Pflegetipps-ZelteFreut auch ihr euch nach einem langen, anstrengenden Wandertag auf eine erholsame Nacht? Dazu gehört auch ein Zelt, das widrigen Wetterverhältnissen standhält und dafür sorgt, dass ihr und euer Equipment nicht nass werdet. In unserem Onlineshop findet ihr eine große Auswahl an Zelten. Damit ihr viele angenehme und trockene Nächte in eurem Zelt verbringen könnt, ist die entsprechende Pflege wichtig! Die Zeltpflege ist zum Teil etwas aufwendig, aber es lohnt sich! In dem folgenden Beitrag, erfahrt ihr mehr zu dem Thema Pflege und Reparatur von Zelten.

Die Eigenschaften des Außenzeltes

  • Die meisten Zelte bestehen aus Kunstfaserstoffen wie Polyester oder Polyamid.
  • Für die Wasserdichtigkeit sorgt eine Beschichtung aus Polyurethan oder Silikon.
  • Damit Regen besser vom Außenzelt abperlen kann und es vor schädlichen UV-Strahlen geschützt ist, erhält das Zelt eine zusätzliche  Imprägnierung vom Hersteller

sleeping-in-a-tent-clip-art-43880Die richtige Pflege

  • Zur Pflege eures Zeltes gehört auch die Wahl des richtigen Lagerplatzes während der Tour. Dieser sollte frei von spitzen Steinen, Ästen etc. sein. Zudem solltet ihr euer Zelt nicht direkt unter einem Baum aufbauen, um Beschädigungen durch herabfallende Äste, herabtropfendes Harz o. Ä. zu vermeiden.
  • Ideal ist ein Lagerplatz im Schatten, da direkte Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) dem Außenmaterial auf Dauer schadet und die Lebensdauer eures Zeltes vermindert.
  • Verwendet eine Zeltunterlage, die den Zeltboden vor Verschmutzung, Rissen und Löchern schützt und achtet darauf, dass die Unterlage nicht über das Außenzelt hinausragt, sodass sich das vom Zelt ablaufende Wasser dort sammelt.
  • Für stürmischen Wind solltet ihr zusätzliche Abspannleinen und Heringe im Gepäck haben, da diese die Zugbelastung minimieren und die Nähte schonen.
  • Der sich während der Tour ansammelnde Dreck im Innenzelt sollte ab und zu ausgeschüttelt werden, indem ihr dieses einfach auf links dreht. Bitte nicht ausfegen, da Staub, Sandkörner etc. unter dem Feger wie Schleifpapier wirken und so das Bodenmaterial beschädigen können.
  • Kondenswasserbildung im Zelt kann nie ganz vermieden, aber zumindest reduziert werden. Das beste Mittel zur Reduktion ist eine gute Durchlüftung. Zudem ist ein sorgfältiges Abspannen unabdingbar, damit das am Außenzelt entstehende Kondenswasser nicht ins Innenzelt gelangt. Mit einer Zeltplane im Bereich der Apsiden kann die Kondenswasserbildung zusätzlich eingeschränkt werden, da so weniger Feuchtigkeit vom Boden und Bewuchs ins Zelt eindringt.
  • Nach der Tour ist vor der Tour: Damit es bei der nächsten Unternehmung mit Zelt keine unangenehmen Überraschungen gibt, solltet ihr euer Zelt am besten immer direkt nach jeder Tour auf Schäden und Verschleißerscheinungen überprüfen und diese gleich beheben.
  • Säubert Verunreinigungen des Außenzeltes mit lauwarmem Wasser und einem weichen Schwamm, wobei ihr nicht zu fest aufdrücken und keine scharfen Reinigungsmittel verwenden, sondern besser natürliche Reiniger auf Seifenbasis solltet.
  • Reißverschlüsse werden mit einer alten Zahnbürste abgebürstet und mit Hilfe eines Silikonsprays wieder gleitfähig.

Achtung! Wascht euer Zelt NIE in der Waschmaschine!

 Nahtversiegelung
  • Beschichtungen halten normalerweise relativ lange. Nähte können hingegen schneller undicht werden, lassen sich aber ohne große Probleme mit speziellen Nahtdichtern neu versiegeln.
  • Baut euer Zelt auf und überprüft, ob es komplett sauber und trocken ist. Außerdem müssen die abzudichtenden Nähte unter Zug sein.
  • Tragt eine ausreichende Menge an Nahtdichter auf der Innenseite des Zeltes entlang der zu reparierenden Zeltnaht auf. Verteilt ihn entlang der Naht mittels eines kleinen Pinsels bzw. einer Bürste, sodass die undichte Stelle schließlich von einem dünnen, geschlossenen Film abgedeckt ist.
  • Achtet darauf, dass der Film etwas breiter als die Naht selbst ist.
  • Bei den meisten Nahtdichtern ist ein Pinsel bzw. eine Bürste im Lieferumfang enthalten.
  • Die Trocknungszeit sollte mindestens 12 Stunden betragen.

