Am 17. April starteten unsere Kolleginnen Alex und Ines zum gemeinsamen Hersteller-Event Camp Wolfskin im Rheingau mit dem Team von Jack Wolfskin. Was sie dort erlebt haben, berichtet euch heute Alex von Unterwegs Leipzig.

Kletterwald Hallgarter Zange Erlebniswelt

Hallo, ich bin Alexandra, 24 Jahre alt und gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte. Seit der Eröffnung unserer Filiale in Leipzig, im April 2017, gehöre ich zur Unterwegs-Familie. Schon vor meiner Zeit bei Unterwegs war ich sehr aktiv im Outdoor- Bereich und fuhr jährlich mit Freunden und Familie zum Wandern. Generell bin ich am liebsten draußen an der frischen Luft, nicht zuletzt wegen meines Hobbys, dem Pferdesport und unserem Hund 🙂


 

Am 17.04.2018 lud Jack Wolfskin zu einem schönen Event im Rheingau ein. Freudig empfing uns Brigitte am Bahnhof in Östrich- Winkel und fuhr uns zu der tollen Location, „Hallgarter Zange“, einem wunderschönen weitläufigen Waldgebiet an seiner höchsten Erhebung. Nach diesem herzlichen Empfang machte sie uns mit unserer Unterkunft vertraut. Nachdem wir uns ein Zelt ausgesucht hatten, erfolgte die Ausgabe unserer Testkleidung, für die wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Jack Wolfskin bedanken möchten!

 

Im Laufe des Abends stießen schließlich noch weitere Teilnehmer hinzu, die ebenfalls sehr herzlich vom Jack Wolfskin Team empfangen wurden. Den laufenden ersten Abend nutzten wir für eine gemütliche Kennenlernrunde und genossen dabei einen sehr leckeren Flammkuchen.

Ines und Alex von Unterwegs beim Camp Wolfskin

Der perfekte Start in den Tag!

Nach der ersten Nacht im Zelt erwartete uns ein üppiges Frühstück. Gut gestärkt ging es dann mit der Fähre auf die andere Seite des Rheins, nach Heidenfahrt. Dort trafen wir auf die restlichen Teilnehmer des Camp Wolfskin. Da wir nun vollzählig waren, gab es zur Auflockerung erstmal ein Glas Sekt. Daraufhin folgte eine teambildende Maßnahme, um uns besser kennenzulernen. Im Anschluss zeigte uns Matthias zunächst bildlich den Umgang mit den Kanus. Das Wetter spielte perfekt mit und bot uns beste Voraussetzungen für unsere darauf folgende Kanufahrt. So starteten wir diese bei herrlichem Wetter und genossen dabei die großartige Aussicht der Rheingau Landschaft.

 

Foto: Jack Wolfskin

Unsere Tour endete in Ingelheim. Dort angekommen, stärkten wir uns mit diversen Outdoor-Mahlzeiten von Trek´n Eat, die Brigitte, Hannes und ihr Team für uns bereitgestellt hatten. Dank der Heat Pouch Thermobeutel von Optimus blieben unsere Mahlzeiten bis zum letzten Bissen warm 🙂

Per Taxi ging es anschließend weiter zum Kameliden-Eventhof Kisselmühle. Hier erwarteten uns bereits die flauschigen Lamas von Alex. Und los ging es mit dem Lamatrekking: Pro Zweierteam gab es ein Lama, mit dem wir gemeinsam durch den Wald bis hin zu unserer Unterkunft spazierten. Unser Lama hörte auf den Namen „Hippie“. Im Anschluss an diesen tollen Ausflug bei bestem Wetter freuten wir uns alle auf eine kühle Erfrischung.

Outdoor-Tipp Lamatrekking
Lamatrekking

Schon gewusst? 
Lamatrekking/Kameltrekking – das bedeutet Ruhe und Entspannung. Mit diesen gemütlichen Tieren ist der hektische Alltag schnell vergessen! Bei Alexandra & Frank Messing in der Kisselmühle habt ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Lamatrekking-Angeboten. Sei es ein gemütlicher Spaziergang zu zweit, ein gemeinsamer Betriebsausflug mit euren Kollegen oder auch ein Grillfest mit eurer Familie. Die Trekkingtouren finden bei jedem Wetter statt. Das Reiten der Lamas ist übrigens nicht möglich, da ihr Körperbau keine punktuelle Belastung der Wirbelsäule erlaubt.

 


Kletterwald im Rheingau mit Jack Wolfskin

Nach einer kurzen Trinkpause folgte schon das nächste Highlight mit Jack Wolfskin. Dieses erwartete uns in dem Kletterwald der Hargarter Zange. Dieser Kletterwald ist ein tolles Ausflugsziel für Kletterfans und jeden, der sich einmal in schwindelige Höhen wagen möchte! Hier laden euch 8 Parcours mit über 60 Kletterelementen auf einer Fläche von etwa 1,3 Hektar dazu ein, euren Mut und eure Geschicklichkeit in den Baumwipfeln zu beweisen. Der Kletterturm mit seinem Seilsprung geht 20 Meter tief und hat eine Riesenrutsche, die in den Kletterwald führt. Eine tolle Erfahrung! Den abschließenden Abend ließen wir mit einer Grillfeier und einem gemütlichen Lagerfeuer ausklingen, an dem natürlich auch eifrig mitgesungen wurde 🙂

 

 

Camp Wolfskin

Der letzte Tag im Camp Wolfskin

Jack Wolfskin im Rheingau
Weinverkostung im Rheingau

Der nächste Tag begann, gut gestärkt, mit einer Zelt- und Rucksackschulung. Hierbei ging Gerold auf den genauen Aufbau eines Zeltes ein und präsentierte uns verschiedene Zeltvarianten und ihre Einsatzzwecke. Daraufhin gab er uns einen Einblick in das Jack Wolfskin Rucksack Sortiment.  Er klärte uns auf, worauf es bei einem hochwertigen Wanderrucksack / Trekkingrucksack ankommt, beispielsweise welche Einstellungen für den optimalen Tragekomfort entscheidend sind. Gleichzeitig brachte er uns das Thema Nachhaltigkeit bei Jack Wolfskin näher und nannte uns einige interessante Beispiele. Daraufhin ging es auf unsere letzte Wanderung in die Weinberge. Hannes erklärte uns unterwegs, wie wichtig es ist, den Fuß beim Laufen richtig aufzusetzen und wie man das am besten macht (mittiges Aufsetzten des Fußes). Brigitte zeigte uns eine Übung, bei der wir unser Vertrauen in andere stärken können, indem wir ein Stück mit verbundenen Augen geführt wurden. Bei den Winzern angekommen gab es eine Weinverkostung und eine Brotzeit. Sie fuhren uns mit ihren Traktoren zum Hafen, nach Östrich- Winkel.

 

Unterwegs mit Jack Wolfskin

 

Zum Abschied unternahmen wir noch eine Schifffahrt mit Kaffee und Kuchen. Während der anschließenden Feedbackrunde bedankten sich alle Teilnehmer bei dem kompletten Jack Wolfskin Team für die schöne Zeit. Wir waren uns alle einig: Es war ein tolles Erlebnis und wir haben die Tage im Camp Wolfskin sehr genossen! Vielen Dank für diese Möglichkeit!


Ihr wollt mehr über unsere Unterwegs Gruppe und unsere Schulungen/Händlerevents  erfahren? Mit unseren "Unterwegs Insights" halten wir euch immer auf dem Laufenden 😉

friendstove®, dies ist der Name der limitierten und komplett handgefertigten Hobo Kocher Serie von Klemens Nowak (21) aus Berlin-Brandenburg. Nach viel Tüftelei, sechs Prototypen und zahlreichen erfolgreichen Testläufen ist der neue Wildniskocher nun marktreif und bietet euch gleich drei tolle Einsatzvarianten. Erfahrt jetzt mehr über Klemens und die spannende Story hinter dem friendstove® von friendstuff.


friendstuff Klemens Nowak

Klemens Nowak (21): Erfinder, Unternehmer und Azubi zugleich

Klemens Nowak packte die Leidenschaft für die Natur und Dinge zu optimieren schon sehr früh. So startete er gleich nach dem Abitur mit gerade einmal 18 Jahren seine erste große Wandertour von Berlin bis zum Bodensee. Alles zu Fuß und ohne einen einzigen Cent dabei auszugeben. Lediglich etwas Notgeld, ein Zelt, ein Hobo Kocher, die nötigste Bekleidung, Wasser und einige Mahlzeiten für die ersten Tage landeten in seinem Rucksack. So ließ er 29 Tage lang je 20 bis 30 Kilometer am Tag hinter sich, traf dabei auf viele tolle Menschen und genoss ihre Gastfreundschaft. Einigen davon half er bei Gartenarbeiten. Gleichzeitig halfen ihm die vielen, verschiedenen Begegnungen bei seiner beruflichen Orientierung. Dies gilt auch für die 14 Praktika, die er in verschiedenen Ländern absolvierte, bevor er sich für eine Ausbildung entschied. Heute ist er 21 Jahre alt, Tischler-Azubi im letzten Jahr an der Technischen Universität in Berlin, Erfinder des friendstove® Hobo Kochers und Gründer seiner eigenen Firma friendstuff.


Rückblickend war das einfach eine tolle Tour - mit dem Fazit, dass Deutschland total viele super gastfreundliche Menschen und wirklich beeindruckende Naturlandschaften besitzt. Auch das Gefühl, mal auf sich allein gestellt zu sein und dementsprechend auch als einziger für seine Lage verantwortlich zu sein, waren eine wichtige Erkenntnis. Diese Tour hat mich verändert und wachsen lassen.
(Klemens Nowak, friendstuff)


Friendstove: Von der Idee zu friendstuff*

Die Idee zum friendstove® kam Klemens während seiner Trekkingtour zum Bodensee. Hierbei nutzte er einen Hobo Kocher für die Zubereitung seiner Trekking-Mahlzeiten, der gleichzeitig die Umsitzenden wärmen sollte. Dieser qualmte jedoch unaufhörlich und stellte sich schnell als „eine einzige Pleite" heraus. Der Kamineffekt ließ sehr zu wünschen übrig und überhaupt war Klemens sehr davon enttäuscht. Zurück in Berlin machte er sich direkt ans Werk und tüftelte fleißig an einer besseren Alternative. Über fast 3 Jahre lang investierte er nahezu seine komplette Freizeit in dieses Herzensprojekt. Ausführliche Produkttests in Skandinavien und Gespräche mit erfahrenen Treckern europaweit gaben ihm den Mut trotz aller Stolpersteine weiterzumachen.

 

Sein Ziel:

  • Eine hohe Hitzeentwicklung
  • Eine solide Konstruktion
  • Flexible Einsatzmöglichkeiten für 1-2 Personen
  • Ein nachhaltiges Produkt von der Verpackung bis hin zur Verwendung

 

friendstove® Wildniskocher

Das Ergebnis: 100 % Made in Germany

Nach viel Tüftelei und Tests mit seinen ersten Prototypen ist der vielseitige Hobo Kocher aus Edelstahl nun eine echte Marktneuheit und überzeugt durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Neben der soliden Konstruktion liegt Klemens das Thema Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Daher entschied er sich für "100 % Made in Germany" und suchte gezielt nach regionalen Manufakturen. Und so wird der friendstove® Hobo Kocher mit allen Einzelheiten - inklusive Zubehör und Verpackungselementen komplett per Hand in Berlin-Brandenburg gefertigt und verpackt. Dies gilt selbst für die in der Pappschachtel liegenden, per Hand gehobelten Holzspäne.

 

*friendstuff und friendstove® sind in Deutschland eingetragene Marken.
Das Design vom Kocher ist europaweit geschützt.


friendstove Hobo Kocher aufgebaut
friendstove Hobo Kocher im Detail
cleverer Transport vom friendstove Hobo Kocher

friendstove®: clever und kompakt

Nach zahlreichen Testläufen, viel Zeit und schlaflosen Nächten entstand schließlich der marktreife friendstove® Hobo Kocher. Der Wildniskocher basiert auf einem pfiffigen Stecksystem, ist sehr hochwertig verarbeitet und mit viel Liebe zum Detail - und das alles per Hand gefertigt. Sein Herzstück, das Mantelgestell, besteht aus einem 0,5 mm starken, zylinderförmigen Edelstahlblech. Dieses ist rollbar und zunächst beweglich. Ihr könnt es mit zwei verschiedenen Einlegeböden (Asche- oder Spiritus-Einlage) kombinieren und anschließend über eine kleine Halterung stabil verriegeln. Auf der Mantelfläche befinden sich drei horizontale Schlitze. Diese sind in zwei Ebenen angeordnet, in denen ihr die Steck-Elemente der Roste einrasten lasst. Die Roste sorgen für die nötige Stabilität bei der Zubereitung eurer Trekkingmahlzeiten und bieten euch drei verschiedene Einsatzvarianten, mit denen ihr ein kleines Lagerfeuer genießen, kochen und sogar spontan grillen könnt.

 

Tipp von Klemens: Der friendstove® ist besonders platzsparend konstruiert. Ihr könnt den Hobo Kocher zusammengerollt in eurem Rucksack transportieren – sei es in als auch um euren Topf oder eurer Nalgene Flasche herum.

 


Ein Hobo Kocher - 3 Einsatz-Varianten


friendstove Wildniskocher

(1) Mit Holz

Das Befeuern von Holz ist der primäre Einsatzzweck eines jeden Hobo Kochers/Hobo-Ofens. Das Wort "Hobo" stammt aus der Zeit der Hobos (nordamerikanische Wanderarbeiter), denen ein solcher Kocher als Kochstelle und Heizung zugleich diente. Hobo Kocher funktionieren nach dem Kamineffekt, benötigen nur wenig Brennstoff und brennen erstaunlich heiß. Dies gilt auch für den friendstove® von friendstuff. Aufgebaut hat er einen Innendurchmesser von 14 cm und eine Höhe von 10,3 cm. Mit Topfeinsatz liegt die Höhe des Kochers bei 11,7 cm. Es ist daher nur wenig Holz nötig, um dem friendstove® Wildniskocher ordentlich einzuheizen. Kaum liegen Zunder und Zweige im Brennraum des zylinderförmigen Kochers, kann es auch schon losgehen! Im unteren sowie oberen Bereich findet sich eine horizontale Reihe von Bohrungen. Beim Befeuern mit Holz strömt unten die kalte, sauerstoffreiche Luft hinein und oben entweicht die heiße „verbrauchte“ Luft. Dieser Vorgang wird auch Kamineffekt genannt und ist essentiell für eine heiße und saubere Verbrennung. Setzt ihr einen Topf oder eine Pfanne auf den friendstove® Hobo Kocher, wird die Wärme direkt nach oben zum aufgesetzten Kochgefäß weitergeleitet. Hierdurch findet eine sehr heiße und kontrollierte Verbrennung statt, die euch kurze Kochzeiten und sogar die Verwendung von feuchtem Holz ermöglicht.

 

Kochzeit von 500 ml Wasser: Etwa 5 Minuten (Außentemperatur: 10°C)
Minimalgewicht für den Einsatz mit Holz: 263g


friendstove Wildniskocher mit Spiritus

(2) Mit Spiritus

Damit ihr in Gegenden ohne ausreichend Brennholz oder bei örtlichen Feuer-Verboten nicht auf eure warme Mahlzeit, eine kleine Kaffeepause oder ein spontanes, kleines Lagerfeuer verzichten müsst, könnt ihr den friendstove® alternativ auch mit gängigen Spiritusbrennern betreiben. Nutzt hierfür einfach die Spirituseinlage des friendstove®. Seine Mantelfläche dient zugleich als Windschutz für die relativ windanfällige Brennerflamme.

 

 

Kochzeit von 500 ml Wasser: Etwa 7 Minuten (Außentemperatur: 10°C)
Minimalgewicht für den Einsatz von Spiritusbrennern: 238g


Grillen mit dem friendstove Hobo Kocher

(3) Minigrill für spontane Grillmomente

Ihr habt Appetit auf eine leckere Bratwurst oder eine Portion gegrilltes Gemüse? Dann dreht den Kocher einfach um, nutzt den Ascherost als Grillrost, legt Kohlen darunter und schon wird euer friendstove® zum Minigrill 🙂


Interview mit Klemens von friendstuff:


Mutig, zielstrebig und hoch motiviert geht Klemens seinen Weg. Davon konnte ich mich persönlich überzeugen. Genau diese Leidenschaft ist es, wovon auch unsere Unterwegs-Gruppe lebt und seit Gründung 1987 profitiert. Denn auch Christoph, unser Geschäftsführer, war gerade einmal 23 Jahre alt, als er seinen Traum verfolgte und die erste Unterwegs Filiale mit einer überschaubaren Verkaufsfläche von 80 m² in Wilhelmshaven ins Leben rief. Da er weiß, wie viel Mut, Geduld und Nerven es kostet für seinen Traum zu kämpfen, gehören neben den großen Outdoor-Marken viele kleinere Hersteller, die sich durch besonders hohes Engagement und tolle Produkte einen Namen machen, zu unserem Sortiment. Dies gilt auch für Klemens Novak und friendstuff . Da hinter dem friendstove® eine wahnsinnig spannende Story steckt, möchte ich euch mit dem folgenden Interview einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Start-ups aus Berlin verschaffen.

