Schluss mit nass-kalten Händen

erstellt am: 12. 02. 2013 um 9:31 Uhr

Handschuhe UnterwegsObwohl ich alles andere als ein Frostköttel bin, gibt es zwei Stellen an meinem Körper, an denen ich sehr empfindlich auf kalten Wind reagiere. Meine Hände und meine Ohren. Auch wenn die Temperaturen derzeit eher mild sind, ist es hier ganz schön nass und windig. Dank meinen Earbags sind meine Ohren schon einmal auf der sicheren Seite. Doch trotz der großen Auswahl an Handschuhen, tat ich mich bis vor kurzem sehr schwer damit, ein für mich passendes Modell zu finden. Handschuh_Auswahl_Unterwegs_WHV   Nachdem ich mich erst im vergangenen Jahr vergriffen und anschließend festgestellt hatte, dass es gar nicht so einfach ist einen passenden Gassi-Geh Handschuh für mich zu finden, habe ich mich von meiner Kollegin in der Nordseepassage mal ausführlich beraten lassen.           Meine alten Handschuhe waren zwar warm und saßen wie angegossen, aber die Innenfläche bestand aus Leder. An sich sind kuscheliges Fleece und eine griffige Handinnenfläche eine tolle Kombination für Handschuhe. Doch als ich wieder einmal mit vielen Hundebesitzern und sechs Hunden unterwegs war und diese zwischendurch fütterte, bemerkte ich, wie es in dem Handschuh immer klammer und kälter wurde. Der Grund: Das Leder saugte sich voll, Verdunstungskälte entstand und vorbei war es mit den warmen Händen. Und 1,5 Stunden später hätte ich mir meine Hände sonstwo hinstecken können, weil sie so kalt und steif waren, dass es in den Gelenken schon richtig weh tat.   Später ist man immer schlauer… Aber gut. Danach wusste ich es besser. Ich erzählte Floriana von meiner Erfahrung und bat sie darum, mir einfach mal alle Modelle zu zeigen und mich über die einzelnen Varianten aufzuklären. Bevor sie das tat, erklärte sie mir allerdings erst einmal, wie unser Körper Wärme verliert. Ursachen sind dabei die vorbeiströmende Luft, Energie, die unser Körper aufgrund der eigenen Temperatur ausstrahlt, Verdunstung des Schweißes auf unserer Hautoberfläche sowie die stetige Abgabe von Wärme durch den direkten Kontakt mit kalten Oberflächen.   Und jetzt ratet mal, wo wir zuerst frieren und warum? Gerade bei niedrigen Temperaturen fangen zunächst unsere Hände sowie Füße an zu frieren. Unser Körper reagiert sehr sensibel auf Kälte und beginnt bereits bei etwa 21 °C damit, den Blutfluss in unseren Gliedmaßen zu regulieren und zu reduzieren. Sein Ziel ist es dabei, eine konstante Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Zwar empfinden wir auch zu hohe Temperaturen als unangenehm, aber Kälte stellt für unseren Körper immer noch die größte Gefahr dar. Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb wir fünfmal mehr Kälte- als Wärmerezeptoren auf unserer Haut besitzen. Und auch wenn es noch so kalt draußen ist, schwitzen wir am ganzen Körper. Allein unsere Handinnenflächen besitzen 600 Schweißdrüsen je Quadratzentimeter. Zusammen mit meinem eigenen Schweiß und dem Speichel der Hunde konnten meine alten Handschuhe meinen Anforderungen also gar nicht standhalten.   Wo fängt man aber nun an? Keine Frage, ein neues Paar musste her. Am besten…
  • wasserdicht oder zumindest wasserabweisend
  • mit Windstopper
  • mit einzelnen Fingern und griffiger Handinnenfläche, damit ich besser nach den Futterbrocken greifen kann, wenn ich mit Nala trainiere
