Da mein Mann in den vergangenen Monaten beruflich viel unterwegs war, um seine Papiere (Patent, Visum, Fortbildungen etc.) auf dem neuesten Stadt zu halten, kam ihm mein Weihnachtsgeschenk von Unterwegs gerade recht: der kompakte und äußerst durchdachte Black Hole Duffel von Patagonia. In dem folgenden Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über diesen praktischen Reisebegleiter.   Eine tolle Überraschung! Vergangenes Jahr erwartete meine Kollegen und mich eine tolle Überraschung auf unserer Weihnachtsfeier. Während wir uns bereits auf das großzügige Buffet und einen schönen gemeinsamen Abend freuten, staunten wir nicht schlecht als auf jedem unserer Plätze ein liebevoll dekoriertes Geschenk mit Elchanhänger lag. Hierbei handelte es sich um einen äußerst robusten Duffel mit einem Volumen von 45 l von Patagonia.  
Duffel-Patagonia

Im Nu in seiner eigenen Innentasche verschwunden…

Der Black Hole Duffel im Detail:
  • Material: 900Den, 100 % Ripstop-Polyester mit TPU-Beschichtung und dauerhaft wasserabweisender Ausrüstung (DWR, durable water repellent)
  • bluesign® approved
  • 2 Tragegriffe oben, mit Druckknopf-Verschluss
  • 1 verstellbarer, abnehmbarer, gepolsterter Tragegurt oben
  • kräftige Daisy Chains an allen 4 Ecken zum Anbringen von zusätzlicher Ausrüstung
  • gepolsterter Boden
  • lässt sich in eigene Tasche verstauen
  • 1 weit zu öffnendes, großes Reißverschluss-Hauptfach
  • 1 Reißverschlusstasche außen
  • 2 Mesh-Reißverschlusstaschen unter dem Deckel
  Auf Facebook findet ihr übrigens das folgende Video. Hier seht ihr, wie geräumig das große Hauptfach des Duffels ist. https://www.facebook.com/PATAGONIA/videos/10156535618350457/   Der erste Einsatz unseres neuen Duffels… Obwohl wir “nur” das kleinste Modell (45 l) aus der Black Hole Duffel Reihe besitzen, waren wir sehr überrascht als wir sahen, wie viel Gepäck das kleine Raumwunder von Patagonia schluckt. Im Folgenden findet ihr eine Liste mit den Dingen, die Sebastian beim ersten Testlauf dabei hatte:  
Duffel-Patagonia-im-Unterwegs-Onlineshop

Bereit für seinen ersten Einsatz

  • Overall
  • Winter-Arbeitsschuhe
  • Winterparka
  • Motorradhandschuhe
  • Fleece-Handschuhe
  • Mütze
  • Schlauchtuch
      Kompakt und durchdacht… In seiner eigenen Innentasche verpackt ist die 45 Liter Variante ein kompakter und zuverlässiger Reisebegleiter mit einem geringen Gewicht (794 Gramm), der jederzeit bereit für seinen nächsten Einsatz ist. Sei es als Reisetasche oder auch als zusätzliche “Notfalltasche” für spontane Tagesausflüge. Mit nur wenigen Handgriffen, etwas Übung und der richtigen Reihenfolge beim Packen, verwandelt sich der Duffel wieder zu einem handlichen Päckchen mit Trageschlaufe.
Black-Hole-Duffel-Patagonia

Praktische, großzügige Innentasche mit Reißverschluss

Zugegeben, ich selber hatte es mir selber noch nicht zugetraut die Tasche erneut in ihrer Innentasche zu verpacken. Heute hat mir meine Kollegin Sina allerdings bewiesen, dass es tatsächlich gar nicht schwer ist.

Die Reihenfolge ist entscheidend:

