In dem folgenden Gastbeitrag erzählen uns Lukas, Markus und Martin von ihrer Tour durch Deutschland. In den Sommerferien machten sie sich mit ihren Rädern auf den rund 1250 km langen Weg von der südlichsten Spitze Deutschland bis nach Sylt. TeamfotoMit dem Fahrrad vom südlichsten zum nördlichsten Punkt Deutschlands: Nach unserer Kenntnis hat das so noch keiner zuvor gemacht. Grund genug für uns (Lukas, Markus und Martin), sich genau DAS für die Sommerferien vorzunehmen. Letztes Jahr sind wir bereits nach Wien geradelt, allerdings weniger ambitioniert und nicht so konsequent. So haben wir diesmal schon recht früh damit angefangen, die Tour zu planen und uns um ein paar Sponsoren zu bemühen. Der Onlineshop von Unterwegs sponserte uns zwei Lenkertaschen von Ortlieb, welche uns wirklich gute Dienste leisteten. Insgesamt legten wir auf dieser Radtour ca. 1250 km zurück – dafür brauchten wir 10 Tage, wenn man die wetterbedingten Pausen nicht einberechnet. Mittelgebirge---Kopie Montag, 1. August 2016 um halb fünf morgens: Die Radtour beginnt mit der Anreise zum südlichsten Punkt Deutschlands, dem Haldenwanger Eck in den Allgäuer Alpen. Nach einem kurzen Frühstück werden die letzten Sachen gepackt und das Rad startklar gemacht. Es geht zuerst nach Neuburg zum Bahnhof. Kurz darauf steigt Markus dazu und unsere Gruppe ist somit vollständig. Am Zeltplatz in Grainau angekommen, bauen wir das Zelt auf und brechen kurze Zeit später zur Zugspitze auf. Oben stellen wir dann leider fest, dass es mit tollen Bildern vorerst nichts wird. Überall ist Nebel, man sieht keine 10 Meter weit und die kurzen Hosen hätten ruhig etwas länger sein können. Das hält uns jedoch nicht davon ab, noch eine Runde mit dem Bob zu fahren. Wieder zurück am Campingplatz gibt es Fleisch vom Grill und Reis aus dem Campingkocher, bevor wir in die Schlafsäcke kriechen.   Wir starten am nächsten Morgen Richtung Sonthofen, unserem heutigen Tagesziel. Doch noch vor dem Mittag kommt der – zumindest für mich – größte Tiefschlag der ganzen Radtour, und das noch bevor sie so richtig angefangen hat. Nach einem kleineren, selbstverschuldeten Unfall ist meine Gangschaltung defekt und die Kette gibt auch bald den Geist auf. Wir schieben unsere Räder also etwa 4 km zum nächsten Dorf mit Bahnhof, nur um dort festzustellen, dass der Bahnhof aufgrund aktueller Umbauarbeiten geschlossen ist… Im nächsten Dorf mit funktionierendem Bahnhof nehmen wir einen Zug nach Murnau, um dort das Rad reparieren zu lassen. Am Abend fahren wir weiter mit dem Zug nach Kempten, wo wir am nächsten Tag die Ladung meines Gepäckträgers ersetzen, die zu allem Überfluss auch noch verloren gegangen war.   Zugspitze-Richtung-SonthofeVon dort aus geht es weiter mit der Bahn nach Oberstdorf, um dann am 4. August mit der eigentlichen Radtour beginnen zu können – die Tage davor dienten ja im Prinzip nur der Anreise. Da unsere Radtour ihren Anfang am südlichsten Punkt hat, müssen die Räder auf das Haldenwanger Eck hoch. Dafür fahren, schieben und tragen wir die Fahrräder 1100 m hoch – zu dem wirklich südlichsten Punkt, der nicht ganz mit dem Haldenwanger Eck übereinstimmt – um dann am Grenzstein 147 eine Fertigsuppe zu kochen und die wirklich schöne Aussicht zu genießen. Klar, man hätte die Räder unten abstellen können, doch es sollte ja eine Radtour von der wirklich südlichsten bis zur wirklich nördlichsten Stelle Deutschlands werden, also nahmen wir auch diese Strapazen auf uns. Damit wir heute noch nach Kempten kommen, packen wir auf dem Zeltplatz schnell alles zusammen und steigen auf die Räder, wo wir spätabends dann gerade noch so einen Platz in einem Hotel bekommen. Zwar muss einer auf der Luftmatratze schlafen, aber immerhin ein trockenes Plätzchen. Bis jetzt war das Wetter noch auf unserer Seite – doch nun fängt es an uns zu ärgern. Wir sitzen in unserem Hotelzimmer fest und rufen sämtliche Hotels in Kempten an, ob sie noch ein 3-Bett-Zimmer frei hätten. Denn leider ist unser Hotel, in dem wir die Nacht verbrachten, schon ausgebucht für die kommende Nacht. So nehmen wir also das letzte Hotel, in dem noch ein Zimmer zu kriegen ist.   HaldenwangerEckRückwegVon Kempten aus geht es schließlich weiter nach Ulm auf einer Strecke von rund 95 km. Glücklicherweise verläuft der Großteil der Strecke entlang der Iller, was das Fahren um einiges angenehmer macht. In Ulm angekommen, übernachten wir aufgrund der unklaren Wetterlage wieder in einem Hotel. Der nächste Tag sollte uns einige Schwierigkeiten bringen. Geplant war ursprünglich von Ulm aus 105 km zu einem Zeltplatz in Dinkelsbühl zu radeln. Als wir in der Früh bei gutem Wetter und einer auch ansonsten recht schönen Strecke losfahren, ahnen wir noch nicht, wie sehr wir uns später noch aufregen würden. Am Campingplatz wollen uns die Platzbetreiber partout nicht übernachten lassen – das wäre nur mit einer 18-jährigen Begleitperson möglich. Auch die Einverständniserklärungen unserer Eltern scheinen sie nicht zu interessieren. Also fahren wir weiter Richtung Norden und kochen unterwegs noch ein „Abendessen“, bestehend aus Wiener und Champignons. In Rothenburg ob der Tauber fahren wir schließlich durch die dunkle Altstadt zu einem Hotel, wo wir dann schnell einschlafen. Für heute geben wir Schweinfurt als Ziel in unser GPS ein. Als wir losfahren ist das Wetter gut und es bleibt auch den ganzen Tag so, deswegen denken wir auch gar nicht darüber nach, ein Hotel zu nehmen. Die Gegend ist sehr vom Weinbau geprägt und wir können so manche schöne Aussicht bewundern. Für jede gute Aussicht braucht es allerdings einen Berg und so beginnen wir bei jedem größeren Berg zu schieben, weil diese stets relativ steil sind. Am Zeltplatz dann das nächste Problem: Auch hier erklärt uns der Betreiber, dass wir ohne eine 18-jährige Begleitperson hier nicht zelten dürfen. So setzen wir uns also genervt vor den Campingplatz und suchen schon nach Hotels, als ein nettes Radfahrerpaar ankommt und für uns die „Aufsicht“ übernimmt. Trotz der anfänglichen Probleme war dieser Zeltplatz der schönste. An den gepflegten Grünflächen und den sauberen Sanitäranlagen könnte sich so manch einer ein Beispiel nehmen. Lukas und ich beschließen dann noch, unsere Sachen zu waschen, nur unglücklicherweise braucht man für die Waschmaschine und den Trockner spezielle Chips, also waschen wir im Waschbecken und hängen unsere Sachen über die Nacht auf.   HaldenwangerEckBlickRichtungSonthofen Als wir dann aufwachen und feststellen, dass es regnet, ist die Motivation erst mal im Keller. Das ganze Zelt ist nass. Auch die Wäsche, die wir in der guten Hoffnung, es würde nicht regnen, am Abend draußen aufgehängt haben, ist komplett nass. Wir warten bis etwa 11 Uhr im Zelt, als es endlich aufhört zu regnen und wir unsere Sachen packen können. Weil nun fast alle Kleidungsstücke und das Zelt komplett durchweicht sind, beschließen wir noch einen Tag in Schweinfurt zu bleiben, wobei wir allerdings den Zeltplatz gegen ein Hotel in der Innenstadt tauschen. Diesmal waschen und vor allem trocknen wir unsere Kleidung in einem Waschsalon. Von Schweinfurt aus machen wir uns am nächsten Tag gegen 11 Uhr auf den Weg nach Eisenach und kommen etwa gegen 15 Uhr in Ostheim vor der Rhön an, wo wir unser Mittagessen auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt einnehmen. Nicht einig, ob wir es noch nach Eisenach schaffen oder wir lieber ein anderes Ziel anvisieren sollen, erübrigt sich diese Frage schließlich, als wir die grauen Wolken am Himmel sehen. Zu unserem Leidwesen fängt es dann auch noch 5 Minuten zu früh an zu regnen, sodass wir zwar nur kurz im Regen fahren, was aber dennoch ausreicht, um uns komplett zu durchnässen.   Bergwiese Auch wenn wir jetzt eine Eintages-Strecke auf zwei Tage aufgeteilt hatten, einfacher und angenehmer wird es dennoch nicht. In Ostheim vor der Rhön wird also wie gestern schon Eisenach als Ziel eingegeben und der Tag beginnt. Schnell stellen wir fest, dass es in Thüringen wohl nichts wird mit Fahrradwegen, ohne unnötige Umwege fahren zu müssen. Wir fahren also auf Hauptstraßen, teilweise leider auch Bundesstraßen, immer weiter Richtung Norden. Wieder ist uns das Wetter nicht wohlgesonnen, aber zumindest regnet es nicht. Kurz vor Eisenach kommt dann ein ziemlich steiler Berg, wo wir die Räder am Rande einer Bundesstraße hochschieben müssen. Oben angekommen, genießen wir die lange und schnelle Abfahrt, wobei uns andere Radfahrer entgegenkommen – wir sind also nicht die einzigen, die keinen Radweg gefunden haben. In Eisenach schlängeln wir uns durch die Stadt, um dann festzustellen, dass der Stadtrundweg, der uns zum Hotel bringen soll, von der Beschaffenheit etwas an die Trampelpfade auf dem Haldenwanger Eck erinnert. Im Hotel angekommen, laden wir unser Gepäck ab und machen uns sofort auf den Weg zum Supermarkt.   Thüringen2Am nächsten Tag in der Früh dann die nüchterne Feststellung: Es regnet. Da wir dem Zeitplan ohnehin schon hinterher hängen und nicht unbedingt in Eisenach bleiben wollen, machen wir uns auf den Weg nach Göttingen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir allerdings noch nicht, wie sehr uns der begleitende Regen zu schaffen machen würde. Mit 100 km ist die heutige Strecke eigentlich sogar kürzer als der Durchschnitt, aber die Motivation geht schon nach den ersten Kilometern flöten.Wir kommen an ein paar Dörfern vorbei, von größeren Städten aber ist weit und breit nichts zu sehen. Das einzig Schöne heute sind die gut erhaltenen Fachwerkhäuser. Zum nächsten Supermarkt müssen wir dann einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen, wo noch mit Ostprodukten geworben wird. Auf dem Weg begegnen wir keiner Menschenseele, was bei diesem Wetter jedoch nicht verwunderlich ist. Auch heute fehlt von Fahrradwegen wieder jede Spur und wir sind froh, als wir endlich in Göttingen ankommen. Dort hoffen wir, dass unsere Klamotten bis morgen wenigstens ein bisschen trockener werden und gehen wie jeden Tag zum Einkaufen. Nach einer warmen, ausgiebigen Dusche folgt das, was mittlerweile zu einer Art Ritual geworden ist: Aufs Bett legen, essen und fernsehen.   Frisch ausgeruht und erholt geht es nun von Göttingen nach Hannover. Hier merken wir gleich den Unterschied zu gestern: Das Wetter ist gut, die Strecke ist im Vergleich zu den Tagen davor wirklich flach und es gibt wieder Fahrradwege – auch wenn diese oftmals durch die am Straßenrand stehenden Bäume und deren Wurzeln etwas uneben sind. Es geht also zügig voran und wir schaffen es recht entspannt nach Hannover. Dort mieten wir uns wieder in einem Hotel ein und entspannen in der Sauna.   LenkertascheEigentlich war geplant, die Strecke von Hannover nach Hamburg auf zwei Tage aufzuteilen und somit von Hannover zuerst nach Tostedt und anschließend nach Hamburg zu fahren. Um aber einen freien Tag in Hamburg zu haben, entscheiden wir uns, die rund 170 km lange Strecke an einem Tag zu fahren. Gleich nach dem Frühstück gibt es dann die erste Meinungsverschiedenheit: Markus will angesichts der langen Strecke früher losfahren. Als wir uns dann nach ein paar Schwierigkeiten mit dem GPS endlich auf den Weg machen, ist es dann jedoch schon kurz nach 11 Uhr. Einen Weg wie heute hatten wir alle noch nicht gesehen: Es ging, bis auf eine kurze Strecke am Anfang, wirklich die ganze Zeit schnurstracks an einer Bundesstraße entlang. Als wir schließlich am Hamburger Ortsschild ankommen, dämmert es schon. Durch die untergehende Sonne und die vielen Lichter im Hafen bietet sich uns ein wirklich schönes Bild von Hamburg und wir freuen uns schon auf morgen, wenn wir die Stadt anschauen können. Als wir dann endlich das Hotel erreichen, ist es bereits halb 11 in der Nacht. In Hamburg beginnt der Tag mit dem obligatorischen Gang zum Supermarkt und dem daraus resultierenden Frühstück. Danach geht Markus los, um sich einen Friseurtermin zu besorgen und Lukas und ich fahren in Richtung Innenstadt, um uns die Stadt etwas genauer anzusehen. Den restlichen Nachmittag verbringen wir dann am Hafen. Am Abend lassen wir uns auf einem Touristenboot bei Sonnenuntergang durch den Hafen fahren und besichtigen noch das Miniaturwunderland, bevor wir den Rückweg zum Hotel antreten. Etwa 160 km stehen für heute als Strecke fest, um Friedrichsstadt zu erreichen, wo wir wieder campen wollen. Auch die offiziell tiefste Landstelle Deutschlands in Neuendorf-Sachsenbande erreichen wir heute. Unterwegs, ca. 60 km vor Ende der heutigen Strecke, bricht dann der Gepäckträger von Lukas auseinander, weshalb Markus dann zusätzlich das Zelt transportieren muss. Als wir am Zeltplatz ankommen, werden wir von unseren Zeltnachbarn freundlich begrüßt: Die kleine Gruppe ist ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs und auch von Hamburg hierher gefahren, allerdings in zwei Tagen. Hier bekommen wir auch den wunderbaren Hamburger Dialekt zu hören, den wir ziemlich unterhaltsam finden. Irgendwann müssen wir uns jedoch von ihnen verabschieden und uns schlafen legen, denn morgen steht uns die letzte Etappe bevor. EllenbogenSylt Am Morgen brechen wir in Richtung Sylt auf. Wir sind schneller als erwartet und können so schon mittags den Zug von Klanxbüll nach Morsum nehmen. Leider gibt es ja noch keinen Radweg zur Insel Sylt. Wir fahren also von Morsum zuerst nach Westerland, wo wir unser Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof deponieren und uns für einige Stunden an den Strand legen, um danach die wirklich letzten Kilometer zum nördlichsten Punkt Deutschlands zu fahren: Dem „Ellenbogen“ auf Sylt . Dort stoßen wir auf die gelungene Radtour an und warten dann in Westerland bis um halb 7 in der Früh auf den Zug, der uns nach 17 Tagen Radtour wieder nach Hause bringt.   Auch in diesem Jahr war das Radsport-Team “Seepferdchen” aus Bremen wieder beim 24-Stunden Radrennen auf dem Nürburgring dabei. Im folgenden Gastbeitrag erzählen sie uns, was sie dort so erlebt haben.
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Das 24-Stunden-Rennen

