„Geht nicht, gibt’s nicht!“ – Survival Camp in Wilhelmshaven

erstellt am: 06. 08. 2013 um 8:48 Uhr

In unserem spannenden Gastbeitrag schreibt Thorben, Jugendleiter bei der THW-Jugend in Wilhelmshaven, über ein Survival Camp für Kinder und Jugendliche, welches Ende Juni in Wilhelmshaven stattfand. Eine tolle Sache! Viel Spaß beim Lesen!:-)
Der Autor Thorben (rechts) mit seinem Jugendleiter-Kollegen Daniel

Der Autor Thorben (rechts) mit seinem Jugendleiter-Kollegen Daniel

  Unter dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht!“ fand vom 22. bis zum 23.06.2013 das 1. Survivalcamp der International Police Association (IPA) am Banter See in Wilhelmshaven statt. Bei diesem Camp für Kinder und Jugendliche im Alter von 8-14 Jahren auf dem Gelände Klein Wangerooge durchliefen etwa 40 Teilnehmer im Rotationssystem sechs verschiedene Stationen, die sich mit dem Thema Survival auseinander setzten. Hierbei wurde den Kindern und Jugendlichen Kartenkunde im Gelände, das Errichten einer Feuerstelle, wichtige Knoten, Selbstverteidigung sowie behelfsmäßiger Verletztentransport und Transport eines Verletzten auf einem Schlauchboot nur mit natürlichen Hilfsmitteln näher gebracht. Mitorganisiert beziehungsweise unterstützt wurde dieses Camp von der THW Jugend Wilhelmshaven, der Freiwilligen Feuerwehr Rüstringen/Bant und dem Kampfsportverein KSK Wilhelmshaven.  
Das Camp

Das Camp

    Der 1. Tag Zu Beginn wurde den Kindern und Jugendlichen Zeit gegeben, ihre eigenen mitgebrachten Zelte aufzubauen und sich darin einzurichten. Dann ging es auch schon los! Die Teilnehmer wurden von den Organisatoren begrüßt und in sechs Kleingruppen aufgeteilt, die jeweils von einem älteren Gruppenleiter angeführt wurden, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand. Nachdem alle Stationen durchlaufen waren und wir zum Abschluss noch gegrillt haben, spielten wir mit den Kindern und Jugendlichen noch diverse Geländespiele. Gegen Abend ging ein Großteil der Teilnehmer noch im Banter See baden. Als Abschluss des Tages war eine Nachtwanderung in drei Gruppen geplant. Zurück im Camp sangen wir noch verschiedene Lieder, begleitet mit der Gitarre, am Lagerfeuer und gingen danach erschöpft, aber zufrieden in unsere Zelte. Wir zwei Gruppenleiter der THW-Jugend hatten noch 2 Stunden Nachtwache und gingen anschließend ebenfalls schlafen.  
Ab in die Fluten!

Ab in die Fluten!

    Unsere durchgeführten Stationen Unsere THW-Jugend war mit ihren beiden Betreuern und zwei Jugendleitern vor Ort. Die Station „behelfsmäßiger Verletztentransport“ wurde von den beiden Betreuern Sven Johanning und Tim Blanke durchgeführt. Hierbei galt es einen der Teilnehmer als verletze  Person mit diversen Methoden (mit/ohne Hilfsmittel) sicher von einem Ort zum anderen zu bringen. Die Jugendlichen bemühten sich, sich gegenseitig zu tragen und bewältigten dabei einen Hindernisparcour.

Survivaltraining

Nachdem die Jugendlichen nun verschiedene Methoden zum Verletztentransport gelernt haben, mussten sie eine dieser Methoden anwenden. Hierbei mussten sie in der Gruppe überlegen, wie sie die verletzte Person nun eine längere Strecke mit mehreren Hindernissen sicher zum Schlauchbootsanleger bringen können. Hier wartete dann schon die nächste Station auf die Gruppe. Diese wurde von den beiden Jugendleitern Daniel Alboldt und Thorben Fiebelkorn durchgeführt. Die Station beschäftigte sich mit „Verletztentransport auf dem Wasser“.  Die von der vorherigen Station sicher zum Schlauchbootsanleger gebrachte verletzte Person galt es nun über den Banter See auf einer vorher festgelegten Strecke mit unserem 12 Personen-Schlauchboot zu transportieren. Den Jugendlichen wurde jedoch nur das Schlauchboot ohne Mittel zur Fortbewegung (wie zum Beispiel Paddel) zur Verfügung gestellt, das heißt sie mussten in der Gruppe überlegen, wie sie das Schlauchboot fortbewegen und welche Hilfsmittel sie gegebenenfalls aus dem umliegenden Wald zusammensuchen und richtig anwenden. Nun wurde die verletzte Person, mit den bei der vorherigen Station gelernten Mitteln, sicher in das Schlauchboot gelegt und die Gruppe machte sich bereit, die vorher festgelegte Strecke zu beschreiten. Hierbei wurden sie von unseren beiden Jugendleitern in einem zweiten Schlauchboot begleitet. Sie sollten einschreiten, wenn die Gruppe mit dem Schlauchboot nicht mehr richtig auf Kurs war und sie abtrieben. Dies war am Ende der Fall, denn das Wetter wurde schlechter und es kam plötzlich Wind auf, was das Manövrieren des großen Schlauchbootes erschwerte.     Der 2. Tag  
Geländespiele

