Das kennt Ihr doch bestimmt auch, man ist mit einem Tagesrucksack unterwegs, genießt die schöne Natur und erfreut sich an seiner Tour. Ein Bach, ein Fluss oder eine Quelle wird entdeckt und man fragt sich unweigerlich kann ich das trinken und wenn ja ist das auch unbedenklich?

Hier möchte ich Euch nun ein paar Punkte und Tipps vorstellen, damit Ihr Euch im Vorfeld einer Tour oder einer Wanderung Gedanken zu Trinkwasser machen könnt.

Welches Wasser sollte ich bevorzugen?

Das Wasser einer Quelle schmeckt am besten, ist am reinsten und sollte bevorzugt werden. Steht Euch keine Quelle zur Verfügung, folgt schnell fließendes Wasser aus Bächen, dann langsam fließende Bäche. Jedenfalls sollte das Wasser hier auch klar sein. Das Wasser aus Seen, die einen Zufluss und Abfluss haben, ist mit Einschränkungen genießbar, da leichte Verunreinigungen im Wasser zu finden sind. Zu Eurer Sicherheit solltet Ihr das Wasser 10 Minuten abkochen, das gilt auch für Wasser aus stehenden klaren Gewässern. Grundsätzlich gilt es, Gewässer zu meiden, die in der Nähe von Agrarland liegen, wo Vieh gehalten wird, andere Abwässer in den Boden gelangen können oder sich sonstige Zivilisation vor Eurer Wasserentnahmestelle befindet.

Schnee ist auch eine gute Alternative und mit ein bisschen Glück auch im Sommer zu finden. Aber auch hier empfehle ich Abkochen und Entkeimen ist als Vorsichtsmaßnahme. Schnee ist nahezu destilliertes Wasser und enthält kaum Mineralien. Diese können mit entsprechenden Tabletten oder aus der weißen Asche eines Holzfeuers ergänzt werden. Drückt den Schnee beim Schmelzen im Topf an, sonst verdampft er gleich.

Merkmale für ein geringes Risiko einer Verunreinigung:

    • in den Bergen gilt: je höher gelegen, desto besser die Qualität des Wassers
    • Entnahmestelle in der Nähe einer Quelle
    • kaltes Wasser
    • schnell fließendes Wasser
    • klares Wasser
    • Entnahmestelle sollte oberhalb der Zivilisation sein (Fließrichtung)
    • reiches Tierleben im Wasser
    • Moosbewuchs am Uferrand und auf den Steinen
    • steiniger oder sandiger Grund

Merkmale für schlechte Wasserqualität mit erhöhtem Risiko:
(hier empfehle ich: abkochen, filtern,entkeimen)

  • warmes Wasser
  • trübes Wasser
  • langsam fließendes Gewässer
  • stehendes Gewässer
  • Algenbildung im Wasser
  • schlammiger Grund
  • Ansiedlungen
  • Brennesseln am Ufer