  Nach unserem erfolgreichen Start bei Rad am Ring 2015 war es klar, dass diese Aktion wiederholt werden muss. So waren wir in diesem Jahr wieder vor Ort, wenn auch mit etwas verkleinerter Mannschaft: ein 4er-Team und eine Einzelstarterin über 25 km. Ja, Einzelstarterin. Unser Ober-Smutje Wiebke wollte sich die Strecke auch mal selber ansehen, statt immer nur unsere Schilderungen anzuhören. Aber nun der Reihe nach…                                                                      Die Vorbereitungen
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Der Proviant wurde standesgemäß mit dem Lastenrad organisiert 😉

Rad am Ring wirkt sich schon in der Woche davor deutlich auf den Tagesablauf aus. Die Vorräte an Getränken, Pasta, Süßigkeiten und anderen Dingen wurden aufgefüllt. Letzte Einkäufe am Donnerstag, Pasta-Saucen kochen (ich), Polenta-Mais-Puffer und Milchreis an den Start bringen (Wiebke) und die Kühlkette planen. Der von unserem Sponsor Sonsteby zur Verfügung gestellte T5 musste abgeholt, bei unserem Sponsor Unterweg die Sachen eingesammelt sowie letzte Camping-Utensilien besorgt werden. Dann in Bremen Nord das vom Ruderclub geliehene Teamcamp einladen. Der Gartenpavillon und die Bierzeltgarnitur sollten wieder unser Lebensmittelpunkt für das Wochenende werden. Dazu der bewährte Grill und ein Gaskocher, sodass die Versorgung mit heißen Speisen und Getränken gesichert war.
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Wieder dicke Regenwolken

Der Aufbau und die erste Nacht Nach der Ankunft am Nürburgring wurde zunächst der Pavillon aufgebaut und die Küche eingerichtet. Und direkt nach dem Aufbau der Zelte konnte dann unsere persönliche Pastaparty starten. Die Zeiträume zwischen dem Einschaufeln einzelner Nudel-Portionen haben wir immer wieder für den Wetter-Check genutzt. Hier die Ergebnisse: – 4 Apps bringen mindestens 6 unterschiedliche Vorhersagen zustande. – Wettervorhersagen, die eben noch stabil “kein Regen bis Sonntag Mittag” gesagt haben, wechseln innerhalb von Sekunden auf ganz andere Aussichten. – Auch sehr klein aussehende und eigentlich vorbeiziehende Flächen auf dem Regenradar reichen für 40 Minuten Starkregen.
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Etwas Zeit zum Chillen auf der Outdoor-Couch 🙂

Wir hatten am Abend trotz der guten Aussichten die empfindlichen Sachen noch halbwegs regensicher verpackt und so waren die Regenrückstände nach dem Abwischen von ein paar Flächen am nächsten Morgen schnell beseitigt. Also konnte gefrühstückt werden… sofern das bei der steigenden Vor-Renn-Aufregung möglich war. Aber zum Glück hat jeder von uns ausreichend Wettkampferfahrung und im Laufe der Zeit auch eine Technik entwickelt, Müsli und Brötchen irgendwie noch durch einen immer enger werdenden Hals zu schieben. Ansonsten war die Stimmung entspannt. Das Wetter bot uns ca. 20 Grad und Sonne. Beste Voraussetzungen, um die Zeit auf der super-bequemen Outdoor-Couch von Unterwegs zu verbringen. Da liegt man so bequem, dass man eigentlich nicht wieder raus möchte; vor allem nicht, um sich dann durch 500 Höhenmeter zu quälen. Aber: wir waren ja nicht nur zum Spaß da! Das Rennen Als erstes ist Smutje Wiebke beim 25 km-Jedermannrennen gestartet. 15 Minuten später ist dann auch Ingolf auf die Startrunde vom 24-Stunden-Rennen gegangen. Nachdem wir im letzten Jahr die Nordschleife aufgrund der Rennverkürzung nicht ganz so intensiv genießen konnten, waren die Eindrücke schon wieder ein wenig verblasst, bevor ich auf die Strecke ging. Aber die direkte Anfahrt nach dem Start frischte die Erinnerung auf. Der Kurs ist noch immer der Hammer und taugt für Grenzerfahrungen (sowohl in den Abfahrten als auch den Anstiegen). 560 Höhenmeter auf 25 km (von denen ca. 300 hm zwischen den Kilometern 11,5 und 15 liegen) und 83 Kurven die man (wenn die Strecke frei ist) mit dem Rad ohne zu bremsen fahren kann – Technik und Mut vorausgesetzt. Sicherlich hat die Strecke auch auch sagenhafte Aussichten. Nur dass ich – wie wahrscheinlich die Mehrheit der Teilnehmer – dafür echt kein Auge hatte. Wiebke hatte ihr Soll erfüllt (Ergebnis: 7. von 17 Frauen und 3.(!!!) ihrer Altersklasse) und konnte sich nach kurzer Regeneration wieder um die Versorgung kümmern – Nudeln kochen. Etwas später wurde dann auch der Grill angeworfen und die ersten Würstchen auf den Weg gebracht. 1_rennen3Währenddessen ging das Rennen Runde um Runde seinen Weg. Unsere Parzelle lag im gleichen Bereich wie letztes Jahr, sodass wir auch die dort eingeübte Wechselroutine wieder umsetzen konnten. Unser Rundendurchschnitt lag tagsüber ziemlich genau bei einer Stunde und zum Glück konnten dieses Jahr alle ein paar Runden im Hellen drehen bevor es Richtung Nacht ging. Dann musste die Strategie für die Nacht besprochen werden. Das Ergebnis war: Joey fährt zu Nachtbeginn eine Doppelrunde und holt damit eine Nachtrunde vor. Melanie setzt eine Runde aus. Ingolf und Stefan bleiben beim normalen Rhythmus.
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Das Teamcamp

Falls jemand fragen sollte… Ja, man muss schon einigermaßen verrückt sein, um sich nachts um zwei oder drei Uhr aus einem kuscheligen Schlafsack zu pellen, in bereits nassgeschwitzte Radklamotten zu steigen, um dann auf den Wechsel zu warten und mitten in der Nacht mit dem Fahrrad über den Nürburgring zu fahren. Und irgendwann war auch diese Nacht vorbei. Keine Stürze, kein Platten, noch immer gute Stimmung, wenn auch die Kräfte mit dem neuen Tag nicht alle aufgewacht sind. Das Frühstück hat aber allen wieder Kraft gegeben, auch die letzten Runden zu schaffen. Im letzten Jahr haben wir leider erst nach der damaligen Zieldurchfahrt von Michael erfahren, dass sich die anderen Teammitglieder vor der Zielgerade einordnen können, damit die Teams zusammen über die Ziellinie fahren können. Daraus haben wir gelernt und können daher in diesem Jahr ein amtliches Zielfoto und jeder eine Medaille mit nach Hause nehmen.
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Team Seepferdchen