Reparatur

  • Habt ihr kleine bis mittelgroße Löcher oder Risse im Zeltmaterial, könnt ihr diese problemlos selbst reparieren, wobei auch hier wichtig ist, welche Beschichtung euer Zelt hat. Im Lieferumfang der meisten Zelte ist ein Set an verschiedenen Flicken enthalten.
  • Wenn ihr euch bezüglich einer Reparatur unsicher seid oder ein größerer Schaden am Zelt vorliegt, solltet ihr dieses in Fachhände geben. Die meisten Zelthersteller bieten einen entsprechenden Service an. Sprecht uns gerne in einer unserer Unterwegs Fachgeschäften an oder erkundigt euch telefonisch bei unserem Service. Wir helfen euch gerne weiter und nehmen Kontakt zu den Herstellern auf!

Tel: +49 (0) 4421 / 500 380  (Mo-Fr.: 8.00-18.00 Uhr, Sa: 10.00-15.00 Uhr)

Zelte mit PU-Beschichtung
  •  Kleine Risse könnt ihr mit einem Nahtdichter reparieren. Nähen ist jedoch sicherer (per Hand oder Nähmaschine), da so ein weiteres Einreißen besser verhindert werden kann.
  • Als Faden empfehlen wir euch Segelgarn. Reinigt die beschädigte Stelle, bevor ihr mit dem Nähen beginnt. Näht vorsichtig und sorgfältig, um einen größeren Schaden zu verhindern. Versiegelt die genähte Stelle mit dem Nahtdichter. Um auf Nummer sicher zu gehen (vor allem bei händischen Nähten), könnt ihr außerdem einen Flicken verwenden.
  Kleine Löcher lassen sich mit einem Tropfen des Nahtdichters leicht reparieren: Stelle reinigen, Nahtdichter aufbringen, trocknen lassen – fertig!  
  • Größere Löcher solltet ihr mit einem Flicken reparieren. Tragt den Nahtdichter auf die gereinigte Stelle auf, bis ein dünner, geschlossener Film entsteht, der größer als der Flicken ist. Der Flicken selbst sollte das Loch an allen Seiten großzügig überdecken, schneidet ihn also entsprechend zurecht. Klebt den Flicken auf, streicht ihn glatt und lasst ihn die Stelle vollständig trocknen.
  Unsere Empfehlung: Seam Grip Universal Reparatur Set von McNett. Dieses enthält verschiedene Flicken sowie eine Tube Nahtdichter mit Pinsel.  

Zelte mit Silikon-Beschichtung Hier empfiehlt es sich, nicht nur Risse, sondern auch Löcher zu nähen, da die Nahtdichter für silikon-beschichtete Zelte nicht so stark belastbar sind. Wollt ihr einen Riss nach dem Nähen zusätzlich mit einem Flicken sichern, näht diesen ebenfalls an.

Unsere Empfehlung: SilNet von McNett. Es ist für die Reparatur von Nahtlöchern oder Beschädigungen an silikon-beschichteten Materialien konzipiert und gewährleistet eine wasserdichte Abdeckung (Pinsel inklusive).

Imprägnierung

  • Starker Regen, Schnee, Eis, feiner Staub, Sonneneinstrahlung etc. tragen die Imprägnierung mit der Zeit ab. Das Zelt ist dann auch nicht mehr vor UV-Strahlen geschützt, wodurch die verarbeiteten Materialien schneller altern, ausbleichen, spröde sowie anfällig für Risse werden. Zudem perlt Wasser nicht mehr ab, der Oberstoff nimmt Feuchtigkeit auf und die Trocknungszeiten des Zeltes verlängern sich erheblich. Ein gut imprägniertes Zelt braucht ihr nur ordentlich aufzuschütteln und schon ist es fast wieder vollständig trocken.
  • Wir empfehlen generell, die Imprägnierung des Zeltes alle paar Jahre zu erneuern, wobei dies natürlich auch von der Häufigkeit der Zeltbenutzung bzw. von den Bedingungen abhängt, denen das Zelt auf euren Touren ausgesetzt ist.
  • Um die Imprägnierung zu überprüfen, bewässert das Zelt am besten mit einem Gartenschlauch oder einer Gießkanne. So könnt ihr am schnellsten erkennen, ob das Wasser noch abperlen kann, d. h. ob die Imprägnierung noch ausreichend ist. Wenn das Wasser nicht abperlt, sondern sich ein Wasserfilm bildet, der vom Zeltstoff aufgenommen wird, muss eine Imprägnierung erfolgen.
  • Für die Imprägnierung baut ihr euer Zelt auf und überprüft, ob es sauber und unbeschädigt ist.
  • Ihr könnt entweder ein Imprägnierspray oder eine Flüssigimprägnierung verwenden. Die meisten Imprägniermittel sind sowohl für PU- als auch für silikon-beschichtete Zelte geeignet.
  • Beachtet bitte immer die Angaben des Herstellers!
Spray

Das Imprägnieren mit einem Spray geht einfach und schnell. Beim Sprühen muss jedoch besonders sorgfältig auf die gleichmäßige Verteilung des Mittels geachtet werden. Vermeidet es, das Spray einzuatmen und lasst das Zelt gut durchtrocknen. Unsere Empfehlung: Gear Guard Eco von Fibertec – fluorfrei, umweltfreundlich, sehr stark wasserabweisend und mit zusätzlichem UV-Schutz für eine verlängerte Lebensdauer eures Zeltes.

