Was muss alles mit?

erstellt am: 30. 05. 2014 um 7:00 Uhr

Was muss mit zum Fjällräven Classic? Es gibt Leute die mit 10 Kilo (inklusive Verpflegung und Zelt!!!) 10 Tage durch Norwegen wandern, aber die entfernen dann auch Schildchen aus dem T-Shirt und kürzen die Streichhölzer ;-). Und wenn ich bedenke, dass bei mir Rucksack,  Schlafsack und Isomatte schon 5,6 Kilo wiegen, ist ziemlich klar, dass aus mir wohl nie ein solcher Ultralight-Trekker wird. Es wird empfohlen nicht mehr als 20 – 25 % seines Eigengewichtes zu tragen. Lasst mich mal rechnen…wenn ich also 17 – 18 Kilo im Rucksack dabei haben will, passt das nicht so ideal zu meinem Körpergewicht. Auf dieses Rucksack-Gewicht bin ich allerdings bei meinen letzten Touren gekommen. Ok, ich gebe zu, ich habe oft furchtbar geflucht und geschworen nie wieder so viel Zeug zu schleppen, aber schon bei der Planung für den nächsten Trip war die Quälerei jedes mal wieder vergessen und ich wüsste auch echt nicht was ich weglassen sollte. Ich hab´s halt gerne schön warm und bequem und tausche deshalb weder den Classic 1000 Schlafsack (1650 g) noch die gemütliche Therm-A-Rest Isomatte (680 g) gegen leichtere Varianten ein. Griffbereit2 Rasierklinge statt Taschenmesser? – Nein Danke! Man kann Zahnbürsten absägen, muss man aber nicht ;-). Einen Gewichts-Kompromiss mache ich allerdings: Statt Trekkingsandalen für abends oder das Durchwaten von Flussbetten, nehme ich Crocs mit, die wiegen weniger als die Hälfte und sind für den Einsatzbereich eine annehmbare Alternative. Wasch-Tüte 2Ein Vorteil durch die gute Organisation des Fjällräven Classic ist, dass ich nicht für die kompletten fünf Tage das Essen von Anfang an schleppen muss. Unterwegs gibt es die Gelegenheit die Vorräte aufzustocken, auch so lässt sich noch mal mindestens ein Kilo Gewicht einsparen. Letzte Woche habe ich ich mal die Gelegenheit genutzt und meinen Wanderrucksack (Größe 55 + 15 Liter, der nun zwei Jahre nicht im Einsatz war) für eine Seminar-Woche in Hamburg genutzt. Mit Ordnern, Büchern und allem was Frau sonst noch so für eine Woche braucht, bin ich da auf etwa 18 Kilo gekommen. Und weil ich damit tragenderweise nur wenige Kilometer unterwegs war, habe ich zugegebenermaßen nicht so ordentlich gepackt und das hat sich auch bei der kurzen Distanz schon gut bemerkbar gemacht! Deshalb hier auch noch mal für euch der Tipp, Schweres (wie etwa das Zelt) unbedingt auf mittlerer Höhe direkt an den Rücken packen, da der Rucksack sonst unnötig nach hinten gezogen wird und somit schwerer zu tragen ist. Leichtes kann dann in den oberen Bereich und nach unten ins Bodenfach wie zum Beispiel der Schlafsack. Ins Hauptfach Was ich zieh ich bloß an? Was einem am Samstagabend schon Kopfzerbrechen bereiten kann, sollte für eine Trekkingtour erst recht gut durchdacht sein. Denn eine schlechte Vorbereitung kann einem schon ganz schön die Laune vermiesen, wenn man sich nicht auf die vorherrschenden Wetterlagen eingestellt hat. Für den Fjällräven Classic gilt, dass es von Sonnenschein, Regen oder auch Schnee bis zu nächtlichen Minusgraden alles geben kann. Somit kommt also vom Funktions-T-Shirt bis zur Daunenjacke alles mit. Um etwas Gewicht zu sparen, packe ich Sachen, die unterwegs auch mal kurz durchgewaschen werden können und schnell genug wieder trocken sind (wie Unterwäsche und Socken) nur einmal ein. Kleiner Pack-Tipp: Kleidungsstücke lassen sich aufgerollt statt gefaltet sehr gut packen und verknüdeln dann auch nicht so leicht. Zudem lassen sich so T-Shirt, lange Unterhose und Co. leichter in kleine Lücken stopfen.     Alles hat seinen optimalen PlatzAußen dran Nachdem im Deckelfach noch einiges Platz findet, das griffbereit sein sollte, wie Regensachen und First-Aid-Kit, wird sperrige Ausrüstung außen befestigt. Da auf der Wanderung in Schweden auch einige Anstiege zu meistern sind, dürfen für mich auf keinen Fall meine Trekkingstöcke fehlen, die zusätzlich für guten Halt sorgen. Dafür werden diese allerdings sicher mehr in Gebrauch sein als am Rucksack. Auch für die leichten, aber recht voluminösen Crocs bietet sich sinnigerweise ein Außenplatz an. Einer rechts und einer links lassen sie sich prima an den Kompressionsgurten befestigen. Praktisch sind dann noch zwei kleine Wäscheklammern, an denen können entweder am Rucksack oder abends an der Zeltleine Socken oder Handtuch zum Trocknen baumeln. Zudem macht noch ein griffbereiter Trinkbecher Sinn, der unterwegs in einen Bach getaucht werden kann. Ja gut … und dann wäre da noch “Reise-Mausi”, die darf auch außen am Rucksack mitreisen und die schöne Aussicht genießen 🙂 So wäre die Packliste schon mal abgearbeitet und das Ziel, nicht mehr als 15 Kilo dabei zu haben, wird damit hoffentlich umsetzbar sein 😉 Genau kann ich das erst sagen, wenn alles eingepackt ist, denn ich bin jetzt nicht der perfekte “Organisations-Bär”, der vorher alles mit der Küchenwaage auswiegt. Daher wird für mich gelten, was mit muss, muss mit, lieber mehr schleppen als frieren oder unbequem schlafen 😉 Bis zum nächsten Mal Eure Moni

