Heute berichtet euch die Reisereporterin Julia von ihrer ersten Weltreise. In 137 Tagen bereiste sie 7 Länder und entdeckte dabei 51 Städte. In dem folgenden Beitrag erfahrt ihr, was sie während ihrer Weltreise erlebt hat und erhaltet einen Einblick in ihre Reisekasse.


Vom Sprint durch den Alltag zum One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt...

Julia (29) stammt gebürtig aus Wilhelmshaven und arbeitet derzeit als Moderatorin und Redakteurin bei R.SH Radio Schleswig-Holstein in Kiel. Moderatorin zu sein ist für sie mehr als "nur" ein Job: Es ist ihre Leidenschaft. Vor ihrer Weltreise war sie eine typische "Sprinterin": Seit ihrem Abitur gab es für sie keinen Halt! Zunächst von einem Theaterhaus zum anderen und schließlich von Nebenjob zu Nebenjob – zeitweise hatte sie sogar drei davon. Nebenbei studierte sie in Berlin. Auch nach dem Studium ging der Sprint weiter - dieses Mal von Praktikum zu Praktikum. Für ihren Traumjob beim Radio zog sie weiter nach Frankfurt am Main, Nürnberg und München und wechselte ihre Arbeitszeiten wie Hotels die Handtücher. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin, las immer öfter negative Meldungen vor – von Terroranschläge bis hin zu Kriegen und schlimmen Unfällen. Dann stellte sie ihr Leben plötzlich radikal auf den Kopf, gab ihren Job, ihre Wohnung und ihre bis dato gewohnte Umgebung auf und buchte im September 2016 ein One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt. Während ihrer Weltreise hat sie das Reisefieber voll erwischt! Mittlerweile arbeitet sie wieder als Moderatorin und bloggt nebenbei über ihre schönsten Reiseerlebnisse. Ihre Beiträge sind typisch nordisch: unterhaltsam, ehrlich und direkt aus dem Bauch heraus. In dem folgenden Interview erfahrt ihr mehr über Julia, die Reisereporterin.


Wie kam’s zu deiner Reise? Hattest du schon länger mit dem Gedanken gespielt oder spontan entschieden?

Wie wahrscheinlich jede Jugendliche hatte auch ich immer schon den Traum, die Welt zu bereisen und andere Kulturen kennenzulernen. Aber wie wahrscheinlich die meisten von uns, hatte auch ich große Zweifel und Ängste. Nach dem Abi wollte ich erst einmal studieren, um den Anschluss nicht zu verpassen. Nach dem Studium wollte ich endlich Geld verdienen. So schob ich meinen Traum immer weiter vor mir her und fand immer wieder neue "ABER-Ausreden". Nach vier Jahren im Arbeitsleben war ich immer unzufriedener mit meiner Lebenssituation. Mehr und mehr kam der Reisegedanke in mir hoch. Plötzlich ging alles ganz schnell: Nur vier Wochen, nachdem ich mein Leben im Süden Deutschlands hinter mir gelassen hatte, saß ich im Flieger nach Thailand. In den diesen vier Wochen hatte ich all meine Sachen verkauft, mein WG-Zimmer weitergegeben, mich um Rucksack, Reiseversicherung und Co. gekümmert.

 

Wie haben deine Freunde und deine Familie auf deinen Plan reagiert?

Meinen Plan um die Welt zu reisen haben alle lieben Menschen um mich herum zu 100% unterstützt. Meine Familie ist groß und viele von uns sind gerne und oft unterwegs. Manche haben vielleicht gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt weg war. Im Ernst: Ihr würdet euch wundern, wie schnell fünf Monate vergehen...


Weltreise

Wann und wie lange bist du um die Welt gereist?
Gestartet bin ich Anfang September 2016 von Köln nach Bangkok. Ende Januar 2017 flog ich aus Wellington in Neuseeland zurück nach Frankfurt am Main und beendete meine fünfmonatige Reise. Insgesamt war ich 137 Tage unterwegs.
 

Welche Orte hast du besucht?
Ich habe in den fünf Monaten 51 Städte in den folgenden 7 Ländern bereist.

  • Thailand
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Singapur
  • Indonesien
  • Australien
  • Neuseeland

ASIEN: September bis Mitte November


Pai - in den Bergen

Durch welche Länder und Städte führte dich deine erste Weltreise?

Gestartet bin ich in Thailand in dem kleinen Ort Pai in den Bergen: Von dort aus reiste ich per Bus, Bahn, Boot und Roller vom hohen Norden bis zu den Trauminseln im Süden. So reiste ich durch die folgenden Regionen: 

  • Chiang Mai
  • Sukhothai
  • Bangkok
  • Siem Reap
  • Krabi
  • Koh Phangan
  • Koh Tao
Thailand 2016
Thailand und seine historische Ruinenstadt Sukhothai

Während meines Asien-Trips besuchte ich beeindruckende Tempelanlagen, die historische Ruinenstadt Sukhothai, fuhr mit dem Boot durch schwimmende Dörfer und bestaunte die Trauminseln Thailands. Außerdem besuchte ich den „Elephant Nature Park“.  Eine große Anlage für verletzte und misshandelte Elefanten – die wohl größten Opfer des boomenden Tourismus in Thailand. Denn sie leiden extrem unter dem Elefantenreiten, das Touristen gerne und ohne nachzudenken mitmachen.

Elephant Nature Park

Reisereporterin auf dem Elchblog von Unterwegs

Da es als alleinreisende Frau sehr gefährlich ist, die Grenze von Thailand nach Malaysia über den Landweg zu überqueren, bin ich mit dem Flieger von Bangkok nach Malaysia geflogen und reiste auch dort mit dem Bus quer durchs ganze Land: Von Penang, ganz im Norden mit seiner weltbekannten Streetart, über die berühmten Teeplantagen in den Cameron Highlands bis nach Kuala Lumpur. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter über die Grenze nach Singapur. Mein nächster Flug brachte mich schließlich nach Indonesien. Dort bereiste ich die Inseln Bali, Lombok und die Gili Islands. Nach zweieinhalb Monaten verließ ich Asien und flog von Bali nach Australien.

Sonnenuntergang in Indonesien

AUSTRALIEN: Mitte November bis Mitte Dezember


Sydney Opera House

Dann folgte die nächste Etappe deiner Weltreise. Welche Regionen hast du in Australien bereist?

In Australien reiste ich mit dem Bus die Ostküste entlang und entdeckte dabei die folgenden Regionen:

  • Cairns
  • Sydney
  • Magnetic Island
  • Whitsunday Islands
  • Fraser Island
  • Brisbane
  • Tasmanien
  • Melbourne

Tauchen im Great Barrier Reef

 


Was waren deine persönlichen Highlights während deiner Australien-Reise?

Australien hat so einiges zu bieten und ich habe in den paar Wochen so viele tolle Dinge erlebt! Ich tauchte im berühmten Great Barrier Reef, hielt auf Magnetic Island Ausschau nach wilden Koalas und segelte einige Tage mit einem Segelboot zu den Whitsunday Island.

Magnetic Island Weltreise

Reisereporterin auf dem Whiteheaven Beach in Australien

So sah ich einen der weißesten Sandstrände (den Whitehaven Beach: Quarzgehalt nahezu 99 %) unserer Erde und die Oper von Sydney, die ich zuvor nur aus Reisemagazinen kannte. Dank eines Abstechers nach Tasmanien traf ich außerdem auf frei lebende Kängurus. Mein letztes Ziel war Melbourne. Hier bestaunte ich unter anderem die „12 Apostel"-Felsen der Great Ocean Road und flog Mitte Dezember schließlich weiter nach Neuseeland.

Kängurus in Tasmanien

NEUSEELAND: Mitte Dezember bis Ende Januar


Weltreise: nächster Halt Neuseeland

Neuseeland, DER Traum vieler Outdoor-Fans... Bis hier hin hattest du schon so viel erlebt und gesehen. War dies das Highlight deiner Weltreise?

Ja! Nach einem spektakulären Anflug auf Neuseeland bin ich gemeinsam mit zwei Reise-Freunden mit einem gekauften Auto und Zelten über die Südinsel gereist und habe dabei viele unvergessliche Momente gesammelt. Kurz gesagt: Neuseeland ist einfach ein atemberaubendes und unfassbar vielfältiges Land! Alle zwei Meter möchte man mit dem Auto anhalten und aussteigen, um die Natur zu genießen.

Mount Cook

Basejumping in Wanaka

Ich bin die steilste Straße der Welt in Dunedin rauf geklettert, habe eine Schifffahrt über den Fjord Milford Sound gemacht, bin in Wanaka Fallschirm gesprungen und auf den Mount Cook gestiegen, dem höchsten Berg Neuseelands. Ich bin mit einem Helikopter in den Schnee auf den Franz-Josef-Gletscher geflogen, bin mehrere Tage durch den Abel-Tasman-Nationalpark gewandert und habe Heiligabend in der Sonne gefeiert. Dann folgte ein kurzer Sprung auf die Nordinsel: Angefangen in Neuseelands Hauptstadt Wellington, habe ich auf dem Weg Richtung Norden die berühmten Schwefelquellen in Rotorua besucht. Dort stinkt es unfassbar!

Aktiver Vulkan auf Neuseeland

 

Ich war außerdem auf Neuseelands einziger aktiven Vulkaninsel „White Island“ und habe dort probiert, wonach Wasser auf einem Vulkan schmeckt. Es schmeckt nach Blut, da es sehr eisenhaltig ist. Ich war buchstäblich am anderen Ende der Welt: Am Cape Reinga, dem nordwestlichsten Punkt Neuseelands, dort wo Pazifik und Tasmansee aufeinander treffen. Nach 137 Tagen auf Reisen endete meine Reise schließlich in Auckland.


Was war das schönste Erlebnis auf deiner Weltreise?

Jackpot! Das ist die Frage, die jeder Weltenbummler hofft, nicht gestellt zu bekommen! Denn während so einer Reise verbringst du kaum zwei Tage hintereinander an demselben Ort. Du wirst erschlagen von Eindrücken, in einem Tempo, das sonst nur Sebastian Vettel kennt. Du siehst Orte, die du nur aus Filmen kennst und erlebst Dinge, die du dir nie erträumt hättest. Daraus „das schönste Erlebnis“ zu wählen, ist eine unmögliche Aufgabe!

 

Beispiel einer typischen Reisewoche in Neuseeland:

Montag: Schifffahrt auf einem Fjord (ich dachte, die gibt’s nur in Norwegen?) mit unzähligen Wasserfällen im Nieselregen bei 12 Grad

Dienstag: Fallschirmsprung bei Sonnenschein und 25 Grad

Mittwoch: Wanderung auf den Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands – bei angenehmen 20 Grad. Von oben hat man einen Blick auf Eisberge, die im Wasser treiben (gibt’s die nicht eher am Südpol?)

Donnerstag: Heli-Flug auf den Franz-Josef-Gletscher und Wanderung im Schnee bei 0 Grad

Freitag: Start einer Drei-Tages-Wanderung (im T-Shirt) im Abel-Tasman-Nationalpark: Einer Landschaft voller kleiner Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser (bin ich jetzt etwa wieder in Asien?) ... Achja: Auf der kurzen Überfahrt mit der Fähre zum Nationalpark wurden wir von circa 30 wilden Delfinen begleitet. Und das war erst EINE von zwei Inselteilen Neuseelands: Die Vulkanlandschaften und bunt blubbernden Schwefelquellen auf der Nordinsel lass ich lieber mal weg.

Wenn ich dir aber ein schönstes Erlebnis nennen soll, dann ist es die Erfahrung, dass dir überall auf der Welt Menschen mit so viel Wärme, Herzlichkeit und Nächstenliebe entgegentreten, dass du alle Vorurteile vergisst und dich überall willkommen fühlst. Eine unbeschreibliche Erfahrung, die ich jedem wünsche!


Gab es während deiner Weltreise ein „Reise-Malheur", das du so schnell nicht vergessen wirst?

Oh ja! Während meiner Weltreise traf ich mich mit meiner Schwester auf Koh Tao. Wir verbrachten eine tolle gemeinsame Woche und liehen uns jeweils einen Roller aus, mit dem wir die Insel erkundeten. Anschließend reisten wir getrennt weiter: Sie in den Norden Bankoks, um nach Deutschland zurückzukehren und mich sollte mein nächster Flug eigentlich nach Malaysia führen. Doch beim Check-In am Flughafen fiel mir plötzlich auf, dass ich den falschen Reisepass dabei hatte. Wir hatten unsere Ausweise offensichtlich bei der Ausleihe vertauscht, die wir dort als Pfand für unsere Roller hinterlegt hatten. Meine Schwester und ich saßen also beide fest: Jeweils mit dem Reisepass der anderen, 650 Kilometer voneinander entfernt. Natürlich war ihr Handy im Ausland aus, sodass ich sie nicht einmal erreichen konnte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Flug zu canceln und die Airline unter Tränen zu überreden, mich ohne Reisepass auf einen Inlandsflug nach Bangkok zu buchen. Ich musste ja irgendwie meine Schwester einholen, die im Bus saß und einige Stunden Vorsprung hatte. Ich hatte Glück, durfte fliegen und kam sogar noch vor meiner Schwester in ihrem Hostel in Bangkok an. Sie hat sich ziemlich erschreckt und nicht sofort verstanden, warum ich nicht schon längst in Malaysia war. Schreckensgeschichte mit einem Happy End! Der Umweg hat mich Kraft, Zeit, Nerven und 250 € gekostet, aber ich hatte meinen Reisepass wieder und werde dieses Erlebnis nie vergessen!


Nun noch eine letzte Frage: Wie viel Geld hat der Trip gekostet?

Ohne es zu wissen, habe ich für meine Reise gespart. Da ich neben meiner Arbeit weder Geld in Hobbies, noch in Freizeit investiert hatte, hatte ich eine für mich ziemlich große Menge Geld angespart. Auf meinem Reiseblog gehe ich ganz bewusst sehr offen mit meinen Ausgaben um, da ich andere Outdoor-Fans motivieren möchte, sich ihre eigenen Träume zu erfüllen. Das Gefühl danach ist einfach unbeschreiblich gut!
 

Reisen muss nicht teuer sein, wenn man sich die passenden Länder aussucht und bereit ist, eine gewisse Zeit auf einige Luxusgüter zu verzichten. Ich habe meine Weltreise mit einem Budget von 10.000 Euro begonnen. Zweieinhalb Monate in Asien haben mich insgesamt 1.711 Euro gekostet. Für dieses Geld bin ich durch Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien gereist. Dabei habe ich immer in guten Hostels übernachtet und jeden Tag mehrmals auswärts in Restaurants oder auf Märkten gegessen. Fortbewegt habe ich mich entweder mit dem Zug, mit Bussen, per Schiff oder Inlandsflügen. Außerdem mit drin im Budget: Viele gebuchte Touren in Nationalparks, auf Inseln oder zu Schnorchel-Spots. Ein Besuch im Elefantencamp, Eintritte in Kulturstätten, Kochkurse, Kino, Flüge, Massagen und so einige leckere Cocktails am Strand. Auch die zusätzlichen Kosten durch meinen vertauschten Pass sind schon mit eingerechnet.
 

