Sicherlich haben schon viele unter Euch das Projekt Globekicker verfolgt, bei dem Simon Striegel und Stefan Perlebach aus Bremen mit ihrem Bus “Bernd” quer durch die Weltgeschichte gereist sind? Mit einem Tischkicker im Gepäck hat es die zwei bis nach Indien getrieben.

Die Idee
Simon Striegel und Stefan Perlebach sind eigentlich ganz normale Studenten an der Uni in Bremen, die sich auf die Studienschwerpunkte Entwicklungspolitik und –zusammenarbeit spezialisiert haben.

Allerdings hatten die beiden eine Idee, die sich schon nach kurzer Zeit zu einem genialen Projekt entwickelte: Zwei unerschrockene Jungs, ein Bus namens Bernd und eine Reiseroute quer durch die Weltgeschichte. Zwar gab es da noch das Problem mit den fremden Sprachen… aber obwohl weder Stefan noch Simon diese beherrschen, waren sie beide von Anfang an überzeugt von der Idee über ihren Tischkicker ganz einfach mit den Menschen der unterschiedlichsten Länder in Kontakt treten zu können.

Auch Unterwegs ist von dieser Aktion begeistert und hat die zwei Bremer auf ihrer Reise als Sponsor gern unterstützt.

Auf ihrer Website globekicker.de schrieben Stefan und Simon:
„Nur um die Welt zu reisen, genügt uns Globekickern nicht. Wir möchten die Welt auf eigene Faust entdecken, Menschen in vielen verschiedenen Ländern kennen lernen und ihnen ganz unvoreingenommen und auf Augenhöhe begegnen.“

Der Trip
Die Idee stand, der Bus war beladen und schon machten die beiden Bremer die zahlreichen Länder unsicher. Auf ihrer Reise trafen sie auf Slum-Kinder aus Indien sowie Tischfußballnationalmannschaften und Grenzpolizisten aus Pakistan. Ihre Idee ging offensichtlich sehr gut auf: Das Spiel sorgte sofort für Sympathien und schien auf Anhieb jegliche Skepsis abzubauen.

Während ihres Trips machte sich Stefan auf nach Bangladesh und arbeitete dort bei der Grameen Bank als Praktikant. In dieser Zeit lernte er die kleine Muni, ein bettelndes Kind auf der Straße kennen. Viele Eltern in den bereisten Ländern verdienen in der Regel einfach nicht genug, um ihren Kindern einen entsprechenden Bildungsweg ermöglichen zu können. Ganz im Gegenteil. Um die Familie überhaupt über Wasser halten zu können, schicken sie ihre Kinder regelmäßig zum Betteln auf die Straßen. Durch das Betteln tragen die Kinder zwar einen wesentlichen Teil zum Familieneinkommen bei, können aber trotzdem nicht die Schule besuchen.

Stefan schloss die kleine Muni sehr schnell in sein Herz und suchte den Kontakt zu ihrer Mutter. Diese erzählte ihm von ihren finanziellen Problemen und von ihrem Lebenstraum, einen eigenen kleinen traditionellen Teeshop zu betreiben. Hiermit könne sie den Lebensunterhalt für ihre Kinder sicherstellen und die Kleinen zur Schule schicken.

Innerhalb von gerade einmal drei Monaten gelang es Stefan Spenden zu sammeln und Muni’s Mutter ihren Traum zu ermöglichen.

Stefan:
„Ich persönlich war total begeistert während meines Aufenthalts in Bangladesch zu sehen, mit wie wenig Mitteln man doch so viel erreichen kann.“

Auf diese Weise wurde von ihm die Spendenaktion „Muni“ ins Leben gerufen, um den Straßenkindern vor Ort zu helfen.

Das haben sie bisher erreicht:
Es konnte bereits eine Schule für Muni und ihre Geschwister gefunden werden und sie haben den Nobelpreisträger Prof. Yunun von der Grameen Bank von ihrer Idee überzeugt. Außerdem ist es Stefan und Simon schon gelungen einige Spenden und Sponsorengelder für dieses Projekt zu sammeln. Zwar wird die kleine Muni demnächst zur Schule gehen, aber ihre Freunde und Freundinnen verdienen es genauso sehr von uns unterstützt zu werden.

Aber: es sollen noch viel mehr werden. Dafür wird jetzt der weitgereiste Tischkicker zu Gunsten dieses Projekts versteigert. Die ebay-Auktion hierfür läuft vom 17.05. bis 27.05.2012.

Alle Informationen rund um das Projekt Globekicker gibt es auf www.globekicker.de

Dort findet Ihr auch noch einmal sämtliche Fotos von ihrem Trip.

Einen Film über ihre spannende Reise und über das Projekt „Muni“ findet Ihr hier:

http://www.youtube.com/watch?v=GkjPidzYAXE