Nach einem kurzen Regenschauer haben wir alles in Ruhe verpackt und sind aufgebrochen in Richtung Heimat. Mit weniger Verkehr, aber noch mehr Regen. Fazit: Alle Menschen und alle Räder sind heil geblieben! Die Eifel kann keinen Nieselregen. Es geht nix über ein gutes Teamcamp und gutes Essen. Auf dem Rad werden wir niemals zu den Besten gehören, aber wir haben mächtig Spaß! Es war anstrengend!!! Es war sehr lustig!!! Und im nächsten Jahr sind wir hoffentlich wieder dabei!!! Ein großes Dankeschön an unsere diesjährigen Sponsoren Sonsteby und Unterwegs!   IMG_9960-1024x683Seit einigen Jahren sind Annika und Roberto nun mit ihren Rädern rund um die Welt unterwegs. Heute nehmen sie uns wieder ein Stückchen mit und berichten uns von ihren Erlebnissen auf dem Dempster Highway in Kanada. Viel Spaß beim Lesen! Text und Fotos von Annika Wachter: Im hohen Norden Kanadas In Nordkanada ist nicht viel los. Manchmal kommt nur ein Auto in der Stunde, dann auch mal gar keines. Selten gibt es Klos mit Wasserspülung und noch seltener Handyempfang. Dafür gibt es in jedem Dorf und manchmal auch einfach so im Wald eine gute alte Telefonzelle. DSCN9555Wir haben beschlossen, ganz hinauf in den Norden zu radeln. Entlang des Dempster Highways, der die einzige Straße Kanadas ist, die über den Polarkreis führt und ganzjährig befahrbar ist. Der Dempster ist 740 Kilometer lang und führt hinauf nach Inuvik am 68. Breitengrad. Für den Weg haben wir uns mit drei weiteren Radlerinnen zusammengetan: Martine aus Quèbec, Kanada sowie Luzia und Denise aus Deutschland. Auf dem Dempster sollen nämlich einige Schwarzbären und Grizzlies leben, die Radler eher als Essen auf Rädern kennen. Die meisten Bären halten sich von Menschen fern, doch diejenigen, die in ihrem Leben Menschengeruch mit leichter Beute in Packtaschen in Verbindung gebracht haben, die wollen wir lieber meiden. Und das geht am besten in einer großen Gruppe. Ein Riesentier mit zehn Armen, zehn Rädern und fünf Köpfen macht eben Eindruck. Ziemlich schnell entwickelt sich aus der Zweckgemeinschaft eine harmonische Gruppe und wir geben gut aufeinander acht. Die ersten Tage laufen ganz gut. Der Schotter ist in super Zustand, die Hügel machbar und die Bären außer Sicht. Wir haben uns allerdings beim Proviant verrechnet und müssen mit viel zu kleinen Portionen zurecht kommen, was nicht gerade zu Luftsprüngen führt. DSCN9640Bald zwingt uns der Regen in die Knie. Wir harren zwei Nächte in der Kochhütte eines kleinen Staatscampingplatzes aus, weil keiner Lust hat, die Zelte im Regen aufzustellen. Drinnen gibt es einen Ofen und wir teilen die Hütte mit zwei Geologinnen, zwei Motorradfahrern, einer Ornithologin, fünftausend Mücken (gegen Ende des Aufenthaltes nur noch etwa viertausend) und einer Feldmaus. Die (frischen!) Bärenspuren auf dem Parkplatz ignorieren wir einfach. Nach 72 Stunden Regen gleicht die Einfahrt eher einem See. Wir wagen uns erst raus als wir ganz sicher sind, dass der Regen vorbei ist. Durch die Zwangspause sind die täglichen Rationen noch weiter geschrumpft, aber ein nettes Paar im Wohnwagen hat uns großzügigerweise ihre Notfallration hinterlassen, was die allgemeine Laune extrem hebt. DSCN9710Von der Klebequalität des „Straßenbelages“ nach einem ordentlichen Schauer haben wir viel gehört. Deshalb auch die Regenpause. Nicht nur weil wir aus Zucker gemacht sind. Bis wir den matschigsten Teil erreichen ist die obere Kruste schon getrocknet. Ein bisschen wie 24 Stunden alte Kuhfladen: knusprig außenrum und cremig von innen. Genauso sieht unsere Straße aus. Wir radeln in den tiefen Reifenspuren der LKWs im Kieselmatsch. Wir müssen ganz gut kämpfen und machen trotzdem kaum mehr als 10 km/h. Immerhin sind wir im Land der Mitternachtssonne und wann Feierabend ist, bestimmt hier oben nicht die Sonne, sondern wir selbst. So manche Nacht kriechen wir erst nach Mitternacht in die Zelte. Die Landschaft um uns herum ist es, die uns im Bann hält. Wo wir anfangs durch borealen Nadelwald mit ein paar Birken gefahren sind, haben wir bald die Tundra erreicht. Ein großer Teil des Dempsters führt uns durch Beringia, einen ganz besonderen Teil Nordamerikas. Beringia ist eine Region, in der es so trocken ist, dass während der Eiszeit kein oder kaum Schnee gefallen ist. Folglich blieb das ganze Tal schnee- und eisfrei und sieht heute noch genauso aus wie vor der Eiszeit (von der kleinen Schotterstraße natürlich abgesehen). Das muss man sich mal vorstellen. DSCN9667Wenn ich nicht auf den rutschigen Schotter vor meinem Rad starre, blicke ich in die Ferne und halte Ausschau nach wilden Tieren. Wir entdecken eine Elchkuh, zwei Adler und jede Menge Eichhörnchen und Hasen, doch von Bären und Karibus ist keine Spur. In Eagle Plains haben wie die Hälfte geschafft. 369 Kilometer. Wir feiern mit Hamburgern statt gefriergetrocknetem Tütenessen. Beim Campen müssen wir immer gut aufpassen, dass nichts mit Geruch in die Nähe unserer Zelte kommt. Das heißt, wir essen mindestens 30 Meter windabwärts vom Zelt entfernt und bunkern unser Essen plus die Hygienetasche wiederum einige Meter von dieser Stelle entfernt. Außerdem waschen wir den Geruch von Händen und Gesicht und sind vorsichtig, dass kein Krümel oder Tropfen auf der Kleidung landet. Und es klappt: Keinen einzigen Bären locken wir an. DSCN9701In Eagle Plains wohnen acht Menschen, die allesamt im Restaurant / Hotel / Tankstelle / Zeltplatz / Bar arbeiten. Und hier genießen wir unsere erste Dusche! Das war auch bitter nötig. Die Flüsse hier oben sind ziemlich eisig. Wettermäßig ist von allem etwas dabei. Oft sind wir tagsüber in Shirts und Shorts unterwegs, aber nachts ist es manchmal nur knapp über dem Gefrierpunkt. Wir haben ziemlich starke Winde, fette Schauer und ein ganz beeindruckendes Gewitter mit Donnern, die von überall zugleich zu kommen scheinen. Die Straße bessert sich kurzfristig. Matsch haben wir nur noch an einem Tag, aber wir radeln viel auf frischem, tiefem Schotter. Da der Dempster über Permafrostboden führt, sinkt die Straße permanent ein und muss mit neuem Schotter bedeckt werden. Über diesen wird eine Schicht Kalzium gestreut, die dann bewässert wird, was auf lange Sicht zu einem zuverlässigen Belag führt, aber in den ersten Wochen nur klebrigen, rutschigen Kieselmatsch erzeugt. DSCN9774Ganze zwei Dörfer passieren wir auf dem Weg nach Inuvik: Fort McPherson (wo es zwei Läden und eine Zeltfabrik gibt) und Tsiigehtchic, das mit seinen 150 Einwohnern für Trockenfisch bekannt ist. Den Polarkreis überqueren wir im windigen Niesel. Daher halten wir uns auch nicht länger auf als nötig. Drei Mal überqueren wir auf dem Dempster die kontinentale Wasserscheide, es geht konstant auf und ab und der letzte hügelige Tag schlaucht mich so sehr, dass ich nach neun Stunden im Sattel nur noch schlafen will.   DSCN9480   Die letzten Tage sind um einiges einfacher. Es geht nun wieder durch borealen Nadelwald (das Mackenzie Delta ist nicht mehr fern) und die vielen Sümpfe und Seen locken Mücken und Bremsen an. Wir nehmen nur im Zelt die Mückennetze ab. Am 13. Tag (inklusive zwei Ruhetagen) erreichen wir Inuvik. „Das Ende des Dempsters“ steht auf dem Willkommens-Schild. Die kleine Stadt ist bekannt für seine Iglu Kirche und seine freundlichen, sehr abwechslungsreichen Einwohner. Wir fühlen uns sofort wohl. Eine nette Einwohnerin Inuviks empfiehlt uns die Mülldeponie, falls wir doch noch Bären sehen wollen. „Gestern waren dreizehn dort!“. AngekommenDer Dempster war ein sehr anstrengendes Abenteuer, aber der wilde und einsame Norden Kanadas ist einfach ein ganz besonderer Ort. Und Inuvik und seine Einwohner waren jeden Tritt in die Pedale wert.   Weitere spannende Berichte über die Radreise von Annika und Roberto könnt ihr auf ihrem Blog Tasting Travels finden. Dort haben sie sogar ein PDF mit vielen Einzelheiten für euch erstellt, falls auch ihr jetzt Lust bekommen habt, auf dem Dempster Highway unterwegs zu sein. Unterwegs mit dem Segelschulschiff Alexander von Humboldt II Unsere Kollegin Julianne hat in diesem Sommer wieder die Segel gehisst. Im folgenden Blogbeitrag erzählt sie uns von ihrem Segeltörn und macht damit Lust auf´s Seeluft schnuppern!
Das Herzstück der Navigatoren an Bord

Julianne mit dem Herzstück der Navigation

  „Na, wie war Dein Urlaub? Wieder gut gelandet oder schaukelt es noch?“ – ja, während es andere Menschen eher in die Berge zieht, mache ich mich auf den Weg ans Meer. Genauer gesagt ‚auf´s Meer‘. Denn während ich den All-Inclusive-Hotelurlaub jedem anderen von Herzen gönne, ist das keine Urlaubsform für mich. Süßes Nichtstun halte ich so circa zwei bis drei Tage auf der Terrasse meiner Eltern aus, danach suche ich mir irgendetwas zu tun.       Infiziert vom “grünen Virus”
Da kann es schon einmal (sanft) schaukeln

Es kann schon mal (sanft) schaukeln!

Mein erster Segelurlaub auf der Alexander von Humboldt II war 2012. Mein jüngerer Bruder war auf der Vorgängerin schon einmal mitgesegelt und so dachte ich mir „Was der Kleine kann, das kriege ich auch hin!“. Gesagt, getan, gesucht und gebucht. Im September 2012 von Reykjavik nach Travemünde. Aus meinem Freundeskreis waren einige überrascht-besorgt, weil ich doch an Bord niemanden kennen würde. Aber mein Gedanke war: „Die Menschen, die sich für so etwas anmelden, müssen genauso verrückt sein wie ich – das passt schon!“ Und so flog ich nach Reykjavik, ging an Bord und war infiziert. An Bord nennen wir es den “grünen Virus”. Und wirklich: Viele, die an Bord mitfahren, werden zu Wiederholungstätern.

Jeder muss regelmäßig Wache schieben

Dabei hört sich das Bordleben gar nicht so entspannt an: Jeder Gast wird täglich einer von drei Wachen zugeteilt. Diese übernehmen für zwei Schichten à vier Stunden täglich die Arbeit an und unter Deck.
Arbeit an Deck - das Gangspill

Arbeit an Deck – das Gangspill

Und die Zeiten sind toll: Einerseits die 0-4-Wache, von Mitternacht bis 4:00 Uhr morgens und von 12:00 Uhr mittags bis 16:00 Uhr arbeitet sie an Deck. Nachts schält sie auch die Kartoffeln für die Smuts (Köche) mit, daher wird die 0-4-Wache auch die “Kartoffelwache” genannt. Dann die 4-8-Wache (4:00 – 8:00 Uhr und 16:00 – 20:00 Uhr), meiner Meinung nach die schönste Wache, da meistens Sonnenauf- und -untergang in diese Zeitfenster fallen. Außerdem bekommt man jede Mahlzeit mit, wenn man sich nicht über die Mittagszeit hinlegt. Und letztlich die 8-12-Wache, die angenehmste für alle, die ihren Schlafrhythmus nicht auf nächtliche Wachen umstellen wollen. Und all diese Wachschichten werden natürlich unabhängig vom Wetter gefahren. Ob es regnet, hagelt, nebelig ist oder die Sonne scheint – das Schiff fährt und braucht uns. Die Wachen sind für alle seglerischen Arbeiten wie (Ent-)Packen der Segel, Setzen und Bergen der Segel, Ausguck, Ruder und das Fine-Tuning der Segelstellung (Brassen) verantwortlich. Und sollte doch einmal etwas “freie Zeit” während der Wache sein, so lässt sich diese vorzüglich zur Weiterbildung der Mannschaft nutzen: Welches Seil (Tampen) an welchem Ort macht was bei welchem Segel?! Welche Knoten gibt es und wozu sind sie gut? Und wie viele Feuerlöscher haben wir eigentlich so an Bord herum stehen?  Das klingt in den Ohren mancher “Landratten” schon eher nach Arbeit als nach Urlaub. Eine bunte Mischung an Bord
Arbeit an Deck - Tampen reißen

Arbeit an Deck – Tampen reißen

Dem entgegen steht eine ganz andere Erfahrung an Bord. Zum einen die Wache, in der man über die Törnzeit meist zusammen wächst, wie in einer kleinen Familie. Die Menschen, die man morgens zuerst, eventuell noch zerknittert, sieht und denen man abends zuletzt “Gute Ruh!” wünscht. Mit denen man an Deck, egal bei welchem Wetter, steht und bei denen man recht schnell heraus hat, wer pausenlos Beatles-Lieder singen kann oder wer die besten norddeutsch-trockenen Witze erzählt. Dabei ist die “Besatzung” der Alex 2, wie wir unser Schiffchen auch liebevoll nennen, nicht so klischee-norddeutsch besetzt, wie mancher vermuten mag. Häufig sind die Wachen bunt durcheinander gewürfelt, egal ob Süd-, Ost-, West- oder Norddeutschland. Und einige Schweizer sieht man auch wiederholt an Bord. Gerade jetzt im Sommer, während der internationalen Großsegler-Regatta “The Tall Ship Races”, die als Jugendtörns gefahren werden, ist es mit Irland, Russland, Ungarn oder Dänemark durchaus noch internationaler. Meine Reise dieses Jahr führte übrigens von Kristiansand (Norwegen) über Aalborg (Dänemark) und Cuxhaven nach Bremerhaven zur “SAIL”. Dabei waren auch viele andere Großsegler, durch die Races bedingt, auf ähnlichem Kurs unterwegs – unter dem Dachverband STI (Sail Training International). Es ist schon etwas Besonderes, morgens aufzuwachen, raus zu gucken und weitere Silhouetten der großen Segler am Horizont oder näher auszumachen! Jeder kann mitsegeln
Urlaub unter Grünem

