IMG_9960-1024x683Seit einigen Jahren sind Annika und Roberto nun mit ihren Rädern rund um die Welt unterwegs. Heute nehmen sie uns wieder ein Stückchen mit und berichten uns von ihren Erlebnissen auf dem Dempster Highway in Kanada. Viel Spaß beim Lesen! Text und Fotos von Annika Wachter: Im hohen Norden Kanadas In Nordkanada ist nicht viel los. Manchmal kommt nur ein Auto in der Stunde, dann auch mal gar keines. Selten gibt es Klos mit Wasserspülung und noch seltener Handyempfang. Dafür gibt es in jedem Dorf und manchmal auch einfach so im Wald eine gute alte Telefonzelle. DSCN9555Wir haben beschlossen, ganz hinauf in den Norden zu radeln. Entlang des Dempster Highways, der die einzige Straße Kanadas ist, die über den Polarkreis führt und ganzjährig befahrbar ist. Der Dempster ist 740 Kilometer lang und führt hinauf nach Inuvik am 68. Breitengrad. Für den Weg haben wir uns mit drei weiteren Radlerinnen zusammengetan: Martine aus Quèbec, Kanada sowie Luzia und Denise aus Deutschland. Auf dem Dempster sollen nämlich einige Schwarzbären und Grizzlies leben, die Radler eher als Essen auf Rädern kennen. Die meisten Bären halten sich von Menschen fern, doch diejenigen, die in ihrem Leben Menschengeruch mit leichter Beute in Packtaschen in Verbindung gebracht haben, die wollen wir lieber meiden. Und das geht am besten in einer großen Gruppe. Ein Riesentier mit zehn Armen, zehn Rädern und fünf Köpfen macht eben Eindruck. Ziemlich schnell entwickelt sich aus der Zweckgemeinschaft eine harmonische Gruppe und wir geben gut aufeinander acht. Die ersten Tage laufen ganz gut. Der Schotter ist in super Zustand, die Hügel machbar und die Bären außer Sicht. Wir haben uns allerdings beim Proviant verrechnet und müssen mit viel zu kleinen Portionen zurecht kommen, was nicht gerade zu Luftsprüngen führt. DSCN9640Bald zwingt uns der Regen in die Knie. Wir harren zwei Nächte in der Kochhütte eines kleinen Staatscampingplatzes aus, weil keiner Lust hat, die Zelte im Regen aufzustellen. Drinnen gibt es einen Ofen und wir teilen die Hütte mit zwei Geologinnen, zwei Motorradfahrern, einer Ornithologin, fünftausend Mücken (gegen Ende des Aufenthaltes nur noch etwa viertausend) und einer Feldmaus. Die (frischen!) Bärenspuren auf dem Parkplatz ignorieren wir einfach. Nach 72 Stunden Regen gleicht die Einfahrt eher einem See. Wir wagen uns erst raus als wir ganz sicher sind, dass der Regen vorbei ist. Durch die Zwangspause sind die täglichen Rationen noch weiter geschrumpft, aber ein nettes Paar im Wohnwagen hat uns großzügigerweise ihre Notfallration hinterlassen, was die allgemeine Laune extrem hebt. DSCN9710Von der Klebequalität des „Straßenbelages“ nach einem ordentlichen Schauer haben wir viel gehört. Deshalb auch die Regenpause. Nicht nur weil wir aus Zucker gemacht sind. Bis wir den matschigsten Teil erreichen ist die obere Kruste schon getrocknet. Ein bisschen wie 24 Stunden alte Kuhfladen: knusprig außenrum und cremig von innen. Genauso sieht unsere Straße aus. Wir radeln in den tiefen Reifenspuren der LKWs im Kieselmatsch. Wir müssen ganz gut kämpfen und machen trotzdem kaum mehr als 10 km/h. Immerhin sind wir im Land der Mitternachtssonne und wann Feierabend ist, bestimmt hier oben nicht die Sonne, sondern wir selbst. So manche Nacht kriechen wir erst nach Mitternacht in die Zelte. Die Landschaft um uns herum ist es, die uns im Bann hält. Wo wir anfangs durch borealen Nadelwald mit ein paar Birken gefahren sind, haben wir bald die Tundra erreicht. Ein großer Teil des Dempsters führt uns durch Beringia, einen ganz besonderen Teil Nordamerikas. Beringia ist eine Region, in der es so trocken ist, dass während der Eiszeit kein oder kaum Schnee gefallen ist. Folglich blieb das ganze Tal schnee- und eisfrei und sieht heute noch genauso aus wie vor der Eiszeit (von der kleinen Schotterstraße natürlich abgesehen). Das muss man sich mal vorstellen. DSCN9667Wenn ich nicht auf den rutschigen Schotter vor meinem Rad starre, blicke ich in die Ferne und halte Ausschau nach wilden Tieren. Wir entdecken eine Elchkuh, zwei Adler und jede Menge Eichhörnchen und Hasen, doch von Bären und Karibus ist keine Spur. In Eagle Plains haben wie die Hälfte geschafft. 