Mit dem folgenden Beitrag bieten wir euch informativen Lesestoff zum Thema Merinowolle. Doch zuerst möchten wir euch unseren Gastautoren Gerald Bacher kurz vorstellen:

Autorenname: Gerald Bacher

Gerald-Bacher-Edler-Zwirn-Tipp-ElchblogGerald Bacher ist selbst begeisterter Outdoorsportler und großer Fan von Merinokleidung. Auf seinem Blog edlerzwirn.com bietet er euch einen ausführlichen Ratgeber rund um das Thema Merinowolle. Neben diesem feinen Zwirn widmet er sich außerdem noch vielen weiteren edlen Wollsorten.

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Wertvolle Tipps zum Kauf von hochwertiger Merinokleidung

Merinowolle sieht nicht nur gut aus, sie wird bei Konsumenten und Designern aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften gleichermaßen geschätzt. Früher setzten vor allem Hersteller von Outdoor Bekleidung auf das Material – heute hat sich edle Merinowolle auch im Luxussegment etabliert. Zum einen liegt das am hohen Tragekomfort, zum anderen weist die Wolle noch viele weitere praktische Eigenschaften auf, die Funktionskleidung aus Merinowolle zum echten Allroundtalent im Outdoor-Sport machen. Welche Vorteile Merinokleidung hat, was ihr beim Kauf beachten solltet und wie ihr die Kleidung richtig pflegt, erfahrt ihr hier.

Anhand dieser Merkmale erkennt ihr Qualität bei Merinowolle

Beim Kauf von Merino-Produkten gilt es einiges zu beachten, wenn ihr sicher sein wollt, dass sie ihr Geld auch wirklich wert sind. Diese kleine Checkliste solltet ihr dabei im Auge behalten:

  • Das Etikett verrät euch, ob in dem als Merinopullover angepriesenen Pulli auch wirklich zu 100 Prozent Merinowolle enthalten ist. Bei geringeren Merinoanteilen nimmt die Qualität dementsprechend ab!
  • Der Preis bestimmt die Qualität ein Stück weit mit. Es gibt nämlich unterschiedliche Herstellungsverfahren, die mal mehr, mal weniger aufwendig sind. Je aufwendiger die Herstellung, umso teurer ist das Produkt, aber umso hochwertiger ist in der Regel auch das Kleidungsstück. Außerdem gibt es unterschiedlich feine Merinofasern: Je feiner, desto teurer. Also lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben und dafür ein gutes Produkt erwerben.
  • Es gibt bei Merinobekleidung gewisse Hersteller, denen ihr in puncto Qualität absolut vertrauen könnt. Dazu zählen unter anderem die Marken Icebreaker, Woolpower und Ortovox. Diese Hersteller verarbeiten ausschließlich hochwertige Merinowolle und sprechen sich stark gegen Tierquälerei aus – mehr dazu weiter unten.
  • Als letztes gilt es natürlich, auf das eigene Hautgefühl zu achten. Merinowolle sollte so flauschig sein, dass ihr sie am liebsten gar nicht aus der Hand legen wollt. Sollten Merino-Produkte kratzen, ist es ein klares Zeichen von Mischfasern oder einer Fälschung!

Warum ihr euch für Kleidung aus Merinofasern entscheiden solltet

Was sind jetzt eigentlich genau die Unterschiede zwischen Merinowolle und herkömmlicher Baumwolle? Beziehungsweise, warum solltet ihr lieber auf hochwertige Merinofasern zurückgreifen? Die folgende Liste gibt Antworten:

  • Wie bereits erwähnt, fühlt sich Merinowolle toll auf der Haut an und kratzt nicht.
  • Im Gegensatz zu Kunstfasern schwitzt man darin weniger und wenn doch, dann wird der Geruch aufgrund der antibakteriellen Fasern entweder gar nicht aufgenommen oder ist nach kurzer Zeit an der frischen Luft wieder verflogen.
  • Ihre schmutz- und wasserabweisenden Eigenschaften machen Merinowolle zum perfekten Outdoor-Material.
  • Merinowolle kann ungefähr 35 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.
  • Die Fasern sind sowohl isolierend als auch atmungsaktiv – und damit im Sommer kühl und im Winter wärmend.
  • Außerdem wärmt das Material sogar, wenn es nass ist – im Gegensatz zu Baumwolle oder Kunstfaser. Und Merino wird zudem deutlich schneller wieder trocken.
  • Merinowolle wächst nach und ist damit eine gute Wahl für die Umweltbewussten unter euch.

Merinokleidung richtig pflegen

Kleidung aus Merino-Wolle ist, wie bereits erwähnt, antibakteriell, geruchsneutralisierend und schmutzabweisend, ergo ist das Material äußerst pflegeleicht. Ganz ohne Waschen geht es allerdings auch hier nicht. Das Material erweist sich allerdings als sehr unkompliziert, denn die meisten Merino Textilien lassen sich in der Waschmaschine waschen.

Dabei solltet ihr nur darauf achten, eine möglichst niedrige Temperatur zu wählen, denn ist diese zu hoch, neigt die Wolle zum Einlaufen. Um in Sachen Pflege auf Nummer sicher zu gehen, am besten auf das Etikett schauen und die Hinweise des Herstellers beachten. Auf keinen Fall solltet ihr eure Merinokleidung in den Trockner geben, denn dann läuft sie ein!

Gebt Tierquälern keine Chance

Leider gibt es auch bei der Merinoschafzucht eine Schattenseite: Tierquälerei. Vor allem das sogenannte Mulesing, bei dem den Schafen ein Teil der Haut über dem Hintern abgeschnitten wird, damit sich keine Fliegenlarven dort einnisten, ist in Australien, wo die meiste Merinowolle produziert wird, leider mehr die Regel als die Ausnahme.

Wenn ihr eure Merinowolle guten Gewissens kaufen wollt, informiert euch über die Hersteller und boykottiert solche, die sich nicht klar gegen Mulesing aussprechen. Vertrauenswürdige Marken sind, wie erwähnt, unter anderem Icebreaker und Woolpower, aber auch Kleidung von Ortovox könnt ihr bedenkenlos kaufen.

Gerald-Bacher-Edler-Zwirn-ElchblogFazit

Vor allem, wenn ihr viel an der frischen Luft unterwegs seid, profitiert ihr von den funktionalen Eigenschaften der Merinowolle. Sie ist angenehm zu tragen und in Sachen Pflege äußerst unkompliziert. Achtet beim Kauf aber unbedingt auf gute Qualität und vor allem darauf, dass der Hersteller das für die Schafe grauenvolle Mulesing nicht unterstützt. Dann könnt ihr ruhigen Gewissens die Vorzüge eurer Merino Kleidung genießen!