  • atmungsaktiv, damit der Wasserdampf von innen nach außen geleitet und somit keine Verdunstungskälte im Handschuh entstehen kann
  • bequem und passgenau
Vor allem atmungsaktiv sollten meine neuen Handschuhe sein. Da ich die Handschuhe auch fürs Fahrradfahren nutzen möchte und körperliche Aktivitäten automatisch dazu führen, dass unser Körper zum einen mehr Wärme produziert und zum anderen mehr Wasserdampf abgibt als es im Ruhezustand der Fall ist, war dies ein entscheidendes Argument auf meiner Liste.     Handschuhe_Varianten_UnterwegsViele unterschiedliche Modelle Nach diesem kleinen Exkurs zeigte mir Floriana die einzelnen Handschuh-Modelle.
  • Fäustlinge
  • Pulswärmer
  • Fingerhandschuhe
    Fäustlinge sind die wärmsten Handschuhe, da sich die Finger in ihnen quasi gegenseitig wärmen. Es gibt auch Modelle, bei denen zusätzlich dünne Finger zum Reinschlüpfen eingearbeitet sind. So ist es auch bei dem abgebildeten Modell von Salomon der Fall. Die wärmsten ihrer Sorte sind jedoch Daunenfäustlinge. Kombiniert mit einem Innenhandschuh (Liner) sollten die Hände einer selbst noch so großen Frostbäule warm werden und bleiben. Aber auch ohne die Innenhandschuhe ist die Wärmeisolierung von Daunenfäustlingen nicht zu übertreffen. Um noch die letzte Kältebrücke zu isolieren, sind zum Beispiel die Pulswärmer (für 19,95 Euro) von Houdini eine tolle Maßnahme. Diese können auch alleine getragen werden. Mein Fazit: Die Wärmeisolation von Fäustlingen ist top! Dennoch fielen Fäustlinge nicht in meine engere Wahl. Die Pulswärmer (hier gehts zum Beitrag über Pulswärmer) finde ich wiederum genial! Ob im Büro oder draußen bei kühlen Temperaturen, sie sind eine tolle Erfindung und sehr angenehm auf der Haut. Fingerhandschuhe finde ich persönlich am besten, da ich hier das beste Gefühl habe, wenn ich nach etwas greife. Sei es auf dem Rad oder mit der Leine in der Hand im Park. Ich hab damit alles besser im Griff.   Kombi_Handschuhe_Unterwegs (2)Die 2-in1 Lösung Floriana zeigte mir allerdings noch ein weiteres Modell, den Kombihandschuh G2 Combi Mitt für 39,95 Euro mit Gore® Windstopper® Softshell Außenmaterial und griffiger Handinnenfläche. Dieses Modell finde ich mehr als praktisch. Die Finger sind bis zur Mitte mit dem Haupthandschuh umschlossen und können jederzeit mit dem zweiten Teil des Handschuhs vor Wind und Wetter geschützt werden. Der Gummizug am Handgelenk schnürt nicht ein und lässt dennoch keinen Wind durch. Wenn ich mit meiner Fellnase unterwegs bin und es draußen wieder nass-kalt und windig ist, hab ich die Finger frei, kann Nala füttern und anschließend wieder den Fäustlingteil über meine Finger stülpen. Zugegeben, für richtig niedrige Temperaturen ist dieses Modell nicht geeignet, aber für die derzeitigen Witterungsbedingungen und meine persönlichen Anforderungen sind sie genau richtig.            

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Jon | am 23. Februar 2013 um 17:52 Uhr

Der G2 Combi Mitt ist ein praktischer Handschuh. Wenn man aber länger zum Arbeiten die einzelnen Finger braucht, werden sie ganz ohne Schutz dann doch schnell kalt.
Besser wäre vielleicht eine weitere Variante, die, wie es auf der Shopseite in der zweiten Überschrift eigentlich steht, tatsächlich innen noch komplette Fingerhandschuhe besitzt.
Für kurze Fingerarbeiten, wie das Fotografieren, sind sie natürlich optimal.



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