369 Kilometer. Wir feiern mit Hamburgern statt gefriergetrocknetem Tütenessen. Beim Campen müssen wir immer gut aufpassen, dass nichts mit Geruch in die Nähe unserer Zelte kommt. Das heißt, wir essen mindestens 30 Meter windabwärts vom Zelt entfernt und bunkern unser Essen plus die Hygienetasche wiederum einige Meter von dieser Stelle entfernt. Außerdem waschen wir den Geruch von Händen und Gesicht und sind vorsichtig, dass kein Krümel oder Tropfen auf der Kleidung landet. Und es klappt: Keinen einzigen Bären locken wir an. DSCN9701In Eagle Plains wohnen acht Menschen, die allesamt im Restaurant / Hotel / Tankstelle / Zeltplatz / Bar arbeiten. Und hier genießen wir unsere erste Dusche! Das war auch bitter nötig. Die Flüsse hier oben sind ziemlich eisig. Wettermäßig ist von allem etwas dabei. Oft sind wir tagsüber in Shirts und Shorts unterwegs, aber nachts ist es manchmal nur knapp über dem Gefrierpunkt. Wir haben ziemlich starke Winde, fette Schauer und ein ganz beeindruckendes Gewitter mit Donnern, die von überall zugleich zu kommen scheinen. Die Straße bessert sich kurzfristig. Matsch haben wir nur noch an einem Tag, aber wir radeln viel auf frischem, tiefem Schotter. Da der Dempster über Permafrostboden führt, sinkt die Straße permanent ein und muss mit neuem Schotter bedeckt werden. Über diesen wird eine Schicht Kalzium gestreut, die dann bewässert wird, was auf lange Sicht zu einem zuverlässigen Belag führt, aber in den ersten Wochen nur klebrigen, rutschigen Kieselmatsch erzeugt. DSCN9774Ganze zwei Dörfer passieren wir auf dem Weg nach Inuvik: Fort McPherson (wo es zwei Läden und eine Zeltfabrik gibt) und Tsiigehtchic, das mit seinen 150 Einwohnern für Trockenfisch bekannt ist. Den Polarkreis überqueren wir im windigen Niesel. Daher halten wir uns auch nicht länger auf als nötig. Drei Mal überqueren wir auf dem Dempster die kontinentale Wasserscheide, es geht konstant auf und ab und der letzte hügelige Tag schlaucht mich so sehr, dass ich nach neun Stunden im Sattel nur noch schlafen will.   DSCN9480   Die letzten Tage sind um einiges einfacher. Es geht nun wieder durch borealen Nadelwald (das Mackenzie Delta ist nicht mehr fern) und die vielen Sümpfe und Seen locken Mücken und Bremsen an. Wir nehmen nur im Zelt die Mückennetze ab. Am 13. Tag (inklusive zwei Ruhetagen) erreichen wir Inuvik. „Das Ende des Dempsters“ steht auf dem Willkommens-Schild. Die kleine Stadt ist bekannt für seine Iglu Kirche und seine freundlichen, sehr abwechslungsreichen Einwohner. Wir fühlen uns sofort wohl. Eine nette Einwohnerin Inuviks empfiehlt uns die Mülldeponie, falls wir doch noch Bären sehen wollen. „Gestern waren dreizehn dort!“. AngekommenDer Dempster war ein sehr anstrengendes Abenteuer, aber der wilde und einsame Norden Kanadas ist einfach ein ganz besonderer Ort. Und Inuvik und seine Einwohner waren jeden Tritt in die Pedale wert.   Weitere spannende Berichte über die Radreise von Annika und Roberto könnt ihr auf ihrem Blog Tasting Travels finden. Dort haben sie sogar ein PDF mit vielen Einzelheiten für euch erstellt, falls auch ihr jetzt Lust bekommen habt, auf dem Dempster Highway unterwegs zu sein.
Das Schulungszentrum

