Lowa – Tradition und Innovation seit über 90 Jahren

erstellt am: 14. 11. 2014 um 10:45 Uhr

Da ich so ziemlich jede Chance nutze draußen zu sein, möchte ich mich auf meine Kleidung und mein Schuhwerk zu 100% verlassen können. Sei es bei ausgiebigen Spaziergängen mit unserer Hundedame, bei einer Tagestour mit unserem Knirps oder auch bei Wind und Wetter auf meinem treuen Drahtesel. Warum namhafte Hersteller wie Lowa genau diese Anforderungen erfüllen, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.  
Lowa-Melrose-GTX-Winterstiefel-Unterwegs

Lowa Melrose GTX Mid Women – lässig, bequem und absolut zuverlässig!

Funktion und Design in einem Modell Zwar bin ich nach wie vor von dem Modell “Renegade GTX Mid Lady” (hier findet ihr meinen damaligen Blogbeitrag) von Lowa sehr begeitert, doch nutze ich sie ehrlich gesagt eher an Orten, an denen das Outfit für mich keine Rolle spielt:
  • am Strand
  • bei ausgiebigen Spaziergängen am Deich und über nasse Wiesen
  • bei Matschwetter
  • auf mit feuchtem Laub bedeckten Straßen
  • bei frostigem Winterwetter
Kurz: in allen Situationen, bei denen ich auf hervorragenden Grip und zuverlässigen Schutz vor nassen Füßen angewiesen bin. Zwar ist der Renegade ein toller Multifunktionsschuh, auf den ich mich überall verlassen kann, doch leider eignet sich seine Optik meiner Meinung nach nicht unbedingt für die Kombination Schuhgröße 41 und Röhrenjeans 🙂 Deswegen trage ich ihn weder auf dem Weg zur Arbeit, noch in der Stadt. Daher suchte ich schon lange nach einem Modell mit ähnlicher Funktion und sportlichem Design. Schließlich stieß ich auf das Modell “Melrose” von Lowa, ein allwettertauglicher, gefütteter Winterboot mit atmungsaktiver Gore-Tex® Membran in sportlichem Design.   Melrose-Lowa-Unterwegs-Sohle Perfekte Passform und optimaler Grip Schon bei der ersten Anprobe wusste ich “Das ist er!” Obwohl die Temperaturen im Oktober eher an Frühling als an Herbst erinnerten, wollte ich die Melrose am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Lowa wirbt nicht umsonst mit seinen speziell für Frauen entwickelten Modellen. Leider sind die vielen technischen Details des Schuhs auf den ersten Blick nicht sichtbar. Doch bei der Anprobe merkt man gleich, wie passgenau die Schuhe gearbeitet werden. Neben speziellen Sohlen, Zungenpolstern, Einlegesohlen und flexiblen Schaftabschlüssen, sind vor allem die hierfür verwendeten Damenleisten verantwortlich für die tolle Passform.   GoreTexFutter-Melrose-LowaAtmungsaktiv und optimale Isolation Das atmungsaktiven Gore-Tex® Partelana Futter isoliert hervorragend und dank der passenden Zwischengrößen und einem Gewicht von 370 Gramm, war das Tragegefühl nahezu perfekt. Abgerundet wird der Melrose übrigens durch eine spezielle “Sneaker-Wintersohle” mit ausgeprägten Noppen, die sowohl bei feuchtem Laub als auch bei Raureif auf den Straßen für einen sicheren Tritt sorgt.     Schuhe mit Tradition… Nachdem mich nun bereits das zweite Modell von Lowa überzeugt hat, wollte ich mehr über den Hersteller erfahren. Was ich dabei herausgefunden habe, möchte ich euch nicht vorenthalten und kurz zusammenfassen:  

