Was muss mit zum Fjällräven Classic?
Es gibt Leute die mit 10 Kilo (inklusive Verpflegung und Zelt!!!) 10 Tage durch Norwegen wandern, aber die entfernen dann auch Schildchen aus dem T-Shirt und kürzen die Streichhölzer ;-) . Und wenn ich bedenke, dass bei mir Rucksack,  Schlafsack und Isomatte schon 5,6 Kilo wiegen, ist ziemlich klar, dass aus mir wohl nie ein solcher Ultralight-Trekker wird.

Es wird empfohlen nicht mehr als 20 – 25 % seines Eigengewichtes zu tragen. Lasst mich mal rechnen…wenn ich also 17 – 18 Kilo im Rucksack dabei haben will, passt das nicht so ideal zu meinem Körpergewicht. Auf dieses Rucksack-Gewicht bin ich allerdings bei meinen letzten Touren gekommen. Ok, ich gebe zu, ich habe oft furchtbar geflucht und geschworen nie wieder so viel Zeug zu schleppen, aber schon bei der Planung für den nächsten Trip war die Quälerei jedes mal wieder vergessen und ich wüsste auch echt nicht was ich weglassen sollte. Ich hab´s halt gerne schön warm und bequem und tausche deshalb weder den Classic 1000 Schlafsack (1650 g) noch die gemütliche Therm-A-Rest Isomatte (680 g) gegen leichtere Varianten ein.
Griffbereit2
Rasierklinge statt Taschenmesser? – Nein Danke!
Man kann Zahnbürsten absägen, muss man aber nicht ;-) . Einen Gewichts-Kompromiss mache ich allerdings: Statt Trekkingsandalen für abends oder das Durchwaten von Flussbetten, nehme ich Crocs mit, die wiegen weniger als die Hälfte und sind für den Einsatzbereich eine annehmbare Alternative.
Wasch-Tüte 2Ein Vorteil durch die gute Organisation des Fjällräven Classic ist, dass ich nicht für die kompletten fünf Tage das Essen von Anfang an schleppen muss. Unterwegs gibt es die Gelegenheit die Vorräte aufzustocken, auch so lässt sich noch mal mindestens ein Kilo Gewicht einsparen.

Letzte Woche habe ich ich mal die Gelegenheit genutzt und meinen Wanderrucksack (Größe 55 + 15 Liter, der nun zwei Jahre nicht im Einsatz war) für eine Seminar-Woche in Hamburg genutzt. Mit Ordnern, Büchern und allem was Frau sonst noch so für eine Woche braucht, bin ich da auf etwa 18 Kilo gekommen. Und weil ich damit tragenderweise nur wenige Kilometer unterwegs war, habe ich zugegebenermaßen nicht so ordentlich gepackt und das hat sich auch bei der kurzen Distanz schon gut bemerkbar gemacht! Deshalb hier auch noch mal für euch der Tipp, Schweres (wie etwa das Zelt) unbedingt auf mittlerer Höhe direkt an den Rücken packen, da der Rucksack sonst unnötig nach hinten gezogen wird und somit schwerer zu tragen ist. Leichtes kann dann in den oberen Bereich und nach unten ins Bodenfach wie zum Beispiel der Schlafsack.

Ins Hauptfach

Was ich zieh ich bloß an?

Was einem am Samstagabend schon Kopfzerbrechen bereiten kann, sollte für eine Trekkingtour erst recht gut durchdacht sein. Denn eine schlechte Vorbereitung kann einem schon ganz schön die Laune vermiesen, wenn man sich nicht auf die vorherrschenden Wetterlagen eingestellt hat. Für den Fjällräven Classic gilt, dass es von Sonnenschein, Regen oder auch Schnee bis zu nächtlichen Minusgraden alles geben kann. Somit kommt also vom Funktions-T-Shirt bis zur Daunenjacke alles mit. Um etwas Gewicht zu sparen, packe ich Sachen, die unterwegs auch mal kurz durchgewaschen werden können und schnell genug wieder trocken sind (wie Unterwäsche und Socken) nur einmal ein.

Kleiner Pack-Tipp: Kleidungsstücke lassen sich aufgerollt statt gefaltet sehr gut packen und verknüdeln dann auch nicht so leicht. Zudem lassen sich so T-Shirt, lange Unterhose und Co. leichter in kleine Lücken stopfen.

 

 

Alles hat seinen optimalen PlatzAußen dran

Nachdem im Deckelfach noch einiges Platz findet, das griffbereit sein sollte, wie Regensachen und First-Aid-Kit, wird sperrige Ausrüstung außen befestigt. Da auf der Wanderung in Schweden auch einige Anstiege zu meistern sind, dürfen für mich auf keinen Fall meine Trekkingstöcke fehlen, die zusätzlich für guten Halt sorgen. Dafür werden diese allerdings sicher mehr in Gebrauch sein als am Rucksack.

Auch für die leichten, aber recht voluminösen Crocs bietet sich sinnigerweise ein Außenplatz an. Einer rechts und einer links lassen sie sich prima an den Kompressionsgurten befestigen. Praktisch sind dann noch zwei kleine Wäscheklammern, an denen können entweder am Rucksack oder abends an der Zeltleine Socken oder Handtuch zum Trocknen baumeln. Zudem macht noch ein griffbereiter Trinkbecher Sinn, der unterwegs in einen Bach getaucht werden kann. Ja gut … und dann wäre da noch “Reise-Mausi”, die darf auch außen am Rucksack mitreisen und die schöne Aussicht genießen :-)

So wäre die Packliste schon mal abgearbeitet und das Ziel, nicht mehr als 15 Kilo dabei zu haben, wird damit hoffentlich umsetzbar sein ;-) Genau kann ich das erst sagen, wenn alles eingepackt ist, denn ich bin jetzt nicht der perfekte “Organisations-Bär”, der vorher alles mit der Küchenwaage auswiegt. Daher wird für mich gelten, was mit muss, muss mit, lieber mehr schleppen als frieren oder unbequem schlafen ;-)

Bis zum nächsten Mal

Eure Moni