Weitaus teurer wurde meine Reise in Australien: In fünf Wochen habe ich dort 2.811 Euro ausgegeben. Ich habe mit dem Bus die komplette Ostküste und mit einem eigenen Mietwagen zusätzlich die Insel Tasmanien bereist. Geschlafen habe ich in günstigen Hostels oder kostenlos bei Einheimischen, die Couchsurfer wie mich bei sich aufnahmen. Ich habe mir auch manchmal Kosten für eine Unterkunft gespart, indem ich die langen Strecken in Australien mit dem Nachtbus gefahren bin. Vor zwei Inlandsflügen habe ich außerdem auf dem Flughafen übernachtet. Gespart habe ich auch am Essen, indem ich ausschließlich selbst gekocht habe. An Ausflügen wurde dagegen nicht gespart: Mit drin im Preis sind ein dreitägiger Segeltörn, ein Tauchtrip ans Great Barrier Reef, Eintritte, Aufenthalte in Großstädten wie Melbourne und Sydney, Flüge und viele Tagesausflüge – zum Beispiel in Nationalparks, zu wild lebenden Koalas und auf die größte Sandinsel der Welt.
 

Der Kiwi-Dollar steht dem Australischen in Nichts nach: In Neuseeland habe ich in gut viereinhalb Wochen 2.864 Euro ausgegeben. Die Südinsel Neuseelands habe ich mit dem Auto eines Freundes bereist. Geschlafen haben wir abwechselnd auf Campingplätzen oder in günstigen Hostels. Auch in Neuseeland habe ich immer selbst gekocht. Auf der Nordinsel bin ich mehrmals per Anhalter gefahren und habe einige Strecken mit dem Fernbus zurückgelegt. Das meiste Geld habe ich in Ausflüge investiert: Ich habe einen aktiven Vulkan bestiegen, bin mit dem Helikopter auf einen Gletscher geflogen, bin Sanddünen heruntergefahren, mehrere Tage durch Nationalparks gewandert, mit dem Schiff über einen Fjord gefahren und nicht zu vergessen: Aus einem Flugzeug gesprungen. Der Fallschirmsprung bleibt unübertroffen, sowohl in Bezug auf die Erfahrung als auch auf den Preis! Auch mit drin im Budget: Eintritte, Lebensmittel, Benzinkosten, Feiertage wie Weihnachten und Silvester und mein Rückflug einmal um die Welt, nach Hause.
 

Insgesamt bin ich also ohne auf wichtige Dinge zu verzichten deutlich unter meinem Budget geblieben und habe von meinen 10.000 € nur 7.386 € ausgegeben. Zugegeben: Ein teures und zeitintensives Hobby – aber es macht Spaß! Ich bin viel zu neugierig auf die Länder und Kulturen dieser Welt, um jetzt aufzuhören.


Teilt auch ihr eure schönsten Reise-Erlebnisse mit anderen Outdoor-Fans!

Wer viel reist, hat auch viel zu erzählen! Hier findet ihr weitere spannende Reiseberichte aus aller Welt. Teilt auch Ihr eure schönsten Reiseerlebnisse mit uns und sichert euch einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 EUR für euren nächsten Einkauf in unserem Unterwegs Onlineshop oder in einer unserer bundesweiten Filialen.

 

So helft ihr uns, eure Reiseberichte schnell auf unserer Seite zu veröffentlichen:

  • Sendet uns einfach eure Bilder (Mindestauflösung: 1000 Pixel)
  • Markiert im Text, welches Bild an welche Stelle gehört
  • Dann schickt ihr uns euren Entwurf per E-Mail !

Also Bleistift gespitzt bzw. Tastatur poliert und los geht's! Wir behalten uns vor, eingesandte Reiseberichte redaktionell zu überarbeiten und Bilder in eigenen Publikationen, etwa in Onlineartikeln im Zusammenhang mit redaktionellen Inhalten, zu verwenden.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Ihr wolltet schon immer Island erleben? Diesen Monat verlosen wir gemeinsam mit Palgero zwei unvergessliche Island-Reisen für jeweils zwei Personen! Wie ihr diese gewinnen könnt und was Palgero so besonders macht, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.


Jetzt mitmachen und gewinnen!

Diesen Monat habt ihr die doppelte Chance auf eine von zwei Traumreisen nach Island – für jeweils zwei Personen. Genießt zwischen Mai und Juli 2018 sechs Tage lang die einzigartige Natur Islands! Damit eure Island-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, hat Palgero ein abwechslungsreiches Programm für euch zusammengestellt: Erlebt Wale in freier Natur, entspannt euch in Islands Blauer Lagune und überzeugt euch selbst von der schonenden Ernte der Braunalgen auf der Algenfarm in Reykholar. Dies ist nicht nur der erste Schritt ihrer weiteren Verarbeitung hin zu einem Kosmetikartikel oder Medikament, sondern auch der Anfang der nachhaltigen Wertschöpfungskette der neuartigen SeaCell™ MT Algenbekleidung von Palgero aus Deutschland.

Hier geht es direkt zu unserem Gewinnspiel!


Nachhaltige Bekleidung aus Algen

Kleidung aus Algen?
Algen können gegessen, gecremt, geschluckt und dank des innovativen Gespürs für Bekleidung von Palgero nun sogar getragen werden! Die wohltuende Wirkung von Algen ist bereits seit Jahrzehnten bekannt. Doch die Idee, die Umwelt und unsere Haut durch das Tragen von Algenbekleidung profitieren zu lassen, ist neu, weltweit einzigartig und dank Palgero nun täglich möglich!

Das Design der Funktionsshirts von Palgero ist zeitlos schön, die Farben dezent und ansprechend. Darüber hinaus liegen sie äußerst angenehm auf der Haut: Das feine Material ist weich, anschmiegsam, stretchig (3% Elasthan), reduziert Körpergerüche und pflegt gleichzeitig eure Haut! Die darin enthaltenen Vitalstoffe fördern beispielsweise die Zellregeneration und lindern den Juckreiz von Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis. 

Das Geheimnis liegt in der speziellen Faser, der sogenannten SeaCell™ MT Faser der Firma smartfiber AG, in der die Algen eingearbeitet sind: Die Algen werden schonend in den reinen Fjorden Islands geerntet und mittels einer speziellen Technologie (Modal-Technologie) gleichmäßig mit Zellulosefasern vereint. Darin sind unter anderem die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • Vitamine

Die Meeresalgen besitzen die Fähigkeit besonders viele dieser Vitalstoffe aufzunehmen und in ihren Zellen zu speichern: So weist ein Kilo getrocknete Algen die Wirkstoffe von 100.000 Litern Meerwasser auf. Umgerechnet befinden sich somit 3500 Liter dieses Wassers in einem 97 % Shirt von Palgero. Diese Shirts lassen sich dank der nachhaltigen Kombination aus Alge und Zellulose übrigens problemlos recyceln. Auf künstliche Zusatzstoffe wird vollkommen verzichtet!

 

Das Beste daran...
Diese und weitere wohltuende Wirkstoffe und die positive Wirkung auf eure Haut bleiben auch nach zahlreichen Waschgängen erhalten! Dies gilt für beide Produktionslinien.


Bekleidung aus Algen

Die Idee, die Frische des Meeres in unseren Alltag zu bringen, ist zwar neu, doch der Weg dorthin beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Textil-Branche: Im Jahre 1880 gründete Ferdinand Mattis ein Textil-Großhandelsunternehmen im ostwestfälischen Herford. Seitdem beliefert das Unternehmen katholische Ordensschwestern. Mit einem hohen Qualitätsanspruch und einem feinen Gespür für diesen Markt, breitete sich das Unternehmen über ganz Europa aus und der Name „Mattis“ etablierte sich zu einem absoluten Qualitätssiegel in diesem Bereich.

2016 entschloss sich das Unternehmen zu einer neuen Herausforderung und rief „Palgero” ins Leben. Bereits die ersten Gedanken kreisten sich um die folgenden Zielsetzungen für die neugeborene Marke:

  • eine innovative und einzigartige Produktionslinie
  • höchste Qualitätsanforderungen an die Materialien und Verarbeitung
  • die Einbindung mehrerer deutscher Textilingenieure und Techniker
  • eine besonders nachhaltige Wertschöpfungskette
  • der Großteil der Produktion erfolgt in Deutschland
  • attraktiver Verkaufspreis

„Wir wollen zeigen, was in Deutschland alles möglich ist, deshalb werden die Produkte soweit wie möglich in Deutschland gefertigt, dies stärkt die heimische Textilindustrie, vermeidet unnötige Transportwege und schont die Umwelt." (Palgero)


Palgero Funktionsbekleidung mit Algen aus Island

„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand."

Dieser Satz des berühmten Naturforschers Charles Darwin gehört zur Leitphilosophie von Palgero. Dem Hersteller ist eine nachhaltige Produktion äußerst wichtig. Um den Eingriff in die Natur auf ein Minimum zu beschränken, wird bei der Ernte der Algen lediglich der obere, schnell nachwachsende Teil gesammelt. Im nächsten Schritt werden die Algen getrocknet und fein gemahlen. Die Weiterverarbeitung setzt sich schließlich in Baden-Württemberg fort. Hier werden die SeaCell™LT-Fasern zu Garn versponnen. Anschließend führt sie ihr Weg in die Schwäbische Alb. Hier erfolgt das Stricken und Ausrüsten. Bei der Ausrüstung werden die hochwertigen Öko-Textilstandards GOTS (Global Organic Textile Standard) zu Grunde gelegt.


Jetzt mitmachen und eine Reise nach Island gewinnen!
Ihr wollt euch persönlich von der schonenden Ernte der Braunalgen überzeugen? Dann nehmt jetzt an unserem gemeinsamen Gewinnspiel mit Palgero teil
und verbindet die Besichtigung der Algenfarm mit einem einmaligen Erlebnis in Island oder gewinnt eines von 20 tollen SeaCell-Shirts von Palgero.

Wir drücken euch die Daumen!

Ob als originelle Laterne für den diesjährigen Martinslauf, als gemütliche Lichtquelle für eure nächste Garten-Feier oder auch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum... Wie flexibel die kultigen Feuerhand Laternen im Einsatz sind und nähere Infos über ihre über 100-jährige Geschichte, erfahrt ihr in meinem heutigen Blogbeitrag.


Feuerhand Laterne

Eine einfach zeitlos schöne Laterne!

Auf der Suche nach einer passenden Lichtquelle für unsere Gartenfeier, stieß ich schließlich auf die kultigen Sturmlaternen von Feuerhand. Diese zeitlos schönen Laternen sind in mehreren Farben erhältlich und wurden weltweit bereits millionenfach verkauft! Sie werden seit über 100 Jahren in Deutschland gefertigt und erzeugen mehr Licht als mehrere Kerzen zusammen. Sie sind außerdem sehr einfach im Gebrauch, äußerst pflegeleicht und überall ein echter Hingucker! Doch nicht nur ihr zeitloses Design, sondern auch ihre robusten Eigenschaften machen diese Laternen so beliebt. Diese haben sie ihrer hochwertigen Verarbeitung in solider Handarbeit zu verdanken: Der verzinkte Stahl sorgt für Korrosionsschutz, das hitzebeständige Suprax-Glas ist bruchsicher und hält einem Kaltwasser-Schock im Regen oder Schnee problemlos stand. Somit bieten euch die Feuerhand Laternen nicht nur ein sehr angenehmes Licht, sondern auch eine lange Lebensdauer. Damit ihr auch wirklich lange Freude daran habt, gehören zahlreiche Ersatzteile zum Rundum-Service von Feuerhand – vom Docht bis zum Glaszylinder.


Feuerhand Laternen seit über 100 Jahren

Made in Germany seit über 100 Jahren

Die Geschichte der Feuerhand Laternen reicht sogar bis ans Ende des 18. Jahrhunderts zurück und begann im sächsischen Erzgebirge in Beierfeld. Dort betrieb Hermann Nier 1870 eine Klempnerwerkstatt, in der er unter anderem Laternen baute. 1893 spezialisierte er sich auf die Produktion von Sturmlaternen und gründete eine gemeinsame Produktionsstätte mit seinem Bruder Ernst. 1902 ging Hermann Nier noch einen Schritt weiter und machte sich mit seiner neuen „Hermann Nier Feuerhandwerk” Produktionsstätte schließlich vollkommen unabhängig. Gleichzeitig meldete er das Reichspatent für die Laternenherstellung mittels Falz- und Stanztechnik mit Tauchverzinnung und ohne Handlötung an. 1933 startete die offizielle Fertigung der heutigen Feuerhand "Baby Special 276" Sturmlaternen und der Name "Feuerhand" entwickelte sich von da an schnell zu einer internationalen Traditionsmarke. Weltweit und millionenfach wurden diese Laternen bereits verkauft und bis heute bringen sie kleine und große Augen zum Leuchten!

2008 lag die Jahresproduktion bei 1,5 Millionen. Für die Fertigung der jeweils 37 verschiedenen Einzelteile waren hier etwa 600 Tonnen Stahl nötig. Nach der Montage durchlaufen die Laternen verschiedene Bäder und werden schließlich verzinkt. Dies sorgt für ihre bewährte Stabilität und Dichtigkeit. Seit Herbst 2014 gehört Feuerhand zur Petromax Gruppe. Die Produktion erfolgt jedoch nach wie vor in Hohenlockstedt in solider Handarbeit.


Sooo simpel im Gebrauch!

Das Handling dieser Laterne ist kinderleicht:

  1. Tankdeckel aufdrehen und Petroleum bis zur Linie (maximal bis unterhalb des Einfüllstutzens) einfüllen. Nach dem Befüllen bitte nur noch stehend oder hängend transportieren!
  2. Docht vorsichtig herunterdrehen und warten bis er sich vollgesogen hat (der seitliche Brennerschlüssel erlaubt eine präzise Dochtregulierung).
  3. Seitlichen Hebel herunterdrücken, so dass sich das Glas hebt.
  4. Docht mit einem Streichholz oder Feuerzeug anzünden und das Glas wieder runterstellen.
  5. Zurücklehnen und genießen 🙂
Gebrauchsanleitung für Sturmlaternen

 

Ist der Tank gefüllt, bietet sie euch eine Brenndauer von bis zu 20 Stunden. Die Flammengröße könnt ihr jederzeit über den seitlichen Brennerschlüssel regulieren, indem ihr vorsichtig daran dreht und darauf achtet, dass die Flamme nicht zu groß wird. Ansonsten beginnt diese zu glimmen und zu rußen. Bitte benutzt anschließend nur noch den Tragebügel zum Transport eurer Laterne. Zum Löschen der Flamme, dreht ihr den Docht einfach so weit herunter bis die Flamme vollständig erlischt.