Das Schulungszentrum von Fjällräven

Wo findet eine Schulung von Fjällräven statt? Natürlich in Schweden – genauer gesagt mitten in Stockholm im Nationalen Königlichen Stadtpark. Hier steht das neue Schulungszentrum von Fjällräven und bietet viel Platz für Vorträge, Workshops, Meetings und entspannte Pausen ;-).
Schulung

Schulung

Pause

Pause

Übernachtet wurde ebenfalls im Stadtpark, in Zelten. In Schweden mitten in einer Großstadt im Zelt zu schlafen war für viele von uns eine ganz neue Erfahrung…;-).
Am Morgen des 2.Tages

Übernachten in Zelten im Stadtpark

Vom 05. bis 06. 10. waren also einige der Unterwegs Mitarbeiter aus den Läden und dem Unterwegs Onlineshop sowie weitere Outdoor-Händler bei dem sogenannten „Fjällräven Erlebnis- und Verkaufsprogramm“. Wir bearbeiteten, diskutierten und vertieften Themenbereiche wie den Ursprung und den Anspruch von Fjällräven, die treibenden Kräfte und Bedürfnisse des Outdoor-Kunden von heute, die respektvolle und professionelle Unterstützung des Kunden, Visual Merchandising sowie Fjällrävens Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit. Da wir von Unterwegs viel Wert auf das Thema Nachhaltigkeit legen, war dieser Themenschwerpunkt für uns natürlich besonders wichtig und interessant.   The Fjällräven Way Nachhaltigkeit bei Fjällräven – Handeln statt Reden Freunde des Outdoor-Lebens kennen und beherzigen den Satz: „Hinterlasse dein Lager so, wie du es selber vorfinden möchtest“, also möglichst wenig Spuren in der Natur hinterlassen, damit auch andere Menschen nach uns ihre Einzigartigkeit genießen können. So möchte auch Fjällräven als Unternehmen seinen “ökologischen Fußabdruck” so klein wie möglich halten, also die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Und das ist noch nicht alles: Fjällräven hat das klare Ziel, der führende nachhaltige Hersteller von Outdoorbekleidung und -ausrüstung zu werden. Aus diesem Grund wurden Richtlinien zur Nachhaltigkeit entwickelt: „The Fjällräven Way“. Diese Richtlinien sollen wie ein Kompass den richtigen Weg weisen, um ans Ziel zu kommen, daher entschied man sich auch für einen Kompass als Symbol. Gemäß der englischen Initialen N (North), E (East), S (South) und W (West) wurde „The Fjällräven Way“ in 4 Handlungsbereiche unterteilt:
Kompass

The Fjällräven Way

  N = Nature and Environment (Natur und Umwelt) E = Economy (Wirtschaftliche Leistung) S = Social Responsibility (Gesellschaftliche Verantwortung) W = Wellbeing (Wohlbefinden)           Der Bereich “Natur und Umwelt” beinhaltet Tierschutz sowie Material und Produktion, während der Bereich “Wirtschaftliche Leistung” für ein solides finanzielles Wachstum sorgen soll. Denn nur damit ist es möglich, die Aspekte der Nachhaltigkeit auch umzusetzen. Der Bereich “Gesellschaftliche Verantwortung” beinhaltet die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter in den Produktionsstätten. Zu der sozialen Verantwortung gehört für Fjällräven außerdem, mehr Menschen für Outdoor-Unternehmungen zu begeistern. Nur wer viel Zeit in der Natur verbringt, wird sie als schützenswert empfinden und sich für ihren Erhalt einsetzen, denn: „ Nur was man kennt, schützt man“. Aktionen wie „Fjällräven Classic“ und Fjällräven Polar“ gehören zu diesen Outdoor-Erlebnissen, die die Begeisterung für die Natur wecken sollen. Gleichzeitig will Fjällräven damit einen Beitrag zur Gesundheit und zur Lebensqualität leisten. Zum Bereich “Wohlbefinden” gehört für Fjällräven das Wohlergehen seiner Mitarbeiter, wozu neben fairen Arbeitsbedingungen auch die Möglichkeit der Weiterbildung gehört und eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Zulieferern zu diesem Bereich. Von den vier verschiedenen Handlungsbereichen des “Fjällräven Way” wurde der Bereich „Natur und Umwelt“ am ausführlichsten behandelt. Natur und Umwelt
Der berühmte Fuchs

