Elchblog-Slider-Einkauf-untDass es bei UNTERWEGS nie langweilig wird, konnte ich (Dorina) schon kurz nach meiner Anstellung als Marketingassistentin feststellen. Angefangen bei regelmäßigen Renovierungen, Neueröffnungen und bis hin zur stetigen Weiterentwicklung unseres Online Shops ist hier kein Stillstand in Sicht! Dass die Werdegänge und Perspektiven der Mitarbeiter von UNTERWEGS ebenso vielseitig sind wie unser Sortiment, beweist auch unsere Einkäuferin Jessica. Nähere Infos über sie und ein Interview findet ihr in diesem Blogbeitrag. Jessica-Unterwegs-Einkaeuferin   Viele Wege führen zu UNTERWEGS… Jessica(42) gehört bereits seit 2002 zu unserem UNTERWEGS Team. Angefangen als Verkäuferin unserer Unterwegs Filiale in Oldenburg, trifft sie heute täglich die Entscheidung über unser Hartwarensortiment. Seien es Rucksäcke, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte oder auch ein Sturmstreichholz und Karabinerhaken für die nächste Klettertour – Jessica weiß genau, welcher dieser Artikel wo zum Einsatz kommt!  

“Unser Hardwarensortiment wäre nicht so gut, wenn wir sie nicht hätten, das ist aber auch kein Wunder, denn Jessica benutzt fast alles selbst, eben eine richtige Outdoor-Frau. Sie rennt auch unermüdlich fröhlich über die Messe und lässt sich alles zeigen und erklären. Dabei wägt sie genau ab, was gut ist und was vielleicht noch besser sein könnte. Die Vertreter beißen sich (ein Originalzitat) die Zähne an ihr aus. Am schönsten ist jedoch, dass sie oft und laut lacht. So wissen wir immer, dass sie in unserer Nähe ist.” (Christoph Ganß, unser Geschäftsführer)

  Schon während ihres Biologie-Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Natur. So arbeitete sie zunächst als Biologin in Hamburg. Da sie diese Arbeit jedoch längst nicht ausfüllte, entschied sie sich für eine Fortbildung zur Naturpädagogin. Die Arbeit als Natur- und Freizeitpädagogin bereitete ihr deutlich mehr Freude als ihre vorherige Stelle in Hamburg, aber irgendwie war es immer noch nicht das, was sie wollte. Irgendetwas fehlte…   Der entscheidende Schritt? Da Jessica insbesondere ihre lebensfrohe Art und ihr gutes Gespür für die Outdoor-Branche auszeichnen, entschied sie sich 2002 dazu, einen völlig anderen Schritt zu wagen und als Verkäuferin bei UNTERWEGS in Oldenburg zu arbeiten. Sowohl sie selbst als auch unser Chef Christoph merkten schnell, dass es genau die richtige Entscheidung war! Schon nach einem knappen Jahr übernahm sie bereits die Filialleitung und jeder unserer Kollegen sah, wie sie in dieser Arbeit aufging. Bereits als Kind war ihr klar, sie wollte vor allem eins: Draußen sein! Dass das Wetter mit der richtigen Ausrüstung keine Rolle spielt, hatte sie unter anderem während ihrer Biologie-Diplomarbeit auf den ostfriesischen Inseln festgestellt. Hier lernte sie den Nutzen guter Ausrüstung zu schätzen. Mit dem folgenden Interview möchte ich euch Jessica einmal persönlich vorstellen und euch somit einen Blick hinter die Kulissen von UNTERWEGS geben.

Jessica-Unterwegs-Hartware

Jessica, sei bitte so lieb und stell dich in ein paar kurzen Sätzen selber vor. Ich bin mit Herz und Seele „e echt kölsch Mädche“. Und das werde ich auch immer bleiben, obwohl ich bald schon länger in Norddeutschland lebe als in Köln.