LOWA-Produktion

Über 90 Jahren auf Erfolgskurs mit Made in Germany Die Geschichte Lowas begann bereits 1923 mit seinem Gründer Lorenz Wagner in Jetzendorf (Oberbayern) und den ersten handgefertigten Schuhen mit so genannten “Ziegennähte”. Schon bald folgte eine Schlagzeile und eine Innovation der nächsten. Von Bergschuhen für Gebirgsjäger über “Leichtschuhe” bis hin zum besonders bequemen “Air-System” für luftgepolsterte Skischuhe. Dank der enormen Nachfrage und gleichbleibend hoher Qualität, gelang es Lowa nicht nur seine Büro- und Lagergebäude stetig zu erweitern, sondern auch 1930/31 sein erstes Fabrikationsgebäude zu schaffen. Und obwohl die Koreakrise 1949/50, die plötzlich gestiegenen Lederpreise und der Tod von Lorenz Wagner (1953) Lowa gewaltige Schläge versetzten, brachten Wagners Tochter Berti und ihr Mann Sepp neuen Schwung in die Firmengeschichte des Unternehmens. Mittels neuer Technologien wie Polyurethan-Spritzmaschinen und die ersten Vulka-Sohlen mit 100%-igem Feuchtigkeitsschuss hatte Lowa einen neuen Erfolgskurs eingeschlagen. Ende der 70er Jahre kamen schließlich zwei weitere Fabrikationshallen hinzu und bis zum Jahre 2000 stieg der jährliche Verkauf seiner Schuhe auf über eine Million. Nur knappe 10 Jahre später knackte Lowa sogar die 2-Millionen-Grenze. Bis heute setzt Lowa auf Tradition und produziert daher noch immer all seine Modelle in Jetzendorf.

