Bei Unterwegs gibt es echt harte Mädels und Jungs. Welche, denen das Abenteuer ins Gesicht geschrieben ist. Die ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind.

Früher gehörte ich auch mal dazu. Kein Weg zu weit, kein Fluss zu reißend, kein Pass zu steil, kein Berg zu hoch – na gut, den Himalaya jetzt mal beiseite gelassen. Die Ausrüstung war natürlich spartanisch, schließlich musste ich alles schleppen – bestenfalls auf dem Fahrrad transportieren – aber auch das will gefahren werden. So bin ich wirklich viele Jahre unterwegs gewesen.

Mein Zelt mit Stehhöhe und großer Apsis – das Großzelt oben werde ich vielleicht in 10 Jahren brauchen

Mein Zelt mit Stehhöhe und großer Apsis – das Großzelt oben werde ich vielleicht in 10 Jahren brauchen

Heute ist das alles anders. Heute wird das Auto beladen und ab gehts. Nicht, dass ich dem Zelten abtrünnig geworden wäre, ich kann mir nach wie vor keine bessere Art des Urlaubs vorstellen. Aber die  Therm-a-Rest ist 3,5cm dicker und ich nehme das Kopfkissen von zu Hause mit. Nur der Daunenschlafsack ist noch der gleiche wie vor 25 Jahren. Der wird auch noch ein bißchen halten.

Das Zelt hat Stehhöhe – ihr werdet das kennen, wenn man sich im Zelt auf dem Rücken liegend in die Hose reinquält – das geht hier bedeutend besser. Die große Apsis, in die Tisch und Stühle reinpassen, ist ideal um Schlechtwettertage ohne Lagerkoller zu überstehen.

 

Outdoor Sessel und Campingtisch

Outdoor Sessel und Campingtisch schonen den Rücken

Tischtuch und Kerzen - wir haben alles dabei

Tischtuch und Kerzen – wir haben alles dabei

Ich sitze auch nicht mehr auf dem Boden oder auf der Liegematte, sondern im Campingstuhl. Der Teller steht nicht mehr auf dem Schoß sondern auf dem Tisch, Tassen und Töpfe gleichermaßen, das Klappbesteck ist dem Haushaltsbesteck gewichen.

 

 

Eigentlich ist alles so wie früher nur bequemer, luxuriöser. Wenn ich passende Bäume finde, kann ich meine Hängematte aufhängen – die ist auch immer dabei – und die Seele baumeln lassen.

 

 

 

Candlelight Dinner – auch das kriegen wir hin. Das praktische Wachstuch und die bunten Untersetzer sind zwar nicht wirklich romantisch, aber bei Kerzenschein sieht doch gleich alles anders aus.
Hier werden allerdings die Vorbereitungen für ein französisches Mittagessen mit Baguette und leckerem Käse getroffen. Da wir uns um Gewicht und Volumen unseres Essens ja keine Gedanken machen müssen, schlendern wir auch gerne über Wochenmärkte und kaufen frische Sachen ein.

Frisch gerösteter Kaffee aus aller Welt

Frisch gerösteter Kaffee aus aller Welt

Diese runden Courgette schmecken fantastisch

Diese runden Courgette schmecken fantastisch

Selbstgemachte Marmelade – liebevoll drapiert

Selbstgemachte Marmelade – liebevoll drapiert

Kuehlschrank

Der Kühlschrank liefert kalte Getränke und frisches Essen

Und wo lagern wir alle diese Delikatessen? Richtig, ich habe mir einen Kühlschrank zugelegt. Vorbei die Zeiten, in denen wir mit feuchten Handtüchern über der Ortlieb-Faltschüssel versuchten, die Butter davon abzuhalten flüssig zu werden. Ganz zu schweigen von dem Versuch, auf gleiche Weise die Getränke kalt zu bekommen. Die einzige Möglichkeit bestand darin, dass man einen Platz in der Nähe eines kühlen Baches fand, in den man die Flaschen reinhängen konnte.
In meinem Kompressor-Kühlschrank könnte ich sogar Eiswürfel zubereiten – mache ich aber nicht, der restliche Inhalt würde ja mitgefrieren. Links in der Ecke seht ihr übrigens meinen Trangia Kocher – den hatte ich auch schon vor 30 Jahren mit und brauche ihn immer noch zum Kaffee kochen – siehe mein Beitrag im Elchblog: Der beste Cappuccino unterwegs

Der Primus Njord Doppelflammer

Der Primus Njord Doppelflammer

 

Vom einflammigen Trangia Kocher habe ich auf den Doppelflammer “Njord” von Primus gewechselt. Wie ihr seht, passt da auch mal eine größere Pfanne drauf. Für den Topf mit Nudelwasser ist auch noch Platz. Gegenüber anderen Doppelflammern hat der Njord Vorteile in Gewicht und Packmaß und ich kann die gleichen Kartuschen verwenden wie für meine Lampe und den Gaseinsatz für den Trangia.

Ich mache mich auf den Weg

Ich mache mich auf den Weg

 

 

 

 

 

Damit ihr jetzt nicht glaubt, dass ich meinen Urlaub nur mit Völlerei verbringe, hier der Beweis.
Für eine Tageswanderung bin ich immer zu haben, zumal wenn das Wetter so gut ist wie dieses Jahr. Im Loire-Tal habe ich sehr abwechslungsreiche Touren gefunden, von dem eher flachen Loire-Tal Radweg (den habe ich mir für die nächste Radtour schon mal vorgemerkt, Infos bekommt ihr hier: loire-radweg.org/) bis zu Teilstücken des  GR3 – Weitwanderwegs.

 

 

 

Impressionen von unterwegs

Kulturlandschaft – aber schön

Kulturlandschaft – aber schön

 

 

Sonnenblumen - überall zu finden

Sonnenblumen – überall zu finden

Der Loire-Tal Radweg

Der Loire-Tal Radweg

 

Ach ja: Schlösser gibt es natürlich auch in Hülle und Fülle. Und am Ende des Weges wartet die reich gedeckte Tafel – womit wir wieder beim Essen wären ;-)

Tafeln wie Gott in Frankreich

Die reich gedeckte Tafel – Lohn für die Mühen des Tages