1. Dreht den gesamten Duffel auf links

2. Knüllt den Duffel etwas zusammen

3. Nun könnt ihr den Duffel Stück für Stück in die Innentasche hineindrücken

4. Geschafft! Euer Duffel ist bereit für seine nächste Reise 😉

Ideal für unterwegs… Der Black Hole Duffel ist bereits ab 99,95 Euro in unserem Onlineshop erhältlich. Die 45 Liter Variante ist meiner Meinung nach die perfekte Wahl für spontane Tagesausflüge und Schwimmbadbesuche. Für längere Reisen stehen euch außerdem die folgenden Größen in den verschiedensten Farbvarianten zur Auswahl: Jetzt neu bei Unterwegs-Duffel-Patagonia
Volumen (l) Maße (cm) Gewicht (g)
Black Hole Duffel 45L 45 48x25x25 794
Black Hole Duffel 60L 60 59x33x28 963
Black Hole Duffel 90L 90 71x33x33 1190
Black Hole Duffel 120L 120 79x38x36 1672
  Robust, zuverlässig und vielseitig… Alle Modelle sind mit einer äußerst robusten und dauerhaft wasserabweisenden Ausrüstung sowie mit einem gepolsterten Boden ausgestattet und bluesign® zertifiziert. Somit haben Regen, Pfützen und Schmutz keine Chance an euer Gepäck zu gelangen. Dank des gepolsterten Bodens stehen die Black Hole Duffel außerdem immer stabil auf dem Boden und sorgen dafür, dass eure Kleidung knitterfrei ans Ziel gelangt.  Ab einem Volumen von 60 Liter ist der Duffel außerdem mit zusätzlichen Spanngurten im Innern und gepolsterten Tragegurten ausgestattet. So meistert sich der Black Hole Duffel auch prima als Rucksack – perfekt für den schnellen Sprint durch den Flughafen oder auch Bahnhof.   Alles mit dabei… Ebenso praktisch erwies sich unser Duffel außerdem bei einem kurzfristigen Krankenhausaufenthalt. Dank der eingearbeiteten Netztasche mit Reißverschluss unter dem Deckel, habt ihr immer alles parat und dennoch optimal voneinander getrennt. Angefangen bei der Zahnbürste bis hin zu einem Notizblock etc. bietet der Blackhole Duffel reichlich Platz für eure Ausrüstung. Sollte euch der Platz des geräumigen Hauptfaches dennoch mal nicht ausreichen, befinden sich auf der Reisetasche einige kräftige Daisy Chains. An diesen Materialschlaufen könnt ihr sowohl Kletterzubehör als auch andere Dinge befestigen. Immer wieder wandern neue Produkte in unser Lager und je mehr Produkte wir dazu gewinnen, desto vielseitiger wird unser Sortiment. Damit wir den Überblick behalten und auf dem neuesten Stand bleiben, finden bei uns regelmäßige Schulungen statt. Die Schwerpunkte sind hierbei ebenso abwechslungsreich wie die Auswahl in unserem Shop. Da dies auch auf unser Klettersortiment zutrifft, fand erst vor wenigen Tagen eine ausführliche Kletterschulung in Oldenburg statt. Nähere Infos darüber erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.   Theorie ist wichtig, aber nichts geht über die Praxis! Schon Wochen zuvor stand das Schulungsprogramm grob für unsere Kollegen fest. Im Rahmen einer zweitägigen Schulung erwartete sie ein voller Plan prall gefüllt mit Wissen rund um die Themen Klettern und Outdoor. Gemeinsam mit Vaude und Edelrid freute sich die bunt gemischte Truppe, die sich aus Mitarbeitern aus allen unseren Filialen zusammensetzte, darauf, von den Basics angefangen das Thema Klettern aktiv zu erleben.   Dienstag, 08.03.16 Sicherungsbasics-Kletterschulung-Unterwegs14.00 Uhr Treffpunkt UP Kletterzentrum Oldenburg, Begrüßung inkl. kleiner Snack 15.00 Uhr 1. Schulungsblock (in 2 Gruppen): Edelrid Schulung: Sicherungsgeräte, Klettergurte Vaude Schulung: Nachhaltigkeit Im Anschluss eine gemeinsame Schulung über Schlafsäcke 18.00 Uhr Im Anschluss Klettern und Bouldern Mittwoch, 09.03.16 Ab 07.45 Uhr Frühstück 08.30 Uhr 1. Schulungsblock (in 2 Gruppen): Vaude: Zelte Edelrid: Seile 12.00 Uhr Mittagessen 13.00 Uhr 2. Schulungsblock (in zwei Gruppen): Vaude: Rucksäcke Edelrid: Klettersteigsets 14.30 Uhr Feedback + Verabschiedung 15.00 Uhr Offizielles Ende und Abreise  
Klettergurt-Schulung-Unterwegs

