Es gibt immer wieder was Neues… Aus der guten alten Telefonzelle wird erst ein Handy und nicht mehr lange, dann kennen wir nur noch Smartphones….

Von dem stationären Rechnerklotz von damals  geht der Trend immer mehr in Richtung federleichtes Tablet und das Fahrrad fahren, wie wir es heute noch kennen, wird zum permanenten Rückenwind durch einen unterstützenden Motor am Gestell.

Ich selbst war anfangs sehr skeptisch, aber da meine Eltern mir schon früher immer gesagt haben: „Dorina, du musst erst einmal selber etwas ausprobiert haben, bevor du darüber urteilen kannst…“ hab ich mich für euch mal auf den Weg zu einem E-Bikeshop um die Ecke begeben.

Anfangs dachte ich, es könne ja noch gar nicht allzu viel Auswahl geben. Allerdings wurde ich in dem Geschäft dann wieder einmal vom Gegenteil überzeugt…

Wahnsinn, was es dort schon alles gibt – über 200 Fahrräder allein in dem Fachgeschäft Rückenwindräder in Wilhelmshaven. Nicht nur, dass sich die E-Bikes durch ihre unterschiedlichen Farben und Formen unterscheiden. Nein, es gibt darüber hinaus natürlich auch noch verschiedene Motoren- und Akkumodelle. Es gibt stylische und sportliche Modelle. Aber auch Varianten, die besonders viel Komfort bieten sollen und und und…

„Oh je“, dachte ich nur. Wie soll ich mich denn hier für ein Modell entscheiden können?

Naja, ich hab mir dann jedenfalls erst einmal einen Verkäufer geschnappt und mich beraten lassen. Natürlich wollte dieser zunächst einmal wissen, was mir eigentlich an einem E-Bike wichtig ist und warum ich überhaupt ein E-Bike haben möchte? Jetzt musste ich ja glatt erst einmal überlegen. Es gibt sicher keiner von euch gerne zu, dass er manchmal einfach ein bisschen bequem sein möchte und dass er den permanenten Rückenwind ab und an gut vertragen könnte… Allerdings hab ich dann doch ein paar Argumente außer „Bequemlichkeit“ finden können:

 

Ich finde es zum Beispiel super praktisch, dass ich auf einem E-Bike, mit dem ich bis zu 25 km/h bzw. 48 km/h erreichen kann, keinen Helm tragen muss. Unter einem Helm hilft nämlich auch kein 3-Wetter-Taft mehr. Das ist aber natürlich immer noch kein richtiges Argument, oder? Es ist mir außerdem wichtig, dass ich abends sicher unterwegs bin. Auf meinem guten alten Drahtesel fühle ich mich tagsüber zwar pudelwohl, aber nachts hab ich dann doch ein wenig Respekt, wenn ich an dunklen Ecken, wie Parks, Friedhöfen oder ähnlichem vorbei fahren muss. Mit einem E-Bike hätte ich allerdings die Möglichkeit, deutlich schneller als mit meinem Fahrrad unterwegs zu sein. Das ist eigentlich mein Hauptargument.

 

Der Verkäufer zeigte mir daraufhin zwei verschiedene Modelle und dazu unterschiedliche Farbvarianten. Außerdem  klärte er mich darüber auf, dass der Preis solcher E-Bikes bei 1299 € beginne. Bei der Frage, worin der Unterschied liege, meinte er, dass die günstigste Variante keinen Mittelmotor habe und dass sie mit Frontantrieb ausgestattet sei. Die Räder, über die ich im Folgenden berichten werde, sind zwar teurer, fahren sich jedoch deutlich harmonischer.

Ich muss schon sagen, dass ich sehr überrascht von diesen motorisierten Rädern war. Während meiner ersten Probefahrt mit dem Modell Kalkhoff Impulse 8C HS habe ich heute quasi ein völlig neues Fahrgefühl auf einem Fahrrad kennengelernt. Es fühlte sich wirklich so an, als hätte ich plötzlich Rückenwind. Wie stark die motorisierte Unterstützung sein soll, kann jederzeit am Lenker bestimmt werden. Bei dem Rad von Kalkhoff Impulse konnte ich zwischen den drei folgenden Einstellungen regulieren:

  • Eco
  • Sport
  • Power

Außerdem gibt es bei diesem Modell eine zusätzliche Schiebehilfe. Erst dachte ich, das sei nun aber wirklich überflüssig… Aber ich hab eine Neigung in der Nähe finden und diese Hilfe ausprobieren können und muss gestehen, dass es gar nicht soooo unnütz ist. Die Schiebehilfe gibt dem Fahrrad einen kleinen zusätzlichen Ruck, den man ebenfalls am Lenker manuell aktivieren kann. Darüber hinaus hat dieses Modell acht Gänge und der Akku hält bis zu einer Strecke von 180 Kilometern.

Das zweite Modell, das ich getestet habe, heißt Stromer Lady (S-Pedelec) und ist ein reines Sportbike, mit dem eine Geschwindigkeit von bis zu 48 km/h erreicht werden kann. Als ich das Rad von einem der Geschäftsführer, Stefan Behrens,  entgegen genommen hatte, hatte ich zunächst schon etwas Respekt vor diesem Fahrzeug. Es ist deutlich schwerer als das Modell von Kalkhoff Impulse und sieht auch viel mächtiger aus. Noch dazu hat es ein Display am Lenker, auf dem bis zu 30 Gänge erscheinen. Nachdem ich dann aber doch meinen Mut zusammen genommen und mich auf dieses Gefährt geschwungen hatte, bekam ich blitzschnell das Gefühl, dass ich mit diesem E-Bike fit für die Tour de France sei und diese mit Leichtigkeit gewinnen könnte ;) Da diese enorme Power auch seinen Preis haben muss, kostet das Stromer Lady 3790 € und der Akku hat ordentlich Durst. Er hält dennoch bis zu 80 Kilometern, was er verspricht.

Hier seht ihr mich übrigens auf diesem Flitzer

Solltet ihr bislang noch keine Probefahrt mit einem E-Bike gemacht haben, kann ich euch diese Erfahrung nur weiter empfehlen.

 

 

 

 

 

 

Das Modell von  Kalkhoff Impulse ist übrigens
mein persönlicher Favorit :)

Habt ihr auch schon einmal drüber nachgedacht, euch ein E-Bike zuzulegen oder seid nun neugierig darauf geworden? Dann schreibt uns gerne eure Kommentare über diesen Blog oder über facebook.

Eure Dori von Unterwegs