  Du gehörst seit 14 Jahren zu unserem Team. Wie bist du damals auf die Unterwegs Gruppe aufmerksam geworden? Damals war es ja noch keine Gruppe: 1999 hat Christoph in Oldenburg seinen zweiten Laden aufgemacht und ich habe mich sofort gefreut, dass ein so gut sortierter und so besonders eingerichteter Outdoor-Laden eröffnet hatte. Allerdings war hier bereits klar, dass ich Anfang 2000 nach Hamburg ziehen würde, um dort in der Umweltforschung tätig zu sein. Als ich dann jedoch 2002 nach Oldenburg zurückkehrte und auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung war, war die Oldenburger UNTERWEGS Filiale meine direkte Anlaufstelle. Es hatte mich schon länger gereizt, einmal in einem Outdoor-Fachgeschäft zu arbeiten und somit das zu verkaufen, was mich selber begeistert.   Was ist es, was dir hier am meisten gefällt? Ganz klar die Abwechslung! Obwohl ich hier als 25-Stunden Kraft begonnen hatte, übertrug mir Christoph schon sehr früh die Verantwortung für sämtliche Bereiche. Hierdurch ermöglichte er mir, mich stets weiterzuentwickeln und gemeinsam mit UNTERWEGS zu wachsen. Ich schätze hier vor allem die kurzen Entscheidungswege und die familiäre Atmosphäre. Auch stehe ich nach wie vor total gerne einmal wöchentlich im Oldenburger Laden und habe große Freude daran, die Kunden zu beraten.   Die Auswahl ist enorm. Ein Hersteller folgt dem anderen und der Outdoor-Markt wächst und wächst. Welche Kriterien sind entscheidend bei deiner Wahl? Das ist wirklich ziemlich komplex. Bei der Wahl hilft mir vor allem meine eigene Begeisterung an unseren Outdoor-Produkten. Neben kaufmännischen Aspekten steht immer das Produkt im Vordergrund. Das Produkt muss insbesondere in puncto Qualität, Funktionalität und Langlebigkeit überzeugen. Dann kommen natürlich auch noch Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte hinzu, sprich: Wo wird wie produziert, und woher stammt das Material? Natürlich ist es mir bei der Masse an Produkten nicht möglich, jedes einzelne auf Herz und Nieren zu testen, aber einige teste ich tatsächlich selber. Sei es im Alltag oder auch während eines Outdoor-Urlaubs.   Welche Aufgabenbereiche fallen außerdem in deinen Verantwortungsbereich? Neben dem Einkauf von Hartware und Textil stehe ich wie gesagt einmal wöchentlich im Verkauf. Außerdem gehören auch die Vorbereitung und Veranstaltung von regelmäßigen Schulungen zu unserem Hartwarensortiment in unseren Filialen zu meinem festen Aufgabenbereich. Nebenher organisiere ich zudem Outdoor-Schulungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.   Du begeisterst dich also auch außerhalb von deiner Arbeit bei UNTERWEGS für den Outdoor-Bereich? Na klar! Was für eine Frage?! Ich verbringe in jedem Urlaub so viel Zeit wie nur möglich draußen in der Natur und begeistere mich für so einige Outdoor-Sportarten.  

Wo konntest du deine ersten Outdoor Erfahrungen sammeln? Schon als Kind war ich in Dänemark zelten oder auf der Wupper paddeln. Außerdem habe ich auf einem Bauspielplatz in Köln meine ersten Erfahrungen im Feuer machen, auf Bäume und Mauern klettern etc. gesammelt. Später kamen dann ausgedehnte Radtouren und erste alpine Wanderungen dazu. So war ich schon mit 15 Jahren auf dem Habicht, einem 3000er in den Stubaier Alpen.