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Jens Bartels | am 4. Juni 2014 um 13:07 Uhr

Hi Moni,
als ich im vergangenen Jahr dabei war, hatte ich eine Stirnlampe dabei. Die habe ich allerdings nicht einmal benötigt. Es ist auch nachts nicht wirklich dunkel. Wenn Du also nicht vorhast, die Nacht durchzuwandern, kannst Du die sicher zu Hause lassen.
Crocs haben sich auch bei mir bewährt. Gute Iso-Matte und warmer Schlafsack finde ich sehr wichtig. Wir hatten in der ersten Nacht -5°C, brrr!
Soviel für den Moment. Weiterhin viel Freude bei der Vorbereitung.
Viele Grüße
Jens




Monika Maleck | am 10. Juni 2014 um 12:59 Uhr

Hi Jens!

Dein Tipp mit der Stirnlampe ich wirklich super, ich glaub dann lass ich die doch zu Hause! Und Danke für den Hinweis mit der kalten Nacht, dann ist mein dicker Schlafsack ja wirklich gerechtfertigt 🙂

Liebe Grüße
Moni




Uschi Kuballa | am 5. Juni 2014 um 09:09 Uhr

hallo Moni,
im Größen und Ganzen stimme ich dir bei. Ich weiss auch nicht, wie die Leute das mit 10 / 12 kg schaffen…
Mir gehts genauso, muss gescheit schlafen, sonst kann ich am nächsten Tag nicht wandern.
Funktions-T-Shirt: nimm doch einfach Woll-Teile mit. Wenn du es wärmer brauchst von Woolpower
oder die “normalen” wie von Icebreaker, Ortovox, Ivanhoe, Lundhags und wie sie alle heißen.
Vorteil: musst nicht waschen, wird gelüftet, am nächsten Tag wieder angezogen. Veith-Socken kann man auch zwei Wochen am Stück tragen. Wichtig, in der Nacht immer lüften.
Wandere viel in Norwegen / Schweden und bin fast jedes Jahr in Nepal für ein paar Wochen. Woll-Shirts bekommen Salzränder am Rücken, sie riechen nicht und man kann sie absolut lange anziehen. Lange anziehen bedeutet für mich 2 oder 3 Wochen am Stück. In der Nacht schlafe ich immer in Woolpower.

alles Liebe
Uschi




Monika Maleck | am 10. Juni 2014 um 12:53 Uhr

Hallo Uschi!

Dass Du als Trekking-Erfahrene meiner Packliste zustimmst, freut mich natürlich 🙂 Vielen Dank auch für Deine Tipps! Das mit dem Lüften werde ich natürlich auch zu Gunsten meiner Gefährten (die ich ja noch nicht kenne) beherzigen 😉

Liebe Grüße
Moni




Christoph | am 10. Juni 2014 um 23:06 Uhr

Was ist denn eine reise-Mausi?




Monika Maleck | am 17. Juni 2014 um 10:13 Uhr

Hallo Christoph!
Leider hatte Mausi ihr Foto nicht mehr rechtzeitig eingereicht und wird nun im nächsten Blog Anfang Juli offiziell vorgestellt 😉

Liebe Grüße
Moni




Sascha Essig | am 18. Juli 2014 um 14:17 Uhr

Hallo Moni,

die -5°C von Jens kann ich bestätigen. Die lange Unterhose hast Du ja schon dabei, wie wäre es mit ein paar flauschigen Nachtsocken und einer Mütze die über die Ohren geht. Beides habe ich in den kalten Nächten geliebt.
Wenn Dein Gewichtslimit es zu lässt, schau Dir doch mal den “Chair One” von Helinox an. Dann stell Dir mal nach 10 Wegstunden und qualmenden Socken einen Sessel mit Lehne vor 🙂
Hat für viel Ver- und Bewunderung gesorgt und war oft ein Aufhänger für Smaltalk.

Viele Grüße
Sascha




Monika Maleck | am 18. Juli 2014 um 15:45 Uhr

Hallo Sascha!

Vielen Dank für Deine Tipps! Dass ein Sessel in der freien Landschaft für Gesprächsstoff sorgt kann ich mir gut vorstellen 😉 Ich feile hier gerade an jedem Kilo, dass ich sparen kann und daher werde ich wohl auf so luxuriöses Sitzen verzichten müssen, aber es wäre schon cool gewesen! Danke für den Hinweis mit der Mütze. Bisher hatte ich nur meinen Sonnenhut vorgesehen und meine Fleecemütze ganz vergessen mit aufzulisten. Immer gut, wenn noch einer mit aufpasst 🙂

Liebe Grüße
Moni



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