Neuseeland, der Süden vom Norden

erstellt am: 27. 06. 2014 um 8:00 Uhr

Um die Stadt Taupo zu besuchen machten wir vom Tongariro Nationalpark im Herzen der Nordinsel noch einmal einen kleinen Abstecher nach Norden. Eine schöne Stadt, die vom Blick über den riesigen See auf die Berge des zentralen Vulkanplateaus geprägt wird. Der Lake Taupo ist Neuseelands größter Süßwassersee: 616 km² groß und bis zu 185 m tief. Auch hier spürt man noch, dass man sich auf vulkanischem Boden befindet. Neben den Wasserfällen, die durch Erdverschiebungen entstanden sind bieten heiße Quellen direkt am Fluss Anblicke zum Staunen.
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Strandpromenade in Napier: Die “Six Sisters”

Von Taupo aus fuhren wir den landschaftlich wirklich schönen Taupo-Napier Highway zurück an die Ostküste und in die Hawke´s Bay. Napier als Art-Deco-Capital ist wirklich schön und die Hawke´s Bay mit ihren weißen Klippen, den Weinbergen und weitreichenden Apfel-Plantagen auf jeden Fall einen Besuch wert. Zur Apfelernte waren wir leider schon ein bisschen spät, ansonsten ist es die Backpacker-Arbeitsregion Nr. 1. Auf der Weiterfahrt nach Süden gab es wenig erwähnenswertes. Zwar fährt man entlang einer bewaldeten, riesigen Bergkette, die allerdings im Vergleich zu dem bisher gesehenem eher öde wirkt. Ansonsten plattes, vertrocknetes Farmland und gelegentlich ein Paar Kühe. Wir waren schon ein bisschen enttäuscht.
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In freier Wildbahn zu beobachten: Seehunde am Cape Palliser

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Ganz im Süden der Nordinsel steht das Cape Palliser Lighthouse

Wiedergutmachen konnte dieses allerdings ein Abstecher zum Cape Palliser, dem südlichsten Leuchtturm der Nordinsel. Eine kleine Wanderung und unendlich viele Treppenstufen hinauf, dann hat man eine wirklich tolle Aussicht und bei klarem Wetter sieht man in der Ferne schon die schneebedeckten Berge der Südinsel. In der Nähe des Leuchtturms ist eine große Seehund Kolonie angesiedelt. Faul liegen die Alten auf Felsen oder im Gras in der Sonne und die Jungen toben in Wasser umher, springen, tauchen und spielen. Man kann sie stundenlang beobachten, wie sie in freier Wildbahn leben und sich kein Stück an den Menschen stören die alle versuchen, tolle Fotos von ihnen zu bekommen.   Man muss echt aufpassen, wohin man tritt. Denn, wenn sie sich nicht bewegen,  könnte man sie glatt für Steine halten. Auch Pinguine soll es zu dieser Jahreszeit hier unten geben, die haben sich jedoch erfolgreich vor uns versteckt. Da wir uns am Anfang überlegt haben, sechs Monate auf der Nordinsel und sechs Monate auf der Südinsel zu verbringen (ja, die Hälfte unseres „Urlaubes“ ist tatsächlich schon um) machten wir uns auf den Weg nach Wellington, der Hauptstadt (jedoch nicht der größten Stadt der Insel), von der die Fähre nach Picton auf der Südinsel ablegt. Nach den letzten Tagen in Einsamkeit war die Großstadt mit ihrem Highway und den engen Hochhausschluchten ein kleiner Schock. Wellington selber ist allerdings richtig schön und hat seinen ganz eigenen Charme.

Für das ‘Te Papa’ Museum direkt am Hafen sollte man sich mindestens 2-3 Stunden Zeit nehmen. Sehr liebevoll gestaltet lernt man super viel über neuseeländische Geschichte, die Maori, Tier und Pflanzenwelt des Meeres und die Vulkanaktivitäten. Da es kostenlos ist, lohnt sich der Besuch gleich umso mehr. Ebenfalls kostenlos ist die geführte Tour durch das Parlament. Außerhalb der Saison ist der touristische Andrang so gering, dass wir sogar in den Genuss einer Privatführung bekamen und jetzt zumindest einigermaßen über die Politik des Landes Bescheid wissen.

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Das historische Cable Car mit Blick auf Wellington

Eines der Wahrzeichen der Stadt sind die roten Cable-Cars. 1902 zum ersten Mal in Betrieb bringt diese Schienen geführte Bahn heute im 10 Minuten Takt bis zu 100 Passagiere aus der Stadt auf einen der Berge mit toller Aussicht über den Botanischen Garten und die City.
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Die Fähre der Interislander bringt uns von Wellington (Nordinsel) nach Picton (Südinsel)

Halbzeit in Neuseeland. Morgens um 7:00 Uhr stehen wir in der Warteschlange der Fähre über den ‘Cook Strait’. Auch hier kommt es uns zu Gute dass wir uns außerhalb der Sommersaison für die Überfahrt entschieden haben. Während im Dezember bis Februar fast alle Fähren ausgebucht sind und man mit wirklich langer Wartezeit (und hohen Preisen) rechnen muss, konnten wir das Schiff recht spontan buchen und zusammen mit einer Handvoll anderer Passagiere den Platz genießen. Drei Stunden dauert die Überfahrt, etwa die Hälfte der Zeit über offenes Meer, die zweite Hälfte durch die Inseln des `Queen Charlotte Sound’. Glücklicherweise hatten wir einen sonnigen Tag ohne starken Seegang erwischt. Dick eingepackt bestaunten wir die ersten Eindrücke der Südinsel an Deck. Es ist wie ein neuer Abschnitt auf dieser Reise und wir freuen uns tierisch darauf. Neuseeland Abenteuer Teil II, wir kommen!

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