Knigge fürs Wildzelten und Biwakieren

erstellt am: 10. 04. 2012 um 11:15 Uhr

Die richtige Einstellung ist es, die sich jeder Outdoorer zu Herzen nimmt: Zum Outdoor-Knigge gehört  vor allem, sich ruhig zu verhalten und auf Rufen, lautstarkes Unterhalten oder anderen Lärm zu verzichten, auch in größeren Gruppen. Und glaubt mir:  In diesem angemessenen Verhalten drückt sich der Respekt vor der Natur aus, aber auch Rücksicht gegenüber anderen Spaziergängern, die in der Natur Erholung suchen. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen freiem Campieren (mit Zelt) und freiem Biwakieren (zum Beispiel unter einem Tarp). Letzteres ist generell erlaubt, es sei denn, Ihr schlägt Euer Nachtlager auf Privatgrundstücken auf – in diesem Fall muss selbstverständlich der Besitzer des Grundstücks um Erlaubnis gefragt werden. In Deutschland und Österreich ist Wildcampen ausdrücklich verboten, Biwakieren gilt als Notlager und wird deshalb geduldet. In der Schweiz gilt beim Wildcampen von Kanton zu Kanton eine andere Regelung, am sichersten ist es, vor Ort nach den Regelungen zu fragen. In Naturschutzgebieten ist das Campen grundsätzlich untersagt, vermeiden solltet Ihr ebenfalls empfindliche Ökosysteme wie den Übergangsbereich zwischen Wald und Offenland, die Nähe zur Baumgrenze, Weiden, lockere Baumbestände und felsige Abschnitte im Wald, außerdem Moorlandschaften und Auen. Zur eigenen Sicherheit sucht Euch geschützte Stellen und vermeidet die Nähe von fließenden Gewässern. Und trotz aller Abgeschiedenheit gibt es einen Knigge für die Nacht in der Natur: Selbstverständlich sollten sich die Outdoorer (also wir) ruhig verhalten, um die Tiere nicht zu stören. Feuer darf keines entfacht werden, Müll muss wieder aufgesammelt und mitgenommen und andere menschliche „Hinterlassenschaften“ vergraben werden. In einigen anderen Ländern wie Estland, Lettland, Litauen und Irland ist wildes Camping erlaubt. Ein Nutzungsrecht für die freie Natur haben zudem beispielsweise Schweden, Norwegen und Finnland – „Allemannsrätten“ („Jedermannsrecht“) – nennt es sich und erlaubt jedem Outdoorer (also unmotorisierte Personen) auch die Übernachtung im Freien. Ein paar Spielregeln gibt es aber auch hier: Offenes Feuer ist verboten, und Ihr solltet Euch nicht in Sichtweite von Häusern niederlassen. Holz darf nicht gefällt werden und für das Angeln müsst Ihr Euch einen gültigen Berechtigungsschein besorgen(Schweden). Den Schein selbst bekommt Ihr bei der zuständigen Touristeninformation. Die Natur zu schonen sollte für uns Outdoorer selbstverständlich sein. Hier ein paar Grundregeln fürs Wildzelten: Meidet Gefahrenzonen und Schutzgebiete: Dazu gehören neben Naturreservaten, Landschaftsschutzgebieten auch Jagdgebiete und Stellen in Sichtweite eines Jägerstandes. Landschaftlich genutzte Flächen sind ebenso tabu wie die Nähe von Straßen, einzeln stehenden Wohnhäusern oder Ortschaften. Kocht auf kleiner Flamme: Möchtet Ihr auf Eure warmen Mahlzeit nicht verzichten, solltet Ihr einen standsicheren Kocher verwenden und darauf achten, dass der Boden darunter keinen Schaden nimmt, kein offenes Feuer. Macht Euch unsichtbar: Zelte in gedeckten Grün- oder Brauntönen sind für wildes Camping perfekt geeignet. Noch „unsichtbarer“ werdet Ihr, wenn Ihr auf ein Zelt ganz verzichtet und Euch stattdessen unter ein Tarp legt oder den Schlafsack direkt unter freiem Himmel ausrollt. Eure Hinterlassenschaften, wie zum Beispiel Müll, werden wieder mit genommen und verlasst den Biwakplatz so, wie Ihr ihn vorgefunden habt, oder besser, wie Ihr ihn vorfinden wollt.   http://wild-campen.de/

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