Fotokurs_in_Kenia_Schumacher_unterwegsMit diesem Ziel vor Augen genießt der gebürtige Rostocker André Schumacher (geb. 1974) sein Leben in vollen Zügen und bereist seit einigen Jahren die ganze Welt. Während seiner Reisen entdeckt er unsere Welt immer wieder auf’s Neue und lernt ihre schönsten Seiten hautnah kennen.

Raus aus dem Alltag
Der gelernte Architekt arbeitete zunächst freiberuflich auf den Kanarischen Inseln. Diese Arbeit schien ihn langfristig gesehen jedoch nicht wirklich zu erfüllen. Nach dreijähriger freiberuflicher Tätigkeit hängte er seinen Job an den Nagel und startete eine außergewöhnliche Reise von Pol zu Pol mit seinem treuen Drahtesel. Diese Reise begann im Naturparadies Patagonien und endete im eisigen Alaska. Seine Eindrücke und Erfahrungen teilt er in atemberaubenden Diavorträgen und weckt das Reisefieber in seinen Zuhörern.

 

Seit dieser Reise hat sich sein Leben komplett verändert
André hat sein Leben komplett auf den Kopf gestellt und genießt die neue Freiheit. Er hat schnell festgestellt, dass ihn vor allem die Fotografie begeistert. Nicht ohne Grund arbeitet er seit der „Pole to Pole“ Reise als freiberuflicher Fotograf. Sein Fokus sind das einfache Leben und die Freude am Unterwegssein, diese Themen greift er auch in seiner Fotografie auf.

 

Diese Freude am Unterwegssein vermittelt er zusammen mit seinen persönlichen Eindrücken in seinen faszinierenden Vorträgen. Eine Auswahl seiner atemberaubenden Fotos stellt er alljährlich in einem Fotokalender zusammen. Den Reinerlös seines Kalenders leitet er übrigens direkt weiter an nachhaltige Projekte der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit in aller Welt.

Zur Zeit arbeitet er an einem neuen Projekt: eine Reportage über die Kanaren, die er von Ost nach West zu Fuß durchqueren möchte. Die Strecke, die er innerhalb von sechs Monaten zu Fuß zurücklegen will, erstreckt sich von Lanzarote bis nach El Hierro. Ihn begleiten dabei lediglich eine Decke, seine Kamera und ein Würfel.
André Schumacher folgt dabei den Worten von Henry Miller:

„Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.“

Sein Ziel: ein „tiefgründiges, hochwertig fotografiertes und sinnliches Porträt der Inseln“ (André Schumacher)
Der Fokus liege dabei auf den faszinierenden Landschaften und ihrer Einwohner, denen die Kanaren ihre einzigartige Identität verdanken.

Videos folgen
Auf die frisch geschnittene Videoreportage müsst ihr euch jedoch noch ein bisschen gedulden. Diese erwartet euch nämlich erst ab Januar 2014 in Form einer Film- und Fotoshow. Die ersten Impressionen findet ihr jedoch bereits in seinem persönlichen Blog, in dem er sämtliche Trips dokumentiert: http://www.poletopole.de/kanaren_aktuelles.php

Auch bei facebook ist André Schumacher zu finden: www.facebook.com/poletopole

Und hier eine seiner aktuellen Kolumnen. Viel Spaß beim Lesen ;)

 

Steckbrief Frachtschiffreise

Reisedaten

Route: Hamburg – Santa Cruz de Tenerife

Entfernung: 3.600 km

Reisedauer: 8 Tage

Zwischenstopps: Rotterdam (Niederlande), Felixstowe (Großbritannien), Caniçal (Madeira)

Für Neugierige: www.poletopole.de/frachtschiff

Tipp

Mal anders in den Urlaub! Nämlich langsam. So, dass die Seele auch mitreist. Und ansatzweise umweltverträglich.

Kanarische Inseln, Spanien und Portugal ab Hamburg mit der OPDR. Buchbar über die Hamburg Süd Reiseagentur [Link: http://www.hamburgsued-frachtschiffreisen.de].

Für jene, die weltweit und auf allen Ozeanen unterwegs sein wollen, ist die NSB Reederei [Link: http://www.nsb-reisebuero.de] eine gute Adresse.

Ferkeleien an Bord

Kanarische Inseln

 

Kein Zoll. Kein Stempel. Keine Gepäckkontrolle. Nur ein Typ mit einem Pott Kaffee in der Hand und einem zweiten, voller Zigaretten, der vor ihm auf dem Fernseher steht. Alle zwei Minuten zieht er eine Fluppe heraus. “Das Boot steht dahinten”, sagt er ohne aufzuschauen, so als würde er mich zum Bus schicken. Ein Bus mit 126 Metern Länge, der gerade auf seine Ladung wartet. Auf 300 Container und auf mich. Unser Ziel: Die Kanarischen Inseln, neun Seetage entfernt, und ein Lotse bringt uns im Morgennebel auf Kurs. “Möchten Sie einen Kaffee?”, fragt ihn der Kapitän. “Ja, gerne. Mit einem Schuss Milch, bitte, und etwas Zucker.” Der Kapitän rünft die Nase. Der Ekel steht ihm ins Gesicht geschrieben. Der Stolz auch. “Café español o café de porquería?” In etwa: “Spanischen Kaffee oder Ferkeleien?”

Damit ist alles gesagt. Es wird eine gute Fahrt. Ich weiß es. Und hier ist, warum. Erstens: Spanier sind ein rassiges Völkchen. Zweiterns: Es gibt nur noch zwei Schiffe in der spanischen Flotte, die auch tatsächlich von Spaniern besetzt sind. Und das auch nur, weil die Reedereien sich davor scheuen, den Seeleuten ihre im Fall der Kündigung hohen Abfindungen zu zahlen. Drittens: Dies ist eines der beiden Schiffe!
Konkret bedeutet dies: Die leiblichen Genüsse kommen nicht zu kurz. Und dafür sorgt Fernando. Aus Galizien. Runde Brille, warmes Lachen und gebaut, als könne er ein Rind nicht nur zerlegen, sondern auch verdrücken. Das trifft sich natürlich herrlich, denn außer dem Lauschen der Wellen, dem Schauen von Sonnenuntergängen und dem Verschlingen von Büchern gibt es nicht viel zu tun. Also isst man. Am Morgen Spiegeleier. Mindestens drei. Mit dicken Lagen Schinkenspeck, gewendet, gebadet und schließlich ertränkt in Olivenöl. Zum Mittag, das ist nur vier Stunden später, türmen sich Paella, Rindersteaks und Goldbrassen vor einem auf. Abgerundet von frittiertem Spritzgebäck mit einem Überzug aus Schokolade. Und kaum hat auch deren Verdauung begonnen, geht es schon in die letzte Runde des Tages: das Abendessen. Eintöpfe, Empanadas, Garnelen in Knoblauchsoße. Eisbecher. Sahnetorte. Vanillepudding. Wer will eine Insel da noch von der Luft aus betreten? Und drei Espressi obendrauf. Natürlich keine Ferkeleien!