Jacken von Fjällräven

Funktionell, zeitlos und haltbar – dafür stehen die Produkte von Fjällräven. Diese Langlebigkeit bedeutet für Fjällräven, dass in jedem einzelnen Produktionsschritt – vom Design bis zum „Lebensende“ des Produkts – an dem Weg in eine nachhaltige Zukunft gearbeitet wird. Ein neues Material wird erst in die Herstellung aufgenommen, nachdem dessen Nachhaltigkeit sorgfältig geprüft wurde. Es werden so viel wie möglich recycelte und organische Materialien eingesetzt. Beim Herstellungsprozess selbst ist Fjällräven stark bemüht, den Verbrauch von Wasser, Energie und Chemikalien zu reduzieren. Durch energieeffiziente Arbeit, verstärkte Nutzung von Ökostrom sowie guter Transportplanung wird zur Minimierung der Treibhausgasemissionen beigetragen. Mit dieser Klimakompensierung will Fjällräven den CO2-Verbrauch bis 2020 um 25 % reduzieren und spätestens 2025 CO2-neutral wirtschaften. Des Weiteren wird stets nach umweltfreundlichen Alternativen gesucht, um toxische und gefährliche Chemikalien zu vermeiden. Das Lebensende des Produkts soll dann durch Recycling bestenfalls der Beginn eines neues Produkts sein.  
Anorak No.8

Anorak No.8

Numbers und Eco-Shell sind zwei Produktlinien, bei denen Fjällräven mit der Nachhaltigkeits-Idee bis an die Grenze des Möglichen gegangen ist. Die hierbei gemachten Erfahrungen sollen Schritt für Schritt bei weiteren Produkten verarbeitet werden.
Kajka 75

Kajka 75

Ein weiteres Beispiel für die positiven Auswirkungen des Nachhaltigkeitsbewußtseins bei Fjällräven ist der Kajka Rucksack. Dieser Trekkingrucksack überzeugt mit seiner hohen Funktionalität, den praktischen Details und der Benutzerfreundlichkeit. In Sachen Nachhaltigkeit gab es allerdings noch eine Verbesserungsmöglichkeit. Fjällräven hat durch sein Engagement in der Klimakompensierung erkannt, dass der Aluminiumrahmen des Rucksacks im Wesentlichen für den CO2 -Gesamtverbrauch des Produkts die Verantwortung trug. Durch den Einsatz von zertifiziertem Birkenholz wurde der CO2-Ausstoß des Rahmen um 90 % verringert – ohne Einbußen bei der hervorragenden Stabilität, Funktionalität und Leichtigkeit!   Da der Tierschutz bei der Gewinnung von Daunen in der Outdoor-Branche (zum Glück) eine immer größere Rolle spielt, wurde bei der Schulung besonders darauf eingegangen, wie Fjällräven sich in diesem Bereich engagiert. Fjällrävens Daunenversprechen
Fjällräven Down Promise

Fjällräven Down Promise

  Die Daunenprodukte von Fjällräven sind weltweit für ihre hohe Qualität bekannt und beliebt. Fjällräven garantiert euch hierbei, dass die verwendeten Daunen unter ethischen, umweltschonenden und tierfreundlichen Aspekten gewonnen werden. Zwangsmästung und Lebendrupf sind hiermit komplett ausgeschlossen. Der gesamte Produktionsprozess lässt sich vollständig zurückverfolgen und gehört damit zur den transparentesten der Outdoor-Branche. Die Daunen von Fjällräven sind Nebenprodukte der Lebensmittelmittelindustrie und kommen nur von einem einzigen Zulieferer aus China. Es wird streng darauf geachtet, dass die Aufzucht artgerecht verläuft. Dazu gehört unter anderem eine weitestgehend natürliche Umgebung sowie ausreichend Platz, damit die Gänse sich frei bewegen können. Zudem haben die Tiere Zugang zu Wasser, in dem sie schwimmen können. Um beim Transport zum Schlachthof den Stress für die Tiere auf ein Minimum zu reduzieren, wurden zusammen mit Tierschutzexperten spezielle Rampen entwickelt. Des Weiteren werden die Fahrer geschult, besonders vorsichtig zu fahren und kurze Wege zu wählen. Das Schlachten selbst erfolgt so rücksichtsvoll wie möglich.     Mit seinem Daunenversprechen führt Fjällräven im Bereich der Outdoor-Branche zur Zeit die Ranking Liste der Tierschutzorganisation Vier Pfoten an. Fjällräven ist sich bewusst, dass man noch lange nicht am Ziel angekommen ist. Aber getreu der Devise “Stillstand ist Rückschritt” ist das Unternehmen stets bestrebt, sich zu verbessern, um der führende nachhaltige Hersteller von Outdoorbekleidung und -ausrüstung zu werden.  
Artgerechte Haltung