  So schlägt sich der Melrose in meinem Alltag… Zwar bin ich erst seit Kurzem im Besitz der Melrose von Lowa, doch haben sie schon längst bewiesen, dass sich auch diese Investition in ein weiteres Modell von Lowa absolut gelohnt hat! Obwohl ich sie noch nicht eingelaufen hatte, brachten sie mich nach einer überraschenden Fahrradpanne bequem ans Ziel. Während dieses spontanen Spazierganges mit Rad und Anhänger im Schlepptau ließ ich zwar keine hunderte von Kilometern hinter mir, doch selbst nach diesen acht Kilometern bei typischem Matschwetter und durch feuchtes Laub, war ich froh, dass ich mich an diesem Tag nicht für meine Turnschuhe oder schicken Stiefel entschieden hatte. Damit wären meine Füße wohl kaum trocken zuhause angekommen 😉 Selbst eine ungewollte Dusche im Meer (bitte nicht nachmachen!) konnte meinen neuen Winterstiefeln von Lowa nichts anhaben. Obwohl Salzwasser alles andere als pflegend für Lederschuhe ist, ließ mir unser Zwerg keine andere Wahl, als er die Flut plötzlich auch mal live und hautnah erleben wollte…. Eh ich mich versah standen meine neuen Melrose auch schon bis zum Hals im Wasser. Dank der integrierten Gore-Tex® Membran blieben meine Füße tatsächlich vollkommen vor dem Wasser verschont. Lowa schafft mit solchen Modellen also den perfekten Spagat zwischen Funktionalität und modernem Design. Auch Til’s Regenkombi (hier gehts zum Blogbeitrag über LEGO® wear) hielt 100% dicht.   Noch ein paar Tipps zum Schluss: 1. Die Anprobe: Da Füße über Tag Wasser einlagern und anschwellen, bietet sich die gezielte Suche und Anprobe von Trekkingschuhen am besten nachmittags an. Da sich für ausgiebige Wanderungen zudem spezielle Trekkingsocken optimal eignen, solltet ihr eure Favoriten auch gleich mit diesen testen.   2. Die Beratung Vor dem Kauf der Schuhe solltet ihr euch gezielt über den Einsatzzweck Gedanken machen. Dabei gilt es folgende Fragen zu beantworten:
  • Wo wollt ihr sie nutzen (in welchen Regionen)?
  • Wann wollt ihr sie nutzen (in welcher/n Jahreszeit/en )?
  • Mit wie viel Gepäck seid ihr damit voraussichtlich unterwegs?
  • Was ist euch wichtiger – hohe Atmungsaktivität oder eine wasserdichte Membran?
3. Die Auswahl Der Outdoor-Markt wächst stetig und bietet eine enorme Auswahl an dem verschiedensten Schuhwerk. Alleine Lowa produziert jährlich mehr als 2 Millionen Schuhpaare. Da jeder Hersteller seine ganz speziellen Produktionsweg eingeschlagen und sein eigenes Schnür- und Leistensystem hat, kann ich euch nur empfehlen mehrere Modelle verschiedener Hersteller anzuprobieren und damit einen kleinen Probelauf durch unsere Filiale zu machen. Um zu schauen, ob der Schuh wirklich perfekt sitzt, könnt ihr auch die Einlegesohle herausnehmen und euch darauf stellen. Dann seht ihr, ob der Schuh zu breit, zu kurz, zu schmal oder ideal für eure Füße ist. Wichtig ist es außerdem, dass eure Füße beim Bergablaufen nicht nach nach vorne rutschen und eure Füße darin einen guten Halt haben. 4. Einlaufen! Ihr solltet Trekkingschuhe und Bergstiefel unbedingt erst einmal ordentlich einlaufen, bevor ihr sie mit auf eure nächste Tour nehmt. Erst dann seid ihr auf der sicheren Seite und könnt Druckstellen oder Blasen vermeiden. 5. Pflegen Hierbei ist vor allem das Timing wichtig. Je besser und regelmäßiger ihr eure Schuhe reinigt und pflegt, desto länger werden sie euch treue Dienste in eurem Alltag und auf Touren leisten. Seien es Schneeränder, Salzspuren von Schweiß und gestreuten Wegen oder auch andere Flecken, für alle gilt, sie zeitnah mit einem feuchten Tuch (bitte keine Papiertücher verwenden, da diese zu schnell fusseln) unter lauwarmem Wasser abzuwischen. Hartnäckigen Schmutz könnt ihr einfach abbürsten. Für Rauhleder gibt es übrigens spezielle Kupferdraht-Bürstchen mit denen ihr das Material nach dem Ausbürsten oder feuchter Reinigung wieder aufzurauhen könnt. Außerdem gibt es Spezialradiergummis. Hiermit könnt ihr Schrammen und Flecken quasi vorsichtig wegradieren oder auch hellen Sommersohlen wieder zu neuem Glanz verhelfen. Neben der äußeren Hülle des Schuhs, solltet ihr auch das Innere nicht außer Acht lassen. Es empfiehlt sich die Einlegesohlen nach jeder längeren Tour aus euren Schuhen zu holen, so dass Schuhe und Sohlen besser und schneller trocknen und auslüften. 6. Imprägnieren Zwar gelangen fast alle Schuhe frisch imprägniert in den Handel, doch gilt diese Wirkung nicht für eine unbegrenzte Dauer. Genau aus diesem Grunde solltet ihr eure Schuhe gelegentlich mit einem speziell hierfür geeigneten Imprägniermittel behandeln – sei es mit einem Spray oder auch mit einem für Leder geeigneten (Polier-)Wachs. Für beide Varianten gilt, die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Herstellers zu beachten. Während die meisten Sprays auf den noch feuchten Schuh aufgetragen werden, müssen Lederschuhe vor dem Auftragen des Wachses wiederum absolut trocken sein. Versucht aber keinesfalls das Trocken über/unter der Heizung oder einer ähnlich starken Wärmequelle zu erzwingen, da sich das Leder dabei verformen oder brüchig werden könnte! Solltet ihr euch für das Wachsen entscheiden, dann bedenkt bitte, dass dieses die Optik eurer Schuhe leicht verändern kann. Im Anschluss an das Wachsen werden sie nämlich deutlich glatter und glänzender wirken, als es eventuell zuvor der Fall war. Wie ihr die Eigenschaft eurer Schuhe am besten erhaltet, liegt also ganz bei euch. Denkt nur bitte daran, zuvor die Schnürsenkel zu entfernen, da diese sonst leicht vom Wachs verklebt werden. 7. Lagern Bevor ihr eure Schuhe lagert, solltet ihr sie erst einmal in Ruhe trocknen und “erkalten” lassen. Dies gilt insbesondere für Lederschuhe, da Leder über Tag Feuchtigkeit aufnimmt und speichert und bei Erwärmung “mitwächst”. Am besten lagert ihr eure Schuhe in einem kühlen,  aber trockenen Raum, da Feuchtigkeit und Hitze (dies gilt vor allem für Leder!) schaden könnten. Für Schuhe mit Ledersohlen ist es außerdem empfehlenswert sie nach dem Ausziehen seitlich zu lagern, so dass auch die Sohle „atmen“ kann. Für die längere Lagerung von Winterstiefeln ist es nicht zwingend erforderlich Schuspanner zu verwenden. Solltet ihr solche jedoch gerne nutzen wollen, dann eignen sich hierfür Spanner aus Buche (die Klassiker) oder Zedernholz am besten, da das offenporige Holz die Feuchtigkeit am besten aufnimmt. Plastikspanner kann ich euch daher nicht empfehlen.   Hier seht ihr die Unterschiede…
Lowa-vorher-nachher-neu

Kaum gepflegt nach zwei Jahren – nagelneu – regelmäßig gewachst nach knapp fünf Jahren

  Bei allen Fragen rund um das Thema Schuhe, Pflege und Imprägnierung stehen euch meine Kollegen in unseren Filialen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite 😉 Bis zum nächsten Mal Eure Dori von Unterwegs    

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