Was bedeutet eigentlich der Begriff „Wassersäule“?

erstellt am: 27. 10. 2011 um 11:35 Uhr

Wollt ihr euch eine neue Outdoorjacke, ein Zelt oder eine Regenhose anschaffen, dann kann euch schon mal der Begriff „Wassersäule“ begegnen. Nur, was ist das und wofür brauche ich eine Wassersäule eigentlich?

 

Hier erst einmal die genaue Definition: Die Wassersäule ist eine Maßeinheit, die die Dichtigkeit von technischen Geweben angibt. Um diesen Wert zu ermitteln, wird ein Zylinder von 10 cm Durchmesser auf den zu testenden Stoff gesetzt und mit Wasser gefüllt. Nach welcher Füllhöhe innerhalb von 24 Stunden die ersten Wassertropfen durch den Stoff drücken, bestimmt den Wert der Wassersäule in Millimetern.


Wassersäule in der Praxis

Das heißt, für eine Wassersäule von 1.000, kann man 24 Stunden lang ein 1 Meter hohes Rohr mit Wasser gefüllt auf einen Stoff setzen, ehe das Wasser durchtropft. Das könnte man dann schon als „ziemlich dicht“ bezeichnen, bei einer Jeans bräuchte man das gar nicht erst versuchen. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass beim Sitzen auf nassem Untergrund eine Wassersäule von 2.000 mm, und am Knie sogar eine von 4.800 mm auf das Bekleidungsgewebe drückt. Somit gelten Materialien für Funktionsbekleidung ab einem Wert von 4.000 mm WS als wasserdicht. Bei Oberzelten ab 1.500 mm und Zeltböden ab 2.000 mm WS.

Wassersäule - wasserdichte Haglöfs Couloir Q Jacke

Wichtig für ein Bekleidungsstück ist allerdings nicht nur die Wassersäule, sondern vor allem die Qualität der Beschichtung oder der Membran, was die Robustheit und Abriebfestigkeit angeht. Außerdem verlängert die richtige Pflege die Lebensdauer der regendichten Bekleidung. Wie ihr eure Funktionsbekleidung richtig pflegt und wascht, haben wir euch auf unserem Blog zusammengefasst.

Wann ist also eine hohe Wassersäule wichtig?

Sie ist dann wichtig, wenn ein hoher Druck auf das Material ausgeübt wird. Bei einer Jacke wäre es beispielsweise dann der Fall, wenn ein schwerer Rucksack getragen wird, um auch im Bereich des Schultergurtes eine Wasserdichtigkeit zu gewährleisten (zum Beispiel beim Couloir Jacket von Haglöfs, 28.000 mm WS). Beim Laufen oder Rad fahren durch den Regen ist also allein die Höhe der Wassersäule nicht maßgebend. Da gibt es wichtigere Faktoren, wie die schon genannte Qualität der Membran und die Passform.

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Ance braucht ein neues Zelt? Dori hilft. | Elchblog - hier bloggt der Elch von Unterwegs.biz | am 14. August 2012 um 10:31 Uhr

[…] Wassersäule…. Da ich jetzt ja schon des Öfteren von der „Wassersäule“ (hier die genaue Definition) gehört habe, sprach ich Jens also auch auf diesen Punkt an. Er meinte, eine hohe Wassersäule sei […]



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