Von den Basics angefangen…

UP gehts! Da unsere Kollegen aus den verschiedensten Städten nach Oldenburg reisten, trafen sich alle am Bahnhof in Oldenburg. Selbst aus Erfurt, Flensburg und sogar Kiel brachen unsere Kollegen auf, um sich näher über die Themen Klettern, Zelte, Schlafsäcke und Rucksäcke zu informieren. Kaum hatten sich unsere Kollegen zusammengefunden, schon ging es weiter ins UP Kletterzentrum in Oldenburg. Dort erwartete das Team des UP unsere Kollegen bereits mit einem kleinen Willkommens-Snack und vorbereiteten Schulungsräumen. Auch die Zelte standen bereits auf ihren Plätzen. So konnten sich unsere Kollegen direkt auf das intensive Schulungsprogramm fokussieren.  
CSR-Vaude-Unterwegs-Schulung

…über Nachhaltigkeit…

Die Basics… Bevor das Team konkret in das Thema Klettern einsteigen konnte, teilten die Schulungsleiter unsere Kollegen erst einmal in zwei Gruppen auf. Während die eine Gruppe gezielt über Klettergurte informiert wurde, erhielt die zweite Gruppe ausführliche Informationen über das Thema Nachhaltigkeit bei Vaude. So folgte eine Schulungseinheit der anderen. Themen waren dabei Sicherungsgeräte, Schlafsäcke und Nikwax Produkte. Da noch nicht jeder unserer Kollegen bereits erfahren im Thema Klettern war, häuften sich die Fragen.  
Kletterschulung-Unterwegs-Up-Oldenburg

…bis hin zur Praxis!

Der praktische Teil… Um den Programmplan durch die vielen Fragen nicht zu sprengen und dennoch keine der Fragen unbeantwortet zu lassen, entschieden sich die Schulungsleiter für die spontane Kombination aus dem theoretischen Teil zu den Sicherungsgeräten in Verbindung mit der Kletter-Praxis. Da dies der krönende Abschluss des ersten Schulungstages war, hatte die Gruppe schnell Feuer gefangen und ihre Lust aufs Klettern entdeckt. Hierbei klärten sich insbesondere beliebte Fragen wie “(…)wie fühlt es sich wohl an, wenn man gesichert wird?” oder auch “Vertrage ich die Höhe?” Endlich konnte die Theorie in die Praxis umgesetzt werden.  
Feierabend-Outdoor-Schulung-Unterwegs

Gute Nacht!

Doch nach all den vielen Informationen und Klettereinheiten, rief auch den letzten Teilnehmer irgendwann sein Schlafsack im Zelt. Da an diesem Tag Minustemperaturen herrschten und sich die Teilnehmer für ein Zelt im Freien oder für eine Übernachtung in der Kletterhalle entscheiden konnten, konnte auch gleich die eigene Ausrüstung ein weiteres Mal in der Praxis getestet werden. 😉       Tag 2… Da das UP seinen Besuchern tolle moderne sanitäre Anlagen bietet, konnten unsere Kollegen frisch in den neuen Tag starten. Bereits um 07:45 Uhr traf sich die Truppe wieder am Frühstücksbuffet und um 08:30 Uhr startete die erste Schulungseinheit des zweiten Tages. Heute erwarteten sie die folgenden Themen:
Seilfibel-Unterwegs-Kletterschulung

Die Seilfibel…

 
  • Rucksackschulung-Unterwegs

    Rucksäcke von A bis Z…

    Seilschulung
  • Vaude Zelte
  • Vaude Rucksäcke
  • Klettersteigsets (inklusive Praxis)
Auch an diesem Tag wartete also wieder ein abwechslungsreiches Schulungsprogramm auf unsere Kollegen.       Gegen 15:30 Uhr folgte schließlich die gemeinsame Abreise. Zusammengefasst waren es zwei schulungsintensive Tage mit viel Wissen und eine gelungene Schulung mit einem tollen Team! 
Outdoor-Schulung-Unterwegs

Ein tolles Team!