 

Wie kommt man auf die Idee, ein eigenes Produkt zu entwickeln?
Schon während meiner Schulzeit hatte ich öfters das Bedürfnis, Dinge zu verbessern. Dieses überfiel mich auch während meiner ersten großen Tour von Berlin zum Bodensee. Eine tolle Erfahrung! Ich hatte nicht viel dabei, aber das, worauf ich am meisten angewiesen war, enttäuschte mich gleich am ersten Tag. Es war ein Hobo Kocher, der sich für mich und meinen Einsatzzweck schnell als einzige Pleite herausstellte. Das musste auch besser gehen!

 

Warum ein (Hobo) Kocher?
Wenn man gerne draußen unterwegs ist, ist ein Wildniskocher im Gepäck nie verkehrt! Sei es für eine kleine Kaffeepause, ein spontanes Lagerfeuer oder auch das Zubereiten einer Mahlzeit. Wenn man autark unterwegs sein möchte, ist Holz der ideale Brennstoff. Es ist fast überall in ausreichender Menge vorhanden, überzeugt durch seinen hohen Brennwert und hat eine nicht zu überbietende Ökobilanz. Kurz gesagt: Ein Hobo Kocher ist ein sehr effektives und schnelles Kochfeuer mit Topfhalterung. "Effektiv" weil man nur sehr wenig Brennstoff/Holz benötigt und die Verbrennungshitze direkt auf den Topfboden geleitet wird.

 

Was waren deine persönlichen Ansprüche an die Entwicklung deines eigenen Hobo Kochers?
Ich suchte nach einer Lösung, wie ich den Kamineffekt optimal ausnutzen, den Platz im Rucksack auf das Mindeste beschränken und den Einsatz für zwei Personen so flexibel wie möglich gestalten konnte. Hierbei spielten insbesondere die Form, Größe und Aufbau eine entscheidende Rolle. Rund sollte er sein, da keiner auf die Idee käme, einen runden Topf auf ein eckiges Kochfeld zu stellen.Leicht sollte er sein, da keiner Lust hat, unnötigen Ballast mit sich herum zu schleppen. Auch der kompakte Transport und das Thema Nachhaltigkeit lagen mir bei der Entwicklung besonders am Herzen. Zuletzt überlegte ich hin und her, wie ich den friendstove® besonders flexibel einsetzbar machen könnte.

 

Was waren die wesentlichen Dinge, die sich von deinen ersten Prototypen bis hin zum friendstove® verändert haben?
Zunächst probierte ich es mit einer komplett geschlossenen Mantelfläche und einem deutlich schwereren Modell. Dieses wog 840 Gramm und war unflexibel, was die Transportmöglichkeiten betraf. Ich war nicht davon überzeugt. Daher suchte ich nach einer Lösung, wie ich zum einen Gewicht und zum anderen Platz im Rucksack einsparen konnte. Schließlich kam mir die Idee, den friendstove® kleiner und rollbar zu konstruieren. Nun hat er einen Durchmesser von 14 cm, ist dank der vertikalen Schlitze für die Roste sehr stabil, flexibel im Einsatz und Transport und sogar für große Pfannen geeignet. Somit steht der friendstove® herkömmlichen Kochern in nichts nach.

 

Im Internet gibt es einige Stimmen, die sich eine größere Öffnung zum Nachlegen von Holz wünschen. Was spricht dagegen?
Ich hatte zeitweise ebenfalls darüber nachgedacht (siehe Bild "Erster friendstove® Prototyp"), die Öffnung zu erweitern und mich dann ganz bewusst dagegen entschieden, da der Kamineffekt schnell gleich Null ist und der Kocher umso weniger zieht, je größer die Öffnung wird. Auch würde eine größere Öffnung, ein höheres Gewicht bedeuten. Der friendstove® ist mein Kompromiss für Trekker, die nach einem guten Mittel zwischen Effektivität, Packmaß und Hitzeentwicklung suchen.

 

Gab es vor der Markteinführung viele Testläufe?
Ja! Ehrlich gesagt habe ich den friendstove® seit knapp drei Jahren fast täglich im Einsatz. Ich habe einen sehr hohen Qualitätsanspruch und wollte den Kocher nicht einfach so auf den Markt bringen, um später festzustellen, dass es gar keinen Bedarf dafür gibt oder, dass ich noch etwas Entscheidendes übersehen habe. Daher nutzte ich unter anderem meine 8-wöchige Schwedentour, um die Menschen anzusprechen, die ich damit erreichen möchte. So testete ich meinen Hobo gemeinsam mit anderen Trekkern, die mir auf meiner Tour begegneten und nahm davon viele verschiedene Meinungen und Tipps mit nach Hause. Erst nachdem ich merkte, dass ich auch andere Outdoor-Fans mit meiner Idee begeistern konnte, ging ich den nächsten Schritt und machte den friendstove und die Marke friendstuff marktreif.

 

Wieso ein eigenes Start-up?
Wenn man heute auf dem Markt bestehen und ernst genommen werden möchte, dann kommt man nicht um den Schritt herum, sich seine eigene Marke zu schaffen.

 

Du wirbst mit 100 % made in Germany. Weshalb liegt dir dieser Punkt besonders am Herzen?
Sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch der regelmäßige Austausch mit den einzelnen Manufakturen ist mir wichtig. Ich möchte mir selbst einen Eindruck über die Produktion verschaffen und den Überblick behalten. Daher wird jedes Element - von der Verpackung, über die Lederembleme auf der Jutetasche bis hin zu den Bohrungen und Schlitzen in der Mantelfläche in kleinen, regionalen Manufakturen per Hand gefertigt. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte diese auch schützen. Daher sind selbst die mitgelieferten Holzspäne von Hand gehobelt. Diese dienen sowohl als Verpackungsmaterial als auch als erster Zunder 🙂

 

Welche Herausforderungen haben dich bei der Entwicklung vom friendstove® und friendstuff am meisten beschäftigt?
Ich habe viele Ideen, nur leider besteht die größte Herausforderung darin, diese in die Praxis umzusetzen. Zwar gibt es zahlreiche Manufakturen, mit denen ich gerne zusammenarbeiten würde, nur haben diese kein Interesse daran, etwas Neues auszuprobieren und Kleinserien für mich zu produzieren. Hinzu kommt die Bürokratie. Alleine die Anmeldung eines Gewerbes, die Markenanmeldungen des Unternehmensnamens "friendstuff" und des Produktnamens "friendstove" sowie die Designanmeldung kosteten mich viel Zeit und Nerven. Hätte ich vorher gewusst gewusst, welche Aufgaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten noch auf mich zukommen würden, hätte ich mir das Ganze wahrscheinlich nicht zugetraut. Es gab Wochen, die waren echt hart. 70h Arbeit pro Woche und nebenbei die Vorbereitungen für den Führerschein haben mich oft fast erschlagen. Und es lief ja auch nicht alles glatt. Viele Rückschläge nagten an mir. Doch es gab auch unzähligen Chancen und Erfolge. Daher werde ich mich weder von Kritik, noch von der Bürokratie bremsen lassen und meinen Weg gehen! Ich habe Ziele und Visionen und zum Glück viele Freunde und meine Familie, die sich gerne Zeit dafür nehmen, diese in Ruhe zu besprechen.

 

Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Energie du mit dem friendstove® voran gehst! Sind schon weitere friendstuff Produkte in Planung?
So einige! Zeitweise hatte ich an einem besonders hochwertig verarbeiteten Premium Turnbeutel mit handgeflochtenen Schulterriemen aus Leder gearbeitet, aber dann fokussierte ich mich doch lieber wieder auf meine ersten Ideen rund um den Outdoor-Bereich. Hierzu gehört unter anderem ein innovatives friendstuff Bestecksystem für Trekking- und Bushcraft-Fans. Die Designanmeldung ist bereits durch. Mehr möchte ich erst einmal nicht verraten, aber ich werde fleißig über Facebook davon berichten 🙂

friendstove Hobo Kocher Konstruktion
friendstove Prototyp

Erster friendstove Prototyp

friendstove Hobo Kocher
friendstove Hobo Kocher made in Germany

100% made in Germany

friendstuff Lederemblem

Vielen Dank für dieses spannende Interview und den Einblick hinter die Kulissen von friendstuff!

Atmungsaktiv, winddicht und bitte wasserdicht soll sie sein – die Funktionsbekleidung. Wetterfest eben! Um diese Eigenschaften zu messen, haben Wissenschaftler ausgefuchste Werte, Faktoren und Skalen definiert, an denen ihr euch als Käufer orientieren könnt. Und um genau diese geht es mir heute. Genauer gesagt, um die Werte zur Messung der Atmungsaktivität: dem RET-Wert und dem MVTR-Wert!


Was bedeutet Atmungsaktivität?

Atmungsaktivität oder besser „Wasserdampfdurchlässigkeit“ beschreibt, inwiefern und in welchem Umfang der Wasserdampf von der Innenseite eurer Jacke nach außen gelangt. Je höher die Dampfdurchlässigkeit, desto angenehmer ist das Klima in der Jacke. Mit dem RET-Wert und dem MVTR-Wert lässt sich die Atmungsaktivität messen und einordnen.


Warum muss Funktionskleidung atmungsaktiv sein?

Sicher kennt ihr das auch nur allzu gut, ihr sitzt auf dem Rad, radelt was das Zeug hält und geratet dabei ins Schwitzen. In der Vergangenheit kam es bei mir nicht selten vor, dass sich unter meiner alten Jacke schnell Wärme und Feuchtigkeit stauten. Auch euch ist sicher dieser nasskalte Film auf der Innenseite eurer Jacken bekannt, oder?

 

Damit sich die Feuchtigkeit nicht zwischen euch und der Kleidung sammelt, wurden atmungsaktive Membranen entwickelt. Diese lassen es zu, dass die Feuchtigkeit nach außen gelangen kann und von eurer Haut wegtransportiert wird, aber kein Wasser eindringt. Diese Eigenschaft nennt sich atmungsaktiv und kommt allen zugute, die sich viel bewegen. Bereits der 30-minütige Weg zur Arbeit auf dem Fahrrad bringt euren Körper unter der Jacke auf Touren. Daher ist eine atmungsaktive Jacke nicht nur für Outdoor-Aktivitäten sinnvoll, sondern auch für den Alltag.

Beim aktiven Wandern oder Trekken braucht ihr eine atmungsaktive Jacke mit hohem MVTR-Wert oder niedrigem RET-Wert.

Messung der Atmungsaktivität: MVTR und RET-Wert

Auf zwei verschiedene Weisen kann die Atmungsaktivität wissenschaftlich gemessen werden. Die Hersteller bedienen sich dabei jeweils an beiden Messverfahren, weswegen euch zum Beispiel bei Marmot der MVTR-Wert und bei Arc'teryx der RET-Wert begegnet.
 
Was bedeutet MVTR?

MVTR steht für „Moisture Vapor Transmission Rate“ - zu deutsch: Wasserdampfdurchlässigkeit. Bei diesem Verfahren wird gemessen, wie viel Gramm Dampf pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden entweicht. Die Einheit lautet g/m²/24h. Je höher der MVTR-Wert eurer Jacke ist, umso atmungsaktiver ist sie also. Aber wonach soll man sich nun richten? Ein Wert ab 10.000 g/m²/24h gilt als sehr atmungsaktiv.
 
Was bedeutet RET-Wert?

RET ist eine Abkürzung für „Resistance to Evaporating Heat Transfer“ - der Wasserdampfdurchgangswiderstand. Dieser Wert gibt an, wie viel Widerstand das Gewebe dem Durchgang von Wasserdampf entgegensetzt. Beim RET-Wert gilt, weniger ist mehr. Je kleiner der RET-Wert eines Kleidungsstücks, desto atmungsaktiver ist es.

  • RET-Wert 0 - 6: sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 6 - 13: gute Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 13 - 20: zufriedenstellende Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 20 +: unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
Eine atmungsaktive Jacke ist wichtig bei Bewegung im Freien

Wie funktioniert das mit der Atmungsaktivität?

Wir wissen nun, was Atmungsaktivität bedeutet, wozu sie gut ist und wie sie gemessen wird. Doch wie genau funktioniert das denn jetzt eigentlich? Dampfdurchlässige Membranen machen sich die Tatsache zunutze, dass es in der Jacke – in den meisten Fällen – wärmer ist als außerhalb. Es besteht ein Temperaturgefälle, durch welches ein Druckgefälle entsteht. Dieses ist letztlich dafür verantwortlich, dass die Feuchtigkeit nach außen wandert.

 

Wir steigen noch tiefer ein: Der Vorgang basiert auf dem Prinzip des osmotischen Drucks. Zwei ungleich konzentrierte Lösungen sind durch eine Membran getrennt, die nur bestimmte Moleküle hindurch lässt. Es entsteht das besagte Druckgefälle. Die Teilchen möchten einen Ausgleich herstellen, können aber nur einseitig durch die Membran hindurchdringen. Die Kraft, mit der das geschieht, nennt sich osmotischer Druck. Dieser Vorgang funktioniert nur, wenn ein entsprechendes Temperaturgefälle vorhanden ist. Bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, die unserer eigenen sehr nahe kommen, ist die Atmungsaktivität einer Membran nicht mehr gegeben.

 

Voraussetzung dafür, dass die Atmungsaktivität eures Kleidungsstücks funktioniert, ist also ein ausreichendes Temperaturgefälle, auch „Temperaturgradient“ genannt.

 

Schon gewusst?

Der Mensch schwitzt unterschiedlich stark. Im Idealfall so viel wie nötig, um nicht zu überhitzen. Beim Spazierengehen können das 250 bis 500 Milliliter pro Stunde sein. Beim Trailrunning oder Joggen kommt man da aber auch schon mal auf ganze 2 Liter!

 

Das Zusammenspiel: Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit

Wetterschutz ist eine der wichtigsten Funktionen von Outdoor-Bekleidung. Um euch zu zeigen, wie Wassertropfen von einer gut imprägnierten, wasserdichten Jacke abperlen, habe ich einfach mal etwas Wasser auf meinen Mantel gegossen. Die Tropfen tanzten regelrecht auf dem Material. Als ich die Jacke bewegte, rollten sie hin und her und schließlich auf den Boden. Auf diesem Foto ist daher sehr schön zu sehen, dass die Tropfen keine Chance haben, in das Material einzudringen. Eben dieses Zusammenspiel aus der Imprägnierung des Oberstoffes und der Membran ist entscheidend für die Atmungsaktivität einer Jacke. Die Imprägnierung verhindert, dass sich das Obermaterial mit Wasser vollsaugt und dadurch der Wasserdampftransport von innen nach außen verlangsamt wird. Daher solltet ihr die Imprägnierung eurer Jacken und Hosen regelmäßig auffrischen.

Tipps rund um die Atmungsaktivität eurer Kleidung

  1. Pflegen und hegen: Imprägniert eure Softshellhose oder Regenjacken in regelmäßigen Abständen und vor allen Dingen nach der Wäsche. Wir ihr eure Kleidung korrekt imprägniert, habe ich euch hier im Blog zusammengefasst.
  2. Augen auf beim Kleidungskauf: Achtet auf eingearbeitete Reißverschlüsse oder Belüftungsschlitze. Diese finden sich häufig unter den Armen und am Rücken. Bei enormer Beanspruchung sorgt ihr für einen tollen Luftaustausch und damit für ein angenehmes Klima.
  3. Taschenkontrolle: Schaut euch die äußeren Taschen genau an. Einige Modelle besitzen ein Meshfutter, welches die Luftzirkulation wunderbar unterstützt . Regnet es, können die Taschen mit einem Reißverschluss verschlossen werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt.
  4. Das Gesamtpaket zählt: Nicht nur die äußere Schicht eurer Bekleidung sollte atmungsaktiv sein. Möchtet ihr das volle Potenzial ausnutzen, muss jede Kleidungsschicht wasserdampfdurchlässig sein, damit ihr nicht schweißgebadet an euer Ziel gelangt.

Die Qual der Wahl

Die Entscheidung, welche Jacke oder Hose für euch die richtige ist, kann ich euch leider nicht abnehmen. Entscheidend ist immer der jeweilige Einsatzzweck, für den ihr die Outdoorbekleidung benötigt. Macht euch am besten eine Liste mit Punkten, die euch wichtig sind. Wenn ihr euch nicht sicher seid, dann geht diese Liste anschließend mit einem Fachmann durch, am besten in einem unserer Fachgeschäfte.

