicht unbedingt glücklich, da der Geschmack je nach Soße zwischen süß oder herzhaft stark variiert. Die Konsistenz frittierter Insekten (außen kross mit weichem Kern) ist übrigens ungefähr mit der von selbstgemachten Kroketten vergleichbar.
Küchenchef Zeljko Jovanikic

Küchenchef Zeljko Jovanikic gab praktische Küchentips

  Satt kann man auf jeden Fall werden, und nicht nur für jeden Gourmet, der Krustentiere, Schnecken, Muscheln, Frösche und so weiter mag, stellen Insekten eine Bereicherung der Ernährung da. Ich wünsche einen Guten Appetit! Foto 5 KopieErst vor wenigen Tagen erlebte ich meine erste Paddeltour. Gemeinsam mit 9 Kolleginnen aus unserem Unterwegs Onlineshop, unserem Chef Christoph und seiner Frau Martina begaben wir uns Samstag Vormittag auf den Weg zu unserem Startpunkt in Wildeshausen. Was wir während unserer Kanutour erlebt haben und wie ich meine persönliche Paddelpremiere empfunden habe, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.   Kanu, Canadier oder Kajak…? Kurz nachdem ich von den ersten Planungen unserer Unterwegs Kanutour erfahren hatte, war ich neugierig auf die Geschichte der Kanus sowie auf die Unterschiede der einzelnen Bootvarianten und Paddeltechniken. Zwar hatte ich schon vor unserem Trip bereits in einem Kanu gesessen, doch war ich da gerade einmal zwei oder drei Jahre alt und kann mich noch schwach daran erinnern, dass mein Opa sein altes Möhrchen (es war schon leicht ausgeblichen und orange) mühselig per Mund aufblasen musste, bevor er damit auf´s Wasser konnte. Jedenfalls ist es egal, ob es sich bei den Booten um einen Canadier oder ein Kajak handelt, ihr gemeinsamer Oberbegriff lautet Kanu und gilt für Bootstypen ohne befestigtes Ruder. Es wird übrigens vermutet, dass der Begriff “Kanu” aus dem karibischen Raum stammt. Die Eingeborenen nannten es ursprünglich “Canagua” und verwendeten ausgehöhlte Baumstämme als Transport-, Fortbewegungsmittel und Jagdfahrzeug. Hieraus leitete sich im Laufe der vergangenen Jahrhunderte (das Alter des “Ur-Kanus” eines sumerischen Königs wird sogar auf ca. 6000 Jahre geschätzt) schließlich die Begriffe “Canoa” (spanisch), “Canoe” (englisch), “Canot” (französisch) und “Kanu” ab. Bis heute erfreut sich der Paddelsport weltweit einer immer größer werdenden Beliebheit. Die grundlegenden Unterschiede der beiden Bootstypen liegen übrigens sowohl in ihrem Baustiel, der Sitzposition des Paddlers als auch in der entsprechenden Paddeltechnik. Während zum Canadier so genannte Stechpaddel gehören, so kommen beim Kajak Doppelpaddel zum Einsatz. Beide Kanutypen werden heutzutage aus faserverstärktem Kunststoff (GFK) oder Polyethylen (PE) hergestellt. Glasfaser-Kanus sind jedoch nicht empfehlenswert für Sandbänke, Bäume oder andere Überraschungen der Natur.  
Canadier-Unterwegs-Paddeltour

Der Canadier – oben offen und reichlich Stauraum

  Der Canadier: Canadier eignen sich insbesondere für Wandertouren und bieten mehreren Personen samt Gepäck reichlich Platz und Beinfreiheit. Bei dieser klassischen Kanuvariante handelt es sich um ein offenes Boot, das mit seinen Stechpaddeln sowohl bewegt als auch gesteuert werden kann.                                                                                                               
Kajak-Unterwegs-Paddeltour