Bitte ausschließlich Petroleum verwenden!


Bitte verwendet ausschließlich Petroleum. Lampenöle haben eine deutlich geringere Fließgeschwindigkeit und führen häufig zu einem Verglimmen des Dochtes. Zudem enthalten Lampenöle oft Verunreinigungen, die nicht explizit auf der Verpackung genannt werden (z. B. Rapsmethylester). Diese können die Gummidichtung angreifen, die sich im Bodenblech befindet oder die Lackierung oder Pulverbeschichtung auf der Laternenoberfläche beschädigen. Das gereinigte Petroleum von Petromax ist hierfür übrigens besonders gut geeignet. Die Kunststoffflasche ist sowohl mit einem praktischen Einfüllstutzen als auch mit einer Kindersicherung ausgestattet.


Feuerhand Laternen sind treue Begleiter! Beachtet einfach die folgenden Tipps, dann werdet ihr lange Freude an eurer Laterne haben 😉

 

5 Tipps für eure Feuerhand Sturmlaternen:

  1. Verwendet gereinigtes Petroleum.
  2. Gebt dem Docht vor Erstbetrieb etwas Zeit (ca. 10 Minuten), um sich so richtig vollzusaugen.
  3. Dreht den Docht vorsichtig heraus und runter.
  4. Dreht den Docht nicht zu weit heraus, ansonsten wird die Flamme zu groß und beginnt zu rußen!
  5. Immer stehend oder hängend transportieren. Solltet ihr befürchten, dass eure Lampe mal umkippt und ausläuft, könnt ihr den Schornstein hochziehen, das Glas kippen, den Brenner herausziehen und einen Korken in die Brenneröffnung stopfen.

Vergangene Woche habe ich euch mit den ersten Infos über unser gemeinsames Firmen-Event mit Cascade Designs in Irland berichtet und euch das Unternehmen kurz vorgestellt. Heute möchte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen in Irland erzählen und euch einen Einblick in die aufwendige Produktion der begehrten Therm-A-Rest Isomatten geben, bei der jeder Handgriff zählt und kontinuierliche Qualitätskontrollen eine große Rolle spielen.

 


Zu Gast bei Cascade Designs (Therm-A-Rest) Teil 2


Tag 1 - Vorfreude ist die schönste Freude!

Am 24.09.2015 war es endlich so weit! Während sich die ersten unserer 12-köpfigen Unterwegs-Truppe um 10:45 Uhr am Hauptbahnhof in Oldenburg trafen, waren wir in Düsseldorf schließlich komplett.

 

Mit dabei waren:

  1. Andreas (Unterwegs Bonn)
  2. Ann-Kathrin (Unterwegs Hamm)
  3. Jens (Unterwegs Münster)
  4. Jessica (Unterwegs Einkauf für die gesamte Unterwegs Gruppe)
  5. Karin (TUM Flensburg)
  6. Marius (Unterwegs Duisburg)
  7. Martina (Unterwegs Höxter)
  8. Michael (Unterwegs Kiel)
  9. Peter (Unterwegs Oldenburg)
  10. Svenja (Unterwegs Erfurt)
  11. Timm (Unterwegs Bremen)

… und ich (Dorina) aus unserem Onlineshop in Wilhelmshaven.


Ein tolles Team!

Obwohl sich nur die wenigsten unter uns bereits kannten, war schon das erste Aufeinandertreffen besonders herzlich und überraschend vertraut und immer wieder kam die Frage auf: “Wie bist du eigentlich zu Unterwegs gekommen? Die Antworten darauf waren sehr unterschiedlich und wieder einmal bestätigte sich mein Bauchgefühl, dass sich unsere Unterwegs-Gruppe vor allem durch die Vielseitigkeit unserer Kollegen und ihre spannenden Lebensläufe auszeichnet: angefangen bei einer erfolgreichen Textil-Designer-Karriere bis hin zum zeitweiligen Alt-Griechisch-Ausflug im Studium. Und eben diese Geschichten und der persönliche Austausch unter den Kollegen zeichnen unsere Unterwegs-Hersteller-Events (weiterer solcher Artikel findet ihr unter „Unterwegs Insights“) aus!


Liiiinks bitte!

Auch Dirk von PURE OUT wartete bereits am Düsseldorfer Flughafen. Er erzählte uns mit einem breiten Grinsen, dass er sich schon sehr auf die nächsten gemeinsamen Tage mit uns freue und dass uns viele Überraschungen in Irland erwarteten. Nachdem wir uns in den Flieger gesetzt hatten und bei schönstem Wetter in Cork (zweitgrößte Stadt Irlands) eingetroffen waren, erwartete uns auch schon das erste kleine Abenteuer: Autofahren auf der linken Fahrbahn. Als Handelsvertreter ist Dirk bereits darin geübt, sich den Herausforderungen der irischen Fahrbahnen, Büsche und Kurven zu stellen. Für unseren Kollegen Peter aus Oldenburg war es jedoch eine vollkommen neue Herausforderung und er hat diese wirklich großartig gemeistert! 🙂


Der perfekte erste Abend in Irland

Schon die Fahrt durch West Cork war ein Genuss: jeder von uns genoss den Blick auf die unberührten Weiden- und Wiesenlandschaften. Im Garryvoe Hotel eingetroffen, waren wir jedoch alle erst einmal ein wenig sprachlos: Alleine schon die Ankunft in diesem Hotel, direkt an der Küste Irlands mit einem traumhaften Ausblick auf den Horizont, war der perfekte Start eines unvergesslichen Erlebnisses! Wir konnten es kaum erwarten, unser Gepäck auf’s Zimmer zu bringen und uns bei den Findlingen am Wasser zu treffen. Wir freuten uns so sehr über diesen Anblick, dass uns sogar zwei ältere Damen auf unsere Reise ansprachen, mit denen wir anschließend diesen besonderen Moment mit einem gemeinsamen Gruppenfoto festhielten 🙂

Unterwegs Gruppenfoto in Irland

 

Anschließend folgte dann ein leckeres, gemeinsames Essen im Hotel, bei dem wir die Zeit völlig aus den Augen verloren und jeden Moment genossen. Nachdem uns ein Kellner des Restaurants freundlich darauf hinwies, dass wir gerne einen Raum weiterziehen könnten, um dort unsere Gespräche fortzusetzen, rollten wir uns gut gestärkt in die Sessel und Sofas der Samphire Bar. Und wieder war die Atmosphäre und unsere Runde so gemütlich, dass die Zeit nur so davon rannte bis wir uns schließlich gegen Mitternacht auf unsere Zimmer begaben.


Tag 2 – ein Tag voller Überraschungen!

 

Sonnenaufgang in Irland

Auch der zweite Tag hätte wohl kaum schöner beginnen können und das Wetter war wie bestellt: Am nächsten Morgen erwartete uns um 08:00 Uhr ein großartiger Sonnenaufgang im nahezu wolkenfreien Himmel und mit klarer Sicht auf's Wasser. Kurz darauf trafen wir uns um 08:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Das Frühstücksbuffet des Garryvoe Hotels ließ keine Wünsche offen: wir hatten die Wahl zwischen besonders herzhaft und deftig bis hin zu leicht, gesund oder zuckersüß.

Nach dem Frühstück konnten wir bestens gestärkt zu unserem ersten Werkbesuch aufbrechen und so fuhren uns Dirk und Peter zum heutigen “European Headqauarter von Therm-a-Rest und Cascade Designs”. Anders als erwartet, standen wir schließlich vor einem unauffälligen, historischen Fabrikgebäude. Die ehemalige Wollfabrik ist im Ganzen eher spärlich ausgestattet – von der Büroausstattung bis hin zum Mobiliar – kein Hightech, kein Schnickschnack! Eben nur das Nötigste und Entscheidendste für die Produktion der beliebten Therm-A-Rest-Matten. Nach der persönlichen Vorstellung des Marketing-Managers Maurice und einer kurzen Info über die Geschichte von Therm-A-Rest und seinem Gründer John Borroughs folgte unsere erste spannende Werkbesichtigung.

 


Frühstück im Garryvoe Hotel

Höchste Präzision und erstaunlich viel Liebe zum Detail!

Als ich mir erste Gedanken über den Produktionsablauf von Isomatten machte, dachte ich zunächst an einen voll automatisierten Produktionsablauf mit diversen Fließbändern und Maschinen, die Stück für Stück aus den Laminaten und Schaumstoffen eine fertige Matte stanzen, laminieren und verpacken. Ich lag mit meiner Vermutung jedoch so was von daneben!!!

Eigene Maschinen und Designs bei Therm-A-Rest

Bei Cascade Designs stammt alles aus einer Hand und die präzise Handarbeit und Erfahrung seiner Mitarbeiter ist für das Unternehmen bis heute unersetzlich! Dies gilt für sämtliche Produkte des Unternehmens. Angefangen beim Design bis hin zum fertigen Produkt hat Cascade Designs alles genau durchdacht! Dies gilt nicht nur für die Isomatten von Therm-A-Rest, sondern für sämtliche Artikel der Cascade Designs Gruppe. Wie vergangene Woche erwähnt, durchläuft hier jeder einzelne Artikel einen äußerst aufwendigen Produktionsprozess: Designer entwickeln die Ideen, Maschinenbauer entwickeln die hierfür erforderlichen Maschinen zu 100% selber und stellen die Ideen der Designer in der Praxis auf die Probe. Erst dann, wenn alle Seiten zufrieden sind, erfolgt die offizielle Produktion und die Arbeiter machen sich ans Werk. So lag die Entwicklungszeit für die X-Lite, der derzeit leichtesten Therm-A-Rest Matte, beispielsweise bei sieben Jahren und genau davon konnten wir uns nun selbst überzeugen. Bereits bei dem ersten Halt waren wir alle äußerst fasziniert von der präzisen Handarbeit bei Therm-A-Rest. Anders als erwartet führt die Reise jeder einzelnen Matte nicht durch ein voll automatisiertes Fließband, sondern über viele, viele einzelne Maschinen und Hände.

Jeder Arbeitsschritt an einer Matte erfordert eine eigene Maschine und keine der Maschinen erledigt ihre Arbeit in einem Ruck. Beispielsweise gibt es eine Maschine, die gerade einmal 5 Matten pro Stunde fertigt, da ihre Arbeit besonders komplex ist. Jede einzelne Matte durchläuft mehrere Stationen und wird per Hand von Maschine zu Maschine getragen. Dies gilt für den gesamten Produktionsprozess – angefangen beim Stanzen des Schaumstoffes bis hin zum letzten Schliff. Alleine in Irland sorgen etwa 66 Produktionsmitarbeiter für höchste Qualität. In Seatle sind es sogar 400 Mitarbeiter. Die meisten davon arbeiten schon sehr lange bei Therm-A-Rest und bilden somit ein perfekt eingespieltes Team, das sein Handwerk beherrscht.

Made in Ireland

“The Therm-A-Rest philosophy is simple – we want to make what we sell.
This gives us complete control of our products, from conception to production, and allows us to create the highest quality gear possible.”
(Zitat: Therm-A-Rest)


Beispiel für eine selbstaufblasende Matte mit Schaumstoffkern


Wie viel Liebe zum Detail in jeder dieser hoch technischen Matten steckt, möchte ich euch mit dem folgenden Beispiel etwas näher erläutern: Sowohl die Laminate als auch die Schaumstoff-Matten liegen bereits auf Maß geschnitten bereit und jeder Stoff kann anhand der (unter dem Logo) eingelaserten Daten zurückverfolgt werden. Im ersten Schritt legt ein Mitarbeiter eine der zuvor auf Maß geschnittenen Schaumstoff-Matten in eine Maschine und erst, wenn die Matte korrekt liegt, betätigt er diese. Nun beginnt die Maschine mit ihrer Arbeit und stanzt peu à peu mit etwa 120 t Druck viele, viele, kleine Löcher in den Schaumstoff hinein. Die daraus entstandenen Reststücke werden zur späteren Weiterverarbeitung als Kissenfüllung in einer großen Kiste aufbewahrt. Im nächsten Schritt trägt der Mitarbeiter den gestanzten Schaumstoff zur nächsten Maschine. Hier stehen zwei seiner Kollegen bereits für den nächsten Step bereit, um den Schaumstoff mit den zuvor genau auf’s Maß zurecht geschnittenen Laminaten zu verbinden.

Zunächst legen sie die erste Lage auf die Maschine, streichen diese glatt, legen den gestanzten Schaumstoff darauf, legen das zweite Laminat auf den Schaumstoff und kontrollieren dabei, ob auch wirklich alle drei Lagen akkurat und faltenfrei aufeinander liegen. Erst dann betätigen sie die zuvor eingestellte Maschine, die die verschiedenen Materialien mit 200 Grad und viiiiiel Druck miteinander verbindet. Der letzte Schliff erfolgt wiederum per Hand, indem ein weiterer Kollege den überstehenden Stoff mit einem speziell für diesen Produktionsschritt gefertigten Werkzeug abschneidet. Dabei läuft er vom einen Ende zum anderen Ende der neuen Matte – erst auf der einen Seite, dann auf der anderen. Überraschend war übrigens auch die genaue und mehrfache Qualitätskontrolle jeder einzelnen Matte: Hier wird tatsächlich jede einzelne Matte mit Luft befüllt, in ein Becken getaucht und 28 Stunden aufgeblasen gelagert, bevor sie wieder entlüftet und verpackt wird. Selbst die Verpackung erfolgt per Hand: Zunächst wird jede einzelne Matte entlüftet, anschließend fein säuberlich per Hand gefaltet und um mit Hilfe einer rotierenden Stange und dem Geschick des Werkarbeiters aufgerollt,so dass sie samt der dazugehörigen Pflegehinweise bequem Platz in ihrer jeweiligen Verpackung findet. Auf diese Weise verpackt jeweils ein Mitarbeiter 35 Matten pro Stunde.