Jessica-Galerie-Elchblog-Un

Welche Outdoor-Sportarten gehören heute zu deiner Freizeit? Ich begeistere mich insbesondere für alpine Hochtouren und Klettersteige sowie leichte Gletschertouren. Doch auch Trekkingtouren, Radfahren sowie abwechslungsreiche Wander- und Wintertouren genieße ich immer wieder in vollen Zügen. Das gilt ebenso für’s Paddeln und Slacklining. Hauptsache ich bin draußen! Da es hier im Norden leider weniger Möglichkeiten zum freien Klettern gibt, trainiere ich mindestens einmal die Woche im nächstgelegenen Kletterzentrum.   Jessica-Klettern-Outdoor-UnterwegsWelche dieser Sportarten begeistert dich davon am meisten? Grundsätzlich genieße ich es einfach draußen zu sein. Meine größte Leidenschaft ist jedoch das Klettern! Diese Sportart hat sich quasi in meinem “Freizeit-Alltag” manifestiert. Schon während meiner Zeit in Hamburg habe ich mit der Sportkletterei begonnen und war sofort begeistert! Leider bleibt einem hier oben im Norden nur die Möglichkeit, in Hallen zu klettern. Aber die Anzahl der Hallen hier oben im Norden wächst glücklicherweise stetig.   Hast du einen Tipp für Kletterfans aus deiner Umgebung? Das Kletterzentrum Up in Oldenburg ist immer einen Besuch wert! Hier ist für alle etwas dabei: Bouldern, Toprope, Vorstieg, Slackline – und es gibt immer leckeren Kaffee in dem schönen Bistro.   Gibt es bereits Pläne für dein nächstes Reiseziel? Das wunderschöne Norwegen. Wir werden mit Auto und Zelt Fjordnorwegen erkunden und planen, unsere bereits dritte Jotunheimen-Trekkingtour zu machen. Vielen Dank für diese Einblicke!   

Werdet auch IHR Teil unseres Teams!

Stillstand ist bei uns noch lange nicht in Sicht! Noch dieses Jahr werden wir eine weitere Filiale in Bonn dazugewinnen. Mit einer Ladenfläche von 1.000 m² wird diese neue UNTERWEGS Filiale (direkt in der Fußgängerzone) unser bisher flächengrößtes UNTERWEGS Fachgeschäft. Hierfür suchen wir ab sofort Verstärkung des neuen Teams. Die entsprechende Stellenausschreibung findet ihr hier. Außerdem haben wir für das kommende Jahr einen weiteren Standort ins Auge gefasst. Somit wird bereits Mitte 2017 Leipzig zu unseren festen UNTERWEGS Standorten dazugehören. Die aktuelle Stellenausschreibung findet ihr hier. Da sich unser Sortiment vor allem durch seine hohe Qualität und Langlebigkeit auszeichnet, handelt es sich hierbei um einen sehr erklärungsbedürftigen und beratungsintensiven Bereich. Genau aus diesem Grunde suchen wir immer wieder nach engagierten Nachwuchskräften und fleißigen Azubinen und Azubis. Dieses Video stammt übrigens von 2014. Hier seht ihr Philipp noch als frisch gebackenen Verkäufer in Bremen – heute ist er unser bisher jüngster Filialleiter. Nähere Infos über ihn und seine Aufgaben bei UNTERWEGS in Bremen am Domshof findet ihr hier.   Der folgende Beitrag stammt von unserer Kollegin Madlen (UNTERWEGS Erfurt). Sie und Marula (Unterwegs Onlineshop in Wilhelmshaven) nahmen gemeinsam an einem zweitägigen Händlerevent von Jack Wolfskin teil. Wo diese Veranstaltung genau stattfand, was die beiden während ihrer zweitägigen Schulung erlebt und hiervon mitgenommen haben, das erfahrt ihr in ihrem persönlichen Erfahrungsbericht.   Packliste-Outdoor-SchulungImmer mal was Neues Damit wir als Outdoor-Fachhändler immer auf dem neuesten Stand bleiben und einen Überblick über die zahlreichen Outdoorartikel behalten, finden bei uns regelmäßige Produkt-Workshops, Outdoor-Schulungen und Händlerevents statt. So lud uns Jack Wolfskin erst kürzlich zu einem exklusiven Händlerevent am 15.06.2016 nach Heidesheim am Rhein ein. Für Marula und mich stand schnell fest, dass wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten. Kaum hatten wir zugesagt, konnten wir auch schon mit den Vorbereitungen für zwei tolle Tage beginnen und uns hierbei an der Packliste von Jack Wolfskin orientieren.