Das Kajak – schlank und bis auf eine kleine Luke verschlossen

Das Kajak: Kajaks sind bis auf eine kleine Luke geschlossen. Da es schnell mal passieren kann, dass hier Wasser eindringt, tragen Paddler einen entsprechenden Spritzschutz (siehe Foto links). Es gibt sowohl Einer- als auch Zweierkajaks. Diese sind besonders bei Einsteigern sehr beliebt. Der Kajute taucht sein Doppelpaddel dabei wechselseitig ein. In unserer Runde hatten wir ein Einerkajak mit an Bord. Da Marthe auch in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne paddelt (hier findet ihr übrigens ihren letzten Paddelbericht), konnte sie sich entspannt in dieses Kajak schwingen und die Landschaft der Hunte von dort aus genießen.      
Paddeltour-Hunte-Adventures-Unterwegs

Noch fix eine letzte Einweisung von Herrn Janßen…

Meine persönliche Paddelpremiere Soweit die Theorie… Dank meiner Recherche kannte ich zwar nun die grundlegenden Unterschiede der beiden Bootstypen, nur konnte ich mir bis zum Einstieg ins Kanu immer noch nicht vorstellen, was mich auf der Hunte erwarten würde. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich schon sehr nervös und aufgeregt war, bevor es dann endlich los ging und spätestens als ich sah, wie Christoph seine wasserdichten Packtaschen an den Sitzen der Kanus befestigte, dachte ich nur “Oh je, worauf habe ich mich da nur eingelassen?” Auch machte es die ausführliche Einweisung von Herrn Janßen von Hunte Adventures nicht besser, als er uns nähere Infos zur Paddelstrecke gab und uns dabei auf die einzelnen “Gefahrenstellen” hinwies. Spätestens die Worte “Fischtreppe” und “(…) wenn ihr in diesem Moment nicht nach links lenkt, dann geht ihr schneller von Bord als euch lieb ist. Also… Vordermann Paddel rechts und Steuermann Paddel links!” ließen mich ernsthaft darüber nachdenken, ob es nicht doch besser gewesen wäre, zwei Garnituren Wechselklamotten mehr mitzunehmen.  
Paddeltour-Unterwegs-Hunte

Kommando vorne – Steuerfrau hinten…

An die Paddel, fertig und los! Laut der Aussage erfahrener Paddler unter uns, hatte ich schon erfahren, dass die meisten Paddelanfänger beim Ein- und Aussteigen zum ersten Mal eine nasse Bekanntschaft mit der Hunte machen. Nachdem ich jedoch trocken im Kanu saß und feststellte, dass es beim Einstieg schon einmal kein großes Chaos gab, verlor ich so langsam die erste Aufregung und war gespannt auf unsere Tour über die Hunte. Dank ein paar hilfreichen Tipps und der Geduld von Christoph stellte ich jedoch schnell fest, dass ich durchaus in der Lage bin ein Kanu sicher zu steuern. Nach der ersten Begegnung mit einem Busch und ein paar Übungsschlägen mit meinem Paddel, lernte ich das Steuern unseres Kanus recht schnell einzuschätzen und bekam so langsam ein Gefühl dafür, wann ich welche Ruderbewegung machen musste. Links gelang mir auf Anhieb, aber das schnelle Einschlagen nach rechts empfand ich anfangs noch sehr mühselig. Doch auch diese Bewegung hatte sich bis zum Ende der ersten Hälfte sehr gut eingespielt.    
Hunte-Paddeltour-treiben-lassen-Unterwegs

Warum nicht auch einfach mal gemütlich treiben lassen?!

Beste Bedingungen für eine Kanutour Mal abgesehen von unserer Truppe, bot uns auch das Wetter optimale Bedingungen für unsere erste Unterwegs Paddeltour! Bei knappen 20 Grad und zwischenzeitlich sogar hellem Sonnenschein, konnten wir sämtliche Facetten der Hunte in vollen Zügen genießen und uns auch einfach mal gemütlich durch die schöne Landschaft treiben lassen. Eine ausführliche Flusskarte von der Hunte findet ihr übrigens hier. Unsere Tour führte uns dabei von Wildeshausen nach Dötlingen. Das entspricht in etwa einer Strecke von 12 Kilometern, die man locker in knapp drei Stunden schaffen kann. Doch sollte unsere Tour kein Wettkampf werden und wir konnten uns alle Zeit der Welt lassen und einfach mal den Alltag vergessen.     Picknick-Unterwegs-Paddeltour-Hunte Kocher-Trangia-Unterwegs-PaddeltourEin gemütliches Picknick im Grünen Nach etwa der Hälfte unserer Strecke machten wir Halt für ein gemütliches Picknick. Von gekochten Würstchen bis hin zu knackigen Gemüsesticks und Bio-Limonade genossen wir den Tag und das herrliche Wetter im Grünen.  
Unterwegs-Paddeltour-Crux-Kocher