Urlaub unter grünen Segeln

Für das Segeln auf der Alex 2 werden keinerlei seglerische Vorkenntnisse benötigt. Jeder zwischen 14 Jahren und “Ich fühle mich noch fit genug für ein Abenteuer” ist an Bord gerne gesehen. Natürlich gibt es für den Hintergrunddienst ausgebildete Menschen. Einmal der Kapitän und der erste von drei zusätzlichen Steuerleuten – diese beiden brauchen ein nautisches Patent. Und für die Arbeit an Deck gibt es Menschen wie mich. Menschen, die sich in das Schiff, die Arbeit an Bord und die Menschen dort verliebt haben und sich so sicher waren, dass sie gesagt haben: Ich will für eine Weile ein Teil davon werden. „Moin, wir sind der “Stamm”! Wir nehmen jeden gerne an die Hand, erklären und üben mit euch, wer was wann wo und wie zieht, oder eben besser auch nicht. Für Seekrankheit kennen wir noch einen Geheim-Tipp und haben sonst aufmunternde Worte und etwas Zwieback parat. Denn nur zu gut wissen wir selbst, dass es jeden Mal einfach so erwischen kann. Also keine Sorge!”- so wird man an Bord begrüßt und aufgenommen, fühlt sich gut aufgehoben.  
Dat Glöcksche!

Die Schiffsglocke

Und so entsteht auf dem Schiff eine wunderbare Mixtur unterschiedlichster Menschen und Biographien, gewürzt mit dem täglichen (Arbeits-)Spaß draußen bei Wind und Wetter und abgeschmeckt mit der wunderbaren Silhouette des 2011 neugebauten Dreimasters Alexander von Humboldt II. Für mich seit 2012 eine perfekte Mischung für den Urlaub. Und auch wenn ich jedes Jahr mit meinem Rucksack zu Fuß unterwegs bin, so findet man mich genauso sicher für mehrere Wochen des Jahres irgendwo in den Masten und an Deck meines Lieblings-Schiffes.   Falls ihr nun auch Lust auf frische Seeluft, Gemeinschaft und Abenteuer bekommen habt, hilft Euch die Homepage der Alex-2 gerne weiter. Dort findet ihr jede Menge Infos über das Schiff, die Aufgaben der einzelnen Wachen und auch den aktuellen Törnplan, mit den Terminen und Orten, wo die Alex 2 gerade ist und wo sie noch hin fährt (natürlich mit Anmelde-Möglichkeit ;-)) Viele Grüße Julianne von Unterwegs Oldenburg Rad am Ring 2015 Hier ein toller Gastbeitrag von dem Team “Seepferdchen” aus Bremen, die beim 24-Stunden-Radrennen “Rad am Ring 2015” auf dem Nürburgring mitfuhren. Auf die Plätze, fertig – und los geht’s! SpeedWas mit einer spontanen Idee im letzten Jahr begann, wurde dieses Jahr in die Tat umgesetzt. So fuhren wir mit zwei Vierer-Teams und Begleitung in die Eifel, um auf der legendären Nordschleife unsere Ausdauer und Leidensfähigkeit zu testen. Bevor wir uns auf den Weg zum Nürburgring machen konnten, galt es, verschiedene Dinge zu klären: gemeinsame Trainingskilometer und Höhenmeter, Fahrt und Verpflegungs-Organisation, sowie – nicht zu unterschätzen – Sponsoren finden. Neben der Ernährung war die Ausstattung des gesamten Team-Camps von entscheidender Bedeutung. Ein professioneller Partner für Outdoor-Aktivitäten war in Bremen schnell gefunden. Mit ausreichender Expertise kam nur Unterwegs am Domshof in Frage. Dort fanden wir direkt Gehör und Unterstützung durch ein Sponsoring. Unsere Wasserbestände hatten wir Dank der Kanister vom Unterwegs gut im Griff. Nudeln kochen, Hände waschen, Geschirr spülen, Tee und Kaffee kochen, sowie natürlich reichlich Wasserflaschen zu füllen war jederzeit möglich. Aber fast noch wichtiger waren die ultimativ bequemen Camping-Sessel, auf denen wir zwischen den Runden entspannen konnten. Die gemeinsamen Ausfahrten waren nicht so zahlreich wie erhofft, aber mit verschiedenen Teilnehmern sind wir immerhin nach Brake, Bremerhaven, Bruchhausen-Vilsen und auf den Brocken gefahren. Ist es dabei Zufall, dass wir nur Ziele mit “B” angefahren sind? Aber jeder hat natürlich auch für sich allein sein Trainingspensum gemacht, so dass wir alle uns fit genug fühlten die Herausforderung des 24-Stunden-Rennens anzunehmen. Die Anreise
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Typischer Festival-Dreikampf: ankommen, auspacken, aufbauen.

Was soll man sagen? Sommerferien, Freitag, A1. Es hätte sicherlich bessere Termine gegeben. Aber danach fragte keiner. Also in den Stau gestellt und still gelitten. Schließlich waren wir um 16:00 Uhr auf dem Gelände und bekamen einen ersten Eindruck von der Strecke, der Stimmung und der Aufgabe. Ab ca. 21:00 Uhr hatten wir dann gut damit zu tun, den Pavillon am Boden und an Ort und Stelle zu halten. Außerdem wurden Abspannungen zu den Anhängern der Nachbarn und vorhandenen Anhängerkupplungen gezogen, denn der Wind wurde zum Sturm und der Niederschlag zum Gewitter. Nachdem der Wind kurz nach Mitternacht nachließ, konnten wir auch unseren mittlerweile gut abgespannten Pavillon alleine lassen und stiegen in die Schlafsäcke, um für das Rennen ausgeruht zu sein. Der erste Morgen und kein Start Am Samstag Morgen wurden wir von nicht wirklich besseren Bedingungen begrüßt. Weiterhin Regen (mal mehr, mal weniger), weiterhin “für die Jahreszeit zu kalt”. Und schon kurz nach 9:00 Uhr kam die Ansage, dass wegen einer weiteren Sturmfront der Start um drei Stunden verschoben wird. Nun wartete also ein 21-Stunden-Rennen auf uns, während wir in Winterklamotten unser Frühstück aßen. Die Sturmfront war übrigens eine echte Sturmfront. Viele Zelte und Ausstellerpavillons haben im Laufe dieses Vormittags die Grätsche gemacht, wenn sie nicht schon in der Nacht zusammengebrochen waren.Wetter Das Wetter wurde nicht wirklich besser, aber Ingo und ich haben uns als Startfahrer unserer beiden Teams kurz nach 15:00 Uhr in die Klamotten geworfen und uns warm gefahren. Galt es doch beim Start um 16:15 Uhr eine gute Figur zu machen und nicht gleich in der ersten Runde zu loosen. Während wir also im Regen ein paar Runden fuhren, hörte ich über die Lautsprecher etwas von “Start 20:00 Uhr”. Na super! Es ging also zurück zum Zelt, nasse Klamotten aus und weitere vier Stunden warten. Der Start … fand dann um 20:00 Uhr wirklich und endlich statt!! Das Wetter war deutlich besser. Kein Regen mehr, nur noch Sturm und kalt. Die Fahrbahn war trocken und die Meute schob sich langsam vom Startbereich die ersten Abfahrten hinab. Noch vorsichtig, denn es war trotz der breiten Piste recht eng. Auch zeigte sich schnell, dass es unterschiedliche Fahrer-Qualitäten gab. Schnell bergauf kann nicht jeder, schnell bergab auch nicht. Auch in unseren beiden Teams kristallisierten sich schnell unterschiedliche Vorlieben heraus. Unter dem Strich ergab dies aber ausgesprochen homogene Rundenzeiten 😉 Während der ersten Runde kam tatsächlich noch einmal die Sonne raus und ich konnte trotz der Anstrengung das Fahren auf dieser einmaligen Strecke genießen. Nicht so wirklich genießen konnte ich hingegen die „Hohe Acht“, als ich sie erreichte. 18 % Steigung sind eine Ansage. Absteigen gilt nicht (auch wenn das im Laufe des Rennens immer häufiger zu sehen war). Kurz vor dem endgültigen Einbruch der Dunkelheit erreichte ich unseren Zeltplatz und Ingolf ging für unser Team auf Tour. Nach ein paar Minuten trudelte auch Ingo ein, der seine erste Runde auch gut überstanden hatte und übergab den Transponder an Stefan. Die Nacht Um unsere Schlafzyklen zu optimieren hatten wir in unserem Vierer-Team beschlossen, ab Mitternacht jeweils zwei Runden zu fahren. Nachts war die Strecke deutlich leerer als bei der ersten Runde, was sehr angenehm war. So konnte man bei den Abfahrten weitgehend Ideallinie fahren und Spaß haben. Dennoch denke ich, dass eine Höchstgeschwindigkeit von über 90 km/h nachts nicht drin gewesen wäre. War es tagsüber schon nicht besonders warm, so wurde es nachts noch deutlich kühler. Um genau zu sein, sanken die Temperaturen auf 5 Grad. Und das im Juli! Aber es blieb trocken und der Wind legte sich.Beachflag Der nächste Morgen Als wären das Unwetter, die Stürme und was sonst noch alles, gar nicht gewesen, präsentierte sich die Eifel am Sonntagmorgen von ihrer schönsten Seite. Sonnig, nahezu windstill, warm, einfach super. Michael und Stefan hatten die Ehre, für unsere Teams die jeweils letzte von 15, bzw. 16 Runden zu fahren. Wir hatten erst überlegt, die letzte Runde gemeinsam zu fahren., mussten aber mehrheitlich einräumen, dass uns dazu dann doch Motivation und vor allem Kraft fehlten. So warteten wir auf unsere beiden Helden im Zielbereich und feierten danach den gelungenen Abschluss unserer ersten Teilnahme bei “Rad am Ring” mit dem Vernichten unserer restlichen Grillvorräte.  
Das Team

Das Team

  Fazit Viel Spaß!!! Gerne wieder! Gerne mit weniger Sturm und Regen! Tolles Team!!! Tolle Sponsoren!!! Vom 24. bis 26. Juli 2015 findet wieder „Rad am Ring“ statt, das beliebte Event für alle Rennrad-Begeisterten auf der Formel-1-Strecke Nürburgring in der Eifel. Statt heulender Motoren beherrschen dann Zweiräder die Strecke. Die Teilnehmer umrunden den Ring auf dem Rennrad oder Mountainbike, auch Rennen für Läufer werden angeboten. Dabei erwarten sie harte Anstiege und rasante Abfahrten. Eine gute Vorbereitung und jede Menge Training vor dem Rennen sind also unverzichtbar. Unterwegs unterstützt das Rennrad-Team um Oliver Wächter aus Bremen bei dieser Aktion. Team-Kollege Joey war zum Trainieren auf Mallorca unterwegs und hat dort am Triathlon Portocolom teilgenommen. Im folgenden Blogbeitrag berichtet uns Joey aus Bremen, was er dort erlebt hat.   Moin allerseits, zurück aus unserem Radsport-Trainingslager, hier ein kleiner Bericht für alle, die nicht dabei sein konnten (und dabei waren, und überhaupt).
Joey und Daniela

