Repreve- textiles Recycling

erstellt am: 17. 11. 2011 um 15:20 Uhr

In der heutigen Wegwerfgesellschaft spielt das Thema Recycling eine immer größer werdende Rolle. Doch die meisten haben bei diesem Thema eigentlich nur Abfall im Kopf. Was genau heutzutage alles recycelt wird, wissen die Wenigsten. Vor kurzem noch belächelt, schafft es eine Firma, dass diese neue Art des Recycling inzwischen Marktfähig ist. Kannst Du dir vorstellen eine Jacke aus alten Plastikflaschen zu basteln? Nein? Die Firmen Unifi und der Stoff- Hersteller Polartec schon und präsentieren ein textiles „Take-Back Programm“ mit dem Namen „Repreve“. Wie funktioniert das Ganze fragt man sich nun. Bei diesem Recycling-Vorgang werden verschiedenste, auf Polyester basierende Stoffe zu Granulat verarbeitet und eingeschmolzen. Diese Masse wird im folgenden Arbeitsschritt heiß durch eine Lochmaske gepresst, kühlt nach Austritt ab und wird so zu einem Faden, der 8 Mal dünner ist als ein menschliches Haar. Dieses Material kann nun zu Garn gesponnen werden, wie es sonst auch bei „frisch“ produzierten Kunstfasern der Fall ist. Durch dieses Verfahren wurden nun allerdings 6 elementare Arbeitsschritte, und vor allem der Einsatz von Rohöl eingespart. Bei der Produktion von Repreve wird so für 1 Pfund (ca. 0,45 kg) der Energieaufwand von etwa 72,7 Liter Gasolin eingespart. Anders gesagt besteht 1 Pfund Repreve Garn aus etwa 27 Wasserflaschen. Unvorstellbar! Wenn man sich vor Augen führt, dass jedes Jahr mehr als 21 Milliarden Kunststoffflaschen auf Mülldeponien eingehen, ist das schon ein beachtlicher Beitrag. Dabei erfüllen die produzierten Fasern sogar den bekannten Oeko-Tex Standard 100. Die von Polartec produzierten Stoffe finden sich inzwischen bei nahezu allen großen Outdoor Marken wieder: Ob Patagonia, Marmot oder TheNorthFace, alle haben inzwischen die riesigen Vorteile des „Recycling-Stoffes“ zu schätzen gelernt. Zwar nimmt dieser Stoff aktuell nur ein Bruchteil der Gesamtproduktion ein, die Tendenz ist aber – auch auf Grund der Ressourcenknappheit – stark steigend. Wer einmal sehen möchte, welche Footprints seine Kleidung hinterlässt, kann sich auf der Patagonia Homepage z.B. anschauen, wie viel CO2 Emission durch Herstellung und Transport entstanden ist. http://www.patagonia.com/eu/deDE/footprint/index.jsp

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