Begeistert von den vielen Eindrücken und Einblicken in die präzise Arbeit bei Therm-A-Rest erwarteten uns nun schon die nächsten beiden Überraschungen: eine gemeinsame Kajak-Tour mit Jim Kennedy. Jim ist nicht nur ein leidenschaftlicher See-Kajakfahrer, sondern DER Experte in Irland und gleichzeitig Gründer von Irlands erster, globalen Atlantic Sea Kayaking Company. Mit dieser Überraschung hatte keiner von uns gerechnet! Da uns Cascade Designs jedoch nicht vollkommen unvorbereitet zu unsere Kajak-Tour aufbrechen lassen wollte und nur wenige von uns bereits erfahrene Kajakfahrer sind, gab es noch eine weitere Überraschung: Schnelltrocknende Reisehandtücher für den Fall der Fälle 🙂

 

Atlantic Sea Kayaking

Nach einer etwa zweistündigen Autofahrt, trafen wir schließlich an diesem wunderschönen Ort ein und waren erst einmal wieder sprachlos! Jim und sein Team begrüßte uns besonders herzlich und gab uns erste Anweisungen, die gerade für mich als blutiger Kajak-Einsteiger besonders hilfreich waren. Anschließend machten wir uns mit einem kleinen Team-Spiel warm, in dem wir unsere Paddel auf Anweisung zu unseren Nachbarn warfen :b Im Kajak angekommen, genossen wir wieder jeden Moment und lauschten gespannt den Geschichten von Jim und seinem Kollegen. Während der nächsten zwei Stunden folgten wir seinem Lebensmotto „Nice & Gentle!“ und genossen einfach nur den Moment!

 

Das erste Mal im Kajak in Irland

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

 

 

 

Im Anschluss an dieses kleine Abenteuer, bedankten wir uns mit einer kleinen Geste und fuhren zu unserem nächsten Hotel. Unsere Reise führte uns weiter nach Bantry. Das „The Maritime Hotel“ liegt direkt gegenüber von einer idylischen, kleinen Bucht. Auch hier boten uns unsere Hotelzimmer wieder besten Blick auf das Wasser. Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam. Dieses Mal lud uns Cascade Designs zu einem tollen Italiener in der Nähe des Hotels ein. Hier gab es neben Pizza auch eine hervorragende Auswahl an diversen Gerichten mit Meeresfrüchten. Solltet ihr mal vorhaben, nach Irland zu reisen und Meeresfrüchte mögen, dann kann ich euch die Seafood Chowder nur wärmstens empfehlen! 🙂 Nachdem alle bestens gestärkt waren und sämtliche Pubs ihre Türen schlossen, verließen wir das Restaurant und verbrachten den Abend gemeinsam in dem hoteleigenen Pub.


Tag 3 – neuer Tag, nächstes Werk!

Auch am nächsten Tag folgte nach einem reichhaltigen Frühstück unsere nächste spannende Werkbesichtigung – dieses Mal in Bantry. Hier erfolgt die Produktion diverser Kleinteile und Hartware-Artikel, wie zum Beispiel die des neuen MSR Stake-Hammer, der Platypus Meta Bottle Trinkflaschen, der Einzelteile der MSR Schneeschuhe etc. Ja sogar Fußablagen werden hier gefertigt und per Hand montiert. In der Halle angekommen, erwarteten uns erneut unterschiedliche Maschinen und viele freundliche Gesichter der Werkarbeiter. Ein weiteres Beispiel, das uns sehr beeindruckte, waren insbesondere die äußerst sorgfältigen Handgriffe an den MSR Schneeschuhriemen: Nachdem die Maschine die Löcher in diese gestanzt hatte, kontrollierte ein weiterer Mitarbeiter, ob sie auch wirklich alle Löcher sauber herausgestanzt hatte. War dies nicht der Fall, knippste er die noch geschlossenen Löcher mit seiner Zange fein säuberlich heraus und legte den Riemen erst dann in den dafür vorgesehenen Karton zur Weiterverarbeitung. Alle waren wieder sichtlich beeindruckt von der präzisen und kontinuierlichen Kontrolle im Laufe der einzelnen Arbeitsschritte.

Im Anschluss an die Werkbesichtigung überraschte uns Cascade Designs mit einer weiteren schönen Geste: gelaserte Reisehandtücher mit unserem Namen, den wir einen Tag zuvor auf einen leeren Zettel schreiben sollten – eine wirklich schöne Idee! Daraufhin folgte eine etwa 2,5-stündige Wanderung durch die beeindruckende Landschaft Irlands. Das Wetter spielte zum Glück noch sehr gut mit und ermöglichte uns eine tolle Sicht während unserer kleinen Wanderung. Das ist für Irland eher untypisch. Jeder von uns hatte sich auf ein sehr unbeständiges Wetter eingestellt. Doch das ließ zum Glück noch bis zum Abend auf sich warten 🙂


Wandern in West Cork

Das Ende eines tollen Erlebnisses!

Leider endete dann auch schon unsere Irland-Reise. So ließen wir den Abend noch einmal in gemeinsamer Runde ausklingen und die vielen Eindrücke der vergangenen Tage auf uns wirken. Ein letztes Mal nutzen wir den Abend nicht nur für den letzten kulinarischen Genuss, sondern auch für den intensiven Austausch untereinander. Am nächsten Morgen mussten wir leider schon früh aufbrechen, um pünktlich beim Flughafen in Cork anzukommen und unseren Flieger rechtzeitig zu erreichen. Da das Wetter an diesem Morgen typisch irisch war, waren wir froh, dass wir etwas mehr Zeit für unsere Abreise eingeplant hatten. Unser Flieger konnte jedoch problemlos und pünktlich starten. So trafen wir bereits um 13:30 Uhr in Düsseldorf ein. Nachdem wir uns alle von einander verabschiedet hatten, fuhren wir alle wieder nach Hause.

Reisehandtücher von Cascade Designs


Danke!


An dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Organisatoren und unserem Geschäftsführer Christoph für die großartige Organisation und die tollen Erfahrungen, die wir hierdurch gewinnen konnten, ganz herzlich danken! Es war nicht nur eine tolle Gelegenheit, um hinter die Kulissen von Cascade Designs zu blicken, sondern auch eine Chance, die Kollegen näher kennenzulernen und uns untereinander noch besser zu vernetzen!
Ein rundum tolles Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden!


Seit bereits fünfeinhalb Jahren bin ich ein Teil unserer Unterwegs Gruppe. In dieser Zeit durfte ich schon mehrfach von unterschiedlichen Unterwegs Schulungen und Events (mehr unter "Unterwegs Insights") berichten. Dieses Mal lautete das Ziel Irland und ich durfte live dabei sein und gemeinsam mit 11 meiner Kolleginnen und Kollegen hinter die Kulissen der Therm-A-Rest-Matten-Produktion von Cascade Designs blicken. Obwohl wir gerade einmal 3,5 Tage in Irland waren, hat jeder von uns enorm viele Eindrücke von der Reise mit nach Hause genommen. Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich unsere Erfahrungen am besten mit euch teilen könnte und habe mich nun dazu entschlossen unser Cascade-Unterwegs-Event in zwei Blogbeiträge aufzuteilen. Beginnen möchte ich heute mit den wichtigsten Infos über Cascade Designs. Nächste Woche folgt dann ein weiterer Beitrag, in dem ich euch einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens geben und euch von unseren Erlebnissen mit den Organisatoren dieses großartigen Firmen-Events berichten werde.


Zu Gast bei Cascade Designs (Therm-A-Rest) Teil 1:


Bereits Monate im Voraus stieg meine Vorfreude auf unser gemeinsames Firmen-Event von Tag zu Tag. Keiner von uns wusste, was uns in Irland erwarten würde. Erst wenige Wochen zuvor erhielten wir von Dirk, unserem Außendienstmitarbeiter (und Inhaber der Handelsagentur PURE OUT) eine Mail mit ersten Informationen über unsere bevorstehende Reise. Darin erfuhren wir, dass er und Maurice (Marketing-Manager von Cascade Designs) so einiges für uns vorbereitet hatten. Da unser Programm jedoch eine Überraschung bleiben sollte, verriet er uns lediglich, dass uns zwei aufeinander folgende Werkbesuche erwarteten und dass sie uns daher unterschiedliche Hotels an zwei verschiedenen Orten gebucht hätten. Das erste Ziel lautete Midleton. Dort befindet sich die europäische Konzernzentrale von Cascade Designs. Am nächsten Tag erwartete uns dann auch schon eine weitere, spannende Werkbesichtigung in Bantry. Mit dem ersten Werk erhielten wir einen Einblick in die Produktion der Therm-A-Rest Matten und der Fertigstellung der MSR Schneeschuhe. In dem zweiten Werk erwartete uns wiederum die Produktion diverser Hartware-Artikel des Unternehmens.


Über Cascade Designs Limited und den Startschuss von Therm-A-Rest


Erste Lieferung für Therm-A-Rest in Irland

Das zu 100 % vom Eigentümer geführte Unternehmen Cascade Designs Limited gilt seit über 30 Jahren als europäischer Marktführer in Sachen Camping-Komfort. Gleichzeitig gilt sein Gründer John Borroughs als Erfinder unserer heutigen Isomatten. So entwarf er Anfang der 70er Jahre aus eigener Leidenschaft zum Draußensein den erste Therm-A-Rest-Isomatten-Prototypen in seiner Garage und verband zwei Lagen Stoff mit seiner Schaumstoff-Knieunterlage aus seinem Garten mit einem Sandwich-Toaster. Die Idee war da und schon wenig später (1972) war Therm-A-Rest geboren. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die Nachfrage nach seinen Reisematten wuchs überraschend schnell und überwältigte ihn. Nachdem sich Therm-A-Rest in seiner Heimatstadt Seattle einen Namen als Hersteller der besten Matten der Welt gemacht hatte, wollten Abenteurer aus ganz Europa daran teilhaben. Daher musste schnell eine Lösung her. Nachdem John Borrough 1985 auf eine ehemalige, irische Wollfabrik in der Dwyer Road in Midleton gestoßen war, war er so sehr von dem historischen Charme und Raumangebot (15.000 m²) begeistert, dass er die ehemalige Wollfabrik schon bald zum “European Headqauarter von Cascade Designs” verwandelte.

 

Die Cascade Designs Gruppe erschließt sich heute übrigens aus den folgenden Marken:

  • Therm-A-Rest

  • MSR

  • platypus

  • e-case

  • PackTowl

  • Seal Line

Cascade Designs Dwyer Road Fabrikgebäude

Alles aus EINER Hand

Das Familienunternehmen möchte selbst herstellen und dafür verantwortlich sein, was es verkauft. Dies gilt für die gesamte Cascade Designs Produktpalette - angefangen bei den beliebten Therm-A-Rest Isomatten bis hin zum neuen MSR Stake Hammer zum Einschlagen von Heringen von MSR. Die Produktion erfolgt in einem großen Werk in den USA sowie in zwei weiteren Werken in Irland. Um die für Cascade Designs bekannte Qualität zu gewährleisten, hat sich das Unternehmen an beiden Standorten ganz bewusst für dem Aufbau eigener Fabrikhallen in Kombination mit dem dem Entwurf eigener Maschinen entschieden. So investierte das Unternehmen erst im vergangenen Jahr etwa 10,5 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Produktion. Nur durch diese spezielle Art der Fertigung und die kontinuierlichen Qualitätskontrollen hat das Familienunternehmen die volle Kontrolle über seine Produkte – beginnend bei der Konzeption erster Ideen bis hin zur finalen Produktion und Markteinführung. Dank der mehrfachen Kontrolle jedes einzelnen Artikels stehen die Matten von Therm-A-Rest nicht nur für höchste Qualität sondern auch eine lebenslange Garantie.

Therm-A-Rest Produktion mit viel Handarbeit

Weitere, interessante Zahlen und Fakten über Therm-A-Rest Isomatten

Derzeit produziert das Unternehmen 31 Matten-Modelle (Damen und Herren) in Irland sowie in den USA. Deren Produktion erfolgt sowohl in ihrer Heimatstadt Seattle als auch in Irland. Stündlich landen in Irland etwa 35 Matten in ihren Verpackungen und jährlich verlassen etwa 500.000 Matten das Werk, bevor sie ihre Reise in 22 Länder fortsetzen. Das Werk in Seattle verlassen zudem weitere 750.000 Matten pro Jahr. Dieses ist deutlich größer, die Arbeitsprozesse und Maschinen sind jedoch absolut identisch zu denen in Irland. Darüber hinaus ergänzen sich beide Werke wie folgt untereinander: Während die einen Bestandteile eines Artikels (Beispiel: Schneeschuhe von MSR) in den USA produziert werden, setzen die anderen beiden Werke ihre Arbeit in Irland fort und andersherum. Die hierfür erforderlichen Versandtaschen, Verpackungen etc. recycelt das Unternehmen mit jedem weiteren Arbeitsschritt, um unnötige Müllberge zu vermeiden.


 

Neugierig geworden? Dann dürft ihr schon auf meinen nächsten Beitrag gespannt sein 😉

Heute möchte ich euch unseren Kollegen Daniel Hüske vorstellen. Nachdem ihn 2002 die Sehnsucht nach der Ferne über einen großen Bogen quer durch Deutschland und die Welt geführt hat, ist er nun wieder zurück in seiner Heimat. Seit Ende April 2017 arbeitet er Teilzeit als Verkäufer bei Unterwegs in Leipzig und betreibt außerdem sein eigenes Unternehmen „Fernweh Trekking“. Seit Neuestem ist er außerdem als Reise-Autor für den Conrad Stein Verlag tätig.
 
Passend zum Verkaufsstart (am 9.10.2017) von „Patagonien: Fitz Roy & Cerro Torre“ freut es mich sehr, euch heute einen Blick hinter die Kulissen seines ersten Wanderführers zu geben und euch gleichzeitig davon zu berichten, welcher Weg Daniel zu Unterwegs geführt hat.

Daniel von Unterwegs

Daniel, sei so lieb und stell dich bitte in ein paar kurzen Sätzen selber vor...
 
Ursprünglich komme ich aus der Porzellanstadt Meißen in der Nähe von Dresden. Dort habe ich die ersten 25 Jahre meines Lebens verbracht. Was meine beruflichen Erfahrungen betrifft, habe ich mich - ganz grob gesagt - vom Bürohengst zum leidenschaftlichen Outdoorer entwickelt: Ein Jahr nachdem ich meine Geburtsstadt verlassen hatte, entschied ich mich 2002 für ein einjähriges Auslandsstudium in Sydney in Australien – eines meiner bisher schönsten Lebensjahre! Auch nutzte ich die langen Semesterferien im Sommer für ausgiebige Reisen. Die vielen Wanderungen durch die faszinierenden Landschaften entfachten schließlich meine Leidenschaft für das Trekking - am liebsten in fernen Ländern. Leipzig verstehe ich quasi als Basislager für meine weiteren Erkundungen - inzwischen mit Frau und unserem 4-jährigen Sohn.
 

Chile, Argentinien, Südsee, Neuseeland, Tasmanien... und und und. Du hast schon so einige spannende Abenteuer erlebt und dabei die unterschiedlichsten Regionen entdeckt! Steht für dich eher das Ziel oder das Reisen selbst im Fokus?
 