Joey und Daniela

Wiebke und ich starten seit einigen Jahren die Saison mit einem Kurzaufenthalt auf Mallorca. Seit zwei Jahren auch in Begleitung von Daniela, damit wir auch im Wasser ein wenig auf Trab kommen. Und da wir dieses Jahr Montag statt Sonntag zurück geflogen sind, konnten Daniela und ich die Gelegenheit nutzen, und die Triathlon-Saison mit dem Start in Portocolom beginnen. Was wir von der Ausschreibung wussten: 55,5 km, aufgeteilt in 500 m Schwimmen, 50 km Rad und 5 km Laufen. Die Radstrecke enthält den Anstieg nach Sant Salvador, das heißt 5 km und 450 Höhenmeter. Was ich erst nach der Anmeldung bemerkt habe: die Radstrecke hat bei 50 km insgesamt über 900 Höhenmeter – heftig! Außerdem war die Strecke (gemäß Ausschreibung) nur teilweise gesperrt, also war auch mit Straßenverkehr zu rechnen (doch dazu später mehr). Der Rad-Check In war am Vortag und so sind wir schon mal am Samstag hingefahren, um uns vor Ort ein wenig umzusehen. Ein nettes Örtchen, mit einem malerischen Hafen. Und die Organisation war auch recht gut. Anmeldung und Unterlagen abholen ging schnell (eine halbe Stunde später soll die Schlange vor den Countern schon bis fast auf die Straße gereicht haben – Glück gehabt). Dann die Räder beklebt und ab in die Wechselzone. In der Wechselzone standen noch ein paar weitere Leihräder von Hürzeler und ansonsten Zeitfahrmaschinen der obersten Preisklasse. Das gab uns einen kleinen Vorgeschmack auf das Starterfeld. Die meinen das ernst! Und ich bekam erste Zweifel, ob ich eine Platzierung im zweiten Drittel schaffen würde. Am nächsten Morgen sind wir dann planmäßig aufgebrochen und hatten auf der Fahrt dann die Erkenntnis, dass wir ja über die Wettkampfstrecke anreisen. Aber die war ja teilweise gesperrt, müsste aber klappen… dachten wir, bis wir an die Vollsperrung kamen und die Guardia Civil uns auch nach einigen Diskussionen nicht weiter fahren ließ. Horror. Adrenalin. Nerv! Die Aussicht, dass unsere Räder in der Wechselzone und wir meilenweit entfernt im Nirvana den Wettkampf verbringen, hat mich dazu bewogen (entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten) weiter mit der Guardia Civil zu diskutieren – mit Teilerfolg. Zwar durften wir nach wie vor nicht weiter fahren, aber uns wurde der Weg über die Feldwege nach Portocolom erklärt. Auch praktisch, wenn man ein kleines GPS dabei hat und so den Weg zumindest teilweise verifizieren kann. Also sind wir über die Dörfer doch noch rechtzeitig nach Portocolom gekommen und konnten (mit etwas mehr Aufregung als geplant) unsere Wettkampfboxen klar machen. Und nun zum eigentlichen Wettkampf Wie gesagt. International besetzt und die meinten es wirklich ernst. Auf dem Podium standen nachher u.a. ein Pole, ein Österreicher, eine Schweizerin und eine Mexikanerin. Und der Zweite (!) des „Förde-Triathlon“ Olympische Distanz 2014 in Kiel kam Anfangs der Hunderter-Ränge ins Ziel. Der Schwimmstart war als Wasserstart angekündigt. Formal richtig. Aber praktisch sind die Starter jeweils auf Kommando etwa eine Minute vor dem Start vom Steg ins Wasser gesprungen und sofort voll losgekeult. Und dann war beim Startschuss keiner an der Startlinie. Also de facto ein Stegstart mit mehr als 500 Metern. Wassertemperatur: lauschige 16 Grad. Ich war in der mittleren der drei Startgruppen und hatte zum Schluss des Schwimmens dann nochmal Nervkram, weil ich die letzten des ersten Feldes und die ersten des letzten Feldes neben mir hatte. Es war voll im Wasser.Rad Wechsel auf’s Rad war OK, ich hatte aber wieder leichte Kreislaufprobleme nach dem Ausziehen des Neopren-Anzugs. Das muss ich nochmal gesondert trainieren. Das Anziehen der Radschuhe auf dem Rad könnte auch schneller gehen, aber das ist bei 50 km Rad eigentlich auch egal… Zur Radstrecke: Es ging viel bergauf (gleich nach dem Start) und bergab und die Zeitfahrmaschinen hatten einen klaren Vorteil, weil wir auch zu 75 % heftigen Gegenwind hatten. Ja, der kommt (wie in Bremen eigentlich auch) immer von vorn. Schon vor der Bergwertung waren einige heftige, kurze Anstiege zu verzeichnen, die Körner kosteten. Der Anstieg nach Sant Salvador war ganz gut zu fahren, aber leider konnte man weder die Höhenmeter, noch die phantastische Aussicht richtig genießen, weil man es in den Serpentinen auch runter nicht laufen lassen kann. Dann der letzte Anstieg vor Portocolom und richtig runter in den Hafen ballern. Naja, bergab und treten, weil der Gegenwind das Gefälle fast ausgeglichen hat. Lauf Der zweite Wechsel ging gut. Ich war mal wieder rechtzeitig aus den Schuhen, schnell in den Laufschuhen und konnte locker los traben. Kurz einen Bekannten am Rand abgeklatscht (Danke Oliver!) und alle restliche Kraft zusammen gekratzt für die Strecke. Dann kam der (letzte) Hammer des Tages: die Laufstrecke hat auch Höhenmeter! Damit hatte ich nun echt nicht mehr gerechnet. 5er Pace war völlig illusorisch. Das hat mich echt fertig gemacht. Mein Gesichtsausdruck in der Zielkurve sagt alles… Tja, Platz 253 von 360. Zwar mein persönliches Ziel nicht erreicht, aber angesichts der Leistungsdichte bin ich ganz zufrieden. Außerdem hatten wir am Sonntag bereits so einige Trainingstage in den Beinen, die das Ergebnis sicherlich auch beeinflusst haben 🙂 Zielkurve     Fazit (wenn man erst mal wieder erholt ist): Schöner Wettkampf. Guter Saisonauftakt. Wenn’s geht, nächstes Jahr wieder. Grüße an alle, wir sehen uns auf dem Rad Joey

                                                 

Love the seasons – Älska Årstiderna

Die Jahreszeiten lieben und leben

Schade! Dieses Gewinnspiel haben wir leider schon beendet. Wir gratulieren den folgenden Gewinnern / Gewinnerinnen zu ihren neuen Authentic Pants von Lundhags: Frank M. Johann K. Björn Z. Walentina H. Kerstin K. Angela P.   Herzlichen Glückwunsch!!!   In unserem Lundhags-Gewinnspiel konntet ihr einen treuen Gefährten für eure Outdoor-Aktivitäten gewinnen! Die Tage werden länger und somit beginnt wieder die Hauptsaison für alle Frischluft-Fans. Da kommt dieses Gewinnspiel doch gerade recht! Ab sofort habt ihr die Chance eine von sechs der beliebten Authentic Pants von Lundhags zu gewinnen. Näheres zu unserem Gewinnspiel und über den tollen Preis, erfahrt ihr in dem folgenden Blogbeitrag.

Slider Gewinnspiel

Hosen müssen einiges aushalten können, wenn man sie bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit tragen will. Für die aktive Freizeit in der Natur braucht man Hosen, die funktionieren, Hosen mit vielen verschiedenen Funktionen. Regen, Schnee, Wind, spitze Steine oder Unterholz sollten auf keinen Fall das Erlebnis schmälern. Außerdem sollte man viele Kleinigkeiten sicher und leicht zugänglich verstauen können. Und dann kommt noch dazu, dass sie einfach perfekt sitzen und jede Bewegung mit machen sollen. Die perfekte Antwort auf all diese Anforderungen ist die Authentic Pants von Lundhags. Diese Ganzjahreshose hat all das zu bieten und einiges mehr! Die Authentic Pants ist der Nachfolger der bewährten Traverse-Pant von Lundhags. Dieser mehrfach preisgekrönte Vorgänger wurde, man kann es kaum glauben, noch weiter verbessert. Es wurde noch am Schnitt gefeilt und das Boot-Loc-System weiter optimiert. Und das Ergebnis ist die Authentic Pant – Eine für (fast) alles! Ob Klettersteig, Trekking- oder Kanutour, Winterwanderung oder sommerliche Outdoor-Aktivitäten – diese Touren- und Wanderhose macht alles mit, Hauptsache sie kann draußen sein. Die Authentic Pants in der Bewegung Der Schnitt ist ideal an Outdoor-Unternehmungen fernab befestigter Wege angepasst. Er ist locker genug um nicht einzuengen und sitzt so perfekt, dass man nirgends hängen bleibt. Dazu ist der untere Beinsaum mit dem robusten Boot-Loc-System per Verstellschlaufe und Druckknopf einstellbar. Für eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit sorgen die elastischen Einsätze. An strategisch sinnvollen Stellen wie Knie- und Gesäßbereich sind diese eingearbeitet. Der Einsatz im Winter Das verwendete LPC Eco Material, eine Mischung aus Polyester und Baumwolle, ist äußerst robust und winddicht und mit einer wasserabweisenden Imprägnierung ausgestattet. Die Beinabschlüsse sind mit Cordura® verstärkt und somit können ihnen Eis, Fels oder Unterholz, sowie auch der Einsatz von Steigeisen nichts anhaben. Damit es auch auf windigen Berggipfeln nicht kalt reinzieht verfügt die Authentic Pants über Schuhhaken, damit die Beinenden nicht hochrutschen. Ideal auch bei warmen Temperaturen Bei schweißtreibenden Anstiegen oder sommerlichen Temperaturen kann über die seitlichen Reißverschlüsse für eine zusätzliche Belüftung gesorgt werden. Diese Öffnungen sind mit Meshgewebe hinterlegt, damit man sich auch dann noch „richtig angezogen“ fühlt. Zudem kann das Boot-Loc-System dazu genutzt werden, die Hosenbeine zu einer Kniebundhose hochzuschieben und sie über der Wade zu halten. Ökologische Ausrichtung bei der Herstellung Bei dem Material LPC Eco wird biologisch angebaute Baumwolle verwendet. Die wasserabweisende Imprägnierung ist frei von Flourkarbonen. Zudem setzt Lundhags auf eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und somit eine hohe Langlebigkeit ihrer Produkte, von der letztendlich auch die Umwelt profitiert.

LundhagsSeasons

 lundhags_logo Das wunderschöne Järmtland in Schweden ist Heimat und Hauptsitz von Lundhags. Hier gibt es sie noch, die atemberaubende Wildnis, knorrige Nadelwälder und klare Gewässer mit Forellen. Kilometerlange Wanderwege schlängeln sich in das skandinavische Gebirge, das dort an die Grenze zu Norwegen verläuft. Seit über 80 Jahren folgt Lundhags dort nun den Jahreszeiten und entwickelt funktionelle Bekleidung, die den hohen Ansprüchen an das Klima Skandinaviens gerecht wird. Ganz nach ihrem Motto „Die Jahreszeiten lieben und leben“ wissen sie genau, was draußen funktioniert und was eben auch nicht funktioniert. Jede Naht und jede Funktion muss verlässlich sein und ihren Zweck haben, jedes Detail einen Sinn – genauso wie es in der Natur ist.   Spätestens jetzt wird die Authentic Pant von Lundhags sicher auf eurer “Must-Have-Liste” stehen, oder? Dann nutzt jetzt die Chance, eine dieser tollen Allround-Hosen bei unserem Gewinnspiel abzustauben! Und so einfach könnt ihr gewinnen!* Besucht jetzt unsere Gewinnspiel und beantwortet die beiden einfachen Fragen. Nach nur wenigen Klicks habt ihr die Chance auf eine von sechs Authentic Pants von Lundhags. *Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Teilnahmeschluss: 30.04.2015. Der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen Wir wünschen euch viel Glück!
Kocher Schulung

Kocher-Schulung

  Azubi-Camp 2014 Da dachte ich nach dem Fjällräven Classic, ich könnte meine Outdoor-Ausrüstung für den Rest des Jahres erst mal wieder einmotten und hatte das auch gemacht. Alles schön wieder sauber gemacht, eingepackt und weggeräumt und dann kam das Angebot das diesjährige Azubi-Camp zu begleiten. Klar mach ich 🙂 Also alles wieder ausgepackt!  
Matten Schulung