Artgerechte Haltung

Transport

Spezieller Transport zur Stressminimierung

Kurze Transportwege

Stressarmer Transport mit kurzen Wegen

             

Wie sich der Reisekomfort mit dem Pacsafe Venturesafe 25L GII verändern kann:

Es ist 5 Uhr in der Früh und noch ist es vergleichsweise ruhig am Flughafen in Düsseldorf. Wo sich sonst Menschenmassen zumeist hektisch zwischen den Gates bewegen, ist an diesem Montag zunächst noch etwas mehr persönliche Komfortzone möglich. Auf der Boardingkarte ist dieses Mal Miami als Zielflughafen eingetragen. Der Flug hat allerdings aufgrund von "außerplanmäßigen Wartungsarbeiten" über eine Stunde Verspätung. Das hört man doch gerne. Hey, kein Problem! Vielleicht ist ja nur die Turbine ein wenig kaputt... Da wir solche unglücklichen Zufälle recht häufig auf unserer Seite haben, gehen wir das Ganze recht routiniert an. Drei Stunden vor Abflug muss man vor Ort sein, da macht die eine Stunde mehr dann auch nichts mehr aus
(oh doch, grrrrrrrr... :-().

...noch ist es leer...

Noch ist es relativ leer...

Was mich allerdings wirklich stört, ist die rapide steigende Anzahl an Menschen, die sich an mir vorbeiquetschen als würden sie versuchen, mich wie ein Tier zu markieren. Nach rund zwei Stunden wird es nämlich langsam richtig voll auf den Gängen. Der Tatsache bewusst, dass sich auf den Flughäfen unglaublich viele Langfinger herumtreiben, habe ich bei den letzten Flügen gefühlt alle paar Sekunden hinter mich geschaut. Fummelt da jemand an meinem Rucksack rum? Alle wichtigen Unterlagen für die Reise geballt an einem Ort. Mindestens genauso wichtig: Die Süßigkeiten für den Flug! Da will gut drauf aufgepasst werden. 2011 gab es allein am Flughafen Düsseldorf 900 Diebstahlsfälle, 2012 sogar über 1000. Tendenz steigend! Damit ist Düsseldorf Deutschlands unsicherster Flughafen. Und das, obwohl an den Drehkreuzen München und Frankfurt deutlich mehr Passagiere unterwegs sind. In der Vergangenheit hatte ich daher die Reißverschlüsse mit vergleichsweise kleinen TSA-Zahlenschlössern abgesichert, war mir allerdings nie so richtig sicher, ob diese auffällige Methode nicht noch mehr das Interesse besagter Diebe weckte. Zumal Rucksäcke ja heute auch sehr gerne mit einem scharfen Messer aufgeschlitzt werden. Da hilft das beste Schloss nix...

 

Pacsafe Venturesafe 25L GII Day Pack

Pacsafe Venturesafe 25L GII Day Pack

Dieses Mal sollte jedoch alles anders sein. Zwar erwischte ich mich im Zug nach Düsseldorf noch ein paar Mal dabei, voller Sorge nach dem Rucksack zu schauen, doch das neue Modell sorgte bereits jetzt für einen deutlich entspannteren Start in den Urlaub. Unendlich genervt von der mangelnden Sicherheit meines alten Rucksacks habe ich mich vor dieser Reise dazu entschlossen, mir ein neues Modell der Marke Pacsafe zuzulegen. Natürlich in schwarz! Muss ja schließlich zum Rest passen. Der 25 Liter Rucksack schluckt bequem alles, was ich auf einer Reise als so wichtig einstufe, dass ich es nicht mit in den Koffer packe. Das Design ist dabei beabsichtigt sehr unauffällig. Dass hier ohne Ende Sicherheits-Features verpackt sind, sieht man dem Venturesafe 25L GII Day Pack von Pacsafe nicht an.