Flüssigimprägnierung Die Imprägnierung mit einem flüssigen Mittel ist etwas aufwendiger, das gleichmäßige Aufbringen jedoch unkomplizierter. Flüssigimprägnierer müssen meistens mit Wasser verdünnt werden. Das Auftragen und gleichmäßige Verteilen erfolgt dann mithilfe eines Schwamms, einer weichen Bürste oder eines Mikrofasertuches. Die meisten Flüssigimprägniermittel benötigen eine gewisse Einwirkzeit. Anschließend solltet ihr überschüssiges Mittel mit einem Tuch abwischen, um unschöne Flecken zu vermeiden. Lasst das Zelt auch hier gut durchtrocknen. Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt ihr die Imprägnierung nach dem Trocknen überprüfen und das Imprägnieren gegebenenfalls wiederholen.

Unsere Empfehlung: Tent & Gear SolarProof von Nikwax – PFC-frei, dauerhaft wasserabweisend mit zusätzlichem UV-Schutz.

Transport und Lagerung

Das Zelt solltet ihr weder feucht verpacken, noch lagern. Manchmal geht es nicht anders und das ist für 1-2 Tage kein Drama! Beim Lagern sollten jedoch sämtliche Teile absolut trocken sein! Dieses beugt Verfärbungen, Geruch, Stockflecken und Schimmel vor.

Kaum entworfen, schon den nächsten Trend geschaffen – angefangen bei stylischen T-Shirts mit derben Sprüchen bis hin zum typisch norddeutschen Friesennerz 2.0! Weshalb nicht nur das Design von Derbe eine gute Figur macht, und wie sich die Peninsula Softshelljacke bei Schmuddelwetter bewährt, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.

Derbe Stadt, derbe Mode! Thomas Köhlert und Sandy Baumgarten haben es geschafft! Nur ein Jahr nach Firmengründung in 2001 wussten sie, dass ihre Geschäftsidee mitten ins Schwarze getroffen hatte! Dank der langjährigen Erfahrung im Vertrieb (Vertriebsleiter) von Thomas und Sandy’s großer Leidenschaft für Design (Textilmanagerin) und dem richtigen gemeinsamen Gespür für den Markt, ist es den beiden Nordlichtern mit ihrer Modekollektion aus Hamburg gelungen, sich gekonnt von der Masse abzuheben!

Nur eine Schnapsidee? Die Idee dahinter entstand auf einer damaligen Heimfahrt von Düsseldorf nach Hamburg. Im Radio hörten sie ein Interview mit der Hamburger Hiphop-Band Fünf Sterne Deluxe und gefühlt jedes zweite Wort war „derbe“, – derber Style, derbe Songs …usw. Inspiriert von den Worten der Rapper und den eigenen Lieblingsstücken im Kleiderschrank folgten schon bald die ersten Entwürfe. Anfang 2002 verschlang die Produktion der ersten Trainingsjacke im Retrostil mit dem Hamburger Wappen vorne und dem Derbe Schriftzug hinten die letzten Ersparnisse der beiden Jungunternehmer. Es dauerte jedoch gerade einmal eine Woche, bis die ersten 750 Jacken restlos ausverkauft waren und neues Budget in ihre Kassen spülten. Sie hatten mit der pfiffigen Kombination von Trend und Tradition eine Marktlücke entdeckt und mussten nun schnell für Nachschub sorgen, denn die lässigen, maritimen Looks waren das, worauf offensichtlich viele gewartet hatten!

“Menschen zwischen 28 und 35, die noch Streetwear tragen, aber nicht herumlaufen wollen wie ein 16-jähriger Hip-Hopper.” (Sandy Baumgarten)

Derbe Travel Friese UnterwegsNicht nur was für echte Nordlichter! Von da an folgte ein Shirt und ein maritimes Accessoire dem anderen! Selbst maritime Unterwäsche ist heute derbe angesagt! Ebenso wie den ersten 750 Derbe Trainingsjacken, erging es daher auch den ersten 400 Derbe Regenjacken – kaum produziert, schon ausverkauft! Während sich die ursprüngliche Zielgruppe anfangs noch auf “nordisch geprägte Kneipensportler” und “Friesen” beschränkte, zieht das kreative Duo immer mehr Fans in seinen Bann und zwar über alle Generationen hinweg, deutschlandweit und begeistert selbst Österreich!

“In Österreich verkaufen wir vor allem in Snowboard-Shops. Hamburg und alles, was damit zu tun hat, kommt dort richtig gut an” (Thomas Köhlert)

 

Derbe-Detail

Alle Derbe-Artikel haben ein entscheidendes Kriterium gemeinsam: sie sind “norddeutsch”, direkt und teilweise sogar provokant! Eines ist sicher: die Kiezattitüde ist nicht zu übersehen – sei es auf’m Deich, an der Küste oder auch im Großstadtdschungel! Raffinierte, maritime Details wie Ankerknöpfe und vegane Leder “lookalike” Derbe Logo-Patches machen die maritimen Looks des Hamburger Mode-Labels überall zum Hingucker!

