Praktische Tipps für die perfekte Lagerfeuer-Romantik

erstellt am: 15. 12. 2017 um 16:18 Uhr

Faszination Feuer

Es dient als Wärme- oder Lichtquelle, als Kochstelle im Freien und auch Lagerfeuer-Romantik ist ein großes Thema: Seit jeher sind Menschen fasziniert vom Lagerfeuer. In Zeltlagern oder auf Campingplätzen ist das Lagerfeuer meist sozialer Mittelpunkt und ein beliebter abendlicher Treffpunkt. In diesem Blogbeitrag findet ihr zahlreiche Tipps, die euer Feuer sicher und gemütlich machen und für die perfekte Lagerfeuer-Romantik sorgen!

Wo sind Lagerfeuer erlaubt … oder auch nicht?

Um den perfekten Ort für euer Lagerfeuer auszuwählen, gibt es einiges zu beachten, denn es darf nicht überall einfach so ein Feuer entfacht werden.

Es muss also erst einmal sicher sein, dass am Ort eurer Wahl ein Feuer erlaubt ist. Erfahren könnt ihr das etwa beim Grundstückseigentümer (z. B. Vermieter) oder beim Hausherrn des Campingplatzes. Zudem bekommt ihr Infos und bei Bedarf Genehmigungen beim Ordnungsamt eurer Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Allgemein gilt allerdings, dass Feuerschalen und -körbe im Gegensatz zu offenen Feuern nicht genehmigungspflichtig sind. Zudem helfen sie, das Feuer besser im Zaum zu halten.

An folgenden Orten sind offene Feuer grundsätzlich nicht erlaubt:

  • in Naturschutzgebieten
  • auf fremden Privatgrundstücken, wenn ihr keine Erlaubnis dazu habt
  • auf öffentlichen Plätzen
  • auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
  • in und an Wäldern (außer an ausdrücklich dafür vorgesehenen Plätzen)

Wo genau ist der perfekte Feuerplatz?

Nachdem die Erlaubnis-Frage geklärt ist, folgen Gedanken zur Sicherheit. Dazu gehört erst einmal, genügend Abstand einzuhalten. Gebäude und auch Bäume oder Sträucher sollten mindestens 10 Meter vom Feuer entfernt sein. Natürlich sind dabei die Größe des Feuers und die Windstärke zu beachten und der Abstand ist gegebenenfalls entsprechend zu vergrößern. Alles Empfindliche wie Zelt, Tarp oder Schlafsack sollte vom Funkenflug nicht erreicht werden können.

Steht euch keine Feuerschale zur Verfügung, sollte der Untergrund am besten trocken und sandig sein. Es sollte sich kein Bewuchs drumherum befinden, auch kein trockenes Gras. Auf einer Wiese können Grassoden für eine Feuerstelle ausgestochen werden. Und später nach dem Abkühlen der Asche, legt man sie wieder hin. Die so entstandene Grube wirkt dann wie eine Feuerschale und schützt vor Wind. Eine Randbegrenzung aus Steinen oder aus Erde kann das Lagerfeuer leichter im Zaum halten.

Der perfekte Feuerplatz

Das Feuerholz aufbauen und entzünden

Verbrannt werden darf nur naturbelassenes, trockenes Holz, welches idealerweise eine Stärke von 2 – 12 cm hat. Bei Anzündhölzern empfiehlt sich eine Stärke von etwa 1 cm.

Die bekannteste Form, das Feuerholz aufzuschichten, ist wohl das Pyramidenfeuer. Die Äste und Holzscheite werden pyramidenförmig aufgebaut, dünne nach innen und dickere außen. In der Mitte wird der Zunder in Form von Spänen, Birkenrinde oder Papier platziert. Im Windschatten der Pyramide wird ein Spalt freigelassen, durch welches der Zunder mit Streichhölzern oder einem Zündstahl angezündet werden kann. Beim Pagoden- oder Stapelfeuer werden gerade Äste und Holzscheite quadratisch und nach oben schmaler werdend aufgeschichtet. Auch hier kommt der Zunder in die Mitte.