Matten- und Schlafsack-Schulung

  Mit den Auszubildenden aus den verschiedenen Unterwegs-Filialen ging es dann nach Telgte bei Münster. Für die Organisation des Zeltplatzes und einige der Aktivitäten hatten wir den Reiseanbieter Rucksack-Reisen engagiert und so landeten wir an einem idyllischen Waldrand, wo bereits ein Riesentipi aufgebaut war. Nachdem die Unterwegsler dann ihre Zelte dort aufgeschlagen hatten, wirkte das große Tipi wie die  Mutti von dem Ganzen. Und dann ließen wir nach den ersten Schulungen den Tag mit einigen Tüten Lyo Food Trekkingnahrung ausklingen, eben alles standesgemäß outdoor.
Das Gelände

Das große Tipi mit den kleinen Zelten

Drei Tage und zwei Nächte wollten wir dort verbringen, ganz unter dem Motto “Lernen und Ausprobieren und die Kollegen aus den anderen Filialen kennenlernen”. Das haben die jungen Leute auch begeistert genutzt und so waren Daniel und ich als Betreuer der Truppe wirklich erstaunt, dass die Gesprächsthemen untereinander wohl zu 90 % von Unterwegs handelten. In den Tagesablauf wurden Schulungen über Zelte, Isomatten, Schlafsäcke und Kocher eingebaut und alles konnte intensiv ausprobiert und getestet werden. Benni von Rucksack-Reisen unternahm mit uns einen Orientierungsmarsch durch das schöne Münsterland rund um Telgte. So hatten die Auszubildenden die Gelegenheit zu lernen, sich mit Kompass und Karte zurechtzufinden.
Kompass-Schulung

Kompass-Schulung

Nach dem langen Marsch wollten wir dann entspannt auf der Ems noch gut zwei Stunden paddeln, bevor es zurück zum Lager ging. Dem einen oder anderen, der noch nie auf dem Wasser unterwegs war, war schon etwas mulmig zumute, was Bennis Beschreibung der zu erwartenden Stromschnellen nicht gerade minderte. Doch nachdem alle eine genaue Einweisung und eine Schwimmweste erhalten hatten, stiegen alle vertrauensvoll in die Kanus. Nach anfänglichen Lenkproblemen und jeder Menge Uferkontakt fanden sich so nach und nach alle Boote in der Flussmitte ein und es ging fröhlich und schon ziemlich professionell voran.
Einweisung Kanu fahren

Einweisung ins Kanu fahren

  Daniel und ich hatten uns mit unserem Kanu ganz hinten eingereiht, damit keiner zurückblieb oder verloren ging. Und nach einer Stunde erreichten wir dann die besagten Stromschnellen, welche nach dem nächtlichen Regenguss schon etwas heftiger aufwallten als gewöhnlich, so stellte Benni fest. Aber gut, da mussten wir jetzt durch. Alle Azubiboote vor uns hatten das super gemeistert. Lediglich ein Kanu-Team bekam eine große Welle ab und hatte nasse Füße.
Kanu fahren

Auf geht´s!

  Dann waren Daniel und ich an der Reihe. Es platschte und schaukelte ganz schön und dann waren auch wir durch. Wohl aufgrund des hohen Tempos, das wir dann drauf hatten, konnte Daniel, der hinten saß nicht mehr richtig lenken und wir steuerten auf eine ins Wasser ragende Böschung zu. „Nach rechts,reheeeechts!!!“…..“Ich versuchs ja!“ Dramatische Sekunden vergingen und damit auch die Hoffnung, dass das Boot doch noch im letzten Moment wenden würde und ich hatte echt keine Lust nass zu werden! Und dann wurde es kalt. Wir waren in die Sträucher gerauscht, das Kanu kippte auf die Seite und wir ins Wasser. Das war sch….kalt, aber alles in allem eine interessante Erfahrung 😉 Und unsere wasserdichten Stiefel (meine mit Gore-Tex-Membran und Daniels frisch gewachst) waren auch tatsächlich richtig dicht, denn nachdem wir wieder im Boot saßen, stand das Wasser schön da drin und blieb auch dort. Und da alle Handys und Fotoapparate in den wasserdichten Tonnen verstaut waren, gibt es leider kein einziges Foto von unserer schwimmenden Showeinlage.
Feuer machen

Erst mal ein Feuer machen.

  Zum Glück hatten unsere Azubis am Vortag gelernt mit dem Zündstahl Feuer zu machen und so konnten wir uns im großen Tipi am Lagerfeuer wieder aufwärmen. Auch hier wurden von den Azubis noch jede Menge Fragen rund um das Thema Outdoor und unser Sortiment gestellt und diskutiert. Und da unser Kollege Daniel aus Oldenburg ein wandelndes Outdoor-Lexikon ist, konnte er jede Frage detailliert beantworten. Sämtliche Materialien, Membranen, Herkunft der Hersteller…er hatte einfach alles im Kopf. Und so wurde er bis in die Nacht gelöchert, bis dann alle zufrieden in ihre muckeligen Schlafsäcke krabbelten.
Sieht gut aus

Das sieht doch ganz gut aus!

Am dritten und letzten Tag stand dann noch ein Niedrigseil-Parcours an. Hier war Teamfähigkeit gefragt. Die Jungs von Rucksack-Reisen hatten uns einen kniffeligen Parcours aufgebaut, der ohne gegenseitiges Helfen und einer guten Portion Problemlösungsfähigkeit nicht zu bewältigen war. Und wieder hatten Daniel und ich jede Menge Grund uns über unser tolles Azubi-Team zu freuen. Alle halfen sich gegenseitig, rätselten, gaben Tipps, waren konzentriert dabei und hatten richtig Spaß. Auch die, die am Anfang meinten „Boah, nee, das kann ich bestimmt nicht!“ kamen am Ende mit der Unterstützung ihrer Kollegen im Ziel an.
Gruppenfoto

Das Unterwegs Azubi-Team mit Daniel und Moni

Und wieder kam dann das, was mir noch von der Fjällräven Tour bekannt vorkam…man hatte sich gerade aneinander gewöhnt und schon ging es wieder nach Hause. Es waren tolle drei Tage von denen die Auszubildenden viel mitnehmen konnten in ihre Filialen und ihren weiteren Berufsalltag. Es ist immer gut und macht auch Spaß, den Kunden mit eigenen Erfahrungen Tipps in der Beratung geben zu können. Aber es soll hier auch nicht verschwiegen werden, dass unsere Azubis das Kentern unseres Kanus als das absolute Highlight der Tour ansahen. Was tut man nicht alles…. 😉 Eines fehlt noch: Vielen Dank an unseren Chef, der  uns diesen “außerbetrieblichen Lehrgang” gesponsert hat. Vielen Dank an Daniel, der echt sooo viel weiß und mit seiner ruhigen, aber bestimmten Art genau der Richtige für diesen Job war/ist. Und das größte „Dankeschön“ geht an unser spitzenmäßiges Azubi-Team, ihr seid echt eine tolle Truppe! Es freut sich auf ein nächstes Mal Eure Moni …aber ich versuche mich (relativ) kurz zu halten 😉
Bloß nicht niesen-unterwegs

Soll ich mal schubsen?

„Hallo Moni! Na wie war´s?“ von Freunden, Kollegen, Familie eine häufig gestellte Frage in den letzten 14 Tagen. Die Standard-Antwort kennt ihr sicher von eigenen Touren: „Ja, war schön. Schöne Gegend…“ dann vielleicht noch eine kleine Anekdote von dort, die einem als erstes in den Sinn kommt – fertig. Dabei ist ja jede Tour so viel mehr als in ein paar Sätze passen würde. Ja, wie war´s denn eigentlich? Da musste ich selber erst mal überlegen, denn anders als bei einem „normalen“ Urlaub, musste ich diese fünf Tage erst einmal sacken lassen.  Es war irgendwie alles: schön, anstrengend, lustig, schmerzhaft, faszinierend, spannend, rührend… Die ganze Zeit nur super Wetter, was für ein Glück!
Am Start - unterwegs

Hier ging es los!

Ein Start bei schönstem Sonnenschein, morgens um 9 Uhr, was wünscht man sich mehr? Und ich gestehe, für mich als Mitarbeiterin in der Outdoor-Branche war es einfach herrlich diese „Materialschlacht“ am Start zu sehen. Fjällräven-Logos so weit das Auge reicht und so viel weiteres Trekking-Equipment „in freier Wildbahn“. Und ich sage euch Mädels, vergesst Designer-Jeans, Frauen sehen in Fjällräven-Hosen einfach super aus! (meine persönliche Meinung, ich kriege keine Provision von dem schwedischen Hersteller 😉 ) Am besten hatte es mir gefallen, die vielen Chinesen und Koreaner zu beobachten, während wir auf den Startschuss warteten. Die meisten Teilnehmer wirkten gelassen, cool und abgeklärt und die asiatischen Wanderer waren so voller kindlicher Freude, dass es einfach herrlich war ihnen zuzuschauen. Sie hüpften herum, lachten, waren so aufgeregt wie Kinder und machten…natürlich….jede Menge Fotos.
Am Start - Moni unterwegs

Am Start war es noch recht eng!

      Ehrlich gesagt kam mir hier der Gedanke, wie sicher auch einigen anderen: „Ach Du je, muss es eigentlich eine solche Massenveranstaltung sein? Warum sind wir nicht in einer Zeit gekommen, in der hier nicht so viel los ist? Der Kungsleden ist ja schließlich immer da.“ Und schon am ersten Abend war mir klar: „Ja, es muss diese Großveranstaltung sein!“ Auf dem Weg traf man immer wieder dieselben Leute (sofern sie ein ähnliches Tempo haben).  Man lernte so seine Mitwanderer kennen, kam ins Gespräch, freute sich füreinander, bedauerte die Blase am Fuß des anderen und holte sich gute Tipps und Anekdoten ab. Da war zum Beispiel der Chinese, der viel alleine gelaufen ist und immer gesungen hat, da war die mit dem großen Hund, der immer an der Leine gezerrt hat und jedes Mal, wenn ihr Mann ein Foto von ihr machen wollte, war sie schon wieder fünf Meter weiter gezogen worden. Da war der Koreaner der ganz merkwürdig gelaufen ist, fast so als wäre er betrunken und als wir ihn fragten, ob wir helfen können, grinste er uns an und meinte, es könnte vielleicht daran liegen, dass er bereits Ende sechzig ist…im Gesicht sah er aus wie vierzig 🙂 Einmal stand eine Gruppe ganz junger Leute an der Seite und einer spielte auf einer Mundharmonika „Yellow Submarine“. „Gänsehautfeeling pur!“ würde Steffi aus dem NDR2-Schlemmerbistro jetzt sagen 😉 … das Lied hörte auch der singende Chinese und sang dann den ganzen Tag diesen Song. Und ihr glaubt gar nicht, was die Leute so alles mitnehmen!
Steinige Wege - unterwegs

Grandiose Landschaft und steinige Wege

An einem Rucksack hing ein richtiger Klappstuhl, in einer Seitentasche sah ich ein großes Glas!!! Instant-Kaffee, der doch leichter in einem Zipplock-Beutel mitgereist wäre. Während mein Waschbeutel aus einem kleinen Packsack mit Zahnbürste, Mini-Zahnpasta, kleines Stück Seife und leichtem Trekking-Handtuch bestand, staunte ich nicht schlecht als mir am nächsten Morgen jemand mit einer richtig fetten Leder-Kulturtasche vom Fluss entgegenkam. Doch auch das wurde noch getoppt und zwar von Reini, der sein riiiiesiges Frottee-Badehandtuch außen an seinen Rucksack hängte, damit es tagsüber trocknen konnte. Als dann noch Hannes einen Hammer auspackte um die Zeltheringe einzuschlagen, war es ganz vorbei und ich musste wissen, was er sich dabei gedacht hatte: sein Sohn (6 Jahre alt) hatte ihn inbrünstig überredet, dass er den unbedingt mitnehmen müsse und immer an ihn denken sollte, wenn er ihn benutzt…zu süß…und was für ein toller Papa! Alle Jungs können den folgenden Absatz überspringen 😉 Alle Mädels wollen auch sicher wissen, wie es nun um das „Püscher-Problem“ stand 😉 .  Jeden Tag kamen wir an einem Plumpsklo vorbei. Das wusste ich vorher auch nicht und die Luft war darin auch nicht immer so toll, aber alles in allem war das sehr hilfreich. Beim Wasserlassen unterwegs war es mitunter doch tatsächlich etwas schwierig, da die Landschaft meist kilometerweit einsehbar war und überall Wanderer unterwegs waren. Da hieß es aushalten bis ein dicker Stein kommt, oder….zum Glück gab es für mich immer zur rechten Zeit einen großen Felsen 😉
Mausi und Herkules - unterwegs