  Skane Wandern Moelle-Nordis-Tipp-UnterwegsWandern ist eine der Lieblingsbeschäftigungen von Skandinavienurlaubern. Nur an wenigen anderen Orten in der Welt findet man so gute und so vielfältige Möglichkeiten für sein Hobby. Das Skandinavienmagazin „Nordis“ stellt in seiner neuesten Ausgabe Wanderregionen vor und geht dabei besonders auf den Eurorando ein, der im September im südschwedischen Skåne stattfindet.   Eurorando: Wandern im südschwedischen Skåne Felsen, Sand und Buchenwälder Wandern in Schweden, da denkt man sofort an den Kungsleden, das Fjäll in Härjedalen oder die Wälder Smålands. An Skåne? Eher nicht! Und doch findet in der südschwedischen Landschaft in diesem Herbst das große Wanderevent »Eurorando« statt. Nordis hat sich einmal ein paar der Wandergebiete näher angeschaut und kam geläutert zurück. Geht doch!   TEXT & FOTOS: THOMAS KRÄMER Jönsson lässt sich gerne kraulen. Seine gute Laune kann ich verstehen, der Kater lebt ja mitten in einem kleinen Paradies aus Wäldern und Wiesen. Da kann man bestimmt auch einmal eine Maus jagen, ohne unter die Räder zu kommen. Dann springt auch noch Folke um die Ecke, zum Schluss Frida und Stefan. Folke ist ein Irischer Setter, Frida und Stefan die Betreiber des Pensionats Söderåsen. Die Unterkunft in einem Gebäude, das einmal Bauernhof war, Heim für schwer erziehbare Mädchen, Behindertenheim, Erholungsheim für Hausfrauen, Ferienheim für Kinder, … Na ja, heute ist das mehr als einhundert Jahre alte, hübsche Ziegelgebäude eine Bed & Breakfast-Pension in bester Lage, bietet auch Ferienwohnungen an. »Von hier siehst du den Nationalpark«, erzählt Stefan und zweigt mit der Hand zu einem bewaldeten Hügelzug, der den größten Teil des Horizonts einnimmt. Hier könne man toll wandern – und das ist auch der Grund, warum ich hier bin.   Grand Canyon von Südschweden »Welche Tour ich hier empfehlen kann?« Stefan muss nicht lange nachdenken und zieht eine Wanderkarte aus dem Regal. Sein Zeigefinger weist auf einen See im Westen des Gebiets. »Klåverödsdammen« steht hier. Dann wandert sein Finger an einer mit orangenfarbenen Punkten markierten Linie entlang und stoppt an einem Taleinschnitt. »Ob du an dieser Stelle lieber unten im Tal oder auf dem Berg laufen willst, musst du selbst entscheiden. Auf jeden Fall kommst du hier im Naturum an«. Skane Wandern Moelle-Nordis-TippEine Viertelstunde später werfe ich den leichten Rucksack in den Kofferraum seines Autos und Stefan bringt mich die paar Kilometer zum Ausgangspunkt der Wanderung. »Viel Spaß!« wünscht er mir zum Abschied, bevor sein Wagen in einer Staubwolke verschwindet. Ich schnüre die leichten Wanderstiefel, schultere den Rucksack und orientiere mich erst einmal. Mit Karte und GPS finde ich meine Position und auch eine Wegmarkierung mit einem orangefarbenen Punkt. Passt also. Skane Wandern Soederasen-NordisErst säumen Felsen den Weg, dann geht es an alten Steinmauern vorbei. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Gegend einst von Menschen genutzt worden ist. Sogar eine Mühle gab es hier, doch das Mühlrad ein Stück abseits des Weges in einem kleinen Tal dreht sich schon lange nicht mehr – nur ein paar Ruinen sind erhalten. Vögel zwitschern in den Kronen der Buchen und Eichen, der Weg geht auf und nieder, windet sich um Ecken und folgt einem Bachlauf. War da eine Wasseramsel? Könnte schon sein, schließlich sind die hier im Nationalpark heimisch. Genauso wie das Eichhörnchen, das vor mir auf den nächsten Baum flüchtet. Ich folge dem mal munter zwischen den Steinen hindurchfließenden, mal träge durch einen Sumpf kriechenden Dejebäcken nach Osten, bis plötzlich eine Geröllhalde zwischen den Bäumen hindurchschimmert, dann der Blick auf ein tief eingeschnittenes