Eindeutig das Reisen selbst und nicht das bloße Abhaken von möglichst vielen Reisezielen! So halten meine Frau und ich vermutlich den Rekord der am längsten dauernden Wanderung im Nationalpark Torres del Paine: Wir waren insgesamt 18 Tage auf Wanderschaft und haben jeden Moment bewusst gelebt und in vollen Zügen genossen!
 

Für welche Outdoor-Aktivitäten begeisterst du dich heute am meisten?
 
Trekking und Zelten, das einfache Dasein in der Natur und die Magie des großen Ganzen spüren. Ich liebe den Wind, der einen manchmal um die Ohren pfeift, oder den Regen, der ins Gesicht peitscht, ich fühle mich dann ganz lebendig und bin wirklich nur im Hier und Jetzt. Das geht uns oft im Alltag verloren, beim Wandern sind wieder die elementaren Dinge wichtig.
 

Reiseführer Patagonien

Paddeln in Patagonien

Wie kam es dazu, dass du dein Hobby zum Beruf gemacht hast?

 

Nachdem ich mein Studium „Internationales Finanzmanagement“ beendet hatte, war ich mit meinem Job in Mainz und Düsseldorf fest im Sattel und dennoch ließ mich das Fernweh einfach nicht los! Nach einigen Jahren Hin- und Her-Pendlerei (längste Entfernung Düsseldorf – Flensburg) legten meine Frau und ich 2011 schließlich eine berufliche Pause ein. Es ging Open End auf Wanderreise mit den unterschiedlichsten Zielen. Am Ende waren es 10 Monate. Später rief ich mein Unternehmen „Fernweh Trekking“ ins Leben, um meine Outdoor-Erlebnisse mit anderen Frischluft-Fans zu teilen und ihnen bei ihren Reiseplanungen beratend zur Seite zu stehen. Mittlerweile dreht sich bei mir fast alles ums Wandern und Reisen. Wunderbar ergänzend zu meiner Selbstständigkeit mit Fernweh Trekking arbeite ich in unserem neuen Unterwegs Fachgeschäft in Leipzig als Verkäufer. Außerdem habe ich mit dem Schreiben von Wanderführern begonnen. Bei Recherchewanderungen denke ich oft, es gibt keine schöneren Jobs auf der Welt als meine. Naja, Steuererklärungen etc. machen sich trotzdem nicht von alleine und gehören auch dazu.


Viele Wege führen zu Unterwegs... Wie war es bei dir?


Nun, manchmal denke ich, dass Dinge einfach passieren sollen. Auf der Suche nach einer nebenberuflichen Tätigkeit schlenderte ich von einem Bewerbungsgespräch für ein Callcenter an unserem bis dato noch geschlossenen Unterwegs Fachgeschäft vorbei. Keine Frage, dass ich einen Teilzeitjob im Outdoor-Fachgeschäft auf jeden Fall bevorzugen würde! So nahm ich kurzerhand den Telefonhörer in die Hand (das war im März dieses Jahres) und bin seit der Neueröffnung Ende April dabei! Seitdem stehe ich unseren Kunden mit Rat und Tat als Verkäufer zur Seite.


Gibt es einen Artikel bei Unterwegs, den du anderen Patagonien-Fans empfehlen möchtest?


Ja, und zwar das Zelt Nammatj von Hilleberg. Dieses Zelt hat uns bisher (in den letzten sieben Jahren) hervorragende Dienste geleistet und den stärksten Stürmen in Patagonien standgehalten. Es symbolisiert für mich Stärke und Belastbarkeit und ich würde mich jederzeit wieder für diese Investition entscheiden!


Tolle Aussichten in Patagonien
Daniel in Patagonien

Vielen Dank noch einmal, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast! Zum Abschluss möchte ich dich noch um 10 Tipps für die erste Patagonien-Trekking-Reise bitten:
 

1. Beste Reisezeiten für Trekking-Fans
Die beste Zeit zum Wandern ist in den Monaten November bis April, Schnee kann es besonders in Hochlagen allerdings zu jeder Jahreszeit geben. Die wärmste Zeit des Jahres zwischen Dezember und Februar mit den Tageslängen bis zu 16 Stunden und mehr fällt leider auf die lokale Ferienzeit, dementsprechend ist es in den Hauptgebieten voll und eine Vorreservierung ist in vielen Fällen sinnvoll. Wenn möglich, sollte um die Hauptreisezeit ein großer Bogen gemacht werden.

 

2. Planung der Schlafplätze
Während für die Wanderungen im Torres del Paine Nationalpark in Chile bei drei verschiedenen Anbietern Hütten- und Zeltschlafplätze rechtzeitig vorausgebucht werden müssen, ist dies im Norden des argentinischen Pendants Los Glaciares nicht notwendig bzw. möglich. Die Zeltplätze sind hier bei einfachster Infrastruktur kostenfrei und Hütten gibt es nicht. Dementsprechend schlägt eine Wanderung am Fuße von Fitz Roy und Cerro Torre weniger zu Buche als im berühmten chilenischen Nationalpark. Dort werden zusätzlich zu den Übernachtungskosten auch noch Parkgebühren von ca. 30 Euro fällig.

 

3. Windfeste Ausrüstung:
In Patagonien pfeift der Wind unaufhörlich, manchmal sogar in Orkanstärke. Insbesondere das Zelt sollte sturmstabil sein. Zusätzliche Abspannleinen und ein Reparaturset gehören ebenfalls ins Gepäck. Als Bodenverankerung sind die Cyclone-Heringe von MSR eine gute Wahl! http://www.unterwegs.biz/msr-cyclone-stake-bulk-505302.html

 

4. Notfallkommunikation
In den meisten Ortschaften Patagoniens kann inzwischen mobil telefoniert werden. Auf den Wanderwegen hingegen ist dies nicht zu erwarten. Nützlich kann daher für den Fall des Falles die Mitnahme eines Satellitentelefons oder Notfallsenders sein. Letzterer kann in Deutschland unter www.notfallsender.de ausgeliehen werden.

 

5. Orientierung mit Kompass
Der Unterschied zwischen dem roten Ende der Kompassnadel (magnetischer Norden) und der „wahren“ Richtung zum Nordpol (geografischer Norden) wird Deklination oder auch Missweisung genannt. In Patagonien liegt die Abweichung zwischen Kompass und den Nordlinien auf der Karte etwa zwischen 10 und 15° Ost. Genau berechnet werden kann der Wert unter https://www.ngdc.noaa.gov/geomag-web

 

6. Spanischkenntnisse
Während in den größeren Touristenzentren noch des Öfteren Englisch gesprochen wird, sind spätestens abseits der ausgetretenen Pfade Grundkenntnisse in der spanischen Sprache sehr von Vorteil und empfehlenswert!

 

7. Kein offenes Feuer!
Die Ranger in den Nationalparks verstehen beim Feuermachen keinen Spaß, da die Gefahr eines großflächigen Waldbrandes durch die windigen Verhältnisse einfach riesengroß ist. Daher sind offene Feuer meistens komplett verboten und in der Regel dürfen auf den Zeltplätzen lediglich Gaskocher verwendet werden. Am ehesten bekommt man Gaskartuschen mit Schraubverschluss.

 

8. Trinkwasser
In Patagonien haben die Flüsse, Bäche und Seen bis auf wenige Ausnahmen höchste Trinkwasserqualität. Vorsorglich können Wasservorräte aus stehenden Gewässern und von Stellen mit hohem Aufkommen an Wanderern vor dem Trinken behandelt werden, z.B. mit dem Steripen oder Micropur Forte. Das Gleiche empfiehlt sich in der Nähe von Viehweiden.

 

9. Keine Panik vor Patagoniens Tierwelt!
In Patagonien gibt es außer zwei kleinen Spinnen keine giftigen Tiere. Die vorkommenden Skorpione im Kleinformat sind im Allgemeinen ungefährlich. Ein Stich löst meist allergische Reaktionen vergleichbar mit einem Wespenstich aus. Eine Begegnung mit dem nachtaktiven Puma, dem einzigen größeren Raubtier der Region, kann nahezu ausgeschlossen werden.

 

10. Hygiene und Hanta Virus
Mäuse und Ratten können den Hanta-Virus übertragen (grippeähnliche Symptome, in seltenen Fällen mit tödlichen Komplikationen). Eine Infektion mit diesem Virus erfolgt durch Bisse oder durch den Kontakt bzw. Verzehr von urin- oder kotverseuchter Nahrung, teilweise auch durch bloßes Einatmen der Viren. Daher sollte verstärkt auf Hygiene geachtet und die von Mäusepopulationen stark frequentierten Biwakschachteln und Schutzhütten gemieden werden.

 
Neugierig geworden? Ab sofort ist der erste Wanderführer von Daniel hier in unserem Onlineshop erhältlich:

https://www.unterwegs.biz/cnorad-stein-verlag-patagonien-fitz-roy-und-cerro-523680.html

Ob zur Arbeit, als Freizeitbeschäftigung, als Fitnessgerät oder einfach nur, um schnell und spontan von A nach B zu gelangen: Es gibt wohl kaum ein Sportgerät, das zeitgemäßer, zeitloser und flexibler im Einsatz ist als unser Rad! Was spricht also dagegen, auch mal auf unsere Autos und öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und sich stattdessen auf’s Rad zu schwingen? Nicht viel, oder? Aber umso mehr Argumente sprechen dafür! Die entscheidendsten Argumente verrate ich euch in meinem heutigen Beitrag.

 

5 Gründe, sich aufs Rad zu schwingen

Mit dem Rad zur Arbeit

1. Der Umwelt zuliebe… Radfahren ist gut für die Umwelt, da wir hierdurch die Emission von Kohlendioxid, Stickoxid und Feinstaub deutlich reduzieren können. Nur mal angenommen, jeder von uns würde sich täglich auf sein Rad schwingen und 2,6 Kilometer mit dem Fahrrad fahren, so könnte die EU (laut einer Studie des Europäischen Radfahrerverbandes) bereits mehr als ein Viertel der im Transportsektor angestrebten Emissionsreduzierung erreichen.

 

2. Top fit in den Tag starten! Völlig egal, ob im Sommer oder Herbst, mit Fixie, Single Speed, Lastenrad oder E-Bike – euer Rad hält euch fit! Radeln und andere sportliche Aktivitäten stärkt außerdem das Immunsystem und verlängert die Lebenszeit, da mit jeder regelmäßigen Bewegung unsere Zellen aktiviert werden. Viele Menschen schleppen sich nach einem langen und schweren Arbeitstag in ein Fitnessstudio, um sich dort sportlich zu betätigen. Fahrt ihr jedoch mit dem Fahrrad zur Arbeit, habt ihr euer Workout bereits hinter euch und könnt dabei gleichzeitig die frische Luft genießen. Sollte euch der Weg zur Arbeit zu kurz erscheinen, habt ihr noch den gesamten restlichen Tag, um euch auszupowern

 

3. Gute Laune garantiert! Da das Radfahren die Glückshormone Endorphin und Adrenalin freisetzt, ist das Radeln nicht nur eine gute Sache für die Gesundheit, sondern auch ein erster Energieschub für den Start in den Tag! Neurologen sprechen hier gerne vom so genannten „runners high“. Dieses Glücksgefühl stellt sich bei uns ganz von selbst ein, wenn wir ordentlich in die Pedale treten. Doch selbst dann, wenn wir einfach nur gemütlich zur Arbeit radeln wollen, bauen wir durch die gleichmäßigen, zyklischen Bewegungen automatisch so genannte „Stressoren“ ab. Außerdem gibt es wohl kaum ein schöneres Gefühl als an stehenden Autos vorbei zu fahren und entspannt am Arbeitsplatz einzutreffen, oder?

 

4. Gut für eure Reisekasse! Während sich der Berg an Kosten für ein Auto im Laufe seiner Lebenszeit immer weiter türmt, so halten sich die Unterhaltskosten für ein Fahrrad in absolut überschaubaren Grenzen. Weder Benzin, Versicherungsprämien, noch Steuern sind hierfür fällig. In Kombination mit wetterfester Kleidung, einem Fahrradanhänger und/oder wasserdichten Radtaschen ist selbst ein größerer Einkauf kein Argument gegen das Rad. Selbst ein hochwertiges E-Bike macht sich schon kurze Zeit nach der Anschaffung bezahlt. Unter dem folgenden Link findet ihr übrigens einen praktischen Sparrechner. Ein durchschnittlich genutzter Mittelklassewagen verursacht beispielsweise Reparatur, Versicherung, Stellplatzkosten und Betriebsmittel von etwa 30-60 Cent Kosten je gefahrenem Kilometer. Diese Kosten sind von Modell zu Modell unterschiedlich und können bei Oberklassewagen laut ADAC bis weit über einen Euro pro gefahrenem Kilometer reichen.

Sparschwein

 

So liegen die durchschnittlichen Unterhaltungskosten für ein Auto bei etwa 3.500 Euro pro Jahr. Die deutlich günstigere Alternative stellen Monats- oder Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel dar. Doch selbst hierfür liegt der Schnitt  bei etwa 1000 bis 1500 Euro pro Jahr. Die Strom- und Wartungskosten eines E-Bikes belaufen sich dagegen bei maximal 200 Euro pro Jahr und beim guten alten Drahtesel ohne jegliche elektrische Unterstützung laufen die Kosten beinahe gen Null.

 

5. Schneller als gedacht! Wusstet ihr eigentlich, dass wir mit unserem Drahtesel teilweise (je nach Wohn- und Arbeitslage) sogar schneller, mindestens aber genauso schnell wie mit dem Auto unterwegs sind? Während die Durchschnittsgeschwindigkeit im Stadtverkehr bei etwa 20 Kilometer pro Stunde und im Berufsverkehr sogar darunter liegt, erreichen wir mit unseren Drahteseln eine ähnlich hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. Gerade während der Stoßzeiten in unseren Großstädten sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Autofahren rapide und spätestens dann können wir Radfans locker mithalten! Außerdem ersparen wir uns gleichzeitig den Ärger über Ampeln, Stau und Parkplatzmangel und sind somit deutlich stressfreier unterwegs. Der australische Professor für Human Geography Paul Tranter ging mit diesem Gedanken sogar noch weiter und errechnete, dass wir  täglich – je nach Kosten für unsere Autos – ein bis zwei Stunden mehr arbeiten müssen, um mit unserem Auto ein paar Minuten früher zu Hause zu sein. Was meint ihr? Lohnt sich dieser Aufwand?


Schon gewusst?
Wusstet ihr eigentlich schon, dass die Deutsche Post als inoffizieller Meister im (Lasten-)radeln gilt? Unsere fleißigen Postboten sind derzeit mit über 10.500 elektrobetriebenen Rädern (davon 2.700 E-Trikes) im Einsatz und diese Anzahl soll in den kommenden Jahren weiterhin ausgebaut werden. Die genaue Gesamtanzahl aller Räder konnte ich leider nicht herausfinden.