Reise-Mausi und Herkules vor meinem kleinen Zelt

Die Strecke war gar nicht mal so einfach zu laufen! Überall dicke Felssteine um die man herum und hinüber musste, immer balancierend mit den Trekkingstöcken und 16 Kilo auf dem Rücken. Und dann hatte ich als einzige Norddeutsche auch noch das „Pech“, mit einem Team aus Österreichern und Bayern unterwegs zu sein. Von der sprachlichen Barriere einmal abgesehen (am Ende hob i scho fascht so g´redet wie die), werden Österreicher meines Erachtens wohl mit der dreifachen Menge an Beinmuskulatur geboren 😉 Als ich sie am ersten Abend kennengelernt hatte (hoffentlich liest das hier keiner von ihnen!) dachte ich mir, was für ein Glück, so viele ältere Herren (sorry ihr Lieben) dann werden wir zum Glück nicht so schnell unterwegs sein….von wegen! Die beiden Ältesten waren immer schon ein bis zwei Stunden früher am verabredeten Zeltplatz als der Rest. Das hatte zur Folge, dass Hannes seinem schnellen Zeltnachbarn vor der letzten Etappe 5-6 Kilo Steine in den Rucksack gepackt hatte, um ihn mal etwas zu bremsen. Ächzend setzte er morgens den Rucksack auf und rief scherzhaft zu Hannes rüber „Sag amol, hast Du mir Steine do nei packt?“ und dieser erwiderte „Ja klar hob i des g`macht!“ Wir anderen hatten uns fast in die Hosen gemacht und mussten uns das Lachen verkneifen….aber schon wieder waren die beiden so viel eher am Ziel als der Rest der Truppe 🙂 Dort hatte es der Steine-Schlepper dann auch gemerkt…keine Ahnung, ob er sich beim Hannes schon „revanchiert“ hat, auf jeden Fall nahm er es mit Humor. Was ich mit einer Bahnschranke gemeinsam hab
Tückische Planken - unterwegs

Planken sollen das Gehen erleichtern sind aber durchaus tückisch!

Aber zurück zur Strecke. Während ich so am Herumbalancieren war, hatte ich leider nicht viel Zeit die wunderbaren Ausblicke auf die schöne Landschaft zu genießen, schließlich hatte ich genug damit zu tun, tempomäßig mit den anderen einigermaßen mitzuhalten. Einige Streckenabschnitte waren mit Holzplanken ausgelegt, auf denen man sich besonders konzentrieren muss. Und so kam es, dass ich eine Sekunde mal nicht aufgepasst hatte und daneben trat. Wie in Zeitlupe fiel ich gerade nach vorne über, die Trekkingstöcke in der Hand konnten mich so schnell nicht stützen. Ich landete auf dem Bauch und frontal mit dem Gesicht auf dem Boden. „Wie a Bahnschranken bist umg´fallen“ meinte Reini später. Eigentlich kann man wohl gar nicht so viele Schutzengel haben, aber genau da, wo ich mit Gesicht und Oberkörper aufschlug, war…Gras! Davor und dahinter Steine und Gestrüpp und ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das sonst ausgegangen wäre. Und so war mein erster Gedanke als ich da lag „Jaaa, Gras!!!“ Und dann fiel mir auf, dass ich gar nicht hochkommen konnte. Ich lag da wie eine Schildkröte mit 16 Kilo Gepäck auf dem Rücken und den Gurten von den Trekkingstöcken an den Handgelenken und hatte keine Chance mich zu rühren. Doch da kam schon ein Wanderer angesprungen, der in der Nähe gerade Pause machte. Er pulte mir die Stöcke von den Händen und nahm mir den Rucksack runter. Erst danach fingen die Schmerzen im Bein an. Ich setzte mich auf und checkte erst einmal, ob etwas gebrochen war, denn ich hing mit den Beinen so halb zwischen den Planken….dramatische Pause…liest sich wie ein Krimi oder? 😉 Glück gehabt! Alles heil. Bis auf eine riesige aufgeschürfte Fläche am Schienbein, die dann auch noch richtig schön blau wurde. Reini, der ein Stück weit hinter mir lief, säuberte die Stelle mit seinem letzten Trinkwasser, uiiih, das hat vielleicht gebrannt….aber…gejammert wird nicht und so ging es dann tapfer weiter. Die Österreicher sind so ein fröhliches und auch hilfsbereites Volk und so schaffte ich es ab der Mittagspause nicht es abzulehnen, dass mir meine lieben Wanderkollegen Zelt, Isomatte und Kocher für diesen und den darauf folgenden Tag abnahmen, damit sich mein Bein unter dem geringeren Gewicht erholen konnte. Da draußen sind wir doch alle gleich!
Weite Landschaft - unterwegs

Weite Landschaft auf dem nördlichen Kungsleden

Ich hatte ja anfangs befürchtet, die Unsportlichste von allen auf der Tour zu sein, dass alle anderen das ganz gelassen mal eben so „wuppen“. Aber das war keinesfalls so! In den Gruppen, die an der Strecke Pause machten oder abends an den Zeltplätzen, sah ich richtig viele abgeklebte Füße voller Blasen und getapte Knie und sogar einen Wanderer mit Kopfverletzung. Ich sah Leute, die oben auf ihrem eigenen Rucksack noch den von ihrem erschöpften Freund quer drüber gelegt trugen und sah wie einer mit kaputten Knien Huckepack getragen wurde. Das war alles sehr anrührend und zeigte, dass doch so einige an ihre Grenzen gebracht wurden, die sie zuvor nicht vermutet hatten. Es waren Kleine und Große unterwegs, Dicke und ganz Dünne, Alte und Junge, Schnelle und Langsame und so brauchte hier keiner das Gefühl zu haben, irgendwie nicht hierher zu passen. Und dann kam schon der Endspurt
Geschafft! - Moni unterwegs

Im Ziel angekommen, mega-stolz und nicht eine Blase an den Füßen 🙂

Bei Tagesetappen bis zu 28 Kilometern, kam mir die letzte Etappe mit 15 Kilometern vor wie ein gemütlicher Spaziergang. Es war der fünfte und somit der letzte Tag. Nach dieser Zeit hatte man sich gerade so richtig an die körperliche Belastung, das Gewicht und auch an das Team gewöhnt. Doch schon war es wieder vorbei. Wir gingen die restliche Strecke betont langsam und machten mehr Pausen. Dann kam auch schon ein Schild, dass es nun bis zum Ziel nur noch 550 Meter sind…komisches Gefühl! Schließlich kamen wir durch ein Tor und standen plötzlich auf einer Schotterstraße mit angrenzendem Parkplatz voller Autos…Zivilisation! Einige hundert Meter weiter erreichten wir tatsächlich das Ziel und als wir einliefen begannen die bereits Anwesenden zu klatschen und zu rufen und einige unserer Österreicher gaben freudige, laute Jodelrufe zum Besten.  
Trekkers Inn - Moni unterwegs

Im Trekker´s Inn erst mal Bier und Rentier-Döner bestellen!

Ja… da waren wir… erstmal gegenseitig im Team umarmen, Küsschen links, Küsschen rechts, ein letztes Mal den Wanderpass abstempeln lassen und die Goldmedaille abholen. Dann begann es zu regnen, also schnell rein ins Trekker´s Inn Zelt, Bier und Rentier-Döner für alle! Und als wir da saßen und alle wild am Durcheinanderreden waren, war ich noch gar nicht angekommen…komisch, das war es jetzt? Ich dachte das wäre alles so suuuper schwierig und für jemanden wie mich kaum zu schaffen? Doch nun saß ich hier… Es war mega-anstrengend und den Sturz hätte ich jetzt nicht gebraucht 😉 aber es war absolut machbar… cool! Und dann grinste ich super stolz in mich hinein und konnte gar nicht mehr damit aufhören. Mein Fazit:
Meine Goldmedaille

Und dann gab´s noch die Goldmedaille 🙂

Das hab ich geschafft! Es steckt doch immer so viel mehr in einem, als man erst einmal glaubt, man muss es nur versuchen. Ich hab´s geschafft 110 Kilometer in fünf Tagen durch die Berge zu laufen. Nach außen hat mich das nicht verändert (naja ok, ich hab immerhin so viel Fett in Muskeln verwandelt, dass ich jetzt eine Hosengröße kleiner tragen kann 🙂 ) Doch innen macht das so einiges, kann ich euch sagen und ich bin gespannt und neugierig, was ich sonst noch alles so bewerkstelligen kann und werde. Von Herzen wünsche ich auch euch eine solche Erfahrung! Eure Moni PS: Ein Album mit vielen weiteren Bildern von der Tour findet ihr auf Facebook!
E-Ticket

Vorsichtshalber hab ich den Barcode vergrößert, vielleicht etwas zu groß 😉

Ich wäre dann mal startklar! Am Donnerstag geht es los Richtung Schweden und am Freitag morgen an den Start beim Fjällräven Classic. Jetzt bin ich auch gut vorbereitet, naja, denke ich jedenfalls. Die Sachen sind gepackt und schon kommt wieder etwas Neues, das leichtes Bauchgrummeln macht… das mysteriöse E-Ticket. Ok, da bin ich vielleicht etwas „oldschool“, aber vom Reisebüro kenne ich das so, dass man schön die Original-Tickets bekommt, die zeigt man dann brav am Schalter vor und alles ist gut. Heute habe ich ein Din-A4 Blatt mit den Flugdaten und einem Barcode. Über den kann man sich dann wohl am Flughafen an einem Automaten selber das Ticket ausdrucken. Bin mal gespannt ob das klappt 😉 Bloß nix vergessen! Mein Trekkingrucksack ist gepackt und die Liste drei Mal gecheckt, also dürfte alles drin sein. Zelt, Schlafsack und Isomatte, Outdoorküche und Bekleidung für alle… aber wirklich alle Wetterlagen, dazu noch Waschzeug und Erste-Hilfe Set. Das schlägt natürlich mit so einigen Kilos zu Buche und meine angestrebten 15 Kilo sind doch ernsthaft in Gefahr. Bis jetzt sind es, um genau zu sein, 12,5 Kilo und da fehlen noch die Gaskartusche, Wasser und Proviant (den gibt es am Start). Aber es kann nichts mehr weggestrichen werden, jedenfalls meiner Meinung nach und nun ist das eben so ;-).
Monis Rucksack

Mein gepackter Rucksack

Eine gute Nachricht: Bauch und Verstand vertragen sich nun! Während anfangs noch mein analytischer Verstand den sich freuenden Bauch angeplärrt hatte, ist nun endlich Ruhe eingekehrt. Der Verstand weiß, dass der Körper nun (relativ) fit ist und wohl keine schlimmere Schlappe zu erwarten sein dürfte. Und so genieße ich die Stille zwischen Bauch und Kopf und freue mich riesig auf den Start. Naja, wenn mir auch ehrlich gesagt das mit dem Flug noch ein klitzekleines bisschen im Magen liegt. Immerhin fliege ich zum ersten Mal allein und muss auch noch zweimal umsteigen. Da stellt sich noch die Frage, ob ich mein Gepäck jedes Mal am Fließband abholen und neu aufgeben muss, oder ob das automatisch in die nächste Maschine geladen wird? Diese Info werde ich hoffentlich schon am Flughafen in Hamburg klären können,… because my English is not very good 😉 Apropos Sprache! Auf dem Fjällräven Classic sollen Wanderer der unterschiedlichsten Nationen unterwegs sein. Doof, wenn dann das Schul-Englisch schon verdammt lange her ist und man sich nicht gut verständigen kann. Das wird sich dann irgendwie finden müssen, wenn auch mit Händen und Füßen, mal schauen. Ich dachte mir allerdings für die vielen freiwilligen Helfer und einheimische Wanderer auf der Strecke wäre es höflich, ein paar Bröckchen Schwedisch zu lernen. Für die Leser dieses Blogs, die auch zum Fjällräven Classic fahren, hier Moni´s kleines Schwedisch-Lexikon (ich übernehme aber keine Garantie für die Grammatik 😉 ):
Mausi

Mausi und mein Reisehut

Hallo:  Hej där! Schön Dich kennenzulernen!: Det är trevligt att träffas! Herzlichen Dank: Tack Viel Spaß: Ha kul Ich wünsche Dir eine schöne Tour: Jag önskar er en trevlig tur Bist Du ok?: Är du ok? Kann ich Dir helfen?: Får jag hjälpa dig? Sind Deine Füße in Ordnung?: Är dina fötter för? Tschüss: bye bye Wie komme ich zum Flughafen?: Hur kommer jag till flygplatsen?