Ein Exkurs zum handlichen Crux Gas-Kocher

Einige unserer Kolleginnen nutzen außerdem gleich die Chance und baten unsere Einkäuferin Jessica (in der Mitte des linken Fotos) darum, ihnen ihren Crux Gas-Kocher von Optimus einmal etwas näher zu zeigen. Dieser ist nämlich nicht nur sehr handlich und gut durchdacht, sondern bietet zudem eine ausgezeichnete Brennleistung. Er ist so konstruiert, dass er mit seinem kompakten Packmaß (3,3 x 2,2 x 1,2 cm) in seiner mitgelieferten Neoprenhülle (diese seht ihr in Jessicas Hand) bequem in der konkaven Unterseite der Gaskartusche Platz findet. Für solche windstillen Flecken, wie unsere Picknickstelle es war, ist er daher der optimale Begleiter. Andernfalls hat der klassische Trangia Sturmkocher nach wie vor die Nase vorne! Mit ihm kochte uns Christoph übrigens die leckeren Würstchen.   Mein Tipp für eure Paddelpremiere Sicher waren die meisten von euch schon einmal mit einem Kanu unterwegs, doch denjenigen, denen dieser Sport noch ebenso fremd ist, wie es bei mir der Fall war, kann ich nur empfehlen…
  • Verstaut eure Ausrüstung in wasserdichten Packtaschen oder Säcken.
  • Steigt ins Boot, vergesst die Theorie und den Alltag!
  • Konzentriert euch einfach auf euer Kanu und lasst euer Bauchgefühl entscheiden.
  • Genießt die Natur und vergesst einfach mal alles andere um euch herum.
Die Arbeit im Büro geht früh genug wieder los 😉   Mein Fazit Ich jedenfalls habe meinen ersten Paddeltag sehr genossen und kann mir durchaus vorstellen, das in Zukunft öfter mal zu wagen. Die Hunte ist wirklich sehr facettenreich und bot uns eine abwechslungsreiche Landschaft. Wir begegneten Wasserratten, einem Eisvogel und fuhren vorbei an Sandbänken und steilen Böschungen. Das Timing war perfekt und auch das Wetter war auf unserer Seite. Insgesamt ist eine Paddeltour nicht nur eine schöne Abwechslung für die Freizeitgestaltung, sondern schweißt auch zusammen, da beide Paddler aufeinander achten müssen. Der eine schaut, der andere steuert und gemeinsam kommt man außerdem gleich umso schneller voran. Daher stelle ich mir das Paddeln im Zweierkanu/-kajak gerade mit Partner sehr schön vor. Sobald mein Mann von seiner nächsten Seereise zurück ist, werde ich ihn gleich darauf vorbereiten, dass er zuhause vom Containerschiff ins Kanu umsteigen darf – spätestens im nächsten Frühjahr 🙂 Und zum Abschluss noch ein Link hin zu unserem Facebook Paddelalbum: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1019597958065739.1073741904.122986324393578&type=1  
Laxsjoen-See-Rucksack-Reisen-Unterwegs

Einfach lospaddeln und den Alltag vergessen

Gemeinsam mit Rucksack Reisen war Anne S. eine gute Woche mit dem Kanu und viel guter Laune unterwegs. Diese tolle Tour hatte sie im Juni 2014 im Rahmen unseres gemeinsamen Gewinnspiels mit Rucksack Reisen gewonnen. Was sie auf ihrer Kanureise erlebt hat, erfahrt ihr in dem folgenden Reisebericht von Anne. Viel Spaß beim Lesen! Reisebericht von Anne S. So wie sich viele Reisenden Schweden vorstellen, ist Dalsland tatsächlich. Wälder, von Gletschern geformte Seen, Inseln und Fels.      
Schleusen-Schweden-Unterwegs-Reisebericht

