Große Pflanzaktion bei Unterwegs

erstellt am: 26. 11. 2012 um 15:45 Uhr

Nachdem wir uns an unserem neuen Standort in Wilhelmshaven so richtig gut eingelebt haben, schoss unserem Geschäftsführer, Christoph Ganß, die Idee in den Kopf, einige der vielen Grünflächen unseres Geländes für einen guten Zweck zu nutzen. Was konnte sich da besser anbieten als eine schöne bunte Obstwiese?   Die Idee Gesagt, getan. Da Christoph einen besonders großen Wert auf alte und traditionelle Obstsorten legte und keiner von uns so richtig vertraut mit diesem Thema war, haben wir uns an die alt eingesessene Baumschule Brüntjen in Edewecht gewandt. Herr Brüntjen ist nicht nur der Besitzer dieser Baumschule, sondern gleichzeitig ein leidenschaftlicher Pomologe und Obstbaumsammler. Somit war er also der ideale Ansprechpartner für unsere geplante Pflanzaktion. Nur wenige Tage, nachdem wir mit ihm Kontakt aufgenommen hatten, erhielten wir auch schon eine erste bunt gemischte Liste von diversen Obstbäumen. Hierzu gehörte unter anderem der ostfriesische Herbstkalvill. Wie jeder der am vergangenen Wochenende gepflanzten Obstbäume gehört auch dieser Apfelbaum zu den kleinen bis mittelgroßen Hochstämmen seiner Art. “Charakteristisch für diesen leicht hochgebauten und prächtig gefärbten feinen Tafelapfel ist vor allem der frische und süßsäuerliche Kalvillgeschmack.”, so die Aussage von Herrn Brüntjen.   Die Vorbereitungen Unser Entschluss stand fest. Allerdings ist es gar nicht so einfach 30 Bäume zu pflanzen, ohne die entsprechende Unterstützung von Fachleuten und ohne einige helfende Hände. Daher setzten wir uns sowohl mit dem NABU, dem BUND, dem Jugendzentrum Point als auch mit den Junior Rangern in Verbindung und erhielten tatsächlich von jeder dieser Organisationen eine Zusage für den 24.11.2012. Außerdem erhielt ich von der Baumschule Brüntjen die Zusage, dass sie durch Herrn Dr. Herold, einem pensionierten Kinderarzt und leidenschaftlichen Naturschützer aus Wilhelmshaven, an diesem Tag vertreten werden würde.     Eine Aktion – viele Baustellen Nachdem sich Herr Dr. Herold die unterschiedlich beschaffenen Böden auf unserem Gelände etwas genauer angesehen hatte, wurde uns erst einmal so richtig bewusst, wie viel Arbeit auf unsere Truppe zukommen würde und dass wir auf die Hilfe von richtigen Fachmännern und deren Werkzeug angewiesen waren. Denn es befand sich in dem Boden auf der einen Seite der eingeplanten Fläche extrem viel Schutt und auf der anderen Seite umso mehr Filz, der sich durch den starken Grasbewuchs im Laufe der Jahre entwickelt hatte. Vielleicht hätten wir die Löcher für die Bäume mit viel Kraft und Energie buddeln können. Doch spätestens bei dem 40 cm tiefen Hineinrammen der Pfähle, wären wir sicher alle an unsere Grenzen gelangt.     Daher kam uns die Firma Hausfreund zur Hilfe. Mit Spiekerspaten, Spitzhacke und 10-er Erdbohrern bewaffnet, entstanden innerhalb von etwa 2,5 Stunden die 30 geplanten Baumlöcher sowie die Löcher für die Baumpfähle. Erst als die Löcher fertig waren, konnten wir genau sehen, wie viel Schutt in diesem Boden zu finden war und dass wir mit dieser Erde sicherlich ordentlich hätten kämpfen müssen.         Die Pflanzaktion Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen waren, konnte also die Pflanzaktion beginnen. Pünktlich um 09.30 Uhr erreichten uns die Bäume der Baumschule Brüntjen. Als diese bei uns eintrafen, war ich doch schon sehr erstaunt, wie dünn diese Bäume noch waren. Eigentlich hatte ich mir die Bäume viel wuchtiger vorgestellt. Es ist schon faszinierend, dass aus solch schmächtigen Stämmen, die noch nach nichts aussehen, irgendwann einmal prächtig gewachsene Obstbäume werden, oder?     Trotz des starken Nebels, ließ sich keiner der eingeplanten Helfer davon abbringen an diesem Tag zu erscheinen. Alle waren äußerst motiviert und packten gleich mit an, sodass es uns innerhalb kürzester Zeit gelang, alle Bäume auf die einzelnen Löcher zu verteilen und pünktlich um 10 Uhr mit der Bepflanzung unserer freien Grünflächen loszulegen. Hand in Hand wanderte ein Baum und ein Pfahl nach dem anderen zu den vorbereiteten Pflanzlöchern.           Eine Investition für die Umwelt und die Zukunft Daraufhin versammelten wir uns alle in der Runde und erhielten von Herrn Dr. Herold eine genaue Anweisung, wie die Bäume in die Erde gesetzt werden sollten. Er meinte, es sei super, dass wir die Bäume bereits bunt gemischt auf der freien Fläche verteilt hätten und dass es eine Investition sowohl für die Natur als auch für die Zukunft sei. Laut seiner Aussage könne ein Obstbaum bis zu 100 Jahre alt werden. Nachdem uns Dr. Herold gezeigt hatte, bis zu welcher Stelle die Bäume mit Erde bedeckt werden sollten und dass jedes Loch zudem mit etwa einer Schaufel voll Kalk sowie zwei Händen voll Bodenaktivator gefüllt werden sollte, griffen allesamt fleißig zu ihren Spaten.     Bloß keine Langeweile Während die Stärksten die Pfähle mit Vorschlaghämmern in die Erde beförderten, kümmerten sich die anderen darum, die Löcher wieder mit Erde zu befüllen und den Schutt aus der Erde auszusortieren. Da uns Herr Brüntjen empfohlen hatte, ein paar Schuttstücke in die Löcher zu werfen, die mit Filz bewuchert waren, sortierten wir den Schutt aus und verteilten ein paar der kleinsten Stücke in die Löcher am anderen Ende der Senke. Schutt enthalte Mineralstoffe, die sehr wertvoll für die frisch gepflanzten Bäume seien.   Das Finale Nachdem jeder der insgesamt 30 jungen Obstbäume in sein Loch eingepflanzt war und von den fleißigen Junior Rangern ordentlich angegossen wurde, fehlte nur das Kokosband, mit dem die Bäume mit den Pfählen verbunden werden sollten. Auch dies ist eine Technik, die erst einmal gelernt werden muss. Nach einigen Versuchen und dem ein oder anderen schiefen Baum von Unterwegs, gelang unserer Truppe schließlich auch noch dieser Arbeitsschritt. 🙂     Eine kleine Stärkung zum Schluss Da sich nach dieser Aktion allesamt eine kleine Stärkung mehr als verdient hatten und wir sogar schneller fertig waren als gedacht, belieferte uns schließlich der Brötchen Blitz mit liebevoll belegten Brötchen. Rundum also eine tolle Aktion, bei der jeder mit Spaß bei der Sache war. Hier übrigens noch einmal alle Bilder auf einen Blick. Eure Dori von Unterwegs

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