So, dann kann es jetzt losgehen! Ich bin sehr gespannt auf meine Gruppe mit der ich laufe und von denen ich bis jetzt nur den Gerald kenne. Ist das alles aufregend 🙂 und natürlich werde ich euch alles berichten, wenn ich wieder da bin!

 Bis dahin! Eure Moni

Bald geht’s los!

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Vor der Hunte-Brücke

  Und der Muskelkater nach so manchem Training zeigt mir, dass es doch gut ist sich etwas vorzubereiten! Da die Beine in den Bergen doch etwas anders beansprucht werden, als hier im Flachland, habe ich eine „kleine“ Treppe mit in meinen Trainingsplan einbezogen. Ich wohne in der Nähe der Hunte, über die eine mächtige Autobahnbrücke führt. Und genau darunter führt ein nettes Treppchen rauf, – ideal zum Üben. Und so geht es nun regelmäßig dorthin! 🙂
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Geschafft!

    An was man nicht alles denken muss: Als Schuhwerk hatte ich meine treuen Borneos für die Tour anvisiert, da sie mich schon einige Male durch die Berge getragen haben. Soweit war alles klar, bis ich meine Kollegin neulich, in einem anderen Zusammenhang, über Sohlen in die Jahre gekommener Stiefel sprechen hörte. Ach ja, da war doch was! Ich hatte völlig verdrängt, dass die Sohlenkonstruktionen nach mehreren Jahren irgendwann anfangen können trocken und porös zu werden und bei einer Tour dann sogar abfallen können. Das würde mir ja grad noch fehlen! „Nimmste halt ´ne Rolle Tape mit“ ruft sie mir daraufhin mit zwinkerndem Auge rüber.
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Reise-Mausi in den alten Borneos

Also waren am darauf folgenden Sonntag erst mal ein paar Stunden Probewandern mit den etwa sieben Jahre alten Borneos angesagt, um die Sohlen zu testen. Womit ich beim Anziehen nicht gerechnet hatte, war, dass sie nun recht klein ausfielen. Naja, sie hatten ehrlich gesagt auch drei Jahre im Schrank verbracht. Dass sich Füße mit den Jahren verändern können, hatte ich auch schon mal gehört. Mit der Zeit gibt wohl das Fußgewölbe nach und der Fuß kann somit größer werden, was sich dann in der Schuhgröße widerspiegeln kann. Trotzdem sind wir erst mal los gelaufen und schon nach einer knappen Stunde hatte ich eine dicke Blase an der Ferse…das war´s dann wohl mit meinen alten Stiefelgefährten! Zum Glück hatte ich Wechselschuhe dabei. Also Montag nach der Arbeit gleich Blasenpflaster auf die Ferse und ab in die Oldenburger Unterwegs-Filiale und neue Stiefel kaufen. Eigentlich war ich mir schon sicher, es sollte wieder ein Borneo sein, eine halbe Nummer größer, aber auch der passte doch tatsächlich nicht mehr zu meinem Fuß.  
Hanwag Yukon

Mein neuer Hanwag Yukon

Probetragen braucht Zeit! Und die solltet auch ihr, wenn ihr neue Wanderstiefel braucht, unbedingt reichlich einplanen! Schließlich ist so ein Stiefel auch eine finanzielle Investition und soll ein verlässlicher Begleiter für viele Jahre sein. Ich hatte mir fünf geeignete Modelle ausgeguckt. Bei manchen Schuhen, das kennt ihr sicher, merkt man recht schnell, dass sie nicht die richtigen sind. Aber um es bei den Verbleibenden genau einschätzen zu können, dauert es etwas. Der Schuh sollte am Fuß etwas warm werden und dieser muss sich auch erst an Form und Gewicht gewöhnen. Dann geht es ans Spüren. Wie sitzt er in der Ferse, wie fühlt sich die Breite an, drückt es vorne oder an den Seiten, ist die Größe ok? Um das einschätzen zu können lief ich mit den Stiefeln jeweils etwa 10 – 15 Minuten durch den Laden, Treppe runter und wieder rauf. Hilfreich war auch die kleine aufgebaute Brücke, die das Gehen in der Schräglage simuliert. Als nur noch zwei Modelle in der engeren Auswahl waren,  merkte ich in der Schräge, dass mich der eine Schuh beim Abwärtsgehen drückt. Also hatte mich letztendlich der Yukon von Hanwag mit guter Passform und fester Sohle überzeugt. Natürlich auch leider der teuerste von allen, aber sitzen muss er halt! Das war knapp! Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Fjällräven Classic, also gerade noch genug Zeit um die neuen Yukons einzulaufen. Um keine Zeit zu verlieren und notfalls doch noch eine Chance zum Umtausch zu haben, trug ich sie gleich am nächsten Tag im Büro noch mal zur Probe. Ein neuer, noch dazu so spezieller Schuh, fällt den Kollegen hier natürlich sofort auf. Muss an der Branche liegen 😉 Und als ich einem (nicht bergwander-erfahrenen) Kollegen von dem anderen Stiefel der engeren Auswahl erzählte, sagte der doch glatt, was ich auch in Kundenberatungen schon einige Male zu hören bekam: „Na der andere sieht aber auch nicht so cool aus!“ Das erwähne ich hier extra noch mal, weil einige (wenn auch wenige) bei so was nach der Optik gehen. Aber am Berg ist es völlig egal, wie ein Stiefel aussieht, er muss gut passen. Dann nützt es nichts, dass er schicker ist, wenn einem jeden Abend die Füße weh tun 😉 Auch scheuen sich viele (vor allem Damen) vor dem klobigen Aussehen, aber ich denke das ist Gewöhnungssache. Alltagsschuhe sehen nun mal anders aus. Nun bin ich also auch Mausifußtechnisch gut ausgerüstet, aber trotzdem (und das würde ich für jede Trekkingtour empfehlen) werde ich ein Paket Blasenpflaster dabei haben – sicher ist sicher! Und Mausi hat es sich schon mal in der Seitentasche meiner Nikka Trousers bequem gemacht und wartet auf den Startschuss. Beim nächsten Mal könnt ihr dann auch einen Blick auf meinen gepackten Rucksack werfen, denn dann ist es fast soweit – freu 🙂 🙂 🙂 Bis dahin! Eure Moni Was muss mit zum Fjällräven Classic? Es gibt Leute die mit 10 Kilo (inklusive Verpflegung und Zelt!!!) 10 Tage durch Norwegen wandern, aber die entfernen dann auch Schildchen aus dem T-Shirt und kürzen die Streichhölzer ;-). Und wenn ich bedenke, dass bei mir Rucksack,  Schlafsack und Isomatte schon 5,6 Kilo wiegen, ist ziemlich klar, dass aus mir wohl nie ein solcher Ultralight-Trekker wird. Es wird empfohlen nicht mehr als 20 – 25 % seines Eigengewichtes zu tragen. Lasst mich mal rechnen…wenn ich also 17 – 18 Kilo im Rucksack dabei haben will, passt das nicht so ideal zu meinem Körpergewicht. Auf dieses Rucksack-Gewicht bin ich allerdings bei meinen letzten Touren gekommen. Ok, ich gebe zu, ich habe oft furchtbar geflucht und geschworen nie wieder so viel Zeug zu schleppen, aber schon bei der Planung für den nächsten Trip war die Quälerei jedes mal wieder vergessen und ich wüsste auch echt nicht was ich weglassen sollte. Ich hab´s halt gerne schön warm und bequem und tausche deshalb weder den Classic 1000 Schlafsack (1650 g) noch die gemütliche Therm-A-Rest Isomatte (680 g) gegen leichtere Varianten ein. Griffbereit2 Rasierklinge statt Taschenmesser? – Nein Danke! Man kann Zahnbürsten absägen, muss man aber nicht ;-). Einen Gewichts-Kompromiss mache ich allerdings: Statt Trekkingsandalen für abends oder das Durchwaten von Flussbetten, nehme ich Crocs mit, die wiegen weniger als die Hälfte und sind für den Einsatzbereich eine annehmbare Alternative. Wasch-Tüte 2Ein Vorteil durch die gute Organisation des Fjällräven Classic ist, dass ich nicht für die kompletten fünf Tage das Essen von Anfang an schleppen muss. Unterwegs gibt es die Gelegenheit die Vorräte aufzustocken, auch so lässt sich noch mal mindestens ein Kilo Gewicht einsparen. Letzte Woche habe ich ich mal die Gelegenheit genutzt und meinen Wanderrucksack (Größe 55 + 15 Liter, der nun zwei Jahre nicht im Einsatz war) für eine Seminar-Woche in Hamburg genutzt. Mit Ordnern, Büchern und allem was Frau sonst noch so für eine Woche braucht, bin ich da auf etwa 18 Kilo gekommen. Und weil ich damit tragenderweise nur wenige Kilometer unterwegs war, habe ich zugegebenermaßen nicht so ordentlich gepackt und das hat sich auch bei der kurzen Distanz schon gut bemerkbar gemacht! Deshalb hier auch noch mal für euch der Tipp, Schweres (wie etwa das Zelt) unbedingt auf mittlerer Höhe direkt an den Rücken packen, da der Rucksack sonst unnötig nach hinten gezogen wird und somit schwerer zu tragen ist. Leichtes kann dann in den oberen Bereich und nach unten ins Bodenfach wie zum Beispiel der Schlafsack. Ins Hauptfach Was ich zieh ich bloß an? Was einem am Samstagabend schon Kopfzerbrechen bereiten kann, sollte für eine Trekkingtour erst recht gut durchdacht sein. Denn eine schlechte Vorbereitung kann einem schon ganz schön die Laune vermiesen, wenn man sich nicht auf die vorherrschenden Wetterlagen eingestellt hat. Für den Fjällräven Classic gilt, dass es von Sonnenschein, Regen oder auch Schnee bis zu nächtlichen Minusgraden alles geben kann. Somit kommt also vom Funktions-T-Shirt bis zur Daunenjacke alles mit. Um etwas Gewicht zu sparen, packe ich Sachen, die unterwegs auch mal kurz durchgewaschen werden können und schnell genug wieder trocken sind (wie Unterwäsche und Socken) nur einmal ein. Kleiner Pack-Tipp: Kleidungsstücke lassen sich aufgerollt statt gefaltet sehr gut packen und verknüdeln dann auch nicht so leicht. Zudem lassen sich so T-Shirt, lange Unterhose und Co. leichter in kleine Lücken stopfen.     Alles hat seinen optimalen PlatzAußen dran Nachdem im Deckelfach noch einiges Platz findet, das griffbereit sein sollte, wie Regensachen und First-Aid-Kit, wird sperrige Ausrüstung außen befestigt. Da auf der Wanderung in Schweden auch einige Anstiege zu meistern sind, dürfen für mich auf keinen Fall meine Trekkingstöcke fehlen, die zusätzlich für guten Halt sorgen. Dafür werden diese allerdings sicher mehr in Gebrauch sein als am Rucksack. Auch für die leichten, aber recht voluminösen Crocs bietet sich sinnigerweise ein Außenplatz an. Einer rechts und einer links lassen sie sich prima an den Kompressionsgurten befestigen. Praktisch sind dann noch zwei kleine Wäscheklammern, an denen können entweder am Rucksack oder abends an der Zeltleine Socken oder Handtuch zum Trocknen baumeln. Zudem macht noch ein griffbereiter Trinkbecher Sinn, der unterwegs in einen Bach getaucht werden kann. Ja gut … und dann wäre da noch “Reise-Mausi”, die darf auch außen am Rucksack mitreisen und die schöne Aussicht genießen 🙂 So wäre die Packliste schon mal abgearbeitet und das Ziel, nicht mehr als 15 Kilo dabei zu haben, wird damit hoffentlich umsetzbar sein 😉 Genau kann ich das erst sagen, wenn alles eingepackt ist, denn ich bin jetzt nicht der perfekte “Organisations-Bär”, der vorher alles mit der Küchenwaage auswiegt. Daher wird für mich gelten, was mit muss, muss mit, lieber mehr schleppen als frieren oder unbequem schlafen 😉 Bis zum nächsten Mal Eure Moni