Tag 1

So erreichten wir den vereinbarten Treffpunkt auf einem Parkplatz in Heidesheim bereits um 09:00 Uhr und trafen dort auf viele weitere Händler, die der Einladung von Jack Wolfskin ebenso gerne folgten wie wir. Empfangen wurden wir mit wehender Jack Wolfskin Fahne. Nachdem wir alle vollzählig waren, ging es weiter in Richtung Bingen in den Binger Wald. Das Wetter war uns jedoch nicht so hold, es regnete. Daher kehrten wir erst einmal in die gemütliche Lauschhütte ein, um uns dort mit Kaffee und etwas Gebäck zu stärken. Schon jetzt merkten wir, dass wir eine dufte Truppe waren und kamen gleich auf Anhieb mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Nach unserer kurzen Auszeit und der kleinen Stärkung war dann auch die Sonne auf unserer Seite. Im Jack Wolfskin Base Camp angekommen, erhielten wir unsere Testausrüstung:
  • Laufschuhe
  • Trekkinghose
  • Funktions-T-Shirt
  • 100er Fleecejacke
  • Softshelljacke
  • 30 Liter Rucksack
  • Schlafsack
Jack Wolfskin Unterwegs   Draußen zu Hause Gut ausgerüstet starteten wir schließlich mit dem Aufbau der Zelte. Hierzu zählten unter anderem ein Expeditionszelt, ein Tunnelzelt und Geodäten. Ich fand es sehr imposant zu beobachten, wie schnell und unkompliziert wir das große Expeditionszelt aufstellen konnten – so etwas macht man ja nicht alle Tage 😉 Während des Aufbaus zeigte uns Gerold alle Feinheiten und Raffinessen der Zelte auf und gab uns einen kurzen Einblick in seinen Lebenslauf: Er erzählte uns, dass er bereits seit Beginn der Firmengründung zum Team von Jack Wolfskin gehört. Während er zunächst als Produktentwickler bei Jack Wolfskin tätig war, so arbeitet er heute als Produkttrainer.   Unterwegs-Outdoor-Schulung Gemeinsam ging alles ruckzuck… Da alle kräftig mit anpackten, stand das Camp schnell für uns bereit. Jetzt war es Zeit fürs Mittagessen. Dieses genossen wir erneut in gemütlicher Runde in der Lauschhütte. Da gleich nach dem Essen ein Gewitter aufzog, fanden wir uns im Bungalow zusammen und erhielten dort eine äußerst interessante Rucksack-Schulung.  Und wieder wurden uns viele interessante Details erklärt und gezeigt. Gerold veranschaulichte uns dabei sogar, wie wir unseren Rucksack am besten packen sollten und zwar anhand seiner eigenen Ausrüstung für den nächsten Urlaub. JW UnterwegsNun wurde es Zeit für etwas Action, also wanderten wir los zum Salzkopfturm. Dort angekommen hatten sich unsere Gastgeber etwas für den kleinen Adrenalinschub einfallen lassen: So erhielten wir die Möglichkeit, uns vom Turm abzuseilen. Ausgestattet mit Gurt und Helm ging es los! Die meiste Überwindung lag darin, über das Geländer zu klettern, aber als man im Seil hing war es schon gar nicht mehr so schwierig. Für die, die lieber sicher am Boden bleiben wollten, gab Gerold noch eine Zelt Schulung.   Unterwegs-JW Nach dem kleinen Adrenalinstoß wanderten wir weiter über den Salzkopf. Unterwegs erhielten wir einige Tipps zum Thema “Sicheres Gehen”. Wichtig sei hier vor allem, dass man nicht mit der Ferse sondern mit dem Vorderfuß auftritt. Der Grund: Die Ferse ist rund und bietet uns daher keinen sicheren Halt. Der Vorderfuß hingegen ist breit. Wir übten also das richtige Gehen. Diese Übungseinheit sah für Außenstehende sicher witzig aus. Es bedarf allerdings ein bisschen Übung. Diese kann ich euch jedoch absolut empfehlen, da der richtige Gang gerade bei langen Touren schonend für die Gelenke und die Wirbelsäule ist.