“Viel mehr als ne Handvoll Styling an Bord, denn derbe kennt nur eine Richtung: Volle Fahrt voraus! (Derbe Homepage)

Derbe-Penisula-Unterwegs-maDerbe unterwegs bei Schietwetter… Auch an mir ist die Kollektion von Derbe nicht vorbei gegangen 🙂 Kaum eingetroffen, schon hatte mich meine neue Lieblingsjacke voll erwischt! Mit dem wetterfesten Peninsula Softshell Mantel beweist das Hamburger Duo wieder einmal sein Talent, Stil und Tradition gekonnt in Einklang zu bringen! Vom figurnahen Schnitt, über den maritimen Look bis hin zum wasserabweisenden, winddichten und atmungsaktiven Softshellmaterial bietet mir die Peninsula von Derbe all das, was ich von einem Allrounder für unterwegs erwarte! Weiches Fleecefutter und maritime Elemente wie ihre weißen Druckknöpfe mit Ankermotiv und Kordeln runden die Softshelljacke optimal ab!

Ich hatte schon lange nach einem maritimen Mantel gesucht, der mich nicht nur optisch begeistert, sondern auch zusätzlichen Wetterschutz bietet und genau das trifft auf meine neue Peninsula zu: Derbe-Penisula-UnterwegsErst am vergangenen Wochenende hielt sie Wind und Wetter stand und trotzte während einer dreistündigen Radtour unserem typisch nass-kalten, norddeutschem Wetter bei 5 °C und frischer Brise entlang der Nordseeküste in Hooksiel. Kombiniert mit meiner gemütlichen Merino-Wolljacke, meinem P.A.C. Merino Fleece Schlauchtuch und meinen Earbags hat sie unseren gemeinsamen Schietwetter-Test prima gemeistert! Dank unserer beiden Jungs, konnte ich auch schon einen ersten Waschtest machen und mich von dem schmutzabweisenden und schnelltrocknenden Softshell-Material überzeugen 🙂

Fazit: Die Peninsula ist meine neue Lieblingsjacke!

KaffeesystemeDie Auswahl an Kaffeemaschinen und -systemen ist enorm! Dabei reicht die Bandbreite von aus dem Alltag bekannten French Press-Kannen bis hin zu kleinen Espressokochern inklusive ästhetischem Schwanenhals nach italienischem Vorbild. In dem folgenden Beitrag stellt euch unsere Kollegin Julianne von Unterwegs Oldenburg unsere verschiedenen Kaffeesysteme vor.

Wer mich morgens vor dem ersten Kaffee anspricht, …!“

Es gibt Menschen, die sind vor dem ersten Kaffee am Morgen nicht ansprechbar. Damit auch diese Menschen (und ihre Familien und Freunde) Outdoor-Freuden genießen können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Koffein-Zufuhr. Im Folgenden möchte ich euch die unterschiedlichen Versionen in ihrer Funktion kurz vorstellen, und zeigen, wie Kaffee-Süchtige (und andere Kaffeetrinker) zu ihrer täglichen Koffein-Dosis gelangen können:

GSI Java Press-Edelstahl

Java Press von GSI

Der Klassiker… Im Bereich der Kannen gibt es einmal die klassische French Press-Variante. Ein Beispiel ist unsere Java Press von GSI. Sie ist beispielsweise für Reisen mit dem Bulli, Wohnmobil oder in die Ferienwohnung gedacht. Bei dieser Kanne wird das Kaffeepulver mit heißem Wasser übergossen, etwas „ziehen“ gelassen und vor dem Trinken von einem Sieb-Einsatz in der Kanne nach unten gedrückt. Das Ergebnis: Der Kaffeesatz bleibt unter dem Sieb-Einsatz am Kannenboden zurück, während euch oben der frisch aufgebrühte Kaffee erwartet!

Petromax Tee- und Kaffee Perkolator

Petromax Tee- und Kaffee Perkolator

Der Schweden-Kaffee Eine weitere Möglichkeit Kaffee zu genießen, bietet euch die sogenannte Perkolator-Variante. Ein Beispiel ist unser Perkolator von Petromax. Bei diesem System füllt ihr zunächst das Kaffeepulver in den dafür vorgesehenen Einsatz und setzt im Anschluss heißes Wasser in der Kanne auf. Das Ergebnis: Wasserdampf steigt nach oben und durchströmt das Kaffeepulver, bis der Kaffee die richtige Temperatur und Stärke erreicht hat. Bei dieser Methode gilt: Je länger dieser Kreislauf von „Wasser kochen, oben in das Kaffeepulver sickern, als Kaffee runter tropfen“ aufrechterhalten wird bzw. die Kanne auf der Hitzequelle verbleibt, desto stärker wird der Kaffee.

Für Espresso-Liebhaber… Den Espresso-Liebhabern ist die italienische Variante eventuell schon bekannt: Hierbei füllt ihr zunächst Wasser in die Kanne und hängt den Sieb-Einsatz mit dem Espresso-Pulver darüber. Zuletzt verschraubt ihr das Oberteil der Kanne und stellt das ganze auf eine heiße Herdplatte. Nach wenigen Minuten beginnt das Wasser zu kochen und drückt von unten durch den Sieb-Einsatz, während das Espresso-Pulver in den oberen Teil gedrückt wird und als wunderbarer Espresso auf euch wartet :). Den Relags Espresso Maker gibt es bei uns sogar in unterschiedlichen Größen: Je nachdem, ob ihr alleine, zu dritt, zu sechst oder zu neunt mit Familie und Freunden Espresso trinken möchtet.