Meine erste Sorge, jemand könne den Rucksack öffnen und mein Zeug klauen, wird hier schon mal sehr komfortabel gelöst. Die Zipper bestehen aus einem Drahtgeflecht und können an einem unauffälligen Karabiner befestigt werden. Kein Schloss, klar... aber wenn hier noch jemand bei geht, bekommt man das ganz sicher mit. Auch gegen das Aufschlitzen bin ich nun gewappnet. Durchzogen mit einem Edelstahlgeflecht wird durch dieses Material an der Frontseite des Rucksacks so schnell keiner schneiden. Selbst die Schultergurte sind mit jeweils zwei Drähten verstärkt. Erstaunlicherweise sind all diese Sicherheitsmaßnahmen immer noch leichter, als es meine beiden alten TSA-Schlösser waren :-).

Die Wartezeit zieht sich und der Magen fängt an zu knurren. Zeit für Frühstück! Auswahl gibt es hier genug. Wir gehen immer gerne zum "marché" Restaurant. Hier gibt es handgemachte Brötchen und frisch gepresste Säfte. Nachdem wir endlich einen Platz ergattert haben, zeigt sich der nächste Vorteil des neuen Rucksacks. Einer der Schultergurte endet am unteren Ende in einem verschließbaren Karabiner. Er lässt sich dort abmachen und kann so zum Beispiel um ein Tischbein gewickelt und wieder befestigt werden. So kann sich niemand den Rucksack schnappen und abhauen. Gut, die Gefahr, dass so etwas im Airport passiert ist recht gering. Im Café draußen an der Straße sieht das aber schon ganz anders aus.

Sichere Zipper

Die Zipper werden an einem verdeckten Karabiner befestigt.

Befestigung des Schultergurts am Tischbein

Befestigung des Schultergurts am Tischbein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel zu viele Minuten später beginnt dann endlich das Boarding. Hier werde ich - natürlich ich! - noch einmal für eine Taschendurchsuchung direkt vor dem Einstieg herausgepickt. Sehe ich echt so verdächtig aus? Beim letzten Mal hat es mich auch schon erwischt. Hm... Nun gut, der nette Bundespolizist ist zumindest erst einmal ziemlich verwirrt, als er am Reißverschluss zerrt und nichts passiert. Ich kläre ihn also auf, wie er den Rucksack zu öffnen hat. "Cool, das hab ich ja auch noch nicht gesehen!", lautet das Feedback. Während ich nun mein Tablet einschalte um zu beweisen, dass es sich dabei nicht um eine Bombe handelt, war nun auch der Kollege aufmerksam geworden und löcherte mich nach dem Namen des Rucksacks. Für seine Tochter. "Die ist ständig unterwegs und gibt mein Geld aus!" Haha!

RFIDsafe™ blockierende Tasche

RFIDsafe™ Tasche

Viele Kilometer und etwa 10,5 Stunden später stehen wir am Miami International Airport. Zunächst einmal müssen wir erst noch den netten TSA-Mitarbeiter von unseren friedlichen Absichten überzeugen. Diese Hürde überwunden fällt schnell auf: Hier ist nun wirklich die Hölle los und ich bin wahrlich froh über meinen neuen Begleiter. Selbst die High-Tech Diebe 2.0 gehen mit ihren Lesegeräten bei mir leer aus. Reisepässe und Kreditkarten sind im RFIDsafe™ Fach untergebracht, welches das Auslesen der Daten blockiert. So huschen wir in Richtung "MIA Mover", um zum Parkhaus der Mietwagen-Firmen zu gelangen. Die Verzögerung in Düsseldorf hat meinen schönen Zeitplan zunichte gemacht :-(. Herrlichem Sonnenschein und angenehmen 30° C entgegenblickend konnte von schlechter Laune jedoch keine Rede sein. Auch wenn es in der automatisch fahrenden Bahn noch einmal richtig voll ist. Doch DAS soll nun wirklich nicht mehr meine Sorge sein...