JW-unterwegsDer Weg endete mit einem tollen Blick auf den Rhein. Wir verweilten etwas und kehrten schließlich zurück zum Camp.

Unterwegs Schulung                 Dort erwarteten uns ein tolles Abendessen und erfrischende Getränke – oh, hab ich mich auf ein kühles Radler gefreut! Das Buffet war übrigens großartig! Im Anschluss saßen wir in gemütlicher Runde zusammen und es gab ein Spiel.  

Weg von der Theorie! Das Ziel dieses Spiels bestand darin, verschiedene Materialien und Stoffe den Produkten, die schlussendlich daraus entstehen, zuzuordnen. Wir fühlten, diskutierten, begutachteten und kamen tatsächlich zum richtigen Ergebnis. Gleich danach ging Gerold wieder näher auf die einzelnen Feinheiten der Materialien ein. Es war sehr spannend, die Funktionen der einzelnen Materialien näher zu betrachten. Sicher kann man die Funktion einer Membran gut erklären, aber als ich die Materialien im Rohzustand sah, verstand ich das Prinzip gleich umso besser!

Unterwegs-Schulung

Körper und Geist waren jetzt bedient und auch etwas erschöpft. Daher ließen wir den Abend an einem gemütlichen Lagerfeuer ausklingen.

Tag 2

Ausgeschlafen und nach einem ausgewogenen Frühstück, durften wir noch etwas mehr über die Marke Jack Wolfskin erfahren.

An dieser Stelle möchten Marula und ich ein großes Lob an das Team und vor allem Gerold aussprechen, da er uns nicht mit langen Vorträgen und trockener Theorie sondern mit kleinen Rätseln und Material zum Veranschaulichen begeistern konnte.

Es folgte ein weiteres Spiel. Dieses Mal zum Thema “Nachhaltigkeit” sowie “Sozial- und Umweltstandards” bei Jack Wolfskin. Ein großes Thema – nicht nur bei Jack Wolfskin, sondern bei allen Unternehmen der Outdoorbranche – ist der PFC-Ausstieg. Zwar hatte Jack Wolfskin diese Entscheidung bereits 2009 getroffen, doch ist die Umsetzung nicht von jetzt auf gleich möglich. Dennoch sind heute bereits über 77 % der Bekleidungsprodukte von Jack Wolfskin PFC-frei. Dies bestätigt auch die Fair Wear Foundation. Diese überprüft seit 2010 außerdem die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten und sorgt dafür, dass die Menschenrechte eingehalten werden. Darüber hinaus besteht seit 2011 eine Zusammenarbeit mit bluesign. Hiermit wird daran gearbeitet, dass jeder Produktionsschritt für die Menschen in den Fabriken sowie für die Umwelt sicherer gestaltet wird.   Unterwegs mit KanuIn die Kanus, fertig uuund los! Im Anschluss an dieser Schulungseinheit und vor Aufbruch zum nächsten Praxisteil durften wir uns noch die neue Kollektion anschauen. Daraufhin packten wir unsere Ausrüstung zusammen und fuhren zurück nach Heidesheim. Dort angekommen, warteten auf uns auch schon die Kanus. Wir fanden uns in Teams zusammen und bekamen eine kleine Einweisung. Marula und ich bildeten ein Team. Noch schnell Hab und Gut im wasserdichtem Tornister verstaut und los ging es! Unterwegs bei Jack WolfskinMarula saß vorne und ich hinten.   Ok, ich muss sagen, auf ruhigem Gewässer bin ich schon Kanu gefahren. Aber auf dem Rhein, der auch noch hohen Wasserstand hatte, ist es etwas komplizierter. Dennoch haben wir uns schnell zurechtgefunden und sind los gepaddelt. Es war sehr erholsam, so ruhig und friedlich auf dem Wasser. Mitten auf dem Rhein rasteten wir – alle Kanus nebeneinander – und genossen die tolle Landschaft. Diese war umgeben von Weinbergen und wir “standen” inmitten von Hessen und Rheinland Pfalz.   Der Abschluss eines tollen Events… Nach der Kanu Tour, gab es Mittagessen und eine Abschlussrunde. Nun war das zweitägige Event vorbei. Marula und ich nehmen viele schöne Eindrücke aus dem Rhein-Main-Gebiet mit und auch die Einblicke in das Unternehmen Jack Wolfskin, deren Produkte und Philosophie waren sehr interessant. Hinter Jack Wolfskin steckt ein tolles Team, alles war perfekt vorbereitet und wir haben die beiden Tage sehr genossen! Eine Woche Urlaub und akutes Reisefieber, was stellt man damit an? Zwischen all den schönen Fleckchen auf dieser Welt habe ich mich dieses Mal für den Lysefjord in Südnorwegen entschieden. Schnelle Anreise und atemberaubende Landschaft waren bei dieser Entscheidung ausschlaggebend. Ein paar Tage wandern mit leichtem Gepäck, nichts Überflüssigem und trotzdem alles dabei zu haben – das hatte ich mir vorgenommen. Als der Riesenberg Ausrüstung dann neben meinem kleinen 35 Liter Rucksack lag, zweifelte ich doch an meinem Vorhaben, aber nach kräftigem Aussortieren war am Ende doch alles im und am Rucksack verstaut. 13 kg + Wasser brachte das gute Stück nun auf die Waage. Erstaunlich, da mein normales Trekking-Gepäck meist um die 20 kg wiegt.
Preikestolen-Tipp-Unterwegs