Italienische Espressokanne Relags Espresso Maker Bellanapoli
Esbit-Kaffeemaschine

Esbit Kaffeemaschine

Eine weitere Alternative bietet die Esbit-Kaffeemaschine. Diese ist nicht nur knuffig anzusehen, sondern auch funktionell. Hiermit könnt ihr euren morgendlichen Kaffee über der Flamme von Esbit-Würfeln köcheln lassen.

Ortlieb-Filter mit weißem RandPraktisches Zubehör für unterwegs und zu Hause Kaffeefilteraufsätze bieten die Firmen Ortlieb und GSI. Hierbei wird in die Außenhülle ein Haushaltskaffeefilter eingesetzt, Pulver eingefüllt und  “peu à peu” mit heißem Wasser übergossen. Die Filter lassen sich auf Kannen oder direkt auf einzelne Becher aufsetzen – für alle, die als Kaffeetrinker in einer eingeschworenen ostfriesischen Reisegruppe die Minderheit bilden.

GSI-ultralight-kaffeefilter

GSI Collapsible Java Drip (136 g) und GSI Kaffeefilter Ultralight (15 g)

Es geht auch ultraleicht… Für alle Anhänger der Ultraleicht-Variante bietet sich mit dem GSI Kaffeefilter Ultralight eine Möglichkeit, mit sehr geringem Gewicht und wenig Platzaufwand zum Morgengenuss zu gelangen. Damit sich der Filter bei aller Leichtigkeit in skandinavischen Winden nicht verabschiedet, lässt er sich mit seinen Füßchen auf die Kaffeetasse stecken.

Nach dem Aufbrühen kann der Filter umgestülpt und mit kaltem Wasser ausgespült werden. Zum Trocknen kann man ihn dann mit den Clips bspw. außen am Rucksack befestigen und etwas durch Sonne, Wind und Landschaft tragen.

Growers 2 Cup

Growers 2 Cup im Detai

Beim Ausfüllen wird der Kaffee dann erst durch ein Sieb und dann durch die Tülle ausgeschenkt, sodass die Gefahr minimiert wird, sich an heißem Kaffee die Finger zu verbrühen.

Der Growers 2 Cup-Kaffee eignet sich damit auch als nettes Mitbringsel oder witziges Geschenk für Kaffee-Liebhaber. Von meinen Jungs auf der letzten Kurz-Wanderung wurde diese Variante morgens wohlwollend angenommen. Auch wenn die Frage offen blieb, warum ich mich als Teetrinkerin so für Kaffee interessiere, dass ich ihnen etwas zum Testen mitbringe ;).

Erste Hilfe ist ein wichtiges Thema und kann im Notfall über Leben und Tod entscheiden. Der letzte Kurs liegt bei den meisten von uns schon eine ganze Weile zurück. Dies traf bis Freitag auch auf meine Kollegen und mich zu. Daher fand am vergangenen Freitag ein ausführlicher Auffrischungskurs in unserem Onlineshop statt. Da erste Hilfe für jeden von uns wichtig ist, möchte ich euch im Folgenden eine Zusammenfassung unseres Kurses geben und euch die wichtigsten Tipps und Anleitungen aufzeigen.

Notruf absetzen! Entscheidend ist, egal, mit welchem Notfall ihr konfrontiert werdet, das sofortige Absetzen des Notrufes. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde! Die richtige Nummer ist immer die 112. Das Eintreffen des Rettungsdienstes dauert in der Regel maximal 10 bis 15 Minuten, aber selbst eine Minute kann sich wie mehrere Stunden anfühlen. Sei es auf der Arbeit, im Brandfall oder auch auf der Autobahn. Während euch euer Schulungsleiter noch vor 10 Jahren die fünf W-Fragen (Wo?, Was? Wie? Welche Art von Verletzung? und das anschließende Warten auf Rückfragen?) eingeprägt hatte, könnt ihr euch heute auf die direkte telefonische Abfrage bis hin zur Hilfestellung für die Reanimation erfahrener Leute aus dem Rettungsdienst verlassen.

Keine Panik! Gerade in Momenten, in denen ein Verletzter auf eure Hilfe angewiesen ist, geht es an eure Nerven! Dennoch solltet ihr versuchen ruhig zu bleiben und eure vollständige Konzentration auf die Erstversorgung der verletzten Person zu richten. Wichtig ist, in jedem Fall geht Selbstschutz vor! Bringt euch nicht auch noch selbst in eine gefährliche Situation. Leider schauen gerade bei uns in Deutschland sehr viele Leute einfach weg, wenn jemand dringend Hilfe benötigt. Oftmals schauen dieselben Leute erst dann hin, wenn ein anderer mit der Erstversorgung beginnt. Während zuvor jeder zweite weg schaute, steht dann plötzlich eine Traube Menschen um die Unfallstelle herum. 