Geländespiele

Nach einem gemeinsamen Frühstück spielten wir am nächsten Tag in der Gruppe noch Gelände- und Abenteuerspiele, bis es dann gegen Mittag ans Abbauen der Zelte ging.               Die Resonanz der Teilnehmer
Die Teilnehmer waren begeistert!

Die Teilnehmer waren begeistert!

Das IPA Survivalcamp am Banter See fand in diesem Rahmen das erste Mal statt. Die circa 40 Teilnehmer im Alter von 8-14 Jahren kamen sehr motiviert und voller Vorfreude am Samstag Vormittag in das Camp. Sie begeisterten sich sofort für das Thema „Survival“ und durchliefen mit Begeisterung die verschiedenen Stationen im Rotationssystem, Highlight der Station war laut der Kinder und Jugendlichen jedoch die Station „Verletztentransport auf dem Wasser“, was uns als Gruppenleiter der THW-Jugend Wilhelmshaven, die diese Station durchgeführt haben, natürlich sehr freute. Mit dem Camp konnten wir auch neue Mitglieder anwerben, so dass an der darauf folgenden Gruppenstunde zwei neue Interessenten sich das THW einmal ansehen konnten. Insgesamt konnten wir eigentlich nur positive Eindrücke und Erfahrungen mit dem 1. IPA Survivalcamp am Banter See in Wilhelmshaven sammeln, so dass die International Police Association mit Sicherheit so eine Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder organisieren wird, wobei sie natürlich wieder von unserer Seite unterstützt werden wird.     Das von uns getestete 3-Mann Zelt „Lodge 3“ von der Firma Robens
Daniel mit dem Lodge 3

Daniel mit dem Lodge 3

Im Rahmen dieses Survivalcamps nutzen wir die Gelegenheit, das gekaufte 3-Mann-Zelt „Lodge 3“ der Firma Robens von  Unterwegs zu testen. Zu zweit funktionierte der Aufbau gut, da dieser ziemlich selbsterklärend war, so dass man nicht zwangsläufig auf eine Aufbauanleitung angewiesen war. Dank einfacher Konstruktion nahm der Aufbau auch nur circa 10 Minuten in Anspruch. Im aufgebauten Zustand ließ sich das Zelt aufgrund des geringen Gewichtes von nur 3 kg noch problemlos von einem Platz zum anderen bewegen und danach abspannen. Ein Nachteil, der uns bei den Abspannseilen aufgefallen ist, besteht darin, dass diese wegen ihrer dunkelroten Farbe schlecht im Dunklen zu sehen sind und somit eine potentielle Stolperfalle darstellen. Das Zelt bietet laut Beschreibung Platz für 3 Personen, da wir aber nur zu zweit in dem Zelt übernachtet haben, hatten wir auch noch genug Platz für unser Gepäck. Es sollten also problemlos 3 Personen ins Zelt passen, jedoch könnte es mit Gepäck ein wenig eng werden. Insgesamt jedoch hat uns der relativ große Wohn- und Schlafraum positiv überrascht. Die zwei Eingänge boten uns einen bequemen Zugang zum Zelt, ohne sich beim Schlafen in die Quere zu kommen. Auch gewährten die beiden Eingänge eine sehr gute Luftzirkulation – aufgrund von Lüftungsschlitzen in den Innenzeltklappen, die mit Fliegengitter versehen sind, sogar ohne lästigen Insekteneinfall. Nachts bietet das Außenzelt optimalen Schutz vor Wind und Wetter. Der Abbau gestaltete sich, wie der Aufbau, relativ einfach und nahm ebenfalls nur gut 10 Minuten in Anspruch. Insgesamt haben wir beide einen durchaus positiven Eindruck von dem Robens Zelt „Lodge 3“ bekommen. Es bietet ausreichend Platz und  ist mit seinen gut drei Kilogramm Gewicht und geringer Ausmaße sehr gut zu transportieren und zu verstauen.

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Ihr Kommentar:




Flori | am 6. August 2013 um 13:36 Uhr

Daumen hoch! Eine gelungene Veranstaltung. Ich finde es immer wichtig Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen und freue mich das dies ein solcher Erfolg war!




Tim Blanke | am 7. August 2013 um 00:05 Uhr

Super Beitrag !!
Das Wochenende war echt super.
Ich hoffe das das Camp nächstes Jahr genau so gut wird.



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