Ab durch die Schleuse und weiter gehts…

    Los geht es in Hamburg mit dem Bus. Die Fähre startet auf Fehmarn und setzt zweimal über bis nach Kopenhagen. Die meiste Zeit schlafen wir und als wir aufwachen sind wir auch schon da. Wir paddeln eine Woche von der Camp-Station am Laxsjön-See in den Norden. Vorbei an Billingsfors, Bengtsfors durchqueren wir dabei hintereinander 7 Schleusen (was Zeit dauert, manche tragen die Boote auch vorbei).    
Lelang-See-Schweden-Unterwegs-Reisebericht

Lelàng-See

    Nach der Passage liegt vor uns der Lelȧng-See. Hier ragen im See kleinere und größere Inseln heraus, von denen viele mit Schutzhütten und ökologisch sinnvollen Plumpsklos ausgestattet sind. Lagerfeuerstellen mit Feuerholz schonen den Baumbestand vor Ort. Weiter ging es über eine kleine Umtragepassage über die Straße 172 zum Västra Silen und später zum Östra Silen.      
Kanutour-Schweden-Lagerfeuer-Unterwegs-Reisebericht

Mahlzeit!

    Nach unseren Tagestouren steuern wir unseren Übernachtungsplatz an. Das Feuerholz muss noch gesägt und mit der Axt klein gehackt werden. Dann können wir ein Feuer schüren und Tee kochen. Zudem muss das Tarp über unser Camp gespannt werden, wobei hier Knotenkenntnisse hilfreich sind.        
Entdeckungstouren-Steinpilze-Reisebericht-Unterwegs

Kleine Entdeckungstouren sorgen für Abwechslung und unser Abendessen

    Kleinere Erkundungstouren zeigen üppige Moose, Flechten, Blaubeeren und viele Steinpilze. Zu Abend gibt es dementsprechend Pilzpfanne mit allem, was unsere Nahrungstonnen so hergeben. Zwischendurch entspannen wir am Ufer, gehen baden, lesen und kochen. Hätten wir eine Angel dabei gehabt, dann hätten wir sicher auch geangelt.  
Kanu-Tour-Unterwegs-Reisebericht

Schlafenszeit…

        Glücklich und müde fallen wir alle in unsere Schlafsäcke, die Nächte sind schon etwas kühl. Um Koch- und Trinkwasser zu bekommen schwimmt jeden Tag jemand mit dem Kanister raus. Das Wasser in Ufernähe geht zwar auch, jedoch sind die Schwebanteile höher. Es ist völlig unproblematisch das Wasser auch im ungekochten Zustand (auch ohne Chlortabletten) zu trinken! Dadurch spart sich das Gepäck.      

Annes persönliches Fazit… Auf die Frage, wie Anne ihr Trip gefiel, lautete ihre Antwort…

“Ja, war cool! Ich bin auch ziemlich dankbar. Unser Tourenbegleiter war super! Die Truppe war bunt zusammen gewürfelt, aber das macht ja auch die Sache aus. Beim Essen könnte man eventuell mehr auf Bio achten, aber das ist finanziell sicher schwierig umzusetzen. Wir hatten auch richtig viel Glück: es waren kaum noch Touren-Touristen da. Somit waren die Shelter selten schon besetzt und auch auf dem See gab es nur sehr wenig weitere Boote. Die Sonne schien aus vollen Kräften und selbst der Gegenwind hielt sich in Grenzen. Daher konnten wir gemütlich und lässig paddeln. Da zudem kaum eine Mücke um uns herum schwirrte, konnten wir die Natur in vollen Zügen genießen.”

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank Anne für dein persönliches Feedback zu deinem Gewinn und dem Bericht zur Tour mit Rucksack Reisen.

Chance verpasst? Kein Problem! Auch diesen Monat lohnt es sich für euch dabei zu sein und an unserem Gewinnspiel teilzunehmen! Dieses findet ihr unter dem folgenden Link:

www.unterwegs.biz/gewinnspiel.html

 

Wir drücken euch die Daumen!