Tal frei wird. Ich stehe an der Wegkreuzung Korsskär vor einem Canyon, den man nicht in Südschweden, sondern in Lappland erwarten würde. So idyllisch die Landschaft hier auch ist, so katastrophal war ihre Entstehung. Denn vor Jahrmillionen stießen die afrikanische und die europäische Platte zusammen. Vulkane spien Lava, Teile der Gegend sanken ab, andere stiegen in die Höhe, was an dem von der Bjärehalbinsel quer durch Skåne bis hinunter nach Stenshuvud ziehenden Hügelrücken zu erkennen ist. Und Söderåsen ist ein Teil davon – eindrücklich zu sehen hier im Skäralidsdalen, das einmal ein tiefer Spalt in einem Höhenzug war und von Wasser und Frost im Laufe der Jahrtausende erweitert wurde.   Country Roads zurück zum Pensionat Durch das Tal oder entlang der Hangkante darüber? Oder beides? Ich entscheide mich für letzte Variante, stiefele noch ein paar Hundert Meter entlang des Kvärkabäcken und folge dann dem Schild zum Liagården. Steil führt der Weg über eine Geröllhalde nach oben. Schlagartig ändert sich dann das Landschaftsbild: In meinem Rücken liegt »Lappland«, von mir Skåne. Liagården ist ein alter Hof, wo Wanderer heute ihr Zelt aufschlagen und übernachten können. So wie die Gruppe Jugendlicher, die ihre Würstchen am Lagerfeuer grillt und »Country Roads« besingt. Nicht immer richtig, aber stets mit großem Enthusiasmus. Skane Wandern SoederasenBald verschluckt der Buchenwald wieder den Weg. Doch dann kommt ein Aussichtsplatz, an dem man in den tief unten liegenden Canyon hinunterblickt. Der Plan, ein wenig später dort hinunter zu steigen, wird durch ein Verbotsschild vereitelt. Der Weg ist gesperrt, woran ich mich besonders in einem Nationalpark halte. Also oben bleiben, die Lücke im Kronendach für die Aussicht über Skåne und den Stausee Skärdammen nutzen, an dem ich eine halbe Stunde später in der Sonne sitze. Der Kaffee im Restaurant neben dem Naturum tut nach der Wanderung richtig gut Und die Informationen, die in dem Nationalparkzentrum gegeben werden, erklären bestens die Landschaft und deren Entstehung.   Wildschweinburger und Toteissee Am Abend nutze ich noch einmal das freundliche Taxiangebot meiner Vermieter. Frida bringt mich in den Nachbarort Röstånga zur »Stationen«. »Ich habe dir schon einen Tisch bestellt, das ist in dem Restaurant meist nötig«, sagt die Schwedin. Das alte Bahnhofsgebäude im Nachbarort hat eine lange Geschichte hinter sich, gehört heute einigen Einwohnern des Ortes und wird von einem Geschwisterpaar betrieben. Neben Wildschwein-Hamburgern und anderen Leckereien ist man hier von einem charmanten Ambiente und ab und an von Kultur umgeben. »Stationen ist der Treffpunkt für die Leute aus der Gegend«, hatte mir Frida zum Abschied gesagt.Skane Arild Ihr Angebot, mich nach dem Essen wieder abzuholen, hatte ich abgelehnt. Zu reizvoll war der Gegend, im Licht der Abendsonne wieder zurückzuwandern. Der leichte Anstieg bremst mich auf den ersten Metern. Oder sind es der leckere Hamburger aus Wildschweinfleisch und das Leichtbier? Der Blick hinunter auf den Odensjön bewirkt dann in etwa das, was für gewöhnlich ein doppelter Espresso schafft: Er weckt die Lebensgeister. Wie die Suppe in einem riesigen Topf sieht die Wasserfläche weit unter mir aus, unwirklich eher an ein Gewässer im Hochgebirge als an eines im gar nicht so flachen Skåne erinnernd. Ein beim Rückzug der Gletscher zurückgebliebener Eisblock – so erklären die Geologen die Entstehung. Ganz langsam bricht die Dämmerung herein, im Wald wird es dunkler und ruhiger. Kein Mensch ist unterwegs, nur die Vögel singen in der Dämmerung ihr fröhliches Lied. Gut, dass die Sommertage im Norden so lang sind, denn ins Bett komme ich erst am späten Abend im letzten Licht der Dämmerung.   