Der Preikestolen, nervenkitzel am frühen Morgen

    Meine Packliste:
  • Merino Tshirt, Wollpullover, Primaloft Jacke, Regenjacke- und Hose, Socken und Wäsche, Stirnband
  • platzsparender Minikocher, kleiner Topf, Löffel und Messer
  • dünner Schlafsack, leichte Matte, Zelt, Wanderstöcke
  • Erste-Hilfe-Set, Zahnbürste, Waschzeug, Trekking Handtuch
  • Lebensmittel für fünf Tage bestehend aus Tüten Essen, Schokolade und Müsli
  • Karte und Kompass, Kamera, ein Buch
In der Hoffnung, trotzdem für jede Gelegenheit gerüstet zu sein, freute ich mich nun sehr auf die Reise.     Per Direktflug nach Stavanger und dann per Anhalter zum Ausgangspunkt meiner Tour, der Preikestolhytta. Das erste Stück bis zum Preikestolen ist für jeden, der Ruhe und Einsamkeit in den Bergen schätzt, der Horror. Die breit gepflasterte Touristenautobahn stört das Bild dieser friedlichen Landschaft. Aber ich kann jeden, der die gut sieben Kilometer lange, bergauf-führende Strecke auf sich nimmt verstehen, der Ausblick der uns erwartet ist grandios! Oben an der Kanzel angekommen, genieße ich die Aussicht und beobachte das bunte Treiben. Ich habe den Plan, hier oben zu übernachten, um am frühen Morgen den Preikestolen ganz für mich allein zu haben. Ein kräftiger Regenschauer vertreibt die meisten Wanderer und nachdem es ruhiger geworden ist, baue ich mein Zelt in sicherer Entfernung zur Abbruchkante auf. Während das Wasser für mein Trekking-Tüten-Essen kocht, genieße ich schon einmal die tolle Stimmung: Oben auf dem Berg über dem Fjord – und das Wichtigste: Ruhe. Zugegeben: Ich war nicht ganz allein mit der Idee hier oben zu campen, aber so gab es am nächsten Morgen zumindest die Gelegenheit zum gegenseitigen Fotoshooting – ganz allein auf dem bekannten Preikestolen.
Norwegen-Reisebericht-Unterwegs

Bei herrlichem Wetter geht’s weiter!