“Deutschland steht in Sachen Erste Hilfe ganz weit unten!” (Jörg Limberg, Ausbildungsleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe)

Bleibt auf Empfang! Da heutzutage so ziemlich jeder von uns ein Handy besitzt, gehören Notrufsäulen und Telefonzellen der Vergangenheit an. Solltet ihr mal in eine Notsituation geraten, in der ihr den Rettungsdienst bereits erreicht habt und euer Empfang plötzlich abbrechen oder euer Akku leer sein sollte, dann bloß keine Panik! Der Rettungsdienst bekommt eure Nummer angezeigt und ist notfalls in der Lage, eure letzte Position zu orten. Selbst dann, wenn eure Nummer eigentlich unterdrückt wird. Die sofortige Ortung eines Handys hat schon so manchem Bergsteiger das Leben gerettet!

Und dann… ganz plötzlich…! Da keiner von uns weiß, wann uns ein Notfall erwischt, zählt die entscheidende Vorbereitung. Hierzu gehören sowohl regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse als auch ein paar kleine Hilfsmittel. Die folgenden Beispiele zeigen euch, wie ihr vorbereitet seid, wenn es darauf ankommt…

Beispiel: Verkehrsunfälle

Beispiel 1: Autounfall Ihr seid auf der Autobahn unterwegs. Plötzlich ereignet sich direkt vor eurem Auto ein Verkehrsunfall.

Was ist zu tun? Wenn möglich, ist es empfehlenswert, das Auto etwa 20 bis 30 Meter von der Unfallstelle entfernt auf derselben Fahrbahn abzustellen. Mit Warnblinker und Fernlicht für möglichst gute Sichtbarkeit sorgen. Daraufhin könnt ihr euch an den folgenden Schritten orientieren:

  1. Schnappt euch eure Warnweste, euren Erste Hilfe Kasten und das Warndreieck
  2. Lauft zum Aufstellen des Warndreiecks bitte immer hinter der Leitplanke oder ganz weit am Fahrbahnrand entlang
  3. Stellt das Warndreieck etwa 100 Meter (innerorts 50 Meter) von der Unfallstelle entfernt auf. Sollte sich der Unfall direkt in oder hinter einer Kurve ereignet haben, dann vor der Kurve.
  4. Zündung des Unfallwagens abstellen
  5. Vermeidet an der Unfallstelle offenes Feuer oder Funken
  6. Unfallstelle/Verletze vor “Zuschauern” abschirmen

Notfallhammer-GurtschneiderSo könnt ihr helfen! Da es bei Verkehrsunfällen leider nicht selten dazu kommt, dass der Verletzte bewusstlos im Wagen liegt und dieser verriegelt ist, können einfache Dinge, wie zum Beispiel ein Notfallhammer oder auch ein Gurtschneider hilfreich sein. Viele Autos sind mit einer automatischen Zentralverriegelung ausgestattet (sie verriegelt die Türen ab 20 km/h automatisch), die im Alltag zwar praktisch sein kann, im Notfall jedoch ein großes Problem darstellt, da sie sich häufig nicht mehr entriegeln lässt. Hier seht ihr drei verschiedene Gurtschneider. Bei dem mittleren Modell handelt es sich um eine 5in1 Multifunktions- Notfall Lampe mit blinkender Warnleuchte und Nothammer, der Tipp unseres Schulungsleiters Jörg.

Achtung! Selbst dann, wenn der Airbag noch nicht ausgelöst wurde, heißt das nicht, dass es nicht mehr passieren könnte! Selbst eine kleine Erschütterung könnte ausreichen, um ihn auch noch verspätet auszulösen. Solltet ihr euch dann zwischen dem Verletzten und dem Airbag befinden, könnte dies lebensgefährlich werden. Um euch und die verletzte Person nicht in Gefahr zu bringen, solltet ihr lieber gleich die Gurte durchschneiden.

Die Erstversorgung… Nachdem ihr den Gurt entfernt habt, solltet ihr versuchen, die verletzte Person unter den Achseln zu greifen, auf dem Sitz zu drehen und aus dem Wagen bzw. aus dem Gefahrenbereich zu ziehen. Sollte euch das gelungen sein und wollt ihr Hilfe holen oder sollte die Person würgen müssen, dann bringt sie zunächst in die stabile Seitenlage. Hierzu legt ihr sie vorsichtig auf den Rücken, bringt den einen Arm in einen 90 Grad Winkel und stellt das gegenüberliegende Bein auf. Erst dann legt ihr eure Hand an die gegenüberliegende Schulter des Verletzten und dreht ihn vorsichtig zu euch auf die verletzte Seite. Sollte der Verletzte euch körperlich überlegen sein, dann lehnt euch mit eurem Gewicht von hinten gegen das bereits aufgestellte Bein. Hier seht ihr, wie es so selbst einer Vierjährigen schnell gelingt, ihren Vater in die stabile Seitenlage zu bringen.