 

Bis zum nächsten Mal
 
Eure Dori von Unterwegs

Der Umgang mit Messern muss gelernt sein und erfordert etwas Geduld und Zeit! Sei es das Schnitzen mit Kindern oder auch das gemeinsame Gemüse schnibbeln. Sind die Grundlagen jedoch in Mark und Bein übergegangen, sind die Kids so in ihre neue Herausforderung vertieft, dass sie schnell die Zeit vergessen. Nur welches Messer ist das Richtige für den Einstieg und worauf müssen wir beim Schnitzen mit Kindern achten? Das erfahrt ihr in meinem heutigen Blogbeitrag.


Kindermesser ab wann?

Ein Messer in Kinderhänden?

Genau diese Frage hab ich mir auch gestellt als Til (damals knapp 1,5 Jahre alt) mir beim Gemüse schnibbeln helfen wollte. Zunächst reichte es ihm noch, wenn er mit mir am Tisch saß und mit seinem Spielzeugmesser an seiner Stoffkartoffel kratzen konnte, während ich das Essen vorbereitete. Er hatte jedoch schnell raus, dass nichts weiter passierte und dass seine Kartoffel so blieb wie sie war, während unser Essen bereits auf dem Herd stand. Erst als ich ihm unseren Sparschäler und das Schneiden mit einem Schmiermesser demonstrierte und ihm beides anvertraute, war er sichtlich zufrieden. Nach einer halben Stunde war die Gurke geschält, die Paprika klein geschitten und Til grinste bis über beide Ohren. Er war so stolz darauf, dass er nun richtig mithelfen konnte. Ich war überrascht, wie schnell selbst so kleine Kinder lernen, mit einem Messer umzugehen und wie konzentriert und ruhig er dabei am Tisch saß. 

DAS Einstiegsalter gibt es nicht!

Während heute Tablet, Fernsehen & Co zu unserem Alltag gehören, war das erste Taschenmesser vor einigen Jahren noch etwas ganz Besonderes. Jeder kennt die Geschichten von Michel aus Lönneberga, dem frechen, Lausejungen, der seine Eltern Tag für Tag mit seinen Streichen auf Trab hielt und seine Auszeit im Tischlerschuppen verbrachte. In den Erzählungen ist er fünf Jahre alt und verbringt täglich sehr viel Zeit mit dem Schnitzen. Obwohl Michel nur eine von vielen tollen Figuren von Astrid Lindgren ist, ist etwas Wahres dran: Das richtige Einstiegsalter zum Schnitzen mit Kindern gibt es nicht! Fünf bis acht Jahre können euch als grobe Richtlinie dienen. Kinder, die die Klinge noch nicht selbstständig auf- und einklappen können, werden vermutlich noch zu wenig Kraft haben, um einen Span vom Holz weg zu schnitzen. Entscheidend ist jedoch, dass eure Kids Interesse daran zeigen und ein Messer fest in der Hand halten können. Da es vom Kind und seinen persönlichen Fähigkeiten abhängt, bieten einige Hersteller sogar schon hochwertige Schnitzmesser für Kinder ab drei Jahren an. In diesem Alter sind die meisten Kinder dazu in Lage einen Stock anzuspitzen oder dessen Rinde zu entfernen, wenn die Eltern sie dabei begleiten.

 

Darin unterscheiden sich Kindermesser von herkömmlichen Messern...

Der wesentliche Unterschied zu typischen Messern liegt insbesondere in der abgerundeten Spitze, die die Kleinen vor Stichverletzungen schützen sollen. Darüber hinaus sind Kindermesser speziell für Kinderhände konzipiert und somit etwas kleiner als unsere normalen Messer. So sind diese mit einem kleineren Griff und einer kürzeren Klinge ausgestattet. Auch gibt es einige Kindermesser mit besonders rutschsicheren Elastomergriffen und einem ausgeprägten Handschutz. Trotz allem ist es ein scharfes Werkzeug, bei dem eine Verletzungsgefahr besteht. Daher dürfen wir unsere Kinder nie aus den Augen lassen, wenn sie ein Messer in der Hand halten!

Abgerundete Spitze bei Opinel Kindermesser

Tipp für kleine Nachwuchsköche: Das Kinder Kochmesser-Set "Le Petit Chef" besteht aus einem Küchenmesser mit einer robusten, abgerundeten Klinge aus rostfreiem Edelstahl und einem praktischen Fingerschutz. Außerdem ist das Kinder Kochmesser mit einem Fingerring ausgestattet, der dem versehentlichen Abrutschen auf die Klinge vorbeugt und somit zusätzliche Sicherheit bietet.


Ein Kindermesser? Ab wann und wofür?

Kinder haben nicht nur Spaß in der Küche. Der Einsatz mit einem Messer ist sehr vielfältig und gerade Schnitzen ist eine tolle Beschäftigung. Es fördert die Konzentration, Motorik und Ausdauer und lässt immer wieder neue Ideen zu. Obwohl viele Argumente für den frühzeitigen Umgang mit einem scharfen Messer sprechen, haben wir zunächst ein ungutes Gefühl, wenn wir ihnen das erste Mal ein Messer anvertrauen. Dabei hat sich jeder von uns bereits verbrannt, geschnitten oder ist mit seinem Rad auf die Nase gefallen. Jedes Kind, das Fahrrad fahren lernt, stürzt mal und jedes Kind, das Schnitzen lernt, wird sich irgendwann verletzen. Ein Messer ist kein Spielzeug und das lernen die Kurzen schneller als gedacht. Daher ist es umso wichtiger, dass wir ihnen den richtigen Umgang damit beibringen, sie auf die Gefahren hinweisen und dabei begleiten, wenn sie diesen scharfen Gegenstand näher kennenlernen.

 

Welches Messer ist das Richtige für den Einstieg?

Mittlerweile ist Til 4,5 Jahre alt und fordert regelmäßig ein richtiges Küchenmesser, da er nun auch gerne Kartoffeln und feste Obst- und Gemüsesorten klein scheidet. Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, aber dann sah ich, wie viel Spaß es ihm bereitet in der Küche zu helfen und wie konzentriert er damit umgeht. Auch habe ich ihn schon mehrfach dabei beobachtet, wie er einen Stock mit dem Schmiermesser bearbeiten wollte und nicht weiter kam. Daher habe ich mich näher mit dem Thema „Kindermesser“ befasst und mich nun dazu durchgerungen, ihm sein eigenes Messer zu schenken. Informiert habe ich mich dabei über die Vor- und Nachteile der folgenden drei Messertypen für Kinder:


 

 

Kindertaschenmesser

(Klinge kann jederzeit eingeklappt werden, wenn sie nicht arretierbar ist)
Feststehendes Kindermesser

(Klinge direkt in den Griff eingearbeitet)
Kinder Multitool

(Kombination verschiedener Werkzeuge)
pro
propro
Klinge kann bei Bedarf eingeklappt werdenSicherer Umgang, da Klinge nicht unerwartet einklappen kannImmer alles griffbereit: Messer, Säge, Feile, Schere o.Ä.
Klein und handlichOftmals mit Handschutz ausgestattet, der das direkte Abrutschen in die Klinge verhindertLeichter und sicherer Transport
Sicherer und einfacher TransportLiegt oft besser in der Hand, da die Griffe oft deutlich stärker ausgeformt sind. Daher auch sehr gut zum Schnitzen mit Kindern geeignet!
pflegeleicht
sehr stabil
contracontracontra
Nicht so stabil im Vergleich zu feststehenden KindermessernVerletzungsgefahr beim falschen TransportMehrere Werkzeuge parat, größere Verantwortung

Reine Geschmackssache!

Wie bei jeder Outdoor-Ausrüstung entscheiden auch hier euer persönlicher Geschmack und die individuellen Anforderungen an das erste Kindermesser für euren Nachwuchs. Dem einen gefallen die stabilen, feststehenden Messer mit Handschutz am besten und andere bevorzugen lieber den direkten Einstieg mit einem Kinder-Multitool, um immer alles parat zu haben. Solltet ihr euch für ein Kinder-Mulitool oder ein Kindertaschenmesser interessieren, dann informiert euch insbesondere über Kindermesser mit einer arretierbaren Klinge. So vermeidet ihr das ungewollte Einklappen und verringert das damit verbundene Verletzungsrisiko. Gerade für den Einstieg mit kleinen Kindern (3 bis 6 Jahre) ist eine arretierbare Klinge absolut empfehlenswert! Ihr könnt noch so aufmerksam daneben sitzen, das Risiko ist groß, dass die Kids mal eine falsche Handbewegung damit machen und, dass die Klinge dann plötzlich völlig unerwartet einklappt und ihre Finger erwischt.

 

Geschenktipp: Das erste eigene Kindermesser ist für jedes Kind ein besonderes Ereignis. Verbunden mit einer Gravur, wird es zu einem tollen persönlichen Geschenk – sei es zur Einschulung, zu Weihnachten oder auch zum Geburtstag. Es landet nicht gleich nach dem ersten Benutzen in der Ecke und da es in den ersten Jahren nur für die gemeinsame Zeit mit der Familie aus der Schublade geholt wird, bleibt es immer eine schöne Erinnerung!


Schnitzen mit Kindern - Schritt für Schritt


Das erste Mal Schnitzen mit Kindern

Zum Schnitzen bieten sich generell kurzfaserige Holzsorten an, die Rinde muss sich also leicht lösen können. Dabei gilt, je frischer das Holz geschnitten wurde, desto leichter lässt es sich verarbeiten. Bewährte Hölzer sind die Linde, Pappel, Birke und Eiche sowie verschiedene Obsthölzer. Sind die Grundlagen im Umgang mit einem Messer geklärt, die Auswahl für das Werkstück getroffen und haben eure Zwerge eine ruhige Sitzhaltung eingenommen, können die ersten Schnitzversuche beginnen.

 

Schnitzen mit Kindern mit Böker Baumwerk, Opinel und Co

 

Beginnen solltet ihr mit ein paar leichten Anspitzübungen oder lasst sie einfach mal Stück für Stück die Rinde ihres Stocks entfernen. Wichtig ist, dass sie immer vom Körper weg und in Richtung der Holzmaserung schnitzen. Zum einen ist das Schnitzen so deutlich einfacher, erfordert weniger Kraftaufwand und zum anderen fasert das Holz nicht aus! Zugegeben: es braucht ein wenig Übung, aber es dauert nicht lange und schon bald könnt ihr ihnen die folgenden Werkzeuge bereitlegen:

  • Kindersäge
  • Schleifpapier

  • Handbohrer

  • Schnur

Sind die ersten Figuren zu erkennen, kommt der Malkasten ins Spiel. Das Schöne an dieser simplen Beschäftigung, ist die Vielfalt. Genau das ist es, weshalb Schnitzen mit Kindern so viel Spaß bereitet. Sie können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und haben anschließend etwas in der Hand, das sie jedem und jederzeit stolz präsentieren können. Etwas, das nicht gleich beim nächsten Spiel im Regen kaputt geht und das kleinere Geschwister nicht so einfach zerreißen können, sobald sie es in ihre Finger bekommen.

 

Auf der Suche nach einer originellen Idee, bin ich übrigens auf das folgende Video gestoßen. Tolle Idee, oder?

 


 

Kleiner Tipp: Wem der direkte Einstieg mit dem scharfen Messer zu heikel ist, der kann den Kindern Kinder-Schnitzhandschuhe, ein Stück Seife und ein leicht stumpfes Messer zum Üben geben. Ein besseres Gefühl haben sie jedoch ohne Handschuhe.


Pflege von Kindermessern

Obwohl es Kindermesser sind, sollten sie scharf sein. Daher gehören sie weder in die Spülmaschine, noch dürfen sie für Gefrorenes oder Knochen verwendet werden. Außerdem solltet ihr sie mit der Zeit nachschärfen. Nur mit einem scharfen Messer macht das Schnitzen mit Kindern Spaß. Es geht leichter von der Hand und das Verletzungsrisiko ist durch den geringeren Kraftaufwand und der geringeren Gefahr, abzurutschen deutlich geringer als bei einem stumpfen Messer. Reinigt eure Messer nach jedem Einsatz mit etwas Wasser und Spülmittel. Besitzt ihr ein Kindermesser mit Holzgriff, dann vermeidet bitte ausgiebige Wasserbäder. Das Holz könnte aufquillen und die Klinge eines einklappbaren Messers könnte dann nicht mehr reibungslos in den Griff gelangen. Auch ist ab und an ein Tropfen Öl für die Pflege des Holzgriffs empfehlenswert. Ansonsten sind hochwertige Kindermesser sehr pflegeleicht, ihre Edelstahlklingen sehr robust und werden euren Kids lange Freude bereiten.

 

Tipp von Unterwegs für ein besonders pflegeleichtes Kindertaschenmesser: Das Nr 7 Outdoor Junior Kindermesser von Opinel ist eine Weiterentwicklung der beliebten Kindermesser-Serie. Es ist mit einer einklappbaren 7,5 cm langen Edelstahl-Klinge, einem kindgerechten Softgrip für sicheres Handling und einer praktischen Signalpfeife ausgestattet. Dank des bewährten Virobloc-Systems lässt es sich außerdem über einen Sicherungsring am Übergang zwischen Griff und Klinge im geschlossenen sowie im geöffneten Zustand sichern. Es ist somit ein handfestes Kindermesser, das sich prima für den sicheren Einstieg ins Schnitzen eignet und jederzeit nass und schmutzig werden kann.


10 Tipps für das Schnitzen mit Kindern:

  1. Die Klinge muss scharf sein! Eine stumpfe Klinge erhöht das Verletzungsrisiko, da hier automatisch stärker gedrückt wird und somit eine höhere Gefahr besteht damit abzurutschen (Schnittwunden von scharfen Messern heilen schneller, da sie glatt und nicht ausgefranst sind!).
  2. Frisches Grünholz ist besonders weich und leicht zu verarbeiten, aber bitte NIE in einen Baumstamm ritzen!
  3. Klare Regeln vorgeben. Erlaubt ist: Schneiden und Schnitzen. Nicht erlaubt ist: Hebeln, Hacken, Stechen, damit spielen oder herumlaufen.
  4. Wer schnitzt, der sitzt: Die Füße gehören fest auf den Boden. So haben eure Kurzen einen sicheren Halt. Die Klinge wird erst geöffnet, wenn sie bequem sitzen.
  5. Gemeinsames Schnitzen macht Spaß, aber bitte immer mit 2 bis 2,5 Armlängen Abstand zum Nachbarn!
  6. Immer vom Körper weg schnitzen.
  7. Immer in Richtung der Holzmaserung schnitzen, das ist wesentlich einfacher und das Holz fasert nicht aus.
  8. Eulenblick – immer die Umgebung im Blick behalten!
  9. Nach dem Schnitzen, Messer schließen bzw. zurück in die Messertasche und nur im geschlossenen Zustand an andere weiter reichen.
  10. Nach jedem Gebrauch Messer reinigen und abtrocknen.

Wer seine Urlaubsnächte nicht im Hotel, sondern im Zelt oder im Freien erleben möchte, ist auf einen hochwertigen Schlafsack angewiesen. Denn, selbst im Juni kann es noch zu Frost kommen und Sommer ist nicht gleich Sommer. Zelten und Camping gehören im Frühling, Sommer und Herbst zu den beliebten Outdoor-Erlebnissen. Im Winter ist diese Vorstellung jedoch nicht jedermanns Sache. Doch warum eigentlich? Gerade dann, wenn es so richtig schön kalt ist und der Schnee die Felder, Wälder und Wiesen bedeckt, ist die Luft besonders klar und die Kulisse einfach traumhaft! Und wer blickt nicht gerne in den Himmel einer sternenklaren Winternacht? Doch was genau brauche ich, damit die Nächte im Schlafsack warm und erholsam werden und welcher Schlafsack ist der Richtige? Gibt es DEN Schlafsack? Erfahrt jetzt mehr!


Ein Schlafsack für alle Fälle?

Gibt es überhaupt DEN Schlafsack für alle Jahreszeiten? Nicht direkt! Zwar gibt es so genannte 3-Jahreszeiten Schlafsäcke (3 Season), doch so einfach ist das Thema leider nicht abgehakt. Kurz: DEN Schlafsack gibt es nicht! Dass die Auswahl an Schlafsäcken so groß ist, hat seinen Grund. Zum einen liegt es daran, dass jeder von uns andere Anforderungen an seinen Schlafsack stellt und zum anderen variieren die Temperaturen und das Klima von Region zu Region. Daher reicht die Auswahl von besonders leichten, nahezu hauchdünnen Inletts bis hin zu Schlafsäcken für arktische Temperaturen.