Da es zu dieser Jahreszeit selbst in Südnorwegen nur einige wenige Stunden der Dämmerung gibt, aber nie richtig dunkel wird, steht die Sonne schon Früh um sechs hoch am Himmel und man möchte eigentlich gar nicht mehr liegen bleiben. Alles wieder im Rucksack verstaut und weiter geht es. Am zweiten Tag meiner Tour bin ich tatsächlich keiner Menschenseele begegnet – das totale Gegenteil zum Vortag. Die Landschaft könnte nicht vielseitiger sein: Durch dichte Birkenwälder bergab, dann über Geröllfelder wieder bergauf bis über die Baumgrenze, über Fels-Plateaus und bunte Sommerwiesen und wieder hinab bis ganz zum Fjord. Alle paar Meter stehen bleiben, die Ruhe genießen und staunen. Trotzdem hatte ich an diesem Tag mehr geschafft, als ich mir vorgenommen hatte. Übrigens gar kein leichtes Unterfangen, da ich zur Planung nirgends Angaben zu Geh-Zeiten dieser Tour gefunden habe. Daher plante ich aus Angst mich zu überschätzen eher kleine Tages-Etappen ein.

Trekkingnahrung-Fjord-Kocher

Eine kleine Stärkung für zwischendurch…

Zugegeben nach einem knapp 18 km Marsch das Zelt direkt am Fjord aufzuschlagen ist ein überragendes Gefühl. Trotz des verhältnismäßig leichten Gepäcks, war das ständige auf-und-ab und die Geröllfelder ziemlich anstrengend. Schnell ein Bad im klaren Fjord, ein energiereiches Abendessen und dann die müden Knochen auf der Isomatte ausstrecken. Jeder Outdoorer wird diese Erleichterung kennen.
Fjord-Zelten-Norwegen-Unterwegs

Zelten mit Ausblick direkt am Fjord

Um 4 Uhr früh heizte die Sonne das Zelt so sehr auf, dass ich nicht länger schlafen konnte und wollte. Während ich einen besonders großen Becher Kaffee genieße, beobachtet mich ein kleiner Seehund, der neugierig am Ufer des Fjordes entlang schwimmt. Allein diese kleine Begegnung stärkt schon für den ganzen Tag und lässt den Muskelkater fast vergessen. Also weiter geht’s. Die Strecke sollte an diesem Tag deutlich leichter zu laufen sein. Ein ehemaliger Traktor-Weg, der die meisten Kilometer hinauf zur Nothütte in den Bergen führt kann man gut entlang wandern und auch die Hochmoore, durch die ich den weiteren Teil der Strecke laufe, sind nach der langen Trockenphase in diesem Gebiet kein Problem.
Lysebotn-Norwegen-Reisebericht

Ein Traum!

Ein einziger Wanderer kommt mir entgegen; und eine ganze Menge Schafe, die hier oben den Sommer verbringen und mich ein Stück begleiten. Ich bin bereits mittags an meinem angedachten Tagesziel und laufe einfach weiter, bis ich an die Straße gelange, die in Serpentinen hinunter nach Lysebotn führt. Das Dorf Lysebotn besteht aus einer Hand voll festen Einwohnern und lebt fast ausschließlich vom Tourismus. Es liegt ganz am Ende des Fjordes und ist somit ein beliebtes Ausflugsziel. Zu meinem Glück erbarmt sich ein Einheimischer meiner müden Füße und nimmt mich im Auto die steilen 700 Höhenmeter hinunter in den Ort mit. Unten angekommen beschließe ich, die Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen. Eigentlich war ich guter Hoffnung hier noch einige Nahrungsmittel nachkaufen zu können. Doch leider lagen mir hier falsche Informationen vor: Tour-Essen gibt’s hier nicht. Naja, dann muss es eben reichen. Aber die Dusche konnte mir keiner nehmen! Ebenso wenig wie den grandiosen Ausblick über den Fjord. Ganz anders aus dieser Perspektive.
Lysebotn-Bergwelt-Ausblick

