Central Otago

9. Pinguin

Herrlich, die Pinguine am Strand zu beobachten

Wir haben hier in Neuseeland schon viele komische Vögel getroffen, doch die Begegnungen in Oamaru, einer Stadt an der Ostküste toppt alles: Auf dem kleinen Campingplatz am Hafen wohnten wir doch tatsächlich mit Pinguinen zusammen. Diese tollpatschigen Gefährten, die ich ehrlich gesagt nicht in Neuseeland erwartet hatte, schwimmen den ganzen Tag im Meer umher und kommen im Schutz der Dämmerung an Land um geschützt in kleinen Höhlen oder (wie in diesem Falle) unter den Wohnwagen und Hütten zu übernachten. Kolonien verschiedener Arten befinden sich hier an der südlichen Ostküste, zum Beispiel „Little Blue Penguins“ wie hier in Oamaru oder die Yellow-Eye Pinguine. Diese seltene Art ist nur in Neuseeland zu finden und man muss wirklich Glück haben, diese scheuen Tiere zu erspähen

9. Steampunk

Eine der vielen Galerien im Zentrum von Oamaru: Das Steampunk HQ

 

 

 

Oamaru an sich ist im viktorianischen Stiel erbaut und bekannt für den sogenannten „Steam Punk“. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ein Abstecher von unserer Küstenrute führt mich ins Herz Neuseelands. Central Otago, das Land der Merinoschafe, Kilometer langen und geraden Straßen, den Southern Alps und riesigen Seen. Lake Tekapo zum Beispiel ist bekannt für seinen perfekten Sternenhimmel. Nach einer kleinen Wanderung vom Ort hinauf auf den Mt John hat man eine grandiose Aussicht über die fast steppen-artige Gegend und kann die Sternwarte besuchen. Ich habe gerade eine Neumond-Nacht erwischt, und der Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre ist wirklich beeindruckend. Selten kann man hier sogar Southern Lights – quasi das Gegenteil vom Nordlicht – beobachten.

9. Kirche

Die meist fotografierte Kirche im Lande

 

 

Ein weiteres Wahrzeichen der Gegend ist die Kirche am Seeufer, Church of the Good Shepherd (Kirche des guten Hirten) die 1935 fertiggestellt wurde und durch ihre Lage mit Blick auf den See und die Berge noch heute von großer Bedeutung für die Einwohner ist.

 

 

 

 

 

9. Tekapo

Lake Pukaki – wie gemalt…

Lake Pukaki, von den großen Gletschern gespeist, ist bekannt für seine leuchtend blaue Farbe. Am Ende des Sees kann man schon vom Weitem die Gipfel des Mt Cook, des höchsten Berges Neuseelands sehen. Der kleine verschneite Ort gleichen Namens ist jetzt im Winter wirklich ruhig und bei meinem Glück mit dem Wetter kann ich die Sicht auf Mt Cook ganz alleine genießen. Ein Aufstieg auf den besagten Berg würde selbst von hier noch 6 Tage dauern. Sir Edmund Hillary, wohl einer der bekanntesten Neuseeländer, trainierte hier für seinen aufstieg zum Mt Everest. Für mich persönlich war es genug, entlang der Seen zum Gletscher zu wandern.

9. MtCook

Blick auf den Mount Cook

 

Southland

Wieder zurück an der Küste ging es weiter Richtung Süden. Ein kleiner Stop bei den bekannten Moeraki Boulders machte uns wieder einmal bewusst, welch großen Einfluss die Elemente auf die Landschaft Neuseelands haben. Diese Felsen wurden vom Meer ausgewaschen und Kugelrund geformt.

Endlich erreichen wir Dunedin, meiner Meinung nach die bisher schönste Stadt Neuseelands. Heimat von Neuseelands größter Universität, einer großen Schokoladenfabrik und der offiziell steilste Straße der Welt. Wir versuchen gar nicht erst, mit dem Auto die Baldwin Street (Steigung von knapp 35 %) hinauf zu fahren, es reicht, den in Treppenstufen angelegten Bürgersteig hinauf zu klettern.

9. Küste

Die Südküste ist wirklich wunderschön.

Zu sehen gibt’s hier um Dunedin definitiv genug. An den großen Stränden und Klippen außerhalb der Stadt kann man den seltenen Royal Albatos erspähen, faule Seelöwen und natürlich wieder Robben und Pinguine beobachten.

Die ganze Gegend ist sehr beeinflusst vom Wetter. Zum Schutz der Weiden angepflanzte Baumreihen stehen zum Teil waagerecht, was uns zeigte, wie stark der Wind hier sein kann. Am Abend bekamen wir tatsächlich selber diese Gewalt zu spüren. Ich habe noch nie so ein starkes Gewitter erlebt und der Wind brachte unseren Van fast zum umkippen, zumindest fühlte es sich so an.

 

 

9. Bluff

Slope Point: Wer noch südlicher will, muss schwimmen!

Im Dezember waren wir am Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Jetzt sind wir am Slope Point, dem südlichsten Punkt des Hauptlandes. Südlicher von hier ist aber noch Neuseelands „dritte Insel“ Steward Island. 85 % Wald und nur eine Hand voll dauerhafte Einwohner. Tobi war so mutig, im winterlichen Wetter das Schiff zur Insel zu nehmen und ein Paar Tage in der Einöde auf einem der Tracks wandern zu gehen. Neuseeland hat insgesamt 8 dieser Great Walks: Ausgebaute Wanderwege durch ansonsten unerschlossenes Gebiet in den Nationalparks. Übernachten kann man in Hütten oder ausgewiesenen Campingplätzen. Manche dieser Hütten muss man in der Saison bis zu 5 Monate vorher buchen, doch im Moment hat man sie fast für sich alleine.

 

Knapp ein Monat bleibt uns nun noch, um das Fjordland und die Westküste der Südinsel zu erkunden, dann geht’s auch schon wieder in die Heimat.