 

Wichtig: Bevor ihr euch für die Investition in einen hochwertigen Schlafsack entscheidet, solltet ihr euch genau überlegen, für welchen Einsatzzweck ihr diesen benötigt und euch anschließend persönlich in einer unserer Unterwegs Filialen beraten lassen. Sommer ist eben nicht gleich Sommer und unterscheidet sich von Ort zu Ort. Dasselbe gilt auch für den Winter und frostige Temperaturen. Selbst dann, wenn die Temperatur draußen unter Null Grad liegt, heißt es nicht, dass ein Daunenschlafsack immer die richtige Wahl ist.


Worin unterscheiden sich die Materialien?

Die Materialwahl ist entscheidend für erholsame Nächte in eurem Schlafsack. Während Daunenschlafsäcke mit besten Isolationseigenschaften und minimalem Packmaß glänzen, punkten Kunstfaserschlafsäcke durch ihre große Einsatzbreite und schnelle Trocknungszeit. Daune ist als Füllmaterial einzigartig und gilt in Bezug auf Gewicht, Packmaß und Schlafkomfort nach wie vor als das beste Isolationsmaterial. Wer heute „lightweight” unterwegs sein will, ist mit einem Daunenschlafsack bestens ausgestattet. Wer jedoch oft in feuchten Gebieten unterwegs ist, und für den Gewicht oder Packmaß keine große Rolle spielen, dem empfehlen wir einen Kunstfaser-Schlafsack.

 

KunstfaserDaune
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Nimmt kaum Feuchtigkeit aufHervorragende Wärmeleistung
Schnelle TrocknungszeitÄußerst angenehmes Schlafklima
Isoliert selbst im feuchten ZustandBesonders leicht
Allgemein sehr pflegeleicht und unempfindlich Geringes Packmaß
Günstige Alternative zu Daunen
contracontra
Großes PackmaßFeuchtigkeitsempfindlich, Daunen verklumpen
Relativ schwer im Vergleich zu Daune (bei gleicher Wärmeleistung)Schlechte Isolationsleistung im feuchten Zustand
Sehr lange Trocknungszeit
Höhere Investitionskosten

Woher weiß ich, welcher Schlafsack warm genug ist?

Bei der enormen Auswahl an Schlafsäcken kann man schon schnell den Überblick verlieren. Daher gibt es die einheitliche DIN Norm: EN-Norm 13537. Diese Angaben sind das Resultat aus genormten Testverfahren. Hiernach richten sich die Temperaturangaben der Schlafsack-Hersteller. 

  • Comfort: Dieser Wert orientiert sich an einer "Standard"-Frau, die sich auf dem Rücken liegend in kurzer Unterwäsche in ihrem Schlafsack warm und wohl fühlt.
  • Limit: Bei der Ermittlung dieses Wertes orientiert sich das Labor an dem Empfinden eines "Standard"-Mannes in langer Unterwäsche und zusammengerollter Schlafposition
  • Extrem: Grenzwert für den Erhalt lebenswichtiger Organe. Erholsamer Schlaf? Unmöglich!

Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Gewohnheiten und Vorlieben nicht in eine Norm „zwängen“ lassen. So gilt die Norm lediglich für Erwachsene, die der "Norm" der einheitlichen Testverfahren entsprechen.


Ein Beispiel für einen guten Allrounder:

Ihr sucht nach einem Schlafsack für euren nächsten Sommer-Urlaub an der Nordseeküste. Ihr wollt die Nächte im Zelt verbringen und euch über Schlafsäcke informieren. Die Auswahl ist groß und ihr könnt euch nicht so recht entscheiden. Daher lasst ihr euch persönlich beraten und eure Wahl fällt schließlich auf einen 3-Jahreszeiten Schlafsack mit wasserabweisendem Außenmaterial im Kopf- und Fußbereich mit den folgenden Angaben:

  • Comfort: +2°C

  • Limit: -4°C

  • Extrem: -20°C

Diese Art von Schlafsäcken ist eine tolle Lösung für jemanden, der einen guten „Allrounder“ für leicht frostige bis milde Temperaturen sucht. Neben dem Schlafsack, hat euch der Verkäufer außerdem ein leichtes Inlett zum Schutz eures Schlafsackes empfohlen. Euer Urlaub steht an, ihr fühlt euch gleich von der ersten Nacht an pudelwohl in eurem neuen Schlafsack und denkt: „Das war die perfekte Wahl! Etwas Besseres gibt es wohl kaum!” Die Nachttemperaturen variieren um einige Grad, schreiten jedoch nie unter 2 Grad Celsius.

Dann lautet euer nächstes Reiseziel: Skandinavien. Hier werdet ihr von so einigen Temperatursprüngen überrascht. Selbst im Juli können die Nachttemperaturen bei um die -5 Grad liegen. Gleichzeitig gibt es bis in den September hinein auch sehr viele schwüle Nächte mit Temperaturen bis zu 18 Grad. Ihr seid froh, dass euch der Verkäufer ein Inlett zu unserem Schlafsack empfohlen hat. Ansonsten wäre euch euer Schlafsack viel zu warm oder zu kalt und ihr denkt: „DEN Schlafsack gibt es nicht.” Dank des Inletts habt ihr jedoch noch eine zusätzliche Schicht für leicht frostige Winternächte parat oder könnt dieses als reinen Sommerschlafsack in schwülen Nächten nutzen.


Tipps für warme Nächte im Schlafsack

Gewusst wie: Das Thermolite® Inlett von Cocoon ist ein persönlicher Tipp unserer Einkäuferin Jessica. Das mumienförmige Inlett besteht aus 100% Polyester und ist besonders elastisch und schnelltrocknend. Es bietet euch nicht nur einen tollen Schutz für euren Schlafsack, sondern eignet sich auch hervorragend als leichter Schlafsack für heiße Sommertage und tropisch warme Klimazonen. Es ist besonders leicht, atmungsaktiv und liegt äußerst angenehm auf der Haut.


Ein Extrembeispiel für eine Winter-Tour:

Ihr freut euch auf eure mehrtägige Winter-Tour in Skandinavien. Mit dabei habt ihr euren Partner und einen Schlafsack mit den folgenden Werten:

  • Comfort: - 9°C
  • Limit: - 16°C
  • Extrem: - 38°C

Laut Wetterbericht sollen die nächsten Nächte schön frostig werden. Daher rechnet ihr mit wenig Luftfeuchtigkeit und freut euch auf einen erholsamen Schlaf bis in den Morgen hinein. Doch dann spielt euch das Wetter über Nacht einen kleinen Streich: Draußen liegt die Temperatur bei knapp unter Null Grad Celsius. Es wird im Schlafsack warm, wärmer und ihr beginnt zu schwitzen und euch darin unwohl zu fühlen. Euer Schlafsack ist plötzlich viel zu warm. Nun wisst ihr, was der Verkäufer meinte, als er sagte: „Den Schlafsack gibt es nicht!” und es ist vorbei mit dem erholsamen Schlaf.

 

Das ist passiert: Draußen war es knapp unter Null Grad Celsius. Bei dieser kritischen Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Ihr habt beide geatmet, geschwitzt und hattet über Nacht ein Kondensproblem: Zum einen stieg der Wasserdampf zur Decke eures Zeltes und tropfte dann peu à peu auf euren Schlafsack und zum anderen nahm der Schlafsack die Feuchtigkeit eures Körpers von innen auf. Leider sehen die anderen Nächte nicht anders aus. Daher verklumpte die Füllung an den betroffenen Stellen und der Schlafsack verlor seine Isolationsleistung.

 

Unser Tipp für solche Winter-Erlebnisse: Um solch negative Erfahrungen bei plötzlichen Temperaturschwankungen zu vermeiden und euren Schlafsack in solchen Situationen (hierbei handelt es sich einen äußerst seltenen Extremfall!) zu schützen, empfehlen wir euch, sich nicht auf den Wetterbericht zu verlassen. Nicht immer habt ihr die Gelegenheit euren Schlafsack zu trocknen. Gerade dann, wenn ihr mehrere Tage unterwegs seid, solltet ihr euch immer auf den Extremfall vorbereiten. Bei Temperaturen von knapp unter Null Grad wird es mit zwei Personen schnell zu warm im Zelt. Um sicher zu gehen, dass euer Schlafsack auch bei kritischen Temperaturverhältnissen trocken bleibt und nicht verklumpt, empfehlen wir euch die Kombi aus schnelltrocknender Funktionswäsche, einem atmungsaktiven, elastischen Inlett, einem VBL Linerbag als Dampfsperre und einem wasserdichten Biwaksack als wasserdichte Außenhülle für euren Schlafsack. Durch die Kombi dieser Schichten vermeidet ihr die Gefahr, dass sich das Kondenswasser auf und im Innern eures Schlafsackes absetzt, seine Füllung verklumpt und seine Funktion einschränkt.


Schlafsack Formen im Vergleich

Und zuletzt... Die Form

Schlafsäcke unterscheiden sich nicht nur durch die oben genannten Eigenschaften, sondern auch in ihrer Form. Diese entscheidet ebenfalls über das Isolationsvermögen, Gewicht und Packmaß. So gibt es die besonders körpernahen, platzsparenden Mumienschlafsäcke (1), eiförmig geschnittene Schlafsäcke (2) sowie besonders luftige Deckenschlafsäcke (3). Die letzte Variante ist jedoch ausschließlich für milde und warme Temperaturen geeignet! Es gilt: Je niedriger die Temperatur ist, desto entscheidender ist der eng anliegende Schnitt für die optimale Wärmeisolation. Aus diesem Grunde ist die Auswahl an Mumienschlafsäcken so enorm groß.


8 Tipps für erholsame Nächte: So kommt ihr im Schlafsack warm durch die Nacht:

  1. Ein Schlafsack entfaltet seine volle Wärmeleistung nur bei optimaler Bauschkraft. Daher empfehlen wir euch, euren Schlafsack frühzeitig in eurem Zelt auszubreiten und aufschütteln, so dass ihr abends nur noch hinein schlüpfen müsst.
  2. Isomatte nicht vergessen! Sowohl Schlafsack als auch Isomatte sollten genau für ihren Einsatzzweck konzipiert sein. Daher bieten immer mehr Hersteller komfortable Systemlösungen an, bei denen Schlafsack und Isomatte perfekt aufeinander abgestimmt sind. Selbst ein noch so hoch funktioneller Schlafsack bedarf die Kombi mit einer passenden, isolierenden Unterlage!
  3. Etwas Sport vor dem Schlafen gehen kann nicht schaden und gibt euch einen kleinen Energieschub für die Nacht.
  4. Vor dem Schlafen gehen oder auch nachts raus wagen und Blase entleeren! Ansonsten verbraucht euer Körper nur unnötig Energie, um diesen Ballast auf Kerntemperatur zu halten.
  5. Sich waschen und verschwitzte, salzhaltige Kleidung gegen frische und trockene Schlafwäsche (ideal: Funktionswäsche) tauschen. So bleibt es in eurem Schlafsack warm und trocken.
  6. Ein kleiner Snack für die Nacht kann zwar keine Wunder bewirken, aber er gibt euch einen kleinen Energiekick und eben diesen benötigt euer Körper, um seine Temperatur zu halten.
  7. Damit es eure Füße richtig schön warm im Schlafsack haben, empfehlen wir euch ein Extra-Paar Socken darüber. Das Zwiebelprinzip funktioniert auch prima an den Füßen.
  8. Eine Mütze kann in einer kalten Nacht sehr von Vorteil sein. Gerade über den Kopf verlieren wir schnell Wärme. Daher der Tipp: Vor dem Schlafen gehen, Mütze auf!

Ihr habt noch Fragen zum Thema Schlafsäcke? Wir beraten euch gerne - persönlich oder auch telefonisch!
Außerdem findet ihr hier unsere ausführliche Produktberatung für Schlafsäcke

Heute berichtet euch die Reisereporterin Julia von ihrer ersten Weltreise. In 137 Tagen bereiste sie 7 Länder und entdeckte dabei 51 Städte. In dem folgenden Beitrag erfahrt ihr, was sie während ihrer Weltreise erlebt hat und erhaltet einen Einblick in ihre Reisekasse.


Vom Sprint durch den Alltag zum One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt...

Julia (29) stammt gebürtig aus Wilhelmshaven und arbeitet derzeit als Moderatorin und Redakteurin bei R.SH Radio Schleswig-Holstein in Kiel. Moderatorin zu sein ist für sie mehr als "nur" ein Job: Es ist ihre Leidenschaft. Vor ihrer Weltreise war sie eine typische "Sprinterin": Seit ihrem Abitur gab es für sie keinen Halt! Zunächst von einem Theaterhaus zum anderen und schließlich von Nebenjob zu Nebenjob – zeitweise hatte sie sogar drei davon. Nebenbei studierte sie in Berlin. Auch nach dem Studium ging der Sprint weiter - dieses Mal von Praktikum zu Praktikum. Für ihren Traumjob beim Radio zog sie weiter nach Frankfurt am Main, Nürnberg und München und wechselte ihre Arbeitszeiten wie Hotels die Handtücher. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin, las immer öfter negative Meldungen vor – von Terroranschläge bis hin zu Kriegen und schlimmen Unfällen. Dann stellte sie ihr Leben plötzlich radikal auf den Kopf, gab ihren Job, ihre Wohnung und ihre bis dato gewohnte Umgebung auf und buchte im September 2016 ein One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt. Während ihrer Weltreise hat sie das Reisefieber voll erwischt! Mittlerweile arbeitet sie wieder als Moderatorin und bloggt nebenbei über ihre schönsten Reiseerlebnisse. Ihre Beiträge sind typisch nordisch: unterhaltsam, ehrlich und direkt aus dem Bauch heraus. In dem folgenden Interview erfahrt ihr mehr über Julia, die Reisereporterin.


Wie kam’s zu deiner Reise? Hattest du schon länger mit dem Gedanken gespielt oder spontan entschieden?

Wie wahrscheinlich jede Jugendliche hatte auch ich immer schon den Traum, die Welt zu bereisen und andere Kulturen kennenzulernen. Aber wie wahrscheinlich die meisten von uns, hatte auch ich große Zweifel und Ängste. Nach dem Abi wollte ich erst einmal studieren, um den Anschluss nicht zu verpassen. Nach dem Studium wollte ich endlich Geld verdienen. So schob ich meinen Traum immer weiter vor mir her und fand immer wieder neue "ABER-Ausreden". Nach vier Jahren im Arbeitsleben war ich immer unzufriedener mit meiner Lebenssituation. Mehr und mehr kam der Reisegedanke in mir hoch. Plötzlich ging alles ganz schnell: Nur vier Wochen, nachdem ich mein Leben im Süden Deutschlands hinter mir gelassen hatte, saß ich im Flieger nach Thailand. In den diesen vier Wochen hatte ich all meine Sachen verkauft, mein WG-Zimmer weitergegeben, mich um Rucksack, Reiseversicherung und Co. gekümmert.

 

Wie haben deine Freunde und deine Familie auf deinen Plan reagiert?

Meinen Plan um die Welt zu reisen haben alle lieben Menschen um mich herum zu 100% unterstützt. Meine Familie ist groß und viele von uns sind gerne und oft unterwegs. Manche haben vielleicht gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt weg war. Im Ernst: Ihr würdet euch wundern, wie schnell fünf Monate vergehen...


Weltreise

Wann und wie lange bist du um die Welt gereist?
Gestartet bin ich Anfang September 2016 von Köln nach Bangkok. Ende Januar 2017 flog ich aus Wellington in Neuseeland zurück nach Frankfurt am Main und beendete meine fünfmonatige Reise. Insgesamt war ich 137 Tage unterwegs.

 

Welche Orte hast du besucht?
Ich habe in den fünf Monaten 51 Städte in den folgenden 7 Ländern bereist.

  • Thailand
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Singapur
  • Indonesien
  • Australien
  • Neuseeland

ASIEN: September bis Mitte November


Pai - in den Bergen

Durch welche Länder und Städte führte dich deine erste Weltreise?

Gestartet bin ich in Thailand in dem kleinen Ort Pai in den Bergen: Von dort aus reiste ich per Bus, Bahn, Boot und Roller vom hohen Norden bis zu den Trauminseln im Süden. So reiste ich durch die folgenden Regionen: 

  • Chiang Mai
  • Sukhothai
  • Bangkok
  • Siem Reap
  • Krabi
  • Koh Phangan
  • Koh Tao
Thailand 2016
Thailand und seine historische Ruinenstadt Sukhothai

Während meines Asien-Trips besuchte ich beeindruckende Tempelanlagen, die historische Ruinenstadt Sukhothai, fuhr mit dem Boot durch schwimmende Dörfer und bestaunte die Trauminseln Thailands. Außerdem besuchte ich den „Elephant Nature Park“.  Eine große Anlage für verletzte und misshandelte Elefanten – die wohl größten Opfer des boomenden Tourismus in Thailand. Denn sie leiden extrem unter dem Elefantenreiten, das Touristen gerne und ohne nachzudenken mitmachen.