Skane Wandern MoelleFelsenreich am Kullaberg Zwischen Söderåsen und der Halbinsel Kulla liegen gerade einmal 50 Kilometer Luftlinie – und doch Welten. Zumindest landschaftlich gesehen. Denn während dort die Blätter von Buchen und Eichen im leichten Wind leise säuseln, rauscht hier ein leichter Sturm über das Meer heran. Zumindest an diesem Tag. Der Versuch, von Mölle aus mit dem Schlauchboot den hier lebenden Seehunden näherzukommen, wird im wahren Wortsinne vom Winde verweht. »Das macht keinen Sinn, bei dieser rauen See sieht man ohnehin nichts«, sagt Guide Mikael. Aber wandern geht. Trotz Regen und Sturm. Oder gerade deswegen? »Ätsch«, wir machen es der vorlauten Landzunge Kullaberg gleich und strecken die unsrige dem Mistwetter entgegen. Skane Wandern Moelle-NordisIn Strandnähe führt der Weg zuerst entlang, mal durch den Wald, mal an Felsen vorbei. Dann eine leichte Kletterpartie. »Vorsicht auf den rutschigen Felsen«, sagt Nina, die unsere kleine Truppe führt und die Hand an ein Eisengeländer legt. Schnell ist die Passage überwunden, dann geht es wieder auf einem weitgehend ebenen Pfad weiter bis zu einem Aussichtspunkt. Gar nicht schonisch sieht es hier aus, eher wie an der Westküste Norwegens. Wellen klatschen an die Felsen, ein paar Möwen spielen mit den Böen. Der Wind trägt ein paar Kommandos heran. Zwei Kletterer hängen in der Felswand und haben Mühe, sich zu verständigen. Schließlich schiebt sich ein bunter Helm über das Gestein, dann der dazugehörige rote Kopf. »Ganz schön anstrengend«, grinst der Mann und wischt sich Schweiß und Regentropfen aus dem Gesicht. Nun führt der Weg weg von der Hangkante, erst durch ein verwunschenes Wäldchen, dann über ein ehemaliges Weidegebiet mit Gras, Büschen und alten Steinmauern. Und darüber ist das Ziel der Wanderung zu sehen: der Leuchtturm Kullens fyr, der 50 Meter über dem Meer thront und die Kapitäne vor dem Hindernis warnt, das sich hier in Form dieser Landzunge weit ins Meer hinaus schiebt.   Skane Wandern SkanoerWanderung durch die Dünenlandschaft Eine ganz andere Art von Landzunge hat man im Doppelort Skanör-Falsterbo unter sich. War es auf der Kulla-Halbinsel festes Gestein, das sich über viele Meter aus dem Meer erhob, so ist es nun feiner Sand. Die Zeiten, als die Handelsbeziehungen zur Hanse eng und die Heringsschwärme in den Gewässern vor Skanör groß waren, sind längst vorbei. »Damals lebten hier bis zu 30.000 Menschen«, erzählt Christian, der sich in der Geschichte des Doppelortes bestens auskennt und auch die eine oder andere Geschichte parat an. Zum Beispiel die Erklärung dafür, dass manche Hausecke im Ort abgeschrägt ist. »1874 brannten große Teile Skanörs nieder, nachdem ein vergessenes Bügeleisen ein Haus in Brand gesetzt hatte.« Die Feuerwehr sei nicht rechtzeitig zum Löschen gekommen, weil sie mit ihrem Fuhrwerk an einer Hausecke hängen geblieben war. »So konnte aus dem Feuer ein Großbrand werden«, erklärt Christian und radelt weiter in Richtung der Südspitze der Halbinsel. Skane Wandern Kullaleden Hoeganaes»Hier kann man an guten Tagen die Kreidefelsen von Møn sehen«, erzählt er bei einem Stopp am Leuchtfeuer Falsterbo fyr. Naturfreunde kommen jedoch aus einem anderen Grund hierher. »Skanör gehört zu den besten Vogelbeobachtungsgebieten der Welt«, sagt der Schwede. Viele Zugvögel würden an dieser Stelle die Ostsee auf dem Weg nach Norden überqueren, andere sogar in den Dünen brüten. Mit etwas Glück sehe man große Adler. »Ich habe hier mal einen dieser Raubvögel gesehen, der erfolgreich einen Schwan gejagt hat«, erzählt der Schwede, der im Ort ein traditionsreiches Hotel betreibt. Skane Arild-NordisUm hierherzukommen, muss man vorsichtig einen Golfplatz – Achtung, tieffliegende