Patagonien – Ein Interview mit Jan und Johannes

erstellt am: 25. 04. 2014 um 8:28 Uhr

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Eine Tour, die sie nie vergessen werden

Jan und Johannes reisten im Februar und März für sechs Wochen nach Patagonien und waren dort zu Fuß, per Bus und paddelnd unterwegs. Dabei haben die beiden Abenteurer jede Menge erlebt und unvergessliche Eindrücke sammeln können. Regelmäßig erhalten wir neue spannende Reiseberichte von euch. Auf den Bericht von Jan und Johannes dürft ihr zwar noch gespannt sein, doch wir waren schon jetzt neugierig und baten die sie um ein kurzes Interview zu Ihrem Trip. Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.    
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Traumhafte Aussichten

Wie habt ihr euch für die Tour vorbereitet? Bei den großen Entfernungen in Südamerika kommt man um das Busfahren und Hitchhiking nicht herum, wenn man in vier Wochen möglichst viel vom Land sehen möchte. Weil es mit der Carretera Austral nur eine einzige Verbindungsstraße im unteren Zipfel Chiles gibt, war die Routenauswahl relativ schnell klar. Um flexibel zu sein haben wir -soweit möglich- Fahrpläne in Frage kommender Bus- und Bahnverbindungen angefragt, Kartenmaterial besorgt und nach interessanten Orten abseits der Straße Ausschau gehalten. Große Hilfe war dabei oft Google Earth.  
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Einfach nur schön, oder?

Was war die größte unerwartete Herausforderung? Wir haben uns sehr beeilt, über die Grenze nach Chile an den Lago O´Higgins zu kommen, um von dort noch am selben Tag das Boot über den See nach Villa O´Higgins nehmen zu können. Wir waren pünktlich, das Boot nicht; offiziell zu schlechtes Wetter, inoffiziell hat es sich wohl nicht gelohnt für vier Leute eine Überfahrt zu machen. Im Endeffekt mussten wir zweieinhalb nicht eingeplante Tage dort verbringen, während derer die Essensvorräte knapp wurden. Um weniger essen zu müssen, haben wir uns sehr entspannte Tage gemacht 😉   Was ratet ihr anderen Trekkingfans für eine Reise nach Südamerika? Es lohnt sich fast immer, längere Strecken zu abgelegeneren Orten in Kauf zu nehmen. Gerade wenn man dort nicht mit dem Auto hinkommt, verirren sich nur wenige Gleichgesinnte dorthin und man kann umso besser atemberaubende Landschaften und unberührte Natur genießen.    
Traumhaft schöne Marmorhöhlen

Einzigartige Marmorhöhlen

Was sind die intensivsten Erinnerungen die ihr mitgebracht habt? Das kleine Highlight der Tour waren sicherlich die leichten Packrafts, die wir im Gepäck hatten. Die haben uns eine Perspektive ermöglicht, welch uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Erst sind wir zu einem Eisberg gepaddelt, der mitten in einem Gletschersee getrieben war. Später konnten wir aus den kleinen Nussschalen heraus die wahnsinnigen Marmorhöhlen im Lago General Carrera stundenlang bestaunen.    
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Patagonien – so facettenreich

Was habt ihr vermisst, hattet ihr was vergessen und nicht bedacht? Unerwartet vermisst oder vergessen hatten wir nichts. Die große Sehnsucht nach abwechslungsreicherem Essen oder einem Schluck Milch ist ebenso natürlich wie vorhersehbar. Viel mehr als Reis (viel Energie bei geringem Gewicht) und Wasser (gab es dort überall in hervorragender Qualität) gab es meistens nicht.       Was war das wichtigste Equipment auf das ihr nicht hättet verzichten wollen (außer Geld und Papiere)? Definitiv unsere Packrafts, die uns wie gesagt so manchen außergewöhnlichen Moment beschert haben. Das zusätzliche Gewicht von gut anderthalb Kilo inklusive Paddel war es auf jeden Fall wert!

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