Und hier geht es zu unserer gesamten Auswahl für begeisterte Radfahrer:
http://www.unterwegs.biz/fahrrad.html

Dass Reisen für den entschlossenen Fotografen André Schumacher nicht nur eine große Leidenschaft sind, sondern sein Leben bedeuten, beweist auch seine aktuelle Europa-Reise mit dem Lastenrad. In dem folgenden Beitrag erfahrt ihr mehr über André, seine außergewöhnliche Familien-Tour und den Herausforderungen, die eine Reise mit Baby im Lastenfahrrad mit sich bringt.


 

Vom Reisefieber gepackt!

20 Jahre lang gab es für den rastlosen Reisefotografen André Schumacher keinen Halt und keine Heimat. Jahrelang führte er ein Leben auf der Überholspur zwischen Patagonien, Nepal, Antarktis und erkundete dabei die entlegensten Gegenden der Erde. Er überquerte die Kanaren zu Fuß, reiste in 80 Tagen um die Welt und erlebte facettenreiche Abenteuer. Dabei lernte er die Länder und die Menschen von einer ganz anderen Seite kennen. So gerne er reist, so sehr genießt er es auch, uns von seinen schönsten Lieblingsplätzen zu berichten. Mit seinem eignen, besonderen Erzählstil vermittelt er seine Erlebnisse deutschlandweit in seinen viel gelobten Film- und Fotoshows (hier geht's zu seinen aktuellen Tourdaten).

Auch seine Freundin Jenni war lange Zeit rastlos auf der Suche nach ihren Wurzeln und lebte das Reisen. Nachdem sich die beiden Weltentdecker gefunden hatten, sehnten sie sich schließlich doch nach einem „Nest” und einer gemeinsamen Familie. Bald darauf wurde Jenni schwanger und der Wunsch nach einem neuen zu Hause wuchs mit ihrem Bauchzwerg immer weiter. Mittlerweile leben die beiden mit ihrem kleinen Sonnenschein Unai auf ihrem Kunterbunthof, einem Bauernhof unweit der Ostsee in Bäbelin, einem Dorf mit gerade einmal 37 Einwohnern.

Auf Tour Plakat mit André Schumacher

 

Stillstand? Nicht bei André Schumacher!


Wer nun denkt, André und seine Freundin seien damit angekommen und nicht mehr am Reisen interessiert, der irrt sich gewaltig! So idyllisch ihr Bauernhof auch ist, so sehr lockt sie nach wie vor das Fernweh! Seit Anfang Juni 2017 berichtet André auf www.cargobikebaby.com von seiner aktuellen Europa-Tour - dieses Mal mit Lastenrad (einem Douze), seinem Sohn, seiner Freundin Jenni und ihrer Hundedame Beltza. In Rostock aufgebrochen, steuern sie Spanien als grobes Ziel an, um Jenni's Verwandten dort ihren Sohnemann Unai vorzustellen.

Eines hat ihre derzeitige Europa-Tour bereits mit den zurückliegenden Reisen von André gemeinsam: Keiner weiß,  was sie auf ihrer etwa sechsmonatigen Reise erwartet! Auf dem Weg dorthin geht jeder von ihnen an seine Grenzen - körperlich, seelisch und entdeckt nicht nur Europa, sondern auch sich selbst von einer völlig neuen Seite! Wie für seine bisherigen Film- und Fotoshows üblich, nimmt André auch dieses Mal kein Blatt vor den Mund und berichtet uns auf seiner neuen Seite ehrlich und direkt von seinen persönlichen Reise-Erfahrungen seines ersten, großen Familienabenteuers.

Seien es die unvorhersehbaren (Mutter-)milchpausen am Wegesrand, plötzlicher Platzregen, ein schier endloser Schneesturm auf dem Großglockner oder auch eine spontane Übernachtung im Schlafzimmer einer bis dato völlig fremden Großfamilie in Italien. Neben kurzen Zwischenberichten über diese außergewöhnlichen Erlebnisse, erfahrt ihr, wie es sich anfühlt sich mit einem Lastenrad bei Wind und Wetter durch die Berge zu quälen.


Obwohl André und Jenni während ihrer bisherigen Tour immer wieder an ihre Grenzen gelangten, sind sich beide sicher: Es lohnt sich! Trotz anfänglicher Malheure, trotz Strapazen und schmerzender Beine, die die erste große (Rad-)tour mit einem Baby mit sich bringen, muss André bereits am fünften Tag über die folgenden Worte von Mark Twain nachdenken, schmunzeln und dem folgenden Zitat beistimmen:

„In zwanzig Jahren von heute wirst du eher von den Dingen enttäuscht sein, die du nicht getan hast, als von denen, die du getan hast.
Hole den Anker ein und segle hinaus aus dem sicheren Hafen.
Erforsche, träume, entdecke.“ (Mark Twain)

 

Und es ist tatsächlich so! Am 25. Juli hatten sie bereits die 1.000-Klilometer-Marke geknackt. Zwischendurch hatte Jenni André für diese außergewöhnliche Familien-Reise-Idee verflucht, doch mittlerweile sind sich die beiden Outdoor-Fans einig: Die schönen Momente überwiegen die Strapazen und machen ihre Europa-Tour bereits jetzt unvergesslich! Während sie sich anfangs noch über die bereits zurückgelegte Strecke freuten und das Ziel im Fokus stand, so lernten sie spätestens während der Fahrt durch die Serpentinen das Reisen selbst umso mehr zu schätzen. Auf dem Weg nach Spanien genießen sie großartige Landkulissen, Sonnenuntergänge, Picknicks an den schönsten Ufern Europas und begegnen dabei vielen, tollen Menschen.


Neugierig geworden?

„Auf Tour” ist mehr als ein Reisebericht. Es ist zugleich ein Ratgeber für Radfahrer und Langzeitreisende, für Familien und Europa-Hungrige. Die ersten kurzen Zwischenberichte findet ihr auf Facebook und cargobikebaby.com. Ende Januar 2018 dürft ihr außerdem auf den ersten Live-Vortrag „Auf Tour” gespannt sein. Sämtliche Termine findet ihr ebenfalls in dem aktuellen Veranstaltungskalender von André Schumacher.

Christo Foerster Tipp Unterwegs

Während meiner persönlichen Recherche zum Thema „Mikroabenteuer“ bin ich immer wieder auf den Namen „Christo Foerster“ gestoßen. Der Hamburger Motivationstrainer ist im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur durch seine Tätigkeiten als Coach, Chefredakteur bekannter Fitness-Magazine und die beiden Werke „NEO NATURE“ sowie „DEIN BESTES ICH“ bekannt geworden, sondern erregt seit einigen Jahren nun auch die Aufmerksamkeit abenteuerlustiger Outdoor-Fans.

 

Als begeisterter Abenteurer, der immer weniger Gelegenheit für die ganz großen Touren fand, beweist er mit seinen Mikroabenteuern, dass oft schon wenige Schritte genügen, um gleich vor der Haustür in eine andere Welt einzutauchen. Eine Welt ohne Terminkalender, Elternabende, Meetings oder ähnliche Verpflichtungen des Alltags. Jedes dieser besonderen Abenteuer erlebt und genießt er jedoch auf seine ganz persönliche Art und Weise: sie sind kurz, lokal und einfach!

Jeder dieser Momente ist geprägt durch seine eigenen „„Spielregeln““: angefangen bei einer Über-Nacht-Rennrad-Tour von Hamburg nach Berlin bis hin zu einer spontanen Übernachtung in seiner Hängematte am Hamburger Containerhafen. Christo zeigt damit, dass keine Weltreisen oder lang geplante Touren nötig sind, um etwas Besonderes zu erleben. Nach dem Motto "Raus und machen!" lockt er die Menschen mittlerweile weltweit aus ihrer Komfortzone. In dem folgenden Interview möchte ich euch Christo näher vorstellen und euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen seines nächsten Werkes „Raus und machen!“ geben.


Christo, bitte sei so lieb und stell dich in ein paar kurzen Sätzen persönlich vor:
„Christo Foerster geht auf Entdeckungsreise.” Das stand auf der Karte, die meine Eltern verschickten, nachdem ich geboren war. Tatsächlich entdecke ich gerne. Als Journalist, als Motivationstrainer und als begeisterter Outdoor-Fan. Übrigens auch als Vater zweier Kinder.

 

Diplom-Sportwissenschaftler, Chefredakteur, Unternehmer, Motivationstrainer, Gründer der Natural Coaching Academy, Speaker und seit 2015 erfolgreicher Buchautor. Wie kam es dazu, dass du dich nach deinem Diplom für die Ausbildung zum Journalisten entschieden hast?

Christo Foerster Vortrag

 

Ich bin während meines Studiums vier Monate auf eigene Faust durch Mittel- und Südamerika gereist. In dieser Zeit reifte der Wunsch, Reportagen zu schreiben und das, was mich an der Welt und ihren Menschen fasziniert und bewegt, in Worte zu fassen. Als ich zurückkam wechselte ich innerhalb meines Studiums an der Deutschen Sporthochschule Köln direkt den Schwerpunkt – von Management zu Medien und Kommunikation. Nach dem Diplom hatte ich das Glück einen Platz an der Journalistenschule zu bekommen. Ich habe auch im Journalismus schon immer das Abenteuer gesehen, die Möglichkeit, rauszugehen und Neues zu entdecken. In meinen Stationen als Redakteur durfte ich das noch. Heute ist der Redaktionsalltag allerdings oft deutlich nüchterner. Ich bin ganz froh, nur noch frei und sporadisch für Zeitschriften zu schreiben.

 

Inwiefern hat dein damaliges Studium den Weg hin zu deiner heutigen Arbeit geprägt?
Ich glaube daran, dass das, was wir heute sind, immer ein Ergebnis dessen ist, was wir in der Vergangenheit erlebt haben, wo wir es erlebt haben und mit wem. Das Sportstudium hat die Bedeutung der Bewegung, die mir schon immer enorm wichtig war, für mich noch einmal auf eine andere Ebene gehoben. Die Zeit auf der Journalistenschule hat mich gelehrt, Menschen jenseits dessen zu verstehen, was die Oberfläche projiziert. Ein sehr persönliches Aha-Erlebnis hatte ich während eines fünftägigen Seminars am Ausbildungszentrum der Vereinten Nationen, in dem Journalisten für den Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten vorbereitet wurden: Ich wurde als Geisel verschleppt und spürte auf einmal am eigenen Leib, dass es mehr braucht als ein breites Kreuz, um in Extremsituationen stark zu sein. Die Frage, was genau dieses Mehr ist, bestimmt seitdem meine Arbeit. Ich habe mich ihr von vielen verschiedenen Seiten genähert.

 

Du bist mittlerweile zweifacher Familienvater und der Tag hat nur 24 Stunden. Wie gelingt es dir, die Balance zwischen all deinen beruflichen Tätigkeiten, deiner Familie und dir selbst zu halten?
Ich versuche, gar nicht groß zwischen Work und Life zu unterscheiden. Für mich sind das keine Gegensätze, schließlich gehört die Arbeit ja zum Leben dazu. Ich bin beruflich so frei und flexibel, dass ich mir zum Beispiel oft nachmittags Zeit für meine Kinder nehmen kann. Dafür sitze ich dann natürlich auch mal abends an neuen Projekten. Generell tue ich das, was ich tue, weil ich meine eigenen Bedürfnisse darin gut einbringen kann. Ich sehe es als Herausforderung, den Alltag so zu gestalten, dass wir nicht das Gefühl haben, daraus ausbrechen zu müssen, um zu leben. In diesem Zusammenhang spielen die Mikroabenteuer für mich mittlerweile eine wichtige Rolle. Weil sie mehr Abenteuer in den Alltag bringen.

 

JungleFit Christo Foerster

Junglefit-Training, Wald-Workouts und nun folgt ein Mikroabenteuer dem anderen. Du sprudelst nur so vor Ideen, mit denen du immer wieder neue Aufmerksamkeit erregst. Wieso hast du dich für diese besonderen Freizeitaktivitäten entschieden? Du könntest ja auch einfach den klassischen Weg ins Fitness-Studio wählen und dich dort auspowern.
Ganz einfach: Der Mensch ist Natur. Unser Leben wird zwar sehr von Technologie und anderen künstlichen Dingen bestimmt, aber wir sind Natur. Und deshalb folgt unsere persönliche Entwicklung auch den Regeln der Natur. Diese Erkenntnis ist enorm wichtig, wenn wir unser volles Potenzial entfalten wollen. Im Prinzip müssen wir uns nur ansehen, was Kinder auf der ganzen Welt in ihren ersten Lebensjahren tun, unabhängig voneinander und ohne, dass man ihnen etwas beibringt: Sie entdecken ihre Umgebung spielerisch, sind neugierig, offen, unbekümmert, begeisterungsfähig, voll im Hier und Jetzt, sie klettern, springen, rennen. Das alles liegt in unserer Natur. Wir verlernen es nur meist sehr schnell. Ich halte es für sehr wichtig, diese Fähigkeiten wieder mehr in den Fokus zu rücken. Wenn wir das tun, werden wir stärker, weil wir mehr bei uns selbst sind.

 

Was genau hat dich zu deinem ersten Mikroabenteuer bewogen?
Ich habe auch früher schon gerne mal spontan kleine Abenteuer erlebt, aber die Aktion, die mich ganz bewusst zum Mikroabenteuer gebracht hat, begann mit einem Telefonat: Vor ein paar Monaten rief mich ein guter Freund aus Berlin an. Wir stellten fest, dass wir uns mal wieder viel zu lange nicht gesehen hatten. Ich entschied dann spontan, dass ich noch am gleichen Nachmittag mit dem Fahrrad losfahren und mich am nächsten Tag mit ihm zum Frühstück am Brandenburger Tor treffen würde. Von meiner Haustür in Hamburg aus waren das 325 Kilometer. Ich fuhr die ganze Nacht durch und um 10 Uhr morgens tranken wir tatsächlich zusammen Kaffee in Berlin. Anschließend stieg ich mit meinem Rad in den Zug und fuhr zurück nach Hamburg. Ich postete ein Foto von mir und meinem Fahrrad am Brandenburger Tor auf Facebook. Plötzlich bekam ich darauf ein riesiges Echo, andere Freunde, aber auch Menschen, die ich nicht kannte, schrieben mir, wie sehr sie das inspirieren würde und dass sie so etwas auch gerne mal machen würden. Ich hatte also nicht nur für mich selbst einen entscheidenden Schritt gemacht.