Elephant Nature Park

Reisereporterin auf dem Elchblog von Unterwegs

Da es als alleinreisende Frau sehr gefährlich ist, die Grenze von Thailand nach Malaysia über den Landweg zu überqueren, bin ich mit dem Flieger von Bangkok nach Malaysia geflogen und reiste auch dort mit dem Bus quer durchs ganze Land: Von Penang, ganz im Norden mit seiner weltbekannten Streetart, über die berühmten Teeplantagen in den Cameron Highlands bis nach Kuala Lumpur. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter über die Grenze nach Singapur. Mein nächster Flug brachte mich schließlich nach Indonesien. Dort bereiste ich die Inseln Bali, Lombok und die Gili Islands. Nach zweieinhalb Monaten verließ ich Asien und flog von Bali nach Australien.

Sonnenuntergang in Indonesien

AUSTRALIEN: Mitte November bis Mitte Dezember


Sydney Opera House

Dann folgte die nächste Etappe deiner Weltreise. Welche Regionen hast du in Australien bereist?

In Australien reiste ich mit dem Bus die Ostküste entlang und entdeckte dabei die folgenden Regionen:

  • Cairns
  • Sydney
  • Magnetic Island
  • Whitsunday Islands
  • Fraser Island
  • Brisbane
  • Tasmanien
  • Melbourne

Tauchen im Great Barrier Reef

 


Was waren deine persönlichen Highlights während deiner Australien-Reise?

Australien hat so einiges zu bieten und ich habe in den paar Wochen so viele tolle Dinge erlebt! Ich tauchte im berühmten Great Barrier Reef, hielt auf Magnetic Island Ausschau nach wilden Koalas und segelte einige Tage mit einem Segelboot zu den Whitsunday Island.

Magnetic Island Weltreise

Reisereporterin auf dem Whiteheaven Beach in Australien

So sah ich einen der weißesten Sandstrände (den Whitehaven Beach: Quarzgehalt nahezu 99 %) unserer Erde und die Oper von Sydney, die ich zuvor nur aus Reisemagazinen kannte. Dank eines Abstechers nach Tasmanien traf ich außerdem auf frei lebende Kängurus. Mein letztes Ziel war Melbourne. Hier bestaunte ich unter anderem die „12 Apostel"-Felsen der Great Ocean Road und flog Mitte Dezember schließlich weiter nach Neuseeland.

Kängurus in Tasmanien

NEUSEELAND: Mitte Dezember bis Ende Januar


Weltreise: nächster Halt Neuseeland

Neuseeland, DER Traum vieler Outdoor-Fans... Bis hier hin hattest du schon so viel erlebt und gesehen. War dies das Highlight deiner Weltreise?

Ja! Nach einem spektakulären Anflug auf Neuseeland bin ich gemeinsam mit zwei Reise-Freunden mit einem gekauften Auto und Zelten über die Südinsel gereist und habe dabei viele unvergessliche Momente gesammelt. Kurz gesagt: Neuseeland ist einfach ein atemberaubendes und unfassbar vielfältiges Land! Alle zwei Meter möchte man mit dem Auto anhalten und aussteigen, um die Natur zu genießen.

Mount Cook

Basejumping in Wanaka

Ich bin die steilste Straße der Welt in Dunedin rauf geklettert, habe eine Schifffahrt über den Fjord Milford Sound gemacht, bin in Wanaka Fallschirm gesprungen und auf den Mount Cook gestiegen, dem höchsten Berg Neuseelands. Ich bin mit einem Helikopter in den Schnee auf den Franz-Josef-Gletscher geflogen, bin mehrere Tage durch den Abel-Tasman-Nationalpark gewandert und habe Heiligabend in der Sonne gefeiert. Dann folgte ein kurzer Sprung auf die Nordinsel: Angefangen in Neuseelands Hauptstadt Wellington, habe ich auf dem Weg Richtung Norden die berühmten Schwefelquellen in Rotorua besucht. Dort stinkt es unfassbar!

Aktiver Vulkan auf Neuseeland

 

Ich war außerdem auf Neuseelands einziger aktiven Vulkaninsel „White Island“ und habe dort probiert, wonach Wasser auf einem Vulkan schmeckt. Es schmeckt nach Blut, da es sehr eisenhaltig ist. Ich war buchstäblich am anderen Ende der Welt: Am Cape Reinga, dem nordwestlichsten Punkt Neuseelands, dort wo Pazifik und Tasmansee aufeinander treffen. Nach 137 Tagen auf Reisen endete meine Reise schließlich in Auckland.


Was war das schönste Erlebnis auf deiner Weltreise?

Jackpot! Das ist die Frage, die jeder Weltenbummler hofft, nicht gestellt zu bekommen! Denn während so einer Reise verbringst du kaum zwei Tage hintereinander an demselben Ort. Du wirst erschlagen von Eindrücken, in einem Tempo, das sonst nur Sebastian Vettel kennt. Du siehst Orte, die du nur aus Filmen kennst und erlebst Dinge, die du dir nie erträumt hättest. Daraus „das schönste Erlebnis“ zu wählen, ist eine unmögliche Aufgabe!

 

Beispiel einer typischen Reisewoche in Neuseeland:

Montag: Schifffahrt auf einem Fjord (ich dachte, die gibt’s nur in Norwegen?) mit unzähligen Wasserfällen im Nieselregen bei 12 Grad

Dienstag: Fallschirmsprung bei Sonnenschein und 25 Grad

Mittwoch: Wanderung auf den Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands – bei angenehmen 20 Grad. Von oben hat man einen Blick auf Eisberge, die im Wasser treiben (gibt’s die nicht eher am Südpol?)

Donnerstag: Heli-Flug auf den Franz-Josef-Gletscher und Wanderung im Schnee bei 0 Grad

Freitag: Start einer Drei-Tages-Wanderung (im T-Shirt) im Abel-Tasman-Nationalpark: Einer Landschaft voller kleiner Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser (bin ich jetzt etwa wieder in Asien?) ... Achja: Auf der kurzen Überfahrt mit der Fähre zum Nationalpark wurden wir von circa 30 wilden Delfinen begleitet. Und das war erst EINE von zwei Inselteilen Neuseelands: Die Vulkanlandschaften und bunt blubbernden Schwefelquellen auf der Nordinsel lass ich lieber mal weg.

Wenn ich dir aber ein schönstes Erlebnis nennen soll, dann ist es die Erfahrung, dass dir überall auf der Welt Menschen mit so viel Wärme, Herzlichkeit und Nächstenliebe entgegentreten, dass du alle Vorurteile vergisst und dich überall willkommen fühlst. Eine unbeschreibliche Erfahrung, die ich jedem wünsche!


Gab es während deiner Weltreise ein „Reise-Malheur", das du so schnell nicht vergessen wirst?

Oh ja! Während meiner Weltreise traf ich mich mit meiner Schwester auf Koh Tao. Wir verbrachten eine tolle gemeinsame Woche und liehen uns jeweils einen Roller aus, mit dem wir die Insel erkundeten. Anschließend reisten wir getrennt weiter: Sie in den Norden Bankoks, um nach Deutschland zurückzukehren und mich sollte mein nächster Flug eigentlich nach Malaysia führen. Doch beim Check-In am Flughafen fiel mir plötzlich auf, dass ich den falschen Reisepass dabei hatte. Wir hatten unsere Ausweise offensichtlich bei der Ausleihe vertauscht, die wir dort als Pfand für unsere Roller hinterlegt hatten. Meine Schwester und ich saßen also beide fest: Jeweils mit dem Reisepass der anderen, 650 Kilometer voneinander entfernt. Natürlich war ihr Handy im Ausland aus, sodass ich sie nicht einmal erreichen konnte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Flug zu canceln und die Airline unter Tränen zu überreden, mich ohne Reisepass auf einen Inlandsflug nach Bangkok zu buchen. Ich musste ja irgendwie meine Schwester einholen, die im Bus saß und einige Stunden Vorsprung hatte. Ich hatte Glück, durfte fliegen und kam sogar noch vor meiner Schwester in ihrem Hostel in Bangkok an. Sie hat sich ziemlich erschreckt und nicht sofort verstanden, warum ich nicht schon längst in Malaysia war. Schreckensgeschichte mit einem Happy End! Der Umweg hat mich Kraft, Zeit, Nerven und 250 € gekostet, aber ich hatte meinen Reisepass wieder und werde dieses Erlebnis nie vergessen!


Nun noch eine letzte Frage: Wie viel Geld hat der Trip gekostet?

Ohne es zu wissen, habe ich für meine Reise gespart. Da ich neben meiner Arbeit weder Geld in Hobbies, noch in Freizeit investiert hatte, hatte ich eine für mich ziemlich große Menge Geld angespart. Auf meinem Reiseblog gehe ich ganz bewusst sehr offen mit meinen Ausgaben um, da ich andere Outdoor-Fans motivieren möchte, sich ihre eigenen Träume zu erfüllen. Das Gefühl danach ist einfach unbeschreiblich gut!

 

Reisen muss nicht teuer sein, wenn man sich die passenden Länder aussucht und bereit ist, eine gewisse Zeit auf einige Luxusgüter zu verzichten. Ich habe meine Weltreise mit einem Budget von 10.000 Euro begonnen. Zweieinhalb Monate in Asien haben mich insgesamt 1.711 Euro gekostet. Für dieses Geld bin ich durch Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien gereist. Dabei habe ich immer in guten Hostels übernachtet und jeden Tag mehrmals auswärts in Restaurants oder auf Märkten gegessen. Fortbewegt habe ich mich entweder mit dem Zug, mit Bussen, per Schiff oder Inlandsflügen. Außerdem mit drin im Budget: Viele gebuchte Touren in Nationalparks, auf Inseln oder zu Schnorchel-Spots. Ein Besuch im Elefantencamp, Eintritte in Kulturstätten, Kochkurse, Kino, Flüge, Massagen und so einige leckere Cocktails am Strand. Auch die zusätzlichen Kosten durch meinen vertauschten Pass sind schon mit eingerechnet.

 

Weitaus teurer wurde meine Reise in Australien: In fünf Wochen habe ich dort 2.811 Euro ausgegeben. Ich habe mit dem Bus die komplette Ostküste und mit einem eigenen Mietwagen zusätzlich die Insel Tasmanien bereist. Geschlafen habe ich in günstigen Hostels oder kostenlos bei Einheimischen, die Couchsurfer wie mich bei sich aufnahmen. Ich habe mir auch manchmal Kosten für eine Unterkunft gespart, indem ich die langen Strecken in Australien mit dem Nachtbus gefahren bin. Vor zwei Inlandsflügen habe ich außerdem auf dem Flughafen übernachtet. Gespart habe ich auch am Essen, indem ich ausschließlich selbst gekocht habe. An Ausflügen wurde dagegen nicht gespart: Mit drin im Preis sind ein dreitägiger Segeltörn, ein Tauchtrip ans Great Barrier Reef, Eintritte, Aufenthalte in Großstädten wie Melbourne und Sydney, Flüge und viele Tagesausflüge – zum Beispiel in Nationalparks, zu wild lebenden Koalas und auf die größte Sandinsel der Welt.

 

Der Kiwi-Dollar steht dem Australischen in Nichts nach: In Neuseeland habe ich in gut viereinhalb Wochen 2.864 Euro ausgegeben. Die Südinsel Neuseelands habe ich mit dem Auto eines Freundes bereist. Geschlafen haben wir abwechselnd auf Campingplätzen oder in günstigen Hostels. Auch in Neuseeland habe ich immer selbst gekocht. Auf der Nordinsel bin ich mehrmals per Anhalter gefahren und habe einige Strecken mit dem Fernbus zurückgelegt. Das meiste Geld habe ich in Ausflüge investiert: Ich habe einen aktiven Vulkan bestiegen, bin mit dem Helikopter auf einen Gletscher geflogen, bin Sanddünen heruntergefahren, mehrere Tage durch Nationalparks gewandert, mit dem Schiff über einen Fjord gefahren und nicht zu vergessen: Aus einem Flugzeug gesprungen. Der Fallschirmsprung bleibt unübertroffen, sowohl in Bezug auf die Erfahrung als auch auf den Preis! Auch mit drin im Budget: Eintritte, Lebensmittel, Benzinkosten, Feiertage wie Weihnachten und Silvester und mein Rückflug einmal um die Welt, nach Hause.

 

Insgesamt bin ich also ohne auf wichtige Dinge zu verzichten deutlich unter meinem Budget geblieben und habe von meinen 10.000 € nur 7.386 € ausgegeben. Zugegeben: Ein teures und zeitintensives Hobby – aber es macht Spaß! Ich bin viel zu neugierig auf die Länder und Kulturen dieser Welt, um jetzt aufzuhören.


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Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Ihr wolltet schon immer Island erleben? Diesen Monat verlosen wir gemeinsam mit Palgero zwei unvergessliche Island-Reisen für jeweils zwei Personen! Wie ihr diese gewinnen könnt und was Palgero so besonders macht, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.


Jetzt mitmachen und gewinnen!

Diesen Monat habt ihr die doppelte Chance auf eine von zwei Traumreisen nach Island – für jeweils zwei Personen. Genießt zwischen Mai und Juli 2018 sechs Tage lang die einzigartige Natur Islands! Damit eure Island-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, hat Palgero ein abwechslungsreiches Programm für euch zusammengestellt: Erlebt Wale in freier Natur, entspannt euch in Islands Blauer Lagune und überzeugt euch selbst von der schonenden Ernte der Braunalgen auf der Algenfarm in Reykholar. Dies ist nicht nur der erste Schritt ihrer weiteren Verarbeitung hin zu einem Kosmetikartikel oder Medikament, sondern auch der Anfang der nachhaltigen Wertschöpfungskette der neuartigen SeaCell™ MT Algenbekleidung von Palgero aus Deutschland.

Hier geht es direkt zu unserem Gewinnspiel!


Nachhaltige Bekleidung aus Algen

Kleidung aus Algen?
Algen können gegessen, gecremt, geschluckt und dank des innovativen Gespürs für Bekleidung von Palgero nun sogar getragen werden! Die wohltuende Wirkung von Algen ist bereits seit Jahrzehnten bekannt. Doch die Idee, die Umwelt und unsere Haut durch das Tragen von Algenbekleidung profitieren zu lassen, ist neu, weltweit einzigartig und dank Palgero nun täglich möglich!

Das Design der Funktionsshirts von Palgero ist zeitlos schön, die Farben dezent und ansprechend. Darüber hinaus liegen sie äußerst angenehm auf der Haut: Das feine Material ist weich, anschmiegsam, stretchig (3% Elasthan), reduziert Körpergerüche und pflegt gleichzeitig eure Haut! Die darin enthaltenen Vitalstoffe fördern beispielsweise die Zellregeneration und lindern den Juckreiz von Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis. 

Das Geheimnis liegt in der speziellen Faser, der sogenannten SeaCell™ MT Faser der Firma smartfiber AG, in der die Algen eingearbeitet sind: Die Algen werden schonend in den reinen Fjorden Islands geerntet und mittels einer speziellen Technologie (Modal-Technologie) gleichmäßig mit Zellulosefasern vereint. Darin sind unter anderem die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • Vitamine

Die Meeresalgen besitzen die Fähigkeit besonders viele dieser Vitalstoffe aufzunehmen und in ihren Zellen zu speichern: So weist ein Kilo getrocknete Algen die Wirkstoffe von 100.000 Litern Meerwasser auf. Umgerechnet befinden sich somit 3500 Liter dieses Wassers in einem 97 % Shirt von Palgero. Diese Shirts lassen sich dank der nachhaltigen Kombination aus Alge und Zellulose übrigens problemlos recyceln. Auf künstliche Zusatzstoffe wird vollkommen verzichtet!

 

Das Beste daran...
Diese und weitere wohltuende Wirkstoffe und die positive Wirkung auf eure Haut bleiben auch nach zahlreichen Waschgängen erhalten! Dies gilt für beide Produktionslinien.


Bekleidung aus Algen

Die Idee, die Frische des Meeres in unseren Alltag zu bringen, ist zwar neu, doch der Weg dorthin beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Textil-Branche: Im Jahre 1880 gründete Ferdinand Mattis ein Textil-Großhandelsunternehmen im ostwestfälischen Herford. Seitdem beliefert das Unternehmen katholische Ordensschwestern. Mit einem hohen Qualitätsanspruch und einem feinen Gespür für diesen Markt, breitete sich das Unternehmen über ganz Europa aus und der Name „Mattis“ etablierte sich zu einem absoluten Qualitätssiegel in diesem Bereich.

2016 entschloss sich das Unternehmen zu einer neuen Herausforderung und rief „Palgero” ins Leben. Bereits die ersten Gedanken kreisten sich um die folgenden Zielsetzungen für die neugeborene Marke:

  • eine innovative und einzigartige Produktionslinie
  • höchste Qualitätsanforderungen an die Materialien und Verarbeitung
  • die Einbindung mehrerer deutscher Textilingenieure und Techniker
  • eine besonders nachhaltige Wertschöpfungskette
  • der Großteil der Produktion erfolgt in Deutschland
  • attraktiver Verkaufspreis

„Wir wollen zeigen, was in Deutschland alles möglich ist, deshalb werden die Produkte soweit wie möglich in Deutschland gefertigt, dies stärkt die heimische Textilindustrie, vermeidet unnötige Transportwege und schont die Umwelt." (Palgero)


Palgero Funktionsbekleidung mit Algen aus Island

„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand."