Bälle! –überqueren, dann noch ein Stück durch die Dünenlandschaft laufen. Vor uns breitet sich zwischen einigen Sandbänken eine ruhige Meeresbucht aus, auf der in der Ferne einige Dutzend Enten dümpeln. Dahinter liegt Måkläppen, eine flache Halbinsel, die man nur im Winter betreten darf. Wer sich dem Verbot widersetzt, muss mit horrenden Strafen rechnen. Und das nicht ohne Grund. Hier brüten Vögel wie die Eiderente, Küstenseeschwalbe oder die Silbermöwe. Und dann liegen im Sand oft noch Seehunde und Kegelrobben herum, die in Ruhe gelassen werden sollten. Zurück geht es mit Rückenwind, aber bisweilen über lockeren, sandigen Untergrund. Und das heißt: gemächlich. Spielt aber auch keine Rolle. Denn erstens ist das Matfestival, das kulinarische Festival am Hafen von Skanör, noch in vollem Gang und zweitens ist der Pool im Traditionshotel Gässlingen auch am späten Nachmittag noch geöffnet.        Vom 10. bis 17. September 2016 findet in Skåne der Eurorando statt Wander-Herbst in Südschweden In diesem Herbst treffen sich Wanderer aus ganz Europa im südschwedischen Skåne zum Eurorando. Zwischen dem 10. bis zum 17. September werden zwischen Båstad und Simrishamn, zwischen Kopenhagen und Osby die Wanderstiefel geschnürt, um die abwechslungsreiche Region zu Fuß zu entdecken. Alle fünf Jahre findet in Europa das Wander-Treffen »Eurorando« statt, hinter dem der Zusammenschluss »Europäische Wandervereinigung«steht. In diesem Jahr treffen sich Wanderfreunde aus ganz Europa im südschwedischen Skåne. Anmelden können sich Gruppen und Einzelpersonen. Die Anmeldegebühr beträgt 200 SEK pro Person (ca. 20 Euro), womit man an den Tageswanderungen teilnehmen kann. Die Organisatoren sind bei der Buchung von Unterkünften, Transporten, Führungen, Ausflügen, persönlichen Betreuern, Dolmetschern usw. gern behilflich. Um es den Besuchern möglichst einfach zu machen, wurden Wanderepakete geschnürt.   Wanderpakete und Ausflüge Die von den Organisatoren zusammengestellten 80 Tageswanderungen sind bestimmten Themen gewidmet. So geht es unter anderem auf alten Pilgerswegen oder durch historisch interessante Orte. Auch die heimischen Gefilde von Kommissar Wallander können besucht werden. Und der als »Leading Quality Trail« zertifizierte Wanderweg Kullaleden erlaubt beeindruckende Aussichten auf eine Landschaft mit prähistorischen Sehenswürdigkeiten und das Meer. Eurorando 2016 bietet aber nicht nur Wandern, sondern auch zahlreiche gesellige Aktivitäten und Ausflüge innerhalb von Skåne sowie Fahrten über den Öresund nach Kopenhagen und Helsingør (dem Schauplatz von Shakespeares Hamlet).   Paket 1: Wo die Berge ans Meer stoßen Malerische Fischerdörfer und atemberaubende Steilfelsen längs des zertifizierten Wanderwegs an der Küste sind Bestandteil dieses Pakets. Alte, malerische Stadtzentren und die blühende Pracht der Gärten und Parks sind ebenfalls typisch fürs Eurorando-Kerngebiet.   Paket 2: Skånes Grand Canyon Die Wanderung geht durch tief zerklüftete Täler, die vom Laubdach hoher Buchen beschattet sind. Hier lässt sich die spannende Geologie und die ebenso abwechslungsreiche Flora und Fauna des Nationalparks erleben.   Paket 3: Zauberhafte Ausblicke, dichte Wälder und eine sagenhafte Ruhe Hier entdeckt man Reste eines erloschenen Vulkans im Herzen von Schonen sowie Panoramaausblicke auf eine traditionsreiche Kulturlandschaft. Mit Glück läuft auch einmal ein Elch über den Weg.   Paket 4: Die Wildnis von Skåne Wer durch dichte Wälder und längs Seen wandern will, hat hier ideale Möglichkeiten. Es locken Paddel- und Angelabenteuer! Diese Ecke von Skåne ist spärlich besiedelt, und die Landschaft bietet zahlreiche Überraschungen.   