Schluss mit der Lagerfeuer-Romantik: Das Lagerfeuer sicher wieder löschen

Gegen Ende des romantischen Lagerfeuer-Abends werden die glühenden Holz-Stümpfe so lange zusammen geschoben, bis nur noch Asche übrigbleibt. Zum Löschen und auch zur Sicherheit sollte immer ein Eimer Sand in der Nähe des Feuers stehen. Damit lassen sich Flammen effektiver löschen als mit Wasser und es entsteht weniger Qualm, der die Lagerfeuer-Romantik beeinträchtigen würde ;-).

Tipp: Wollt ihr ein Feuer doch mit Wasser löschen, dann bedenkt, dass es am nächsten Tag an der gleichen Stelle schwer wieder entzündet werden kann, wenn es sich um eine feste Feuerstelle handelt.

Auf jeden Fall gilt: Ein Feuer niemals unbeaufsichtigt lassen und erst verlassen, wenn auch die Glut erloschen ist.

Das Lagerfeuer wieder löschen

Am Lagerfeuer lecker kochen

Liebe geht durch den Magen: Lecker kochen auf dem Lagerfeuer

Zu der perfekten Lagerfeuer-Romatik gehört ein echter Klassiker: Das Stockbrot. Auch für Kinder ist das Rösten über der Glut ein tolles Erlebnis. Auch Würstchen lassen sich gut aufspießen und braten.

Für größere Gruppen bietet sich zudem der Feuertopf an, in dem köstliche Eintöpfe oder Suppen im Glutbett garen können.


      Stockbrot-Rezept:

  • 1 kg Mehl
  • ca. 500 ml warmes Wasser (so viel, dass der Teig nicht zu stark klebt)
  • ½ TL Salz (oder weniger nach Belieben)
  • 2 Päckchen Trockenhefe

      Den Teig kneten, 30 Minuten gehen lassen, in fingerdicke Rollen formen und dann um einen Stock wickeln.

      Abwandlung:

      Für eine süße Variante kann man statt Salz auch Zimt und Zucker einkneten oder 1 EL italienische Kräuter und 3 EL Olivenöl für mediterranes Stockbrot.


Lieder für die perfekte Stimmung und Lagerfeuer-Romantik

Neben leckerem Essen macht eine musikalische Untermalung den Lagerfeuer-Abend einfach perfekt. So sind eine Gitarre und jemand, der gut damit umgehen kann, immer willkommene Gäste am Feuer.


Unsere Top 10 der Lagerfeuer-Lieder:

Von "romantisch" bis "ausgelassen": Für alle, die schon mal üben wollen 😉

Knocking on Heaven’s Door – Bob Dylan
Stairway to Heaven – Led Zeppelin
Nothing Else Matters – Metallica
House of Rising Sun – The Animals
Wonderwall – Oasis
American Pie – Don McLean
Let It Be – The Beatles
Imagine – John Lennon
Wish You Were Here – Pink Floyd
Come As You Are – Nirvana

Gitarre am Lagerfeuer

Produkt-Tipps für euren Lagerfeuer-Abend

Jetzt seid ihr gut vorbereitet!

Nun steht der Lagerfeuer-Romantik oder auch einem gemütlichen Abend mit Freunden draußen am Feuer nichts mehr im Wege. Und es gibt nur noch eines, das nicht unbedacht bleiben sollte:

Auch wenn Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, sollte dieser sparsam verwendet werden. Haltet daher euer Feuer nicht unnötig lange in Gang und entzündet (auch aus Rücksicht auf eure Nachbarn) nicht allzu häufig ein Lagerfeuer … es soll ja schließlich auch etwas Besonderes bleiben 🙂



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