Dieser Satz des berühmten Naturforschers Charles Darwin gehört zur Leitphilosophie von Palgero. Dem Hersteller ist eine nachhaltige Produktion äußerst wichtig. Um den Eingriff in die Natur auf ein Minimum zu beschränken, wird bei der Ernte der Algen lediglich der obere, schnell nachwachsende Teil gesammelt. Im nächsten Schritt werden die Algen getrocknet und fein gemahlen. Die Weiterverarbeitung setzt sich schließlich in Baden-Württemberg fort. Hier werden die SeaCell™LT-Fasern zu Garn versponnen. Anschließend führt sie ihr Weg in die Schwäbische Alb. Hier erfolgt das Stricken und Ausrüsten. Bei der Ausrüstung werden die hochwertigen Öko-Textilstandards GOTS (Global Organic Textile Standard) zu Grunde gelegt.


Jetzt mitmachen und eine Reise nach Island gewinnen!
Ihr wollt euch persönlich von der schonenden Ernte der Braunalgen überzeugen? Dann nehmt jetzt an unserem gemeinsamen Gewinnspiel mit Palgero teil
und verbindet die Besichtigung der Algenfarm mit einem einmaligen Erlebnis in Island oder gewinnt eines von 20 tollen SeaCell-Shirts von Palgero.

Wir drücken euch die Daumen!

Ob als originelle Laterne für den diesjährigen Martinslauf, als gemütliche Lichtquelle für eure nächste Garten-Feier oder auch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum... Wie flexibel die kultigen Feuerhand Laternen im Einsatz sind und nähere Infos über ihre über 100-jährige Geschichte, erfahrt ihr in meinem heutigen Blogbeitrag.


Feuerhand Laterne

Eine einfach zeitlos schöne Laterne!

Auf der Suche nach einer passenden Lichtquelle für unsere Gartenfeier, stieß ich schließlich auf die kultigen Sturmlaternen von Feuerhand. Diese zeitlos schönen Laternen sind in mehreren Farben erhältlich und wurden weltweit bereits millionenfach verkauft! Sie werden seit über 100 Jahren in Deutschland gefertigt und erzeugen mehr Licht als mehrere Kerzen zusammen. Sie sind außerdem sehr einfach im Gebrauch, äußerst pflegeleicht und überall ein echter Hingucker! Doch nicht nur ihr zeitloses Design, sondern auch ihre robusten Eigenschaften machen diese Laternen so beliebt. Diese haben sie ihrer hochwertigen Verarbeitung in solider Handarbeit zu verdanken: Der verzinkte Stahl sorgt für Korrosionsschutz, das hitzebeständige Suprax-Glas ist bruchsicher und hält einem Kaltwasser-Schock im Regen oder Schnee problemlos stand. Somit bieten euch die Feuerhand Laternen nicht nur ein sehr angenehmes Licht, sondern auch eine lange Lebensdauer. Damit ihr auch wirklich lange Freude daran habt, gehören zahlreiche Ersatzteile zum Rundum-Service von Feuerhand – vom Docht bis zum Glaszylinder.


Feuerhand Laternen seit über 100 Jahren

Made in Germany seit über 100 Jahren

Die Geschichte der Feuerhand Laternen reicht sogar bis ans Ende des 18. Jahrhunderts zurück und begann im sächsischen Erzgebirge in Beierfeld. Dort betrieb Hermann Nier 1870 eine Klempnerwerkstatt, in der er unter anderem Laternen baute. 1893 spezialisierte er sich auf die Produktion von Sturmlaternen und gründete eine gemeinsame Produktionsstätte mit seinem Bruder Ernst. 1902 ging Hermann Nier noch einen Schritt weiter und machte sich mit seiner neuen „Hermann Nier Feuerhandwerk” Produktionsstätte schließlich vollkommen unabhängig. Gleichzeitig meldete er das Reichspatent für die Laternenherstellung mittels Falz- und Stanztechnik mit Tauchverzinnung und ohne Handlötung an. 1933 startete die offizielle Fertigung der heutigen Feuerhand "Baby Special 276" Sturmlaternen und der Name "Feuerhand" entwickelte sich von da an schnell zu einer internationalen Traditionsmarke. Weltweit und millionenfach wurden diese Laternen bereits verkauft und bis heute bringen sie kleine und große Augen zum Leuchten!

2008 lag die Jahresproduktion bei 1,5 Millionen. Für die Fertigung der jeweils 37 verschiedenen Einzelteile waren hier etwa 600 Tonnen Stahl nötig. Nach der Montage durchlaufen die Laternen verschiedene Bäder und werden schließlich verzinkt. Dies sorgt für ihre bewährte Stabilität und Dichtigkeit. Seit Herbst 2014 gehört Feuerhand zur Petromax Gruppe. Die Produktion erfolgt jedoch nach wie vor in Hohenlockstedt in solider Handarbeit.


Sooo simpel im Gebrauch!

Das Handling dieser Laterne ist kinderleicht:

  1. Tankdeckel aufdrehen und Petroleum bis zur Linie (maximal bis unterhalb des Einfüllstutzens) einfüllen. Nach dem Befüllen bitte nur noch stehend oder hängend transportieren!
  2. Docht vorsichtig herunterdrehen und warten bis er sich vollgesogen hat (der seitliche Brennerschlüssel erlaubt eine präzise Dochtregulierung).
  3. Seitlichen Hebel herunterdrücken, so dass sich das Glas hebt.
  4. Docht mit einem Streichholz oder Feuerzeug anzünden und das Glas wieder runterstellen.
  5. Zurücklehnen und genießen 🙂
Gebrauchsanleitung für Sturmlaternen

 

Ist der Tank gefüllt, bietet sie euch eine Brenndauer von bis zu 20 Stunden. Die Flammengröße könnt ihr jederzeit über den seitlichen Brennerschlüssel regulieren, indem ihr vorsichtig daran dreht und darauf achtet, dass die Flamme nicht zu groß wird. Ansonsten beginnt diese zu glimmen und zu rußen. Bitte benutzt anschließend nur noch den Tragebügel zum Transport eurer Laterne. Zum Löschen der Flamme, dreht ihr den Docht einfach so weit herunter bis die Flamme vollständig erlischt.


Bitte ausschließlich Petroleum verwenden!


Bitte verwendet ausschließlich Petroleum. Lampenöle haben eine deutlich geringere Fließgeschwindigkeit und führen häufig zu einem Verglimmen des Dochtes. Zudem enthalten Lampenöle oft Verunreinigungen, die nicht explizit auf der Verpackung genannt werden (z. B. Rapsmethylester). Diese können die Gummidichtung angreifen, die sich im Bodenblech befindet oder die Lackierung oder Pulverbeschichtung auf der Laternenoberfläche beschädigen. Das gereinigte Petroleum von Petromax ist hierfür übrigens besonders gut geeignet. Die Kunststoffflasche ist sowohl mit einem praktischen Einfüllstutzen als auch mit einer Kindersicherung ausgestattet.


Feuerhand Laternen sind treue Begleiter! Beachtet einfach die folgenden Tipps, dann werdet ihr lange Freude an eurer Laterne haben 😉

 

5 Tipps für eure Feuerhand Sturmlaternen:

  1. Verwendet gereinigtes Petroleum.
  2. Gebt dem Docht vor Erstbetrieb etwas Zeit (ca. 10 Minuten), um sich so richtig vollzusaugen.
  3. Dreht den Docht vorsichtig heraus und runter.
  4. Dreht den Docht nicht zu weit heraus, ansonsten wird die Flamme zu groß und beginnt zu rußen!
  5. Immer stehend oder hängend transportieren. Solltet ihr befürchten, dass eure Lampe mal umkippt und ausläuft, könnt ihr den Schornstein hochziehen, das Glas kippen, den Brenner herausziehen und einen Korken in die Brenneröffnung stopfen.

Vergangene Woche habe ich euch mit den ersten Infos über unser gemeinsames Firmen-Event mit Cascade Designs in Irland berichtet und euch das Unternehmen kurz vorgestellt. Heute möchte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen in Irland erzählen und euch einen Einblick in die aufwendige Produktion der begehrten Therm-A-Rest Isomatten geben, bei der jeder Handgriff zählt und kontinuierliche Qualitätskontrollen eine große Rolle spielen.

 


Zu Gast bei Cascade Designs (Therm-A-Rest) Teil 2


Tag 1 - Vorfreude ist die schönste Freude!

Am 24.09.2015 war es endlich so weit! Während sich die ersten unserer 12-köpfigen Unterwegs-Truppe um 10:45 Uhr am Hauptbahnhof in Oldenburg trafen, waren wir in Düsseldorf schließlich komplett.

 

Mit dabei waren:

  1. Andreas (Unterwegs Bonn)
  2. Ann-Kathrin (Unterwegs Hamm)
  3. Jens (Unterwegs Münster)
  4. Jessica (Unterwegs Einkauf für die gesamte Unterwegs Gruppe)
  5. Karin (TUM Flensburg)
  6. Marius (Unterwegs Duisburg)
  7. Martina (Unterwegs Höxter)
  8. Michael (Unterwegs Kiel)
  9. Peter (Unterwegs Oldenburg)
  10. Svenja (Unterwegs Erfurt)
  11. Timm (Unterwegs Bremen)

… und ich (Dorina) aus unserem Onlineshop in Wilhelmshaven.


Ein tolles Team!

Obwohl sich nur die wenigsten unter uns bereits kannten, war schon das erste Aufeinandertreffen besonders herzlich und überraschend vertraut und immer wieder kam die Frage auf: “Wie bist du eigentlich zu Unterwegs gekommen? Die Antworten darauf waren sehr unterschiedlich und wieder einmal bestätigte sich mein Bauchgefühl, dass sich unsere Unterwegs-Gruppe vor allem durch die Vielseitigkeit unserer Kollegen und ihre spannenden Lebensläufe auszeichnet: angefangen bei einer erfolgreichen Textil-Designer-Karriere bis hin zum zeitweiligen Alt-Griechisch-Ausflug im Studium. Und eben diese Geschichten und der persönliche Austausch unter den Kollegen zeichnen unsere Unterwegs-Hersteller-Events (weiterer solcher Artikel findet ihr unter „Unterwegs Insights“) aus!


Liiiinks bitte!

Auch Dirk von PURE OUT wartete bereits am Düsseldorfer Flughafen. Er erzählte uns mit einem breiten Grinsen, dass er sich schon sehr auf die nächsten gemeinsamen Tage mit uns freue und dass uns viele Überraschungen in Irland erwarteten. Nachdem wir uns in den Flieger gesetzt hatten und bei schönstem Wetter in Cork (zweitgrößte Stadt Irlands) eingetroffen waren, erwartete uns auch schon das erste kleine Abenteuer: Autofahren auf der linken Fahrbahn. Als Handelsvertreter ist Dirk bereits darin geübt, sich den Herausforderungen der irischen Fahrbahnen, Büsche und Kurven zu stellen. Für unseren Kollegen Peter aus Oldenburg war es jedoch eine vollkommen neue Herausforderung und er hat diese wirklich großartig gemeistert! 🙂


Der perfekte erste Abend in Irland

Schon die Fahrt durch West Cork war ein Genuss: jeder von uns genoss den Blick auf die unberührten Weiden- und Wiesenlandschaften. Im Garryvoe Hotel eingetroffen, waren wir jedoch alle erst einmal ein wenig sprachlos: Alleine schon die Ankunft in diesem Hotel, direkt an der Küste Irlands mit einem traumhaften Ausblick auf den Horizont, war der perfekte Start eines unvergesslichen Erlebnisses! Wir konnten es kaum erwarten, unser Gepäck auf’s Zimmer zu bringen und uns bei den Findlingen am Wasser zu treffen. Wir freuten uns so sehr über diesen Anblick, dass uns sogar zwei ältere Damen auf unsere Reise ansprachen, mit denen wir anschließend diesen besonderen Moment mit einem gemeinsamen Gruppenfoto festhielten 🙂

Unterwegs Gruppenfoto in Irland

 

Anschließend folgte dann ein leckeres, gemeinsames Essen im Hotel, bei dem wir die Zeit völlig aus den Augen verloren und jeden Moment genossen. Nachdem uns ein Kellner des Restaurants freundlich darauf hinwies, dass wir gerne einen Raum weiterziehen könnten, um dort unsere Gespräche fortzusetzen, rollten wir uns gut gestärkt in die Sessel und Sofas der Samphire Bar. Und wieder war die Atmosphäre und unsere Runde so gemütlich, dass die Zeit nur so davon rannte bis wir uns schließlich gegen Mitternacht auf unsere Zimmer begaben.


Tag 2 – ein Tag voller Überraschungen!

 

Sonnenaufgang in Irland

Auch der zweite Tag hätte wohl kaum schöner beginnen können und das Wetter war wie bestellt: Am nächsten Morgen erwartete uns um 08:00 Uhr ein großartiger Sonnenaufgang im nahezu wolkenfreien Himmel und mit klarer Sicht auf's Wasser. Kurz darauf trafen wir uns um 08:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Das Frühstücksbuffet des Garryvoe Hotels ließ keine Wünsche offen: wir hatten die Wahl zwischen besonders herzhaft und deftig bis hin zu leicht, gesund oder zuckersüß.

Nach dem Frühstück konnten wir bestens gestärkt zu unserem ersten Werkbesuch aufbrechen und so fuhren uns Dirk und Peter zum heutigen “European Headqauarter von Therm-a-Rest und Cascade Designs”. Anders als erwartet, standen wir schließlich vor einem unauffälligen, historischen Fabrikgebäude. Die ehemalige Wollfabrik ist im Ganzen eher spärlich ausgestattet – von der Büroausstattung bis hin zum Mobiliar – kein Hightech, kein Schnickschnack! Eben nur das Nötigste und Entscheidendste für die Produktion der beliebten Therm-A-Rest-Matten. Nach der persönlichen Vorstellung des Marketing-Managers Maurice und einer kurzen Info über die Geschichte von Therm-A-Rest und seinem Gründer John Borroughs folgte unsere erste spannende Werkbesichtigung.

 


Frühstück im Garryvoe Hotel

Höchste Präzision und erstaunlich viel Liebe zum Detail!

Als ich mir erste Gedanken über den Produktionsablauf von Isomatten machte, dachte ich zunächst an einen voll automatisierten Produktionsablauf mit diversen Fließbändern und Maschinen, die Stück für Stück aus den Laminaten und Schaumstoffen eine fertige Matte stanzen, laminieren und verpacken. Ich lag mit meiner Vermutung jedoch so was von daneben!!!

Eigene Maschinen und Designs bei Therm-A-Rest

Bei Cascade Designs stammt alles aus einer Hand und die präzise Handarbeit und Erfahrung seiner Mitarbeiter ist für das Unternehmen bis heute unersetzlich! Dies gilt für sämtliche Produkte des Unternehmens. Angefangen beim Design bis hin zum fertigen Produkt hat Cascade Designs alles genau durchdacht! Dies gilt nicht nur für die Isomatten von Therm-A-Rest, sondern für sämtliche Artikel der Cascade Designs Gruppe. Wie vergangene Woche erwähnt, durchläuft hier jeder einzelne Artikel einen äußerst aufwendigen Produktionsprozess: Designer entwickeln die Ideen, Maschinenbauer entwickeln die hierfür erforderlichen Maschinen zu 100% selber und stellen die Ideen der Designer in der Praxis auf die Probe. Erst dann, wenn alle Seiten zufrieden sind, erfolgt die offizielle Produktion und die Arbeiter machen sich ans Werk. So lag die Entwicklungszeit für die X-Lite, der derzeit leichtesten Therm-A-Rest Matte, beispielsweise bei sieben Jahren und genau davon konnten wir uns nun selbst überzeugen. Bereits bei dem ersten Halt waren wir alle äußerst fasziniert von der präzisen Handarbeit bei Therm-A-Rest. Anders als erwartet führt die Reise jeder einzelnen Matte nicht durch ein voll automatisiertes Fließband, sondern über viele, viele einzelne Maschinen und Hände.