 

Hast du mit dieser Erfahrung eine neue Leidenschaft in dir entdeckt?
Eine ganz neue Leidenschaft nicht, schließlich ist auch ein Mikroabenteuer ein Abenteuer. Aber die Wucht der Erkenntnis, wie ich das Thema Abenteuer eben auch angehen kann, ohne auf Grenzerfahrungen verzichten zu müssen, die war für mich schon neu.

 

Planst du deine Mikroabenteuer im Voraus oder ziehst du eher spontan los?
Beides. Wenn ich ganz alleine losziehe, dann oft sehr spontan. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin oder mich ein Fotograf begleitet, planen wir natürlich etwas im Voraus. Das hat aber auch seinen Reiz: Wenn du einen Tag festgelegt hast, dann gehst du nicht mehr danach, ob das Wetter nun gerade passt oder nicht.

 

Welches wird dein nächstes Mikroabenteuer sein?
Ich möchte gerne mit einem Freund nach Dänemark schwimmen, dort eine Nacht unter freiem Himmel schlafen und am nächsten Tag zurückschwimmen. In der Flensburger Förde ist das eine gar nicht so weite Strecke. Wir müssen uns nur beeilen, bevor die Wassertemperatur zu kalt wird. Und wir brauchen eine Lösung für das Gepäck. Ein Floß, wie wir es auf unserem letzten Trip in der Eifel gebaut haben, möchte ich nicht durch die Ostsee ziehen.

 

Du begeisterst die Menschen mittlerweile weltweit mit den Berichten und Vorträgen über deine Mikroabenteuer und die Community der spontanen, abenteuerlustigen Outdoor-Fans wächst stetig. Was erwartet die Mikroabenteuer-Fans bald von deiner Seite?
Das Projekt „Raus und machen!” wird langsam, aber stetig wachsen. Es wird neben der Facebook-Seite einen eigenen Youtube-Kanal mit Reportagen, Tipps und Tricks geben. Im Frühjahr wird ein Buch rund um das Thema Mikroabenteuer erscheinen. Es gibt auch die Idee, Live-Events in verschiedenen deutschen Städten zu veranstalten. Ich bin aber ehrlich gesagt auch selbst gespannt, was da noch so alles kommt. Ich habe meine eigenen Vorstellungen, orientiere mich aber auch an dem, was die Menschen interessiert. Und wenn sich zum Beispiel in unserer Mikroabenteuer Community auf Facebook herausstellen würde, dass keiner einen wirklich brauchbaren Biwaksack kennt, dann würde ich darüber nachdenken, wie dieses Problem zu lösen ist, vielleicht auch gemeinsam mit einem Hersteller. Aber es gibt Gott sei Dank durchaus brauchbare Biwaksäcke.

 

Kannst du mir zum Abschluss dieses Interviews bitte fünf Tipps für das ERSTE Mikroabenteuer nennen?
Beginne mit einer Tagestour, die eine besondere Herausforderung beinhaltet bzw. ein Querdenken erfordert. Sprich: Tue etwas, das du bisher noch nie getan hast. Biege zum Beispiel mit dem Fahrrad an jeder fünften Weggabelung rechts ab. Oder besuche zu Fuß einen Freund, zu dem du sonst nur mit dem Auto fahren würdest. Nächster Schritt: nachts unterwegs sein. Und beim nächsten Mal dann draußen übernachten, ohne Zelt. Wenn du deine Strecke planen willst, dann helfen Outdoor-Apps wie Outdooractive oder Komoot. Diese Apps greifen auf ein Wegenetz zurück, in dem selbst kleinste Pfade verzeichnet sind. Apropos Apps: Um das Wetter zu checken, benutze ich gerne die App Agrarwetter. Die liefert auch Daten zu Taubildung, Bodentemperatur oder Einsetzen der Dämmerung. Versuche, mit so leichter Ausrüstung wie möglich unterwegs zu sein und nimm nur das Nötigste an Nahrungsmitteln mit. Selbst wenn du eine Nacht draußen bist, überlebst du die zur Not auch locker mit Energieriegeln und Wasser. Das Wichtigste: Mach dir keinen Stress. Genieße die Zeit da draußen.

 

Vielen Dank für das Interview! Es hat wirklich viel Spaß gemacht und ich bin schon sehr gespannt auf dein neues Werk "Raus und machen!". Dass das Thema Mikroabenteuer spannend bleibt und immer mehr Menschen begeistert, zeigt übrigens auch die letzte Umfrage unseres monatlichen Newsletters (siehe Grafik). Unsere aktuelle Umfrage findet ihr in unserem neuesten Unterwegs Newsletter.

 

Zum Abschluss findet ihr hier übrigens noch das neueste Video von Christo zum Thema "Raus und Machen!"

Unterwegs Umfrage Microadventure

Radtaschen gibt es jeeeede Menge. Seien es die wasserdichten Back-Roller von Ortlieb oder auch eine stylische Kuriertasche von Brooks, Chrome und Co.  Dank ihnen sind wir draußen besonders flexibel unterwegs. Sie bieten uns reichlich Stauraum für unsere Einkäufe und Gepäck und stellen in Kombi mit unseren Rädern eine umweltfreundliche und flexible Alternative zu unseren Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln dar. Dies gilt insbesondere in Großstädten. In dem folgenden Beitrag stellen wir euch unsere beliebtesten Fahrradtaschen- und Rucksäcke von unterwegs.biz vor.

Unterwegs Fahrradtaschen

Welche ist aber nun die Richtige?
Welche Radtasche die richtige Wahl für euch ist, hängt jedoch von dem jeweiligen Einsatzzweck ab. Radelt ihr täglich zur Arbeit und erledigt zwischendurch kleinere Einkäufe, genügt oft schon eine Kuriertasche, ein Radrucksack oder eine Lenkertasche. Für mehrtägige Touren ist wiederum ein Set aus zwei oder sogar drei separaten, wasserdichten Taschen mit einem großen Fassungsvermögen empfehlenswert, das ihr an eurem Gepäckträger befestigen könnt. Die Kombination aus mehreren einzelnen Radtaschen ist besonders praktisch für unterwegs, da ihr jede einzelne Tasche separat an euren Rädern befestigen und abnehmen könnt. So erspart ihr euch gleichzeitig das lästige "Gewühle" durch eine große Tasche. Solche Radtaschen eignen sich ausschließlich für City-Fahrräder oder Trekking-Räder, die über einen stabilen und belastbaren Gepäckträger verfügen. Außerdem ist es ratsam auf ein integriertes Tragesystem zu achten. So seid ihr noch flexibler unterwegs und könnt euch eure Radtaschen jederzeit und überall um die Schulter oder auf den Rücken schnallen. Um euch einen Überblick über unsere aktuelle Auswahl zu verschaffen und euch bei der Qual der Wahl zu unterstützen möchte ich euch im Folgenden die beliebtesten Hersteller für Radtaschen- und Rucksäcke unseres Unterwegs Onlineshops vorstellen.


Eure Favoriten auf www.unterwegs.biz


Ortlieb Sortiment bei Unterwegs

Ortlieb - Waterproof-Qualität mit 5 Jahren Garantie und unser Klassiker!

Gegründet: 1982

Die Radtaschen von Ortlieb gehören mittlerweile zu den Klassikern unter den Radtaschen und bieten euch eine tolle, wetterfeste Ausstattung für eure Radtouren.

Besonders beliebt sind vor allem die praktischen Back-Roller mit Rollverschluss. Diese könnt ihr einzeln nutzen oder mit unserem Rack-Pack, Travel-Biker oder auch Trunk-Bag kombinieren. Die Back-Roller sind für Gepäckträger bis 16 mm Rohrdurchmesser geeignet (8 mm und 11 mm Reduzierstücke inklusive) und dank des praktischen Quick-Lock-Systems kinderleicht und ohne Werkzeug zu montieren. Das äußerst robuste Polyester ist absolut wasserdicht und besonders leicht zu reinigen. Auch mich begleiten sie täglich bei Wind und Wetter auf dem Weg zur Arbeit und in meiner Freizeit. Meine Wahl fiel damals auf die Blackn White Serie, es gibt die Back-Roller jedoch in vielen weiteren Farben und sogar mit unserem Unterwegs Elch

Besonders praktisch sind außerdem die integrierte Innentasche mit Reißverschluss sowie der mitgelieferte, einstellbaren Tragegurt. Hiermit könnt ihr eure Back-Roller jederzeit um eure Schulter hängen und eure Reise zu Fuß fortsetzen. Solltet ihr unterwegs lieber einen flexiblen Rucksack bevorzugen, könnt ihr sie außerdem um ein separat erhältliches, einrollbares Rückentragesystem ergänzen. Dieses ist zwar nicht für ausgiebige Wanderungen geeignet, aber für spontane Spaziergänge während einer Pause von eurer Radtour absolut empfehlenswert!

 

Rückentragesystem von Ortlieb bei Unterwegs

Besonders praktisch sind außerdem die integrierte Innentasche mit Reißverschluss sowie der mitgelieferte, einstellbaren Tragegurt. Hiermit könnt ihr eure Back-Roller jederzeit um eure Schulter hängen und eure Reise zu Fuß fortsetzen. Solltet ihr unterwegs lieber einen flexiblen Rucksack bevorzugen, könnt ihr sie außerdem um ein separat erhältliches, einrollbares Rückentragesystem ergänzen. Dieses ist zwar nicht für ausgiebige Wanderungen geeignet, aber für spontane Spaziergänge während einer Pause von eurer Radtour absolut empfehlenswert!

 

Weiteres Zubehör von Ortlieb findet ihr übrigens hier. Für Mountainbikes oder Rennräder ohne zusätzlichen Gepäckträger sind diese Fahrradtaschen jedoch nicht geeignet. Hier empfehlen wir euch unsere Saddle Bags, Lenkertaschen oder auch das praktische Frame-Pack von Ortlieb. All diese Taschen sind in verschiedenen Varianten erhältlich und bieten euch einen cleveren und kompakten Stauraum für eure Jacke, Flickzeug oder auch euer Portemonnaie. Die Saddle Bags und Lenkertaschen eignen sich außerdem auch prima als Radtasche für eure Kids. Übrigens haben alle Radtaschen und Rucksäcke von Ortlieb etwas gemeinsam: ihre fünfjährige Garantie 🙂


Chrome - sooooo lässig und funktionell!

Gegründet: 1995

Mitte der 90er Jahre gegründet gehört die amerikanische Marke Chrome heute zu den führenden Herstellern im Bereich Urban Bike. Was mit ersten Tests und Mustern im Keller begann, ist heute nicht mehr vom Markt wegzudenken und die Nachfrage ist groß!

Chrome Kuriertaschen
Chrome Auto-Sciherheitsgurt-Steckverschluss

Gerade in der Skater- und Fahrradkurierszene sind die stylischen Messenger-Bags und Rucksäcke von Chrome heiß begehrt! Mit höchsten Ansprüchen nach Unverwüstlichkeit, Funktionalität, verlässlichem Sitz und coolem Design haben die Buran Laptop Messenger Bags von Chrome noch einiges mehr zu bieten als ihren lässigen Look!

Ausgestattet mit vielen praktischen Taschen und dem wasserdichten Material sind sie gerade für Menschen, die viel und schnell mit dem Rad unterwegs sind eine tolle Lösung! Die lässigen Kuriertaschen von Chrome überzeugen außerdem durch die Reduktion auf das Wesentliche: keine Schnörkel, keine unnötigen Features. Chrome´s Markenzeichen ist übrigens der stylische Steckverschluss eines Auto-Sicherheitsgurtes mit dem prägnanten Greif-Logo, einer Mischung aus Löwe und Adler. Diese beiden Symbole stehen für Stärke und Wachsamkeit.


Millican - besonders umweltfreundlich und zeitlos schön!

Gegründet: 2008

Für all diejenigen, die das "Besondere" und eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Radtaschen suchen, bietet unser derzeit jüngster Hersteller Millican eine tolle Lösung:

Millican Radrucksäcke - besonders umweltfreundlich und mit Vitage-Design
Radrucksäcke von Millican - Detailaufnahme

Die Idee hinter dem nachhaltigen Materialmix „Bionic Canvas“, einer Kombination aus Bio-Baumwolle und recyceltem Polyester mit sehr angenehmem und festen Griff und Paraffin-Imprägnierung entstand aus einem Zufall heraus: so lernten sich die beiden Firmengründer Jorrit und Nicky zufällig in den frühen 90-ern während der Grenzüberquerung von Ecuador und Peru kennen. Beide lebten das Draußensein und reisten fortan zwei Jahre lang durch die Welt -

inspiriert von Millican Dalton (20 April 1867 – 5 February 1947), der sich mit 36 Jahren bewusst gegen seine Existenz und das Leben im hektischen und konventionelle London entschied und die freie Natur vorzog. 2008 entwickelten sie schließlich erste Ideen und Muster ihrer heutigen Kollektion.  Ebenso wie ihre Reisen, ist auch ihre heutige Kollektion mit dem angesagten Vintage-Design von dem besonderen Lebensstil von Millican Dalton geprägt: All ihre Taschen sind umweltfreundlich, strapazierfähig und zeitlos schön. Zahlreiche Fächer, (teilweise versteckte) Taschen und praktische Details runden die Rucksäcke und Taschen von Millican perfekt ab und machen sie zu den idealen Begleiter für sämtliche Herausforderungen des Alltags und das Reisen abseits des Mainstreams!


Deuter - mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail seit über 100 Jahren!

Gegründet: 1898

Mit höchster Kompetenz und langjähriger Erfahrung seit 1898 gehört Deuter zu den beliebtesten Outdoor-Ausrüstern und gilt als Marktführer bei Rucksäcken. Deuter weiß worauf es unterwegs ankommt und begeistert Outdoor-Fans mit zahlreichen, innovativen Lösungen für das Draußensein. Nicht umsonst rüstet das Unternehmen Profi-Kletterer seit 1938 aus! 

Deuter Radrucksäcke

Ebenso wie bei den beliebten Wanderrucksack-Modellen und der breiten Bekleidungskollektion spielen Komfort und Funktionalität eine entscheidende Rolle bei der Herstellung der Radrucksäcke.  Jeder dieser Rucksäcke ist bis ins letzte Detail durchdacht und bietet euch dank seiner cleveren Ausstattung die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten - vom spontanen Tagesausflug bis hin zur längeren Radtour. Dank der vielen, praktischen Taschen und Details, wie zum Beispiel einem gepolstertem Laptopfach, bieten sie euch reichlich Stauraum für euer Gepäck.


Brooks - minimalistisch und äußerst elegant!