Paket 5: Von damals bis heute Hier wird auf alten Wallfahrtswegen gewandert, gleichzeitig erlebt man den Puls der modernen, sich ökologisch orientierenden Großstadt. Dieses Paket bietet auch das Erlebnis einzigartiger Vogel-Biotope und grandioser Brückenaussichten sowie Perlen der Baukunst.   Paket 6: Offene Landschaften Dies ist etwas für die Freunde von ausgedehnten Strandwanderungen längs einer zauberhaften Küste. Die sich sanft wellende Landschaft ist berühmt für ihre Apfelbaumplantagen. Alte Fischerdörfer bieten sowohl kulinarische wie kulturelle Erlebnisse – für Ordnung und Sicherheit sorgt Kommissar Wallander (aus der beliebten schwedischen TV-Kriminalserie).   Infos zum Eurorando Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Eurorando ist das Basiscamp im Kärnan-Park an der Slottshagsgatan (Slottshagsstraße) in Helsingborg. Hier kann man andere Wanderer treffen und Musik, Kultur und Gastronomie Schwedens kennenlernen. Es ist zu folgenden Zeiten geöffnet: 9. September: 14–18 Uhr (Einchecken) 10. September: 12–22 Uhr, Einweihungsfeier um 16 Uhr 11.-16. September: 16–22 Uhr 17. September: 12–22 Uhr, Abschlussfeier Weitere Treff- und Sammelpunkte für Eurorando-Teilnehmer sind über ganz Skåne verteilt.   Programm 10. September, 16 Uhr Einweihungsfeier in Helsingborg für sämtliche Teilnehmer: Unterhaltung, Aktivitäten und Aussteller. Verkauf von Spezialitäten der Skåne-Gastronomie.   11.–16. September Tageswanderungen: Aus den sechs verschiedene Wanderpaketen können täglich zwei bis drei Tageswanderungen unterschiedlicher Länge, Schwierigkeit und Thematik gewählt werden Ausflüge: Täglich Ausflüge zu Zielen in Skåne und Dänemark, die je nach Auswahl auch mit Tageswanderungen kombiniert werden können.   17. September, 14 Uhr Stimmungsvoller Ausklang des bedeutendsten Wander-Events Europas mit Musik und Unterhaltung. Verkauf von Spezialitäten der Skåne-Gastronomie.   Infos zum Eurorando und zu Skåne info(at)eurorando2016.com Tel. +46-(0)40 675 34 85 Fragen zu Buchungen: booking(at)eurorando2016.com     Anreise Mit dem Flugzeug von diversen deutschen Flugplätzen nach Kopenhagen und dann mit dem Zug hinüber nach Malmö. Auch die Anreise mit dem Zug ab Deutschland ist gut möglich und noch dazu umweltfreundlich. Mit der Fähre gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Rostock–Trelleborg, Sassnitz–Trelleborg (Stena Line, www.stenaline.de) Travemünde–Trelleborg, Rostock–Trelleborg (TT-Line, www.ttline.com) Puttgarden–Rødby, Rostock–Gedser und dann Helsingør–Helsingborg (Scandlines, www.scandlines.de) Travemünde–Malmö (Finnlines, www.finnlines.com)   Unterwegs in Skåne Skåne verfügt über einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Für Touristen und Besucher gibt es günstige Bus- und Bahnkarten im lokalen und regionalen Nahverkehr. Die Karte kostet für die Zeit vom 9. bis 17. September 450 SEK (ca. 45 Euro) und ist unbegrenzt in Skåne gültig. Es gibt eine außerdem stark ermäßigte Fahrkarten vom Flughafen Kopenhagen/Kastrup zu den Unterkünften, die im Voraus verschickt werden: Preis 250 SEK pro Person. Allerdings sind nicht sämtliche Tageswanderungen und Aktivitäten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.   Übernachtungstipps Pensionat Söderåsen Allarp 842 S-264 53 Ljungbyhed Tel. +46-722 47 74 44 info@pensionatsoderasen.se www.pensionatsoderasen.se Im Grünen gelegene Unterkunft direkt am Nationalpark Söderåsen.   Hotel Gässlingen Rådhustorget 6 S-239 30 Skanör Tel. +46-40 45 91 00 info@hotellgasslingen.com Hotellgasslingen.com Stimmungsvolles, hochklassiges Hotel in der Nähe des Meeres mit Pool.   Strand Hotel Arild Stora Vägen 42 S-263 73 Arild Tel. +46-042 34 61 00 info@strand-arild.se www.strand-arild.se Charmantes Haus mit tollem Ambiente und Blick über den Kattegat.