Jeder Arbeitsschritt an einer Matte erfordert eine eigene Maschine und keine der Maschinen erledigt ihre Arbeit in einem Ruck. Beispielsweise gibt es eine Maschine, die gerade einmal 5 Matten pro Stunde fertigt, da ihre Arbeit besonders komplex ist. Jede einzelne Matte durchläuft mehrere Stationen und wird per Hand von Maschine zu Maschine getragen. Dies gilt für den gesamten Produktionsprozess – angefangen beim Stanzen des Schaumstoffes bis hin zum letzten Schliff. Alleine in Irland sorgen etwa 66 Produktionsmitarbeiter für höchste Qualität. In Seatle sind es sogar 400 Mitarbeiter. Die meisten davon arbeiten schon sehr lange bei Therm-A-Rest und bilden somit ein perfekt eingespieltes Team, das sein Handwerk beherrscht.

Made in Ireland

“The Therm-A-Rest philosophy is simple – we want to make what we sell.
This gives us complete control of our products, from conception to production, and allows us to create the highest quality gear possible.”
(Zitat: Therm-A-Rest)


Beispiel für eine selbstaufblasende Matte mit Schaumstoffkern


Wie viel Liebe zum Detail in jeder dieser hoch technischen Matten steckt, möchte ich euch mit dem folgenden Beispiel etwas näher erläutern: Sowohl die Laminate als auch die Schaumstoff-Matten liegen bereits auf Maß geschnitten bereit und jeder Stoff kann anhand der (unter dem Logo) eingelaserten Daten zurückverfolgt werden. Im ersten Schritt legt ein Mitarbeiter eine der zuvor auf Maß geschnittenen Schaumstoff-Matten in eine Maschine und erst, wenn die Matte korrekt liegt, betätigt er diese. Nun beginnt die Maschine mit ihrer Arbeit und stanzt peu à peu mit etwa 120 t Druck viele, viele, kleine Löcher in den Schaumstoff hinein. Die daraus entstandenen Reststücke werden zur späteren Weiterverarbeitung als Kissenfüllung in einer großen Kiste aufbewahrt. Im nächsten Schritt trägt der Mitarbeiter den gestanzten Schaumstoff zur nächsten Maschine. Hier stehen zwei seiner Kollegen bereits für den nächsten Step bereit, um den Schaumstoff mit den zuvor genau auf’s Maß zurecht geschnittenen Laminaten zu verbinden.

Zunächst legen sie die erste Lage auf die Maschine, streichen diese glatt, legen den gestanzten Schaumstoff darauf, legen das zweite Laminat auf den Schaumstoff und kontrollieren dabei, ob auch wirklich alle drei Lagen akkurat und faltenfrei aufeinander liegen. Erst dann betätigen sie die zuvor eingestellte Maschine, die die verschiedenen Materialien mit 200 Grad und viiiiiel Druck miteinander verbindet. Der letzte Schliff erfolgt wiederum per Hand, indem ein weiterer Kollege den überstehenden Stoff mit einem speziell für diesen Produktionsschritt gefertigten Werkzeug abschneidet. Dabei läuft er vom einen Ende zum anderen Ende der neuen Matte – erst auf der einen Seite, dann auf der anderen. Überraschend war übrigens auch die genaue und mehrfache Qualitätskontrolle jeder einzelnen Matte: Hier wird tatsächlich jede einzelne Matte mit Luft befüllt, in ein Becken getaucht und 28 Stunden aufgeblasen gelagert, bevor sie wieder entlüftet und verpackt wird. Selbst die Verpackung erfolgt per Hand: Zunächst wird jede einzelne Matte entlüftet, anschließend fein säuberlich per Hand gefaltet und um mit Hilfe einer rotierenden Stange und dem Geschick des Werkarbeiters aufgerollt,so dass sie samt der dazugehörigen Pflegehinweise bequem Platz in ihrer jeweiligen Verpackung findet. Auf diese Weise verpackt jeweils ein Mitarbeiter 35 Matten pro Stunde.


Begeistert von den vielen Eindrücken und Einblicken in die präzise Arbeit bei Therm-A-Rest erwarteten uns nun schon die nächsten beiden Überraschungen: eine gemeinsame Kajak-Tour mit Jim Kennedy. Jim ist nicht nur ein leidenschaftlicher See-Kajakfahrer, sondern DER Experte in Irland und gleichzeitig Gründer von Irlands erster, globalen Atlantic Sea Kayaking Company. Mit dieser Überraschung hatte keiner von uns gerechnet! Da uns Cascade Designs jedoch nicht vollkommen unvorbereitet zu unsere Kajak-Tour aufbrechen lassen wollte und nur wenige von uns bereits erfahrene Kajakfahrer sind, gab es noch eine weitere Überraschung: Schnelltrocknende Reisehandtücher für den Fall der Fälle 🙂

 

Atlantic Sea Kayaking

Nach einer etwa zweistündigen Autofahrt, trafen wir schließlich an diesem wunderschönen Ort ein und waren erst einmal wieder sprachlos! Jim und sein Team begrüßte uns besonders herzlich und gab uns erste Anweisungen, die gerade für mich als blutiger Kajak-Einsteiger besonders hilfreich waren. Anschließend machten wir uns mit einem kleinen Team-Spiel warm, in dem wir unsere Paddel auf Anweisung zu unseren Nachbarn warfen :b Im Kajak angekommen, genossen wir wieder jeden Moment und lauschten gespannt den Geschichten von Jim und seinem Kollegen. Während der nächsten zwei Stunden folgten wir seinem Lebensmotto „Nice & Gentle!“ und genossen einfach nur den Moment!

 

Das erste Mal im Kajak in Irland

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

 

 

 

Im Anschluss an dieses kleine Abenteuer, bedankten wir uns mit einer kleinen Geste und fuhren zu unserem nächsten Hotel. Unsere Reise führte uns weiter nach Bantry. Das „The Maritime Hotel“ liegt direkt gegenüber von einer idylischen, kleinen Bucht. Auch hier boten uns unsere Hotelzimmer wieder besten Blick auf das Wasser. Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam. Dieses Mal lud uns Cascade Designs zu einem tollen Italiener in der Nähe des Hotels ein. Hier gab es neben Pizza auch eine hervorragende Auswahl an diversen Gerichten mit Meeresfrüchten. Solltet ihr mal vorhaben, nach Irland zu reisen und Meeresfrüchte mögen, dann kann ich euch die Seafood Chowder nur wärmstens empfehlen! 🙂 Nachdem alle bestens gestärkt waren und sämtliche Pubs ihre Türen schlossen, verließen wir das Restaurant und verbrachten den Abend gemeinsam in dem hoteleigenen Pub.


Tag 3 – neuer Tag, nächstes Werk!

Auch am nächsten Tag folgte nach einem reichhaltigen Frühstück unsere nächste spannende Werkbesichtigung – dieses Mal in Bantry. Hier erfolgt die Produktion diverser Kleinteile und Hartware-Artikel, wie zum Beispiel die des neuen MSR Stake-Hammer, der Platypus Meta Bottle Trinkflaschen, der Einzelteile der MSR Schneeschuhe etc. Ja sogar Fußablagen werden hier gefertigt und per Hand montiert. In der Halle angekommen, erwarteten uns erneut unterschiedliche Maschinen und viele freundliche Gesichter der Werkarbeiter. Ein weiteres Beispiel, das uns sehr beeindruckte, waren insbesondere die äußerst sorgfältigen Handgriffe an den MSR Schneeschuhriemen: Nachdem die Maschine die Löcher in diese gestanzt hatte, kontrollierte ein weiterer Mitarbeiter, ob sie auch wirklich alle Löcher sauber herausgestanzt hatte. War dies nicht der Fall, knippste er die noch geschlossenen Löcher mit seiner Zange fein säuberlich heraus und legte den Riemen erst dann in den dafür vorgesehenen Karton zur Weiterverarbeitung. Alle waren wieder sichtlich beeindruckt von der präzisen und kontinuierlichen Kontrolle im Laufe der einzelnen Arbeitsschritte.

Im Anschluss an die Werkbesichtigung überraschte uns Cascade Designs mit einer weiteren schönen Geste: gelaserte Reisehandtücher mit unserem Namen, den wir einen Tag zuvor auf einen leeren Zettel schreiben sollten – eine wirklich schöne Idee! Daraufhin folgte eine etwa 2,5-stündige Wanderung durch die beeindruckende Landschaft Irlands. Das Wetter spielte zum Glück noch sehr gut mit und ermöglichte uns eine tolle Sicht während unserer kleinen Wanderung. Das ist für Irland eher untypisch. Jeder von uns hatte sich auf ein sehr unbeständiges Wetter eingestellt. Doch das ließ zum Glück noch bis zum Abend auf sich warten 🙂


Wandern in West Cork

Das Ende eines tollen Erlebnisses!

Leider endete dann auch schon unsere Irland-Reise. So ließen wir den Abend noch einmal in gemeinsamer Runde ausklingen und die vielen Eindrücke der vergangenen Tage auf uns wirken. Ein letztes Mal nutzen wir den Abend nicht nur für den letzten kulinarischen Genuss, sondern auch für den intensiven Austausch untereinander. Am nächsten Morgen mussten wir leider schon früh aufbrechen, um pünktlich beim Flughafen in Cork anzukommen und unseren Flieger rechtzeitig zu erreichen. Da das Wetter an diesem Morgen typisch irisch war, waren wir froh, dass wir etwas mehr Zeit für unsere Abreise eingeplant hatten. Unser Flieger konnte jedoch problemlos und pünktlich starten. So trafen wir bereits um 13:30 Uhr in Düsseldorf ein. Nachdem wir uns alle von einander verabschiedet hatten, fuhren wir alle wieder nach Hause.

Reisehandtücher von Cascade Designs


Danke!


An dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Organisatoren und unserem Geschäftsführer Christoph für die großartige Organisation und die tollen Erfahrungen, die wir hierdurch gewinnen konnten, ganz herzlich danken! Es war nicht nur eine tolle Gelegenheit, um hinter die Kulissen von Cascade Designs zu blicken, sondern auch eine Chance, die Kollegen näher kennenzulernen und uns untereinander noch besser zu vernetzen!
Ein rundum tolles Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden!


Seit bereits fünfeinhalb Jahren bin ich ein Teil unserer Unterwegs Gruppe. In dieser Zeit durfte ich schon mehrfach von unterschiedlichen Unterwegs Schulungen und Events (mehr unter "Unterwegs Insights") berichten. Dieses Mal lautete das Ziel Irland und ich durfte live dabei sein und gemeinsam mit 11 meiner Kolleginnen und Kollegen hinter die Kulissen der Therm-A-Rest-Matten-Produktion von Cascade Designs blicken. Obwohl wir gerade einmal 3,5 Tage in Irland waren, hat jeder von uns enorm viele Eindrücke von der Reise mit nach Hause genommen. Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich unsere Erfahrungen am besten mit euch teilen könnte und habe mich nun dazu entschlossen unser Cascade-Unterwegs-Event in zwei Blogbeiträge aufzuteilen. Beginnen möchte ich heute mit den wichtigsten Infos über Cascade Designs. Nächste Woche folgt dann ein weiterer Beitrag, in dem ich euch einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens geben und euch von unseren Erlebnissen mit den Organisatoren dieses großartigen Firmen-Events berichten werde.


Zu Gast bei Cascade Designs (Therm-A-Rest) Teil 1:


Bereits Monate im Voraus stieg meine Vorfreude auf unser gemeinsames Firmen-Event von Tag zu Tag. Keiner von uns wusste, was uns in Irland erwarten würde. Erst wenige Wochen zuvor erhielten wir von Dirk, unserem Außendienstmitarbeiter (und Inhaber der Handelsagentur PURE OUT) eine Mail mit ersten Informationen über unsere bevorstehende Reise. Darin erfuhren wir, dass er und Maurice (Marketing-Manager von Cascade Designs) so einiges für uns vorbereitet hatten. Da unser Programm jedoch eine Überraschung bleiben sollte, verriet er uns lediglich, dass uns zwei aufeinander folgende Werkbesuche erwarteten und dass sie uns daher unterschiedliche Hotels an zwei verschiedenen Orten gebucht hätten. Das erste Ziel lautete Midleton. Dort befindet sich die europäische Konzernzentrale von Cascade Designs. Am nächsten Tag erwartete uns dann auch schon eine weitere, spannende Werkbesichtigung in Bantry. Mit dem ersten Werk erhielten wir einen Einblick in die Produktion der Therm-A-Rest Matten und der Fertigstellung der MSR Schneeschuhe. In dem zweiten Werk erwartete uns wiederum die Produktion diverser Hartware-Artikel des Unternehmens.


Über Cascade Designs Limited und den Startschuss von Therm-A-Rest


Erste Lieferung für Therm-A-Rest in Irland

Das zu 100 % vom Eigentümer geführte Unternehmen Cascade Designs Limited gilt seit über 30 Jahren als europäischer Marktführer in Sachen Camping-Komfort. Gleichzeitig gilt sein Gründer John Borroughs als Erfinder unserer heutigen Isomatten. So entwarf er Anfang der 70er Jahre aus eigener Leidenschaft zum Draußensein den erste Therm-A-Rest-Isomatten-Prototypen in seiner Garage und verband zwei Lagen Stoff mit seiner Schaumstoff-Knieunterlage aus seinem Garten mit einem Sandwich-Toaster. Die Idee war da und schon wenig später (1972) war Therm-A-Rest geboren. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die Nachfrage nach seinen Reisematten wuchs überraschend schnell und überwältigte ihn. Nachdem sich Therm-A-Rest in seiner Heimatstadt Seattle einen Namen als Hersteller der besten Matten der Welt gemacht hatte, wollten Abenteurer aus ganz Europa daran teilhaben. Daher musste schnell eine Lösung her. Nachdem John Borrough 1985 auf eine ehemalige, irische Wollfabrik in der Dwyer Road in Midleton gestoßen war, war er so sehr von dem historischen Charme und Raumangebot (15.000 m²) begeistert, dass er die ehemalige Wollfabrik schon bald zum “European Headqauarter von Cascade Designs” verwandelte.

 

Die Cascade Designs Gruppe erschließt sich heute übrigens aus den folgenden Marken:

  • Therm-A-Rest

  • MSR

  • platypus

  • e-case

  • PackTowl

  • Seal Line

Cascade Designs Dwyer Road Fabrikgebäude

Alles aus EINER Hand

Das Familienunternehmen möchte selbst herstellen und dafür verantwortlich sein, was es verkauft. Dies gilt für die gesamte Cascade Designs Produktpalette - angefangen bei den beliebten Therm-A-Rest Isomatten bis hin zum neuen MSR Stake Hammer zum Einschlagen von Heringen von MSR. Die Produktion erfolgt in einem großen Werk in den USA sowie in zwei weiteren Werken in Irland. Um die für Cascade Designs bekannte Qualität zu gewährleisten, hat sich das Unternehmen an beiden Standorten ganz bewusst für dem Aufbau eigener Fabrikhallen in Kombination mit dem dem Entwurf eigener Maschinen entschieden. So investierte das Unternehmen erst im vergangenen Jahr etwa 10,5 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Produktion. Nur durch diese spezielle Art der Fertigung und die kontinuierlichen Qualitätskontrollen hat das Familienunternehmen die volle Kontrolle über seine Produkte – beginnend bei der Konzeption erster Ideen bis hin zur finalen Produktion und Markteinführung. Dank der mehrfachen Kontrolle jedes einzelnen Artikels stehen die Matten von Therm-A-Rest nicht nur für höchste Qualität sondern auch eine lebenslange Garantie.

Therm-A-Rest Produktion mit viel Handarbeit

Weitere, interessante Zahlen und Fakten über Therm-A-Rest Isomatten

Derzeit produziert das Unternehmen 31 Matten-Modelle (Damen und Herren) in Irland sowie in den USA. Deren Produktion erfolgt sowohl in ihrer Heimatstadt Seattle als auch in Irland. Stündlich landen in Irland etwa 35 Matten in ihren Verpackungen und jährlich verlassen etwa 500.000 Matten das Werk, bevor sie ihre Reise in 22 Länder fortsetzen. Das Werk in Seattle verlassen zudem weitere 750.000 Matten pro Jahr. Dieses ist deutlich größer, die Arbeitsprozesse und Maschinen sind jedoch absolut identisch zu denen in Irland. Darüber hinaus ergänzen sich beide Werke wie folgt untereinander: Während die einen Bestandteile eines Artikels (Beispiel: Schneeschuhe von MSR) in den USA produziert werden, setzen die anderen beiden Werke ihre Arbeit in Irland fort und andersherum. Die hierfür erforderlichen Versandtaschen, Verpackungen etc. recycelt das Unternehmen mit jedem weiteren Arbeitsschritt, um unnötige Müllberge zu vermeiden.


 

Neugierig geworden? Dann dürft ihr schon auf meinen nächsten Beitrag gespannt sein 😉

Heute möchte ich euch unseren Kollegen Daniel Hüske vorstellen. Nachdem ihn 2002 die Sehnsucht nach der Ferne über einen großen Bogen quer durch Deutschland und die Welt geführt hat, ist er nun wieder zurück in seiner Heimat. Seit Ende April 2017 arbeitet er Teilzeit als Verkäufer bei Unterwegs in Leipzig und betreibt außerdem sein eigenes Unternehmen „Fernweh Trekking“. Seit Neuestem ist er außerdem als Reise-Autor für den Conrad Stein Verlag tätig.
 