Vom Campingplatz in Lysebotn hat man ganz andere Eindrücke der Bergwelt

Die 700 HM, die ich am Tag zuvor mit dem Auto hinunter zum Fjord gefahren wurde musste ich am nächsten Morgen auf der anderen Seite ja auch irgendwie wieder hoch. Das Wetter hatte sich leider schon am Vortag etwas zugezogen und sich nun zu stetigem Nieselregen gewandelt. Die enge, steile Straße hinauf zu kraxeln trägt nicht gerade zur guten Laune bei, also wieder Daumen raus und ich durfte dieses Mal eine muntere Reisegruppe aus dem asiatischen Raum begleiten, die von meiner Ausrüstung und meinen Geschichten begeistert waren. Ihr Ziel: Der Kjerag-Bolten. Dieser in der Eiszeit dort oben eingeklemmte Stein ist mindestens genauso berühmt wie der Preikestolen – nur nicht so leicht zu erreichen. Trotz des Wetters (mittlerweile ein kräftiger Sturm und Regen) war die Strecke sehr gut begangen, aber nichts desto trotz sehr anstrengend. Dank der richtigen Schuhe waren aber auch die nassen Steine kein Problem und ich wagte mich sogar auf den Kjerag. Gänsehaut pur.
Kjerag

Der Kjerag

Der „normale“ Wanderweg führt auf gleicher Strecke wieder zurück zum Parkplatz, doch ich wollte ja noch weiter. Da ich insgesamt viel schneller unterwegs war, als ich mir das dachte, hatte ich in Lysebotn (meinem eigentlichen Zielpunkt) beschlossen, auf der anderen Fjordseite weiter zu wandern, bis der Proviant alle ist. Da diese südlichere Seite mit gut 1000 Meter über dem Meer noch etwas höher ist, als die nördliche, hatte ich statt mit Sonnenbrand in den ersten Tagen nun mit Sturm, Schneefeldern und Schmelzwasser zu kämpfen.
Reise-durch-Norwegen-Tipp

Auf 1000 Meter Höhe führt der Weg entlang des Fjordes

Ganz andere, aber nicht weniger spannende Eindrücke. Allerdings sollte die kommende Nacht nicht besonders friedlich werden. Ich suchte für das Zelt auf dem Hochplateau nach einer windgeschützten Stelle mit der ich auch zufrieden war – bis der Wind sich nachts drehte und das Zelt mit jeder Böe neu herausforderte. Selbst ich zweifelte hier an der Stärke des ultra- leichten Materials, aber erstaunlicher Weise es war überhaupt kein Problem.  
Reisetipp-Unterwegs-Schneefelder-Norwegen

Schneefelder wohin das Auge reicht…

Tag 5 meiner Runde um den Lysefjord sollte auch mein letzter sein. Durch den andauernden Regen erwachten die Bäche und Moore wieder aus der Trockenzeit und ich stand mehr als einmal bis zum Knöchel im Matsch. Gut, dass meine Wanderstiefel gepflegt und somit echt ideal für diese Gegebenheiten waren. Bei der ein oder anderen Bachdurchquerung, die aufgrund des Regens nötig war, zog ich es aber doch eher vor, barfuß hindurch zu waten, nasse Wanderschuhe sind mit das Schlimmste auf einer Tour. Dennoch war das Wetter mit passender Kleidung kein Problem und die Landschaft durch die Wolken eher noch eine Spur interessanter.    
Tentporn-Zeltausblick-Norwegen

Ausblick aus meinem Zelt

Die letzte Etappe, vom Fjell hinunter zum Fjord bestand aus einer extra Herausforderung: 4444 Holz-Stufen, entlang einer Wasserleitung hinab in den Ort Fjørli, von dem aus die Fähre mich zurück zum Ausgangspunkt bringen sollte. Zum Glück hatten die Erbauer in regelmäßigen Abständen Verschnaufe-Möglichkeiten eingerichtet, die ich dankend annahm. In dem kleinen Fischerort wartete ich nun auf die Fähre, die für die Einwohner die einzige Verbindung zur Außenwelt ist. Es ist noch einmal ein eigenes Erlebnis, vom Wasser aus die steilen Felswände zu bestaunen, auf denen man noch Tage zuvor entlang wanderte.

Svenja-Norwegen-Reisebericht

Ein großartiger Moment

Für mich war die Wanderung ein toller Beweis dafür, dass man trotz wenig Ausrüstung eine Tour in den Bergen zu einem unvergesslichen, positiven Erlebnis machen kann, wenn man denn das Richtige mitnimmt.