Gegründet: 1866

Angefangen als kleiner Händler für Reitsättel und Lederwaren, begeistert Brooks seine Kunden seit über 150 Jahren mit traditioneller, britischer Handwerkskunst. Dabei brachte der pure Zufall und Schicksalsschlag zugleich den damaligen Firmengründer John Boultbee Brooks auf den heutigen Erfolgskurs der Marke Brooks:

Stylische Radtaschen von Brooks
Brooks bei Unterwegs

Nach dem tragischen, plötzlichen Zusammenbruch seines Pferdes auf seinem täglichen Arbeitsweg, hatte John Boultbee Brooks keine andere Wahl als sich "umzusatteln". Die Investition in ein neues Pferd war 1878 zu hoch. Also lieh er sich das alte Rad eines Freundes. Während wir heute von sehr komfortablen Fahrradsätteln verwöhnt sind, waren damalige Räder mit harten Holzsätteln ausgestattet. Auch Brooks fand sie schrecklich unbequem.

So kam es, das er erste Skizzen entwarf, die den Grundstein seines heutigen Erfolgs legten. Mittlerweile ist der Name "Brooks" in aller Munde und seine Kollektion legendär. Neben der originellen Sättel, bietet Brooks ein breites Angebot für Radfahrer. Besonders begehrt sind die edlen und zeitlos schönen Fahrradtaschen und -Rucksäcke. Präzise Handarbeit und viel Liebe zum Detail stellen bei der Herstellung eine entscheidende Rolle dar. Die Produktion erfolgt sowohl in England als auch in Italien und zeichnet sich vor allem durch die Reduktion auf das Wesentliche und den edlen, minimalistischen Look aus.

 


125 Tage, 7300 Kilometer und zahlreiche unvergessliche Momente unter freiem Himmel: In dem folgenden Reisebericht berichten euch Carina und Nick von ihrer außergewöhnlichen Radtour durch Europa - immer entlang der "Brightside". So entdeckten sie viele Teile Europas von einer ganz besonderen Seite und begegneten dabei den unterschiedlichsten Menschen und Kulturen. Welche Eindrücke und Outdoor Momente sie von ihrer Reise mitgenommen haben, erfahrt ihr in dem folgenden Bericht:

 

 

Tarifa, Spanien: Sonnige Grüße von dem südlichsten Festlandspunkt Europas! Doch wie sind wir hier hergekommen? Dafür drehen wir den Tachostand um 6000 km zurück.

 

Am 21.4.2017 machten wir uns als frischgebackene Masterabsolventen unter dem Pseudonym „Brightside by Bike“ auf den Weg um unseren Heimatkontinenten Europa besser kennenzulernen. Wir, das sind Carina und Nick, beide 27 Jahre alt und geborene Nordlichter mit enger Verbundenheit zur Küste und den Meeren unserer Welt. So lag es auf der Hand, dass unsere gewählte Route auch möglichst immer an den Küstenlinien oder wie wir es nennen, der „Brightside“ (Sonnenseite des Lebens) verlaufen soll.

Brightsidebybike Reisebericht

 

Als Endpunkt wählten wir eine unserer Lieblingsstädte: Barcelona. So lauteten also die geplanten Tourinfos: von Bremen nach Barcelona, 7000 km in 4 Monaten. Und das alles aus eigener Muskelkraft auf unseren Fahrrädern. Unser Hab und Gut für dieses großes Vorhaben fand dabei sicheren Unterschlupf in den auffallend hellgrünen „Unterwegs“ Fahrradtaschen von Ortlieb mit dem markanten Elch auf der Seite. Carinas Fahrrad erhielt somit eine komplette Packtaschen-Ausrüstung der Firma „Unterwegs“.

 

Radtour durch Europa

Von dem kalten Bremen aus starteten wir also zunächst Richtung Westen in die Niederlande. Nach reichlich Regen und Wind im Osten erreichten wir über den imposanten 30 km schnurgeraden „Abschlussdeich“ (Afsluitdijk) den westlichen Teil der Niederlande mit den schicken Städten Alkmaar, Haarlem, Den Haag und Rotterdam. Am 27.04. stand mit dem Kingsday bereits ein erstes Highlight unserer Tour an. Und wo kann man den Ehrentag des Königs der Niederlande besser zelebrieren als in der Hauptstadt Amsterdam? Zwischen den in orange feiernden Massen genossen wir den Tag also in vollen Zügen, woraufhin es weiter gen Süden ging. Belgien entpuppte sich für uns daraufhin mit seinen atemberaubenden Städten Brüssel, Gent und Brügge als wahres Städtewunder. Die kurzen Distanzen zwischen den Städten ließen einen kaum zur Ruhe kommen, sodass man durchgehend von toller Architektur umgeben war.

 

Nach einem Tagesabstecher durch den Norden Frankreichs gelangten wir mit der Fähre von Calais aus in unser nächstes Abenteuer: England. Mit der Ankunft in England konnten wir auch endlich unsere luftigeren Shirts aus den großen Packtaschen fischen. Während es in den zuvor bereisten Ländern noch außerordentlich frisch und verregnet war, kamen wir ironischerweise in England endlich in den Genuss von warmen und angenehmen Wetter. Die Südküste Englands versprühte überraschenderweise eher ein karibisches, als ein graues verregnetes britisches Flair. Infolgedessen holten wir zu unserer großen Überraschung unseren ersten Sonnenbrand der Tour auch in England und nicht erst in südlicheren Gefilden Europas.

 

Mit der Rückkehr auf das europäische Festland hieß es Frankreich von Nord nach Süd. Zu Beginn durchfuhren wir die Normandie, die infolge des 2. Weltkrieges natürlich auch die deutsche Geschichte mit einbezog. So waren die ersten Tage im Norden Frankreichs von Respekt und etwas Demut geprägt. Es ist nur schwer vorstellbar was sich an diesen wunderschönen Stränden vor 73 Jahren für schreckliche Szenen abgespielt haben müssen. Mit einem gehörigen Kloß im Hals ging es weiter durch die weitere Normandie, die Bretagne und schließlich südwärts entlang der Atlantikküste.

 

Mit den Pyrenäen in Spanien folgte das nächste große Hindernis, welches mit reichlich Schweiß, Ausdauer und Nerven bezwungen werden konnte. Die traumhaften Städte San Sebastian, Bilbao und Santander hießen uns aber zur Belohnung auch gebührend willkommen. Die weitere Fahrt durch den Norden Spaniens forderte uns aufgrund der schlecht ausgebauten bzw. nicht vorhandenen Radwege wiederum einiges an Nerven ab. Die wunderschöne Natur Nordspaniens machte diese Strapazen aber dennoch akzeptabel.

 

Direkt mit dem Grenzübergang nach Portugal erhielten wir einen Eindruck, was uns die kommenden Wochen erwarten wird. Portugal erwies sich für uns als ein wildes Abenteuer, was uns nicht nur viel Schweiß und Nerven kostete, sondern leider auch dank der unebenen Pisten einiger Speichen und Flicken entledigte. Die Autofahrer sind leider wenig respektvoll mit Fahrradfahrern umgegangen, sodass wir neben knapp vorbeifahrenden Lkw’s, hupenden Autos auch einen kleinen Unfall hatten. Dabei wurde Carinas hintere Radtasche vom Fahrrad gerissen, hat den Sturz aber glücklicherweise unbeschadet überstanden. Dennoch wollen wir die gewonnenen Erfahrungen als Radfahrer in diesem Land nicht missen. Abgelegene Buchten, traumhafte Strände, grandioses Wetter, niedliche Örtchen und überaus nette Einwohner haben uns Portugal lieb gewinnen lassen. Direkt nach dem Grenzübertritt nach Spanien kamen wir zum Glück wieder in den Genuss von geregeltem und rücksichtsvollem Straßenverkehr. Aufgrund der dennoch fehlenden Radwege nahmen wir wieder Autostraßen mit in Anspruch, was von den Autofahrern allerdings mit ausreichendem Abstand anerkannt wurde. Nach den sehr schicken, im Hochsommer aber leider auch kochend heißen Städten, Sevilla und Cadiz gelangten wir schlussendlich zu unserem südlichsten Punkt der Tour: Tarifa. Die Surferhochburg bot uns einen unbeschreiblichen Blick auf Afrika und erfüllte uns sogleich mit reichlich Stolz so eine lange, strapaziöse, aber auch unglaublich tolle Strecke zurückgelegt zu haben. Im Anschluss an diesen Part, stand noch der letzte Akt unseres großen Abenteuers mit den letzten rund 1000 km zu unserer Lieblingsstadt Barcelona an. Auch hier genossen wir jede Minute in vollen Zügen.

 

Brightsidebybike Reisebericht

Unsere Packtaschen erwiesen sich übrigens als die perfekten Wegbegleiter! Die Classic Front- und Backroller von Ortlieb mit der recht auffallenden grünen Farbe, der deutschen Aufschrift www.unterwegs.biz und dem einprägsamen Elchen erwiesen sich des Öfteren als Gesprächsöffner mit deutschen, aber vor allem auch einheimischen Bürgern, die ihr Interesse bekundeten. So konnten einige Bekanntschaften entlang unserer Route gemacht werden.

 

P.S: Weitere Infos und Fotos unserer Tour findet ihr außerdem auf unserem Blog unter: https://brightsidebybike.jimdo.com/ auf Instagram und auf Facebook unter #brightsidebybike.

Rainlegs reflektierender RegenschutzRegenhosen sind die idealen Begleiter für längere Radtouren bei unbeständigem Wetter und plötzlichen Schauern. Weshalb Rainlegs™ eine tolle, luftige Alternative für unterwegs sind und weshalb ich von dem einfachen Handling überzeugt bin, erfahrt ihr in meinem folgenden Blogbeitrag.

Immer parat, immer bereit! Zwar liegt meine Regenhose stets parat in meiner Radtasche, nur muss ich gestehen, dass es mir oft einfach zu umständlich ist, “mal eben” unterwegs hineinzuschlüpfen. Plötzliche Schauer sind bei uns an der Nordsee keine Seltenheit und dennoch bin ich morgens einfach zu bequem, um von meinem Rad abzusteigen, meine Schuhe auszuziehen oder die Hose darüber zu “wurschteln” (je nach Schuhwahl). Meistens ist der Schauer dann auch schon wieder vorbei. Sicher, ich könnte mich morgens auch besser vorbereiten und sie direkt überziehen, aber gerade im Frühling und Sommer bin ich dann doch lieber ohne Regenhose unterwegs. Daher kam es nicht selten vor, dass ich trotz Regenhose im Gepäck mit nassen Schenkeln im Büro oder zu Hause eintraf :).

Rainlegs-unauffaellig-praktischUnauffällig, luftig leicht und einfach praktisch! Die Rainlegs™ bestehen aus Polyamid mit einer Polyurethan-Beschichtung und sorgen somit für zuverlässigen Regenschutz bei plötzlich eintreffenden Schauern. Zwar bieten die Rainlegs™ bedingt durch die Konstruktion keinen 100%igen Wetterschutz bei starken und anhaltenden Regengüssen, aber gerade für meine Zwecke und an heißen Tagen, bieten sie mir eine äußerst flexible und luftige Alternative zu herkömmlichen Regenhosen.

   

Rainlegs Detailaufnahmen SteckschließenErfahrungsgemäß trifft es vor allem die Oberschenkel – auf dem Rad wie auf dem Pferd. Das kann besonders an windigen und kühlen Tagen sehr schnell sehr unangenehm werden. Mit den Rainlegs seid ihr immer bestens vorbereitet: Ihr könnt sie wie einen Gürtel um eure Hüfte schnallen und zunächst aufgerollt (das richtige Rollen bedarf etwas Übung, sodass sie schön glatt auf eurer Hüfte liegen und unter der Jacke nicht auffallen) unter euren Jacken/Mänteln “verstecken”. Bei einsetzendem Schauer rollt ihr sie dann einfach über eure Schenkel und fixiert sie mit dem reflektierenden Klettverschluss an euren Beinen. Das könnt ihr sogar während der Fahrt. Für das Einrollen solltet ihr jedoch immer absteigen! Allerdings könnt ihr sie auch problemlos tragen, bis ihr euer Ziel erreicht habt, da das leichte Material (140 Gramm) angenehm und luftig auf den Beinen liegt.

 

Rainlegs mit ReflektorenIdeal auch bei starkem, kaltem Wind! Neben der Funktion als spontaner Regenschutz, bieten euch die Rainlegs™ außerdem eine tolle Möglichkeit, eure Beine vor Auskühlung und kaltem Wind zu schützen. Gerade bei Minusgraden kann es an den Beinen schon mal ordentlich ziehen. Darüber hinaus sind die Rainlegs™ an den Knien gedoppelt und mit einigen reflektierenden Elementen ausgestattet. Sei es bei der zeitlosen schwarzen Variante oder auch beim komplett reflektierenden “Reflective” Modell. Beide sorgen für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit im Straßenverkehr – gerade in den dunklen Jahreszeiten eine tolle Sache! Da ich hauptsächlich im Hellen unterwegs bin, habe ich mich für die neutrale, schwarze Variante entschieden. Die hier eingearbeiteten reflektierenden Elemente finde ich ideal für meinen täglichen Weg zur Arbeit. Solltet ihr euch jedoch regelmäßig schon sehr früh morgens oder spät am Abend auf eure Räder schwingen, dann greift lieber zu den Rainlegs™ Reflective. Diese reflektieren im Gesamten und können kaum übersehen werden! Beide Varianten reflektieren Licht bereits bei nur geringem Lichteinfall.

 

Rainlegs Regenhose Praxistest ProdukttestMein Fazit! Besonders überzeugt bin ich von der hochwertigen Verarbeitung, dem einfachen Handling und dem minimalen Packmaß. Sie sind einfach anzulegen, fallen mit mit 140 Gramm kaum ins Gewicht und sind jederzeit einsatzbereit! Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Umschnallen und losfahren! Bin ich nicht auf den Wetterschutz angewiesen, kann ich sie einfach unauffällig unter meiner Jacke verschwinden lassen und bin dennoch jederzeit auf einen plötzlichen Schauer vorbereitet. Außerdem finde ich es sehr praktisch, dass ich mir nun das “Gewurschtel” im Büro ersparen kann. Zwar bin ich immer noch Fan meiner Ganzjahres-Outdoorhose All Terrain Pants von Jack Wolfskin, aber gerade für den Sommer, plötzliche Schauer und windige Tage, an denen ihr lieber ohne Regenhose unterwegs sein wollt, kann ich euch die Rainlegs™ uneingeschränkt weiterempfehlen! Auch in meinem Bekanntenkreis haben die Rainlegs™ schnell ihre Aufmerksamkeit gefunden. Auch für den Reitsport sind sie bestens geeignet, da sie euch hier volle Bewegungsfreiheit auf dem Pferd bieten! Mit ihnen investiert ihr in einen äußerst flexiblen und zuverlässigen Regen- und Windschutz für so ziemlich jede Jahreszeit!