Motorradunfall-Helm-abnehmenBeispiel 2: Motorradfahrer Auch hier ist das direkte Alarmieren des Notrufes entscheidend! Außerdem ist es wichtig, dass ihr direkt den Helm entfernt oder den noch ansprechbaren Verletzten dazu auffordert, seinen Helm abzunehmen. Sollte der Motorradfahrer beatmet werden müssen, ist es nur OHNE Helm möglich.
  1. Visier hoch
  2. Schloss auf
  3. Hände so weit es geht hineinstecken und Helmpolster zur Seite drücken
  4. Helm vorsichtig in Richtung Kinn heben und zu euch ziehen
  5. Kopf auf eure Knie oder auf eure zusammengerollte Jacke legen und stützen
  6. Verletzten je nach Zustand in stabile Seitenlage bringen

Klare Anweisungen erteilen! Da man im Notfall mindestens sechs Arme und Beine gebrauchen könnte und jede Sekunde zählt, ist es wichtig, dass ihr weiteren Leuten direkte und klare Anweisungen erteilt. Bittet sie nicht darum, sondern fordert sie dazu auf:

“Du alarmierst den Notruf und du stützt seinen Kopf…!”

Beispiel: Vergiftung

Die eigentliche Vergiftung kommt eigentlich erst dann zustande, wenn Chemikalien o. ä. wieder hochgewürgt werden. Generell solltet ihr sofort den Notarzt alarmieren und die Person einige Kohle-Tabletten mit viel Wasser schlucken lassen. Diese verkapseln erst einmal die giftigen Substanzen im Magen. Da sämtliche Chemikalien und Putzmittel registriert sind, können die Ärzte schnell handeln und das richtige Gegenmittel verabreichen.

 

Beispiel: epileptischer Anfall

Ein solcher Anfall kann tatsächlich jeden von uns treffen, und zwar von Geburt an! Mögliche Auslöser könnten zum Beispiel sein:
  • Discolicht
  • kaputte Neonröhren
  • wechselnde Reklame (in Großstädten)
  • während der Autofahrt (vorwiegend nachts oder zwischen Alleen)
  • alte, flackernde Bildschirme

Was ist zu tun? Wichtig ist zunächst, dass ihr den Betroffenen sofort von dem Auslöser isoliert. Also solltet ihr in der Disco zum Beispiel sofort dafür sorgen, dass alle Lichter angeschaltet werden. Dann den Notruf absetzen und die Person auskrampfen lassen. Bitte NICHT festhalten und NICHTS zwischen die Zähne legen! Brille abnehmen und eng anliegende Kleidung lockern. Erst nachdem das Krampfen vorbei ist, könnt ihr sie bei Bedarf in die stabile Seitenlage bringen.

Beispiel: Verbrennung

Hautschichten-Foto-hautarzt-degenhardtOb es sich bei einer Verbrennung um eine eher harmlose Verletzung oder eine lebensgefährliche Verbrennung handelt, hängt davon ab, wie weit es die Hitzewirkung durch die drei Hautschichten (siehe Grafik) geschafft hat. Unsere Haut ist unser größtes und zugleich intelligentestes Organ und regeneriert sich immer wieder auf’s Neue, sobald sie verletzt wurde. Sei es eine Schürfwunde oder auch die lästige Hornhaut. Daher solltet ihr nie auf die Idee kommen, die Hornhaut zu entfernen, denn der Jojo-Effekt folgt gewiss 😉

Verbrennungsgrade und Beispiele: 1. Grades: Sonnenbrand 2. Grades: Sonnenbrand mit Bläschen (Brandbläschen bitte, wenn überhaupt, nur vom Arzt öffnen lassen, da die Infektionsgefahr zu groß ist!)
  • 2a: Rötung lässt sich weg drücken
  • 2b: Rötung lässt sich nicht mehr weg drücken
3. Grades: Bildung von Brandschorf (viele kleine Hautkrümel), herabgesetzter Berührungsschmerz, Haare locker 4. Grades: Verkohlung der Haut, keine Blutung nach Nadelstichprobe  
Verbandpaeckchen

Sterile Verbandspäckchen inklusive Kompresse

Bei Verbrennungen ersten oder zweiten Grades könnt ihr dem Verletzten mit einem sterilen Verbandspäckchen helfen und die Verbrennung verbinden. Denkt bitte daran euch Handschuhe anzuziehen. Beides findet ihr in euren Erste Hilfe Kästen. Für leichte Linderung des Schmerzes sorgt lauwarmes Wasser. Bloß kein kaltes Wasser! Sollte die Verbrennung bis in die letzte Hautschicht (die Leberhaut) gedrungen sein, ist das Schmerzempfinden gleich Null. Bei einer Verbrennung vierten Grades sind sowohl die Hautschichten verkohlt als auch das darunterliegende Muskelgewebe mit Knochen, Sehnen und Gelenken erfasst worden.    Tipps für Wärmflaschenliebhaber: Da es in unserer Runde so einige Wärmflaschenliebhaber gab, die bis zu dem Tag unserer Schulung nie darüber nachgedacht haben, dass eine Wärmflasche platzen kann, wenn sie “falsch” befüllt und ein gewisser Druck (z. B. durch Anlehnen) darauf ausgeübt wird, hier ein paar Tipps:
  1. NIE mit kochend heißem Wasser befüllen!
  2. nur zur Hälfte befüllen.
  3. vorsichtig etwas Luft heraus drücken
  4. in ein Handtuch wickeln
 

Beispiel: Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt wird zwischen einem lauten und einem leisen Infarkt unterschieden. Während uns der leise Infarkt im Schlaf erwischen kann, macht sich der laute Herzinfarkt durch Schmerzen und ein dafür typisches Druckgefühl bei uns bemerkbar. Während Frauen Bauch- oder Rückenschmerzen empfinden, zieht es Männern meist im linken Arm und teilweise bis hin zum Unterkiefer. Außerdem erleiden sie häufig einen starken Druck im Brustkorb. Da Bauchschmerzen leider keine Seltenheit sind und die Schmerzen eher verdrängt werden, werden 99,7 % der Herzinfarkte bei Frauen nicht gleich und teilweise erst viel zu spät erkannt. Tipp: Notruf absetzen und aufrecht hinsetzen bis der Arzt kommt! Kein Koffein, kein schwarzer Tee o. ä.!