Passend zum Verkaufsstart (am 9.10.2017) von „Patagonien: Fitz Roy & Cerro Torre“ freut es mich sehr, euch heute einen Blick hinter die Kulissen seines ersten Wanderführers zu geben und euch gleichzeitig davon zu berichten, welcher Weg Daniel zu Unterwegs geführt hat.

Daniel von Unterwegs

Daniel, sei so lieb und stell dich bitte in ein paar kurzen Sätzen selber vor...
 
Ursprünglich komme ich aus der Porzellanstadt Meißen in der Nähe von Dresden. Dort habe ich die ersten 25 Jahre meines Lebens verbracht. Was meine beruflichen Erfahrungen betrifft, habe ich mich - ganz grob gesagt - vom Bürohengst zum leidenschaftlichen Outdoorer entwickelt: Ein Jahr nachdem ich meine Geburtsstadt verlassen hatte, entschied ich mich 2002 für ein einjähriges Auslandsstudium in Sydney in Australien – eines meiner bisher schönsten Lebensjahre! Auch nutzte ich die langen Semesterferien im Sommer für ausgiebige Reisen. Die vielen Wanderungen durch die faszinierenden Landschaften entfachten schließlich meine Leidenschaft für das Trekking - am liebsten in fernen Ländern. Leipzig verstehe ich quasi als Basislager für meine weiteren Erkundungen - inzwischen mit Frau und unserem 4-jährigen Sohn.
 

Chile, Argentinien, Südsee, Neuseeland, Tasmanien... und und und. Du hast schon so einige spannende Abenteuer erlebt und dabei die unterschiedlichsten Regionen entdeckt! Steht für dich eher das Ziel oder das Reisen selbst im Fokus?
 
Eindeutig das Reisen selbst und nicht das bloße Abhaken von möglichst vielen Reisezielen! So halten meine Frau und ich vermutlich den Rekord der am längsten dauernden Wanderung im Nationalpark Torres del Paine: Wir waren insgesamt 18 Tage auf Wanderschaft und haben jeden Moment bewusst gelebt und in vollen Zügen genossen!
 

Für welche Outdoor-Aktivitäten begeisterst du dich heute am meisten?
 
Trekking und Zelten, das einfache Dasein in der Natur und die Magie des großen Ganzen spüren. Ich liebe den Wind, der einen manchmal um die Ohren pfeift, oder den Regen, der ins Gesicht peitscht, ich fühle mich dann ganz lebendig und bin wirklich nur im Hier und Jetzt. Das geht uns oft im Alltag verloren, beim Wandern sind wieder die elementaren Dinge wichtig.
 

Reiseführer Patagonien

Paddeln in Patagonien

Wie kam es dazu, dass du dein Hobby zum Beruf gemacht hast?

 

Nachdem ich mein Studium „Internationales Finanzmanagement“ beendet hatte, war ich mit meinem Job in Mainz und Düsseldorf fest im Sattel und dennoch ließ mich das Fernweh einfach nicht los! Nach einigen Jahren Hin- und Her-Pendlerei (längste Entfernung Düsseldorf – Flensburg) legten meine Frau und ich 2011 schließlich eine berufliche Pause ein. Es ging Open End auf Wanderreise mit den unterschiedlichsten Zielen. Am Ende waren es 10 Monate. Später rief ich mein Unternehmen „Fernweh Trekking“ ins Leben, um meine Outdoor-Erlebnisse mit anderen Frischluft-Fans zu teilen und ihnen bei ihren Reiseplanungen beratend zur Seite zu stehen. Mittlerweile dreht sich bei mir fast alles ums Wandern und Reisen. Wunderbar ergänzend zu meiner Selbstständigkeit mit Fernweh Trekking arbeite ich in unserem neuen Unterwegs Fachgeschäft in Leipzig als Verkäufer. Außerdem habe ich mit dem Schreiben von Wanderführern begonnen. Bei Recherchewanderungen denke ich oft, es gibt keine schöneren Jobs auf der Welt als meine. Naja, Steuererklärungen etc. machen sich trotzdem nicht von alleine und gehören auch dazu.


Viele Wege führen zu Unterwegs... Wie war es bei dir?


Nun, manchmal denke ich, dass Dinge einfach passieren sollen. Auf der Suche nach einer nebenberuflichen Tätigkeit schlenderte ich von einem Bewerbungsgespräch für ein Callcenter an unserem bis dato noch geschlossenen Unterwegs Fachgeschäft vorbei. Keine Frage, dass ich einen Teilzeitjob im Outdoor-Fachgeschäft auf jeden Fall bevorzugen würde! So nahm ich kurzerhand den Telefonhörer in die Hand (das war im März dieses Jahres) und bin seit der Neueröffnung Ende April dabei! Seitdem stehe ich unseren Kunden mit Rat und Tat als Verkäufer zur Seite.


Gibt es einen Artikel bei Unterwegs, den du anderen Patagonien-Fans empfehlen möchtest?


Ja, und zwar das Zelt Nammatj von Hilleberg. Dieses Zelt hat uns bisher (in den letzten sieben Jahren) hervorragende Dienste geleistet und den stärksten Stürmen in Patagonien standgehalten. Es symbolisiert für mich Stärke und Belastbarkeit und ich würde mich jederzeit wieder für diese Investition entscheiden!


Tolle Aussichten in Patagonien
Daniel in Patagonien

Vielen Dank noch einmal, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast! Zum Abschluss möchte ich dich noch um 10 Tipps für die erste Patagonien-Trekking-Reise bitten:
 

1. Beste Reisezeiten für Trekking-Fans
Die beste Zeit zum Wandern ist in den Monaten November bis April, Schnee kann es besonders in Hochlagen allerdings zu jeder Jahreszeit geben. Die wärmste Zeit des Jahres zwischen Dezember und Februar mit den Tageslängen bis zu 16 Stunden und mehr fällt leider auf die lokale Ferienzeit, dementsprechend ist es in den Hauptgebieten voll und eine Vorreservierung ist in vielen Fällen sinnvoll. Wenn möglich, sollte um die Hauptreisezeit ein großer Bogen gemacht werden.

 

2. Planung der Schlafplätze
Während für die Wanderungen im Torres del Paine Nationalpark in Chile bei drei verschiedenen Anbietern Hütten- und Zeltschlafplätze rechtzeitig vorausgebucht werden müssen, ist dies im Norden des argentinischen Pendants Los Glaciares nicht notwendig bzw. möglich. Die Zeltplätze sind hier bei einfachster Infrastruktur kostenfrei und Hütten gibt es nicht. Dementsprechend schlägt eine Wanderung am Fuße von Fitz Roy und Cerro Torre weniger zu Buche als im berühmten chilenischen Nationalpark. Dort werden zusätzlich zu den Übernachtungskosten auch noch Parkgebühren von ca. 30 Euro fällig.

 

3. Windfeste Ausrüstung:
In Patagonien pfeift der Wind unaufhörlich, manchmal sogar in Orkanstärke. Insbesondere das Zelt sollte sturmstabil sein. Zusätzliche Abspannleinen und ein Reparaturset gehören ebenfalls ins Gepäck. Als Bodenverankerung sind die Cyclone-Heringe von MSR eine gute Wahl! http://www.unterwegs.biz/msr-cyclone-stake-bulk-505302.html

 

4. Notfallkommunikation
In den meisten Ortschaften Patagoniens kann inzwischen mobil telefoniert werden. Auf den Wanderwegen hingegen ist dies nicht zu erwarten. Nützlich kann daher für den Fall des Falles die Mitnahme eines Satellitentelefons oder Notfallsenders sein. Letzterer kann in Deutschland unter www.notfallsender.de ausgeliehen werden.

 

5. Orientierung mit Kompass
Der Unterschied zwischen dem roten Ende der Kompassnadel (magnetischer Norden) und der „wahren“ Richtung zum Nordpol (geografischer Norden) wird Deklination oder auch Missweisung genannt. In Patagonien liegt die Abweichung zwischen Kompass und den Nordlinien auf der Karte etwa zwischen 10 und 15° Ost. Genau berechnet werden kann der Wert unter https://www.ngdc.noaa.gov/geomag-web

 

6. Spanischkenntnisse
Während in den größeren Touristenzentren noch des Öfteren Englisch gesprochen wird, sind spätestens abseits der ausgetretenen Pfade Grundkenntnisse in der spanischen Sprache sehr von Vorteil und empfehlenswert!

 

7. Kein offenes Feuer!
Die Ranger in den Nationalparks verstehen beim Feuermachen keinen Spaß, da die Gefahr eines großflächigen Waldbrandes durch die windigen Verhältnisse einfach riesengroß ist. Daher sind offene Feuer meistens komplett verboten und in der Regel dürfen auf den Zeltplätzen lediglich Gaskocher verwendet werden. Am ehesten bekommt man Gaskartuschen mit Schraubverschluss.

 

8. Trinkwasser
In Patagonien haben die Flüsse, Bäche und Seen bis auf wenige Ausnahmen höchste Trinkwasserqualität. Vorsorglich können Wasservorräte aus stehenden Gewässern und von Stellen mit hohem Aufkommen an Wanderern vor dem Trinken behandelt werden, z.B. mit dem Steripen oder Micropur Forte. Das Gleiche empfiehlt sich in der Nähe von Viehweiden.

 

9. Keine Panik vor Patagoniens Tierwelt!
In Patagonien gibt es außer zwei kleinen Spinnen keine giftigen Tiere. Die vorkommenden Skorpione im Kleinformat sind im Allgemeinen ungefährlich. Ein Stich löst meist allergische Reaktionen vergleichbar mit einem Wespenstich aus. Eine Begegnung mit dem nachtaktiven Puma, dem einzigen größeren Raubtier der Region, kann nahezu ausgeschlossen werden.

 

10. Hygiene und Hanta Virus
Mäuse und Ratten können den Hanta-Virus übertragen (grippeähnliche Symptome, in seltenen Fällen mit tödlichen Komplikationen). Eine Infektion mit diesem Virus erfolgt durch Bisse oder durch den Kontakt bzw. Verzehr von urin- oder kotverseuchter Nahrung, teilweise auch durch bloßes Einatmen der Viren. Daher sollte verstärkt auf Hygiene geachtet und die von Mäusepopulationen stark frequentierten Biwakschachteln und Schutzhütten gemieden werden.

 
Neugierig geworden? Ab sofort ist der erste Wanderführer von Daniel hier in unserem Onlineshop erhältlich:

https://www.unterwegs.biz/cnorad-stein-verlag-patagonien-fitz-roy-und-cerro-523680.html

Ob zur Arbeit, als Freizeitbeschäftigung, als Fitnessgerät oder einfach nur, um schnell und spontan von A nach B zu gelangen: Es gibt wohl kaum ein Sportgerät, das zeitgemäßer, zeitloser und flexibler im Einsatz ist als unser Rad! Was spricht also dagegen, auch mal auf unsere Autos und öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und sich stattdessen auf’s Rad zu schwingen? Nicht viel, oder? Aber umso mehr Argumente sprechen dafür! Die entscheidendsten Argumente verrate ich euch in meinem heutigen Beitrag.

 

5 Gründe, sich aufs Rad zu schwingen

Mit dem Rad zur Arbeit

1. Der Umwelt zuliebe… Radfahren ist gut für die Umwelt, da wir hierdurch die Emission von Kohlendioxid, Stickoxid und Feinstaub deutlich reduzieren können. Nur mal angenommen, jeder von uns würde sich täglich auf sein Rad schwingen und 2,6 Kilometer mit dem Fahrrad fahren, so könnte die EU (laut einer Studie des Europäischen Radfahrerverbandes) bereits mehr als ein Viertel der im Transportsektor angestrebten Emissionsreduzierung erreichen.

 

2. Top fit in den Tag starten! Völlig egal, ob im Sommer oder Herbst, mit Fixie, Single Speed, Lastenrad oder E-Bike – euer Rad hält euch fit! Radeln und andere sportliche Aktivitäten stärkt außerdem das Immunsystem und verlängert die Lebenszeit, da mit jeder regelmäßigen Bewegung unsere Zellen aktiviert werden. Viele Menschen schleppen sich nach einem langen und schweren Arbeitstag in ein Fitnessstudio, um sich dort sportlich zu betätigen. Fahrt ihr jedoch mit dem Fahrrad zur Arbeit, habt ihr euer Workout bereits hinter euch und könnt dabei gleichzeitig die frische Luft genießen. Sollte euch der Weg zur Arbeit zu kurz erscheinen, habt ihr noch den gesamten restlichen Tag, um euch auszupowern

 

3. Gute Laune garantiert! Da das Radfahren die Glückshormone Endorphin und Adrenalin freisetzt, ist das Radeln nicht nur eine gute Sache für die Gesundheit, sondern auch ein erster Energieschub für den Start in den Tag! Neurologen sprechen hier gerne vom so genannten „runners high“. Dieses Glücksgefühl stellt sich bei uns ganz von selbst ein, wenn wir ordentlich in die Pedale treten. Doch selbst dann, wenn wir einfach nur gemütlich zur Arbeit radeln wollen, bauen wir durch die gleichmäßigen, zyklischen Bewegungen automatisch so genannte „Stressoren“ ab. Außerdem gibt es wohl kaum ein schöneres Gefühl als an stehenden Autos vorbei zu fahren und entspannt am Arbeitsplatz einzutreffen, oder?

 

4. Gut für eure Reisekasse! Während sich der Berg an Kosten für ein Auto im Laufe seiner Lebenszeit immer weiter türmt, so halten sich die Unterhaltskosten für ein Fahrrad in absolut überschaubaren Grenzen. Weder Benzin, Versicherungsprämien, noch Steuern sind hierfür fällig. In Kombination mit wetterfester Kleidung, einem Fahrradanhänger und/oder wasserdichten Radtaschen ist selbst ein größerer Einkauf kein Argument gegen das Rad. Selbst ein hochwertiges E-Bike macht sich schon kurze Zeit nach der Anschaffung bezahlt. Unter dem folgenden Link findet ihr übrigens einen praktischen Sparrechner. Ein durchschnittlich genutzter Mittelklassewagen verursacht beispielsweise Reparatur, Versicherung, Stellplatzkosten und Betriebsmittel von etwa 30-60 Cent Kosten je gefahrenem Kilometer. Diese Kosten sind von Modell zu Modell unterschiedlich und können bei Oberklassewagen laut ADAC bis weit über einen Euro pro gefahrenem Kilometer reichen.

Sparschwein

 

So liegen die durchschnittlichen Unterhaltungskosten für ein Auto bei etwa 3.500 Euro pro Jahr. Die deutlich günstigere Alternative stellen Monats- oder Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel dar. Doch selbst hierfür liegt der Schnitt  bei etwa 1000 bis 1500 Euro pro Jahr. Die Strom- und Wartungskosten eines E-Bikes belaufen sich dagegen bei maximal 200 Euro pro Jahr und beim guten alten Drahtesel ohne jegliche elektrische Unterstützung laufen die Kosten beinahe gen Null.

 

5. Schneller als gedacht! Wusstet ihr eigentlich, dass wir mit unserem Drahtesel teilweise (je nach Wohn- und Arbeitslage) sogar schneller, mindestens aber genauso schnell wie mit dem Auto unterwegs sind? Während die Durchschnittsgeschwindigkeit im Stadtverkehr bei etwa 20 Kilometer pro Stunde und im Berufsverkehr sogar darunter liegt, erreichen wir mit unseren Drahteseln eine ähnlich hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. Gerade während der Stoßzeiten in unseren Großstädten sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Autofahren rapide und spätestens dann können wir Radfans locker mithalten! Außerdem ersparen wir uns gleichzeitig den Ärger über Ampeln, Stau und Parkplatzmangel und sind somit deutlich stressfreier unterwegs. Der australische Professor für Human Geography Paul Tranter ging mit diesem Gedanken sogar noch weiter und errechnete, dass wir  täglich – je nach Kosten für unsere Autos – ein bis zwei Stunden mehr arbeiten müssen, um mit unserem Auto ein paar Minuten früher zu Hause zu sein. Was meint ihr? Lohnt sich dieser Aufwand?


Schon gewusst?
Wusstet ihr eigentlich schon, dass die Deutsche Post als inoffizieller Meister im (Lasten-)radeln gilt? Unsere fleißigen Postboten sind derzeit mit über 10.500 elektrobetriebenen Rädern (davon 2.700 E-Trikes) im Einsatz und diese Anzahl soll in den kommenden Jahren weiterhin ausgebaut werden. Die genaue Gesamtanzahl aller Räder konnte ich leider nicht herausfinden.

Und hier geht es zu unserer gesamten Auswahl für begeisterte Radfahrer:
http://www.unterwegs.biz/fahrrad.html