Beispiel: Schlaganfall

Schlaganfall

Geschlossener und offener Schlaganfall mit Blutung

Bei einem Schlaganfall handelt es sich um einen Hirnschlag, der sowohl geschlossen als auch offen und mit bereits austretender Blutung sein kann. Die Ursachen können sowohl Stress, Aufregung oder auch der oft damit einhergehende hohe Blutdruck sein. Typisch für einen Schlaganfall sind insbesondere ein starrer Blick oder auch eine erste offensichtliche Lähmungserscheinung im Gesicht.

Tipp: Betroffene können nicht mehr normal lächeln. Bittet sie zu lächeln und ihr seht stattdessen eine Fratze, dann alarmiert sofort den Notruf, denn bei einem Schlaganfall zählt die “Goldene Stunde”, in der sämtliche Blutproben, Untersuchungen etc. ausgewertet werden sollten, sodass der Druck aus dem Kopf genommen werden kann und damit der Betroffene möglichst keine bleibenden Schäden davon trägt.

Weitere Notfälle und Tipps für die Erstversorgung:

Sei es ein Autounfall, ein Herzinfarkt oder auch ein unvorhergesehener Sturz, so könnt ihr den Verletzten helfen bis der Arzt übernimmt… Erste-Hilfe-Herzdruckmassage   Das Beatmen oder im schlimmsten Fall Wiederbeleben kann unter anderem in einer der folgenden Situationen erforderlich sein:
  • Sturz aus größerer Höhe (Faustregel: Körpergröße +15 cm)
  • Wasserrettung
  • Stromunfall
  • Asthmaanfall

Da wir als Laien nur selten gleich auf Anhieb erkennen können, was genau die Ursache der Notsituation ist, sind die folgenden Tipps hilfreich für die Beurteilung und richtige Handlung:

  1. Person ansprechbar? Was ist passiert?
  2. Person bewusstlos? Puls messen (zwei Finger auf die Halsschlagader oder auf das Handgelenk legen)!
  3. Atmung kontrollieren
  4. zum Beatmen auf eine harte Unterlage legen (NIE im Bett oder auf der Couch beatmen!)

Beatmung erforderlich? Um die richtige Stelle für die Herzdruckmassage zu finden, könnt ihr euch am besten an der Mitte des Brustkorbes auf Achselhöhe orientieren. In dem folgenden Video seht ihr, wie ihr den korrekten Druckpunkt findet. 

Wichtig ist, dass ihr den Brustkorb 30 Mal möglichst regelmäßig um etwa 5 bis 7 cm eindrückt und mit zwei Beatmungsschüben fortfahrt. Diesen Zyklus fortführen, bis die Rettungskräfte euch anweisen, aufzuhören oder eine eigenständige Atmung einsetzt. Eine gute Eselsbrücke für die richtige Geschwindigkeit bietet euch der Rhythmus des Liedes “Staying Alive” der Bee Gees.

“Es ist schwerer einen Luftballon aufzublasen als einen Menschen zu beatmen!” (Jörg Limberg, Ausbildungsleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe)

Unterstützend findet ihr in öffentlichen Gebäuden, wie Banken, Universitäten oder auch Tankstellen häufig sogenannte AEDs. Hierbei handelt es sich um eine AED-Erste-HilfeDefibrillator-Variante, die jeder nutzen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Erkennen könnt ihr sie an dem typischen grün-gelben Herzsymbol mit Blitz.

  1. AED aus Halterung entfernen – ein Notruf erfolgt automatisch!
  2. Pads auf die freie Brust (Rasierer liegt dabei und muss bei Männern unter Umständen genutzt werden)
  3. Anleitung erfolgt vom Gerät
  4. Elektroschock nach Anweisung auslösen.

Im Anschluss an den Schock folgt ihr den Anweisungen des AEDs und fahrt so lange mit der Herzdruckmassage fort, bis der Notarzt eintrifft. Erst dann, wenn er euch offiziell ablöst, könnt ihr die Erstversorgung beenden.

Wichtig: Solltet ihr einen AED benutzt haben, dann nutzt anschließend die entsprechende Hotline und gebt die Gerätenummer durch, sodass das Gerät direkt wieder einsatzbereit für den nächsten Notfall ist.  

Hilfe für Helden! Sollte euch nach der Rettungsaktion zu Hause oder auf der Arbeit plötzlich schwindelig werden oder sollte das Kopfkino unaufhörlich von vorne beginnen, dann scheut euch nicht davor erneut die 112 zu wählen. Kaum einer steckt eine solche Situation einfach so weg! Das wissen auch der Notruf und die speziell geschulten Notfallseelsorger